Wiederindienststellung Pegasus Nachbau mit vielen Fragen

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    • Wiederindienststellung Pegasus Nachbau mit vielen Fragen

      Hallo zusammen!
      Nach 20 Jahren Modellbauuntätigkeit habe ich mir gedacht ich gebe einen Teil meiner Jugend an meine Kinder weiter. Als ich 8 war bekam ich mein erstes ferngesteuertes Auto, was ich recht schnell zu einem Boot umbaute, zu denen ich mich damals schon (mein Vater war bei der Marine) mehr hingezogen fühlte. Seither habe ich 8 Schiffsmodelle gebaut, meist eher Funktionsmodelle (+6 U-Boote, denen mein Hauptinteresse galt).
      Da ich nur minimale Mittel hatte (besonders nach dem Tod meiner Eltern), musste ich immer sehr viel selber bauen/basteln/hinpfuschen; es hat mich aber zu einem Pragmatiker und "das kriegen wir schon hin" Menschen gemacht); das selbe Gefühl würde ich gerne vermitteln.

      Eines dieser alten Modelle (ein Nachbau in Tiefzugweise) ist ähnlich zur Graupner Pegasus Yacht. Diese hat gut 4 Umbauten miterlebt und ich wollte sie nun in seinem letzten Umbau (drei Motoren, zwei davon als Unterstützung und einzige Lenkung) zu einem wieder voll lauffähigen Modell machen.

      Nach 20 Jahren sind aber
      a) viele Klebungen gebrochen (Echtholzdeck aus einzelnen Leisten, Stevenrohre durch zig Umzüge aus dem GFK angebrochen/undicht; Deck an den Leisten/Rändern undicht geworden)
      b) mein Sender (Conrad 14 Kanal 40MHz) abhanden gekommen; ob der Empfänger noch tut ist fraglich
      c) die Propeller nie abgestimmt auf die Motoren (Graupner Speed 700 BB Turbo + 2* Mabuchi 540)
      d) einer der (drei) Fahrtenregler ist in Rauch (Elkos sind geplatzt) aufgegangen beim ersten einschalten
      e) mein selbstentworfener Mischer (PIC PIC16F84 basierend) um die Mitlaufkontroller des Mittenmotors sowie Re/Li Laufunterschiede zu steuern ist tot (nach 30 Jahren nicht so ungewöhnlich)
      f) Effekte (Beleuchtung, Positionslichter, Radar, Ankerwinde, Sounds mit Speedrückkopplung) sind nur teils umgesetzt/offen
      g) Akkus sind alle 5 NiCd Blöcke (7S1P) tot

      b, c, d und e sind größtenteils offen; ich bin da einfach zu lange heraussen und im Miniaturisierungsbereich ist ja irre wie als Beispiel die Fahrtenregler (meine waren damals top (PWM+MOSFET-Vollbrücke), aber gegen heute riesig und wohl auch uneffektiv durch den geringen xkHz Takt).

      Meine Fragen:

      b) das ich mittendrin wieder ganz viel Zeit für Modellbau habe ist eher gering, daher will ich nicht mehr als 150EUR investieren; 7 Kanäle werden reichen; schön wenn mein alter Empfänger (Doppelsuperhet) noch nutzbar wäre; ist aber eher in jeder Variante veraltet...
      c) da die Mabuchis nur zum steuern dienen habe ich damals 35er Rennschrauben gewählt (waren wohl gerade übrig) und laufen gegensinnig; der 700er hat noch keine Schraube da die letzte Grundberührung Tribut forderte. Ich würde Messingschrauben nehmen; Größe/Steigung/Hersteller steht offen für alle drei.
      d) einen mal zugelegten LRP F1 Bullet hätte ich übrig; bin aber bereit jeden einzelne zu ersetzen; soll ja zusammen passen.
      e) mein größtes Problem da ich keine Fernsteuerung (früher) kannte welche das Verhalten nachstellen konnte. Drei Prop. Kanäle opfern wäre OK, nimmt aber Reaktionsfähigkeit und bedingt entsprechend viele Analogpotis. Mischer wären das richtige; mein alter konnte das Hauptsignal (V/R) auf die beiden Seiten verteilen und das Mischungsverhältnis abhängig vom L/R Ruder machen. Kennt jemand sowas?


      Infos zu
      a) naja da hat sich wohl nicht so viel geändert; Epoxi (Uhu Zweikompo + Stabilit Express) hat sich leider zu gerne von allem getrennt, war aber für die ersten Jahre gut. Mit Uhu Hart bin ich auch für Holz perfekt gefahren; der Rest war mit Acryl abgedichtet und entkoppelt; hält heute noch wie damals :)
      f) werde ich erst abklären;
      g) da komme ich super an LiFePO4 ran und kann diese verwenden; 2S1P (=6,4V), 3S1P (9,6V) oder 4S1P (12,8V/20Ah) stehen da zur Verfügung (meinen einzigen MONO Renner habe ich immer auf techn. Stand gehalten (aber nicht mehr gefahren) und da sind solche verbaut); mit 9,6V wäre ich am Original genau dran und muß andersweitig nichts mehr drehen; bei 'ner Yacht darf's aber gerne mal auch schneller gehen, wodurch die 30% mehr Spannung da deutlich zulegen dürften. Die 2S1P Version wäre dem Originalverhalten aber wohl am nähesten (afaik war ein 6V Pb Block der Antrieb).

      Gruß
      Michael
    • Fahrtenregler

      Dank dem Tipp werde ich eine Doppelregler (X) Thor nehmen für die Seiten
      cti-modellbau.de/CTI-Fahrregler/-74-130-131-164-353.html
      und den Volksregler V3 Serie. Für mich als OldSchool genau das richtige! Letztere von modellbauregler.de

      Als Motor überlege ich gerade den dort auch zu bekommenden 900er Dickschiffmotor einzubauen. Mit 6V fährt der zwar weit unter seiner Nennzahl, aber er würde den hochtourigen 700BB Turbo endlich verbannen, der ja mal ein 700 Torque sein sollte...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Michael.Samer ()

    • RE: Wiederindienststellung Pegasus Nachbau mit vielen Fragen

      So nun haben wir die ersten großen Demontagen durchgeführt (und erste Bilder gemacht);
      -Ankervorrichtung muß neu aufgehangen werden
      -Soundanlage... wird uns wahrscheinlich zu teuer (erst ab 150EUR fängt da der breitbandige Spaß an) und damit bleiben die beiden (Tanzmusik + Diesel) wohl so wie sie sind.
      -Motoren.... jetzt komme ich noch gut an alle Motoren ran... später naja. Die Mabuchis sind und waren immer ...billig und werden nicht besser. Die Kardan Kupplungen sind beide gebrochen beim Abschrauben; der PVC ist brüchig geworden.
      -Rumpf: das damalige verwendete ABS ist irgendwie bei allen Stellen (Epoxy) so glatt das er (=Epoxy) nirgends mehr hält. Ich hätte mir damals die Arbeit für Laminattechnik machen sollen...
      -Das Deck wurde für zu brüchig befunden (die trapezförmigen Buchenleistchen aus denen das Deck aufgebaut ist hält zwar dank Leim heute noch, aber beim demontieren habe ich viele Längssprünge in den Hölzchen gefunden. Die 26 Jahre sind an meiner geliebten Buche wohl doch nicht so spurlos vorbeigegangen wie ich immer dachte. Naja jetzt wird geschliffen, ausgebessert und dann am Ende neu lackiert.
      -Die Decksaufbauten aus 3 lagigen (Flugzeug-) Lindensperrholz ist dagegen wie am ersten Tag. Meine Tochter freut sich schon wenn ich endlich Neuware bringe damit die Brücke endlich fertig wird und sie die Details bemalen kann. Eine Kunststoffaufbaute (Art Niedergang) welcher als eine der beiden Lautsprechergehäuse dient wird evtl ersetzt (Sperrholz) und realer (kein reiner Quader) gebaut oder wenn ich beide Lautsprecher auf über einen Mixer lege ganz wegkommen und eine Art leicht erhobenes Sonnendeck daraus.
      -Ankeranlage werde ich komplett umplanen müssen da die interne zu lange Kette für das Ankerzuggewicht zu schwer wird; der Anker ragt auch zu weit in die Wasserlinie hinein=> unschön. Im Original ist der Patentanker teils in den Rumpf eingefahren. Graupner sah da scheinbar nie Sinn eine Funktion darin zu planen. Evtl steige ich da auf Echtmetall (anstatt PVC) um damit ich genug Gewicht bekomme. Derzeit macht das Blei (sieht man dann später auf den Bildern), ist aber Funktionsschädigend und immer noch zu leicht um ein gezieltes freies abrollen der Kette zu ermöglichen... Naja mal sehen.
    • So nun habe ich eine 6Kanal 2,4GHz Anlage (flysky 6RB) gekauft (leider für mein letztes verbliebenes U-Boot nicht nutzbar, aber das ist weite Zukunft). BlackbirdXL1 Umbauanleitung für eine Graupner 40MHz+2,4GHz hat mich schon gereizt, aber 27MHz wäre für U-Boot interessant und die sind bei Graupner wohl recht selten gewesen; habe zumindest zu dem Zeitpunkt keine gefunden. Multiplex dagegen fand ich keine unter 150EUR gebraucht.
      Als Motor habe ich mich für einen Langsamdreher (1500RPM@12V) von Bühler und reiner Zweiwellenantrieb mit aktiver Steuerung darüber (Kettenmischer) entschieden. Ich werde den Rumpf unten zu zwei (viertel-)tunnel abändern und damit die beiden Schrauben voneinander trennen. Der Mittelantrieb wird damit auch totgelegt und in die Tunnel eingespachtelt. Als Stevenrohre habe ich kugelgelagerte von PEMA genommen. Ich nehme 4 WINA 15Ah Zellen in Serie (12,8V) welche ich wieder in dem alten Batteriefach ziemlich mittig reinbekomme (nur 2kg leichter). Anker ist von Krick und passt vom Maßstab her nun wohl eher (30*20mm). Für den Anker habe ich ja einen umgebauten Servo im Einsatz und dem habe ich nun auch einen echten Fahrtregler spendiert. Die beiden Bühler werden durch einen Volksregler Typ2 gesteuert. Die Bühler fand ich wegen der beidseitigen Achse praktisch das ich sie in die gleiche Vorzugsrichtung laufen lassen kann und trotzdem gegenteilige Drehung erhalte. Aufbauten plant meine Tochter als Partydeck und ein alter MP3 Player erhält so eine weitere Aufgabe. LED Beleuchtung noch und ein Sonnendach sind schon angeplant. Der vordere Niedergang wird noch eine Trichterform bekommen (Lautsprecher) und eine richtige Klasse AB Endstufe (anstatt der bisherigen Eintaktgegenstufe) kommt da noch rein inkl. ordentlichem Mischer damit ich Geräusche auch gleichzeitig einspeisen kann.
      Als diese Woche die Bausätze für den Regler ankamen war ich begeistert mal wieder schöne Technik vor mir zu haben. Dank einiger Step-Down DC/DC Wandler (Ankersteuerung 6V + Empfänger 5V + 2*+/- 10V für die Endstufe) und einem Inverter kann ich effizient mit den Spannungen haushalten (alle auf dem LM2596ADJ basierend). Für die LED kommt dann noch ein einfacher Konstantstrom Regler rein (LM317, der dafür gut geeignet ist).
      Schrauben habe ich von Raboesch (habe dazu auch einen Thread gestartet) als 60mm Typ C. Viel größer als vorher, daher werde ich die Wellenanlage verlängern und eben den Tunnel einplanen.
      Bin gespannt :)
      Gruß
      Michael

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Michael.Samer ()

    • Servus Michael

      Liest sich ja schon Spannend. Aber:
      :bild: :bild: :bild:
      Und der besseren Übersicht wegen, könntest Du die "Nebenthreads" dazu in Deiner Signatur verlinken, sonst suchen wir uns einen Wolf :fg:

      LG Gerhard
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      Was nicht raucht hat keinen Dampf
    • Hallo Gerhard
      entgegen meinem Beruf bin ich noch mit Analogfotografie unterwegs. Handy, kein Smartphone, keine Webcam oder ähnliches. Ich habe und mache aber Bilder (wenn auch nicht unmengen) die auch kommen werden.
      Hier der Thread zum Propeller
      Raboesch Propeller_schleifen und/oder wuchten
      Die Einzelthreads zu der Technik im Boot (sollte auch so 2014/2015 von mir aufgegeben worden sein) sind hier:
      Stevenrohr: Stevenrohrhalterung

      2 oder 3 Wellen System: Reglerkombination 3 * Motoren

      und hier: Passende Schrauben 700BB Turbo + Mabuchi 540

      Fahrtregler: Wiederindienststellung Pegasus Nachbau mit vielen Fragen

      Soundmodul: Rückgekoppeltes Soundmodul_Welches?

      und der letzte wegen der RC Steuerung: Neuer 7Ch+ Sender (+Empfänger)


      Sobald genug Bilder da sind gehe ich das Scannen der Bilder an; dann paste ich auch um dem ganzen ein Gesicht zu geben :)

      Gruß

      Michael
    • Servus Michael

      Sehr gut, mit den Links gehts auch, um nicht den Überblick zu verlieren. Ich mache meine Bilder mit einer fast schon Uralt Digitalcamera um damals ca. 50 Euros, spart die ganze Scannerei und damit viel Zeit. Werd` mich gleich einmal durch die anderen Threads lesen, DANKE!

      LG Gerhard
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    • Speed dürfte so bei 5km/h liegen was voll passen dürfte. Die Yacht kommt in etwa 1:30 hin und hat 30kn max, wobei 25kn Marsch sind. Die Zeiten des Schnellboots (Jet Antrieb) sind bei dem Rumpf vorbei und so langsam ist das auch nicht. Schlupf dürfte durch die Doppelantrieb (Kraft zu Widerstand) recht niedrig sein; der Rumpf ist ja kein reiner Verdränger. Original war ja ein 3000RPM Motor angedacht, wobei ich das mit meinem Feuerlöschboot und den damals verwendeten Dunkermotoren (auch rund 3200RPM) und den großen Schrauben (55er afair) sehr unrealistisch empfand.
      Ich gebe mir diesmal auch Mühe die Gewichtsverteilung realer zu gestalten. Aus dem ersten Modell stammt leider das Deck und auch die ersten 40% geschlossen, was bewirkt das vorne fast kein Gewicht war (bis Mittig die Pb und später NiCd Zellen). Das dürfte das Fahrbild auch realer bringen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Michael.Samer ()

    • Hallo Gerhard
      da geht's sicher nicht um die (andere) Bedienung oder das Geld. Da ich früher immer alleine Modell gebaut habe (ich war der einzige Schiffverrückte, während alle Autos, Bagger, Flugzeuge hatten in der Stadt; heute sieht man nur noch RTF Autos oder Hubis jeder Farbgattung), bin ich lieber gefahren oder habe daran gebastelt als Fotos davon zu machen. Von den rund 15 Modellen sind nur zwei/drei Bilder gemacht worden, was aber (für mich) nicht schlimm ist da ich mich an alle Besonderheiten erinnern kann: ich hab's ja mit meinen Händen gelötet, gebastelt, ausprobiert, reingepfriemelt, umgebaut, ..........
      .... (ganz abgesehen davon das alle Fotos immer unscharf wurden egal wo/wie ich aufnahm)

      ... es gab damals vom Redakteur der Schiffsmodell durchaus Rüge das man mit einem Bild den Bericht enorm aufbessern könnte (ging damals um meine Arrow mit Doppelverbrenner und später meinem zweiten U-Boot) und ich ja nach Seitenanzahl bezahlt werden würde, nicht nach Zeilen... naja lange her.

      => Ich arbeite daran und es gibt sicher Bilder die nächsten Wochen lange vor der Fertigstellung.
      Gruß
      Michael
    • Michael.Samer schrieb:


      => Ich arbeite daran und es gibt sicher Bilder die nächsten Wochen lange vor der Fertigstellung.
      Gruß
      Michael
      Hi Michael

      Würde sicher nicht nur mich freuen! Bin schon sooooooo Neugierig!!

      LG Gerhard
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      Was nicht raucht hat keinen Dampf
    • TimeBandit: meinte:
      "Wenn das Original 1:30 ist und 30kn läuft, dann sollte das Modell für
      ein realistisches Fahrbild so auf 10 km/h kommen (Originalgeschw. /
      Wurzel(Maßstab=30)
      Dafür sind 1500 1/min deutlich zu wenig.
      Hier würde ich zu zwei Power 755/40 oder Aeronaut Navy 720 mit ca. 5000
      1/min tendieren und dafür kleinere Props von 50mm aufziehen (dann wird
      auch die Welle flacher).
      PS: Schlupf musst du mit ca. 30% einrechnen, je schneller das Boot tendentiell etwas mehr.
      Mit 1500 1/min kommen da 3,5km/h raus, das ist nichtmal Rumpfgeschwindigkeit."

      Ich dazu: Jaein. Du hast mit der Formel soweit Recht das es für ein Wellenbild gut passt, aber sobald zwei Schiffe aneinander vorbeifahren (oder bei einigen Vereinen an einem Hafenbild) merkt man das die Wurzel darin nichts verloren hat: man fährt viel zu schnell. Die Geschwindigkeit kommt ja nur in einfacher Dimension vor, daher ist es vom Maßstab her 1:x. Ich habe mit meinem Vater in Wilhelmshaven (als kleines Kind) oft am Hafen gesessen und die langsamen Prozeduren gesehen wenn mit max. 5kn gefahren werden durfte (erinnere mich so an den Wert... mag ein wenig falsch sein) und wie lange es dauerte das selbst schnittige Boote damit vorwärts kamen.
      Wie gesagt vom Wellenbild
      und Bug aus dem Wasser hast du vollkommen recht, allein schon das die
      Strömungslehre bei Gleitern und Co greift braucht man den Speed. Da ich
      ja zwei Wellen so fahre würde ich den Schlupf aber deutlich geringer
      ansetzen, immerhin kommt der ja vom Widerstand des Bootes gegen den
      Vortrieb nur noch halb zur Geltung. Ich probier's mal aus wenn es fertig
      ist. Heute habe ich Laserabstandsmessgeräte und eine Uhr ist schnell
      besorgt. Weg durch Zeit ist recht aussagekräftig und ich bin gespannt ob
      wir bei den 3,5km/h oder den von mir geschätzten 5km/h liegen wird. Mit
      dem geplanten Motor wäre ich bei den 3200RPM gewesen und dann eben auch
      bei dem (hieß der Typ Froid der so?!) Wurzel Maßstab=rund 10km/h (ohne
      Schlupf). Den Robbe Power755/40 habe ich mir auch angesehen und der wäre
      auch billiger gewesen, aber von den Motorenarten (Blechmantel....
      bessere Mabuchis halt) will ich ja gerade weg. Der Aeronaut klingt
      original nach den Graupner 720 Torque (den ersetze ich ja gerade).
      Allein schon um dem Kurzschlußstrom zu begegnen brauche ich da wieder
      ganz andere Regler; die Lautsärke dürfte auch gleich sein. So habe ich
      nun zwei Teillastlauffreudige, hochwertige und drehmomementstarke 12
      Poler im Einsatz die mich bis auf die Drehzahl restlos begeistern (wie
      seinerzeit meine Dunker und Lehnermotoren...letztere waren eher sehr
      "biessig" aber auch toll verarbeitet).

      Davor hat Akula II ausgerechnet:

      Bei 1500 RMP brauchst du dir keine Gedanken wegen stumpfer Kannten machen, bei 15000 schon eher.
      Mich würde eher die Drehzahl der Motoren beunruhigen.
      Mal grob überschlagen, die Raboesch Props haben geschätzt maximal eine 1,2er Steigung, das währe bei 60 mm Durchmesser
      72 mm x 1500 U/min x 60=6480000 mm/h:1000=6480 m/h : 1000 = 6,48 km/h, bei einer 1er Steigung sind es nur noch 5,4 km/h.
      Da ist aber noch kein Schlupf und Drehzahleinbruch gerechnet.
    • So nun endlich mal wieder was von mir. Wir haben am Anfang (Deassemblierung) noch recht schnell daran gearbeitet, dann kam ein "Kielbruch" dazu, ein "Toter Wal" wurde erfunden (Namensherkunft kann man an einigen Bildern recht gut erraten) um die viel zu flache Heck den Wellen/Schraubentunnel doch zu realisieren. Viele Epoxy+Schleifdurchgänge später haben wir am Deck einiges auseinander genommen um den Anker weiter vorne zu verbauen (damit die Kette nicht zu lastig wird); ein schwenkbarer Leuchtkegel war gefordert. Die WINA Akkus (sind ja nur drei Packen) haben im alten Bereich Platz gefunden. Motorspant wurde erstellt nachdem die ungefähre Lokation fest war erstellt, verstefit und mit den Motoren versehen. Da ich die Wellen/Motoren endlich mal in einer Linie haben wollte dachte ich das eine Buchsenkupllung das sinnvollste sei. Leider ist damit eine Tiefenverstellung sehr begrenzt.
      Die Methacrylatverklebung von dem mal rausgenommenen Heckunterbereich kann man teils sehen (welche teils besser hält als das ABS... und das nach 35 Jahren), teils auch die Pumpeneinlässe (Feuerlöschboot), ebenso die ehemaligen Ruderausschnitte. Auf der Unterseite sieht man auch schön die Furchen von dem velen (schlechten) Schleifen mit schlechtem Werkzeug. Auf das Deck bin ich trotz der beiden gravierenden Risse und der Verwölbung über die jahrelange (schlechte?) Lagerung weiterhin Stolz, auch wenn ich mich oft gefragt habe ob ein Neu kaufen nicht dreifach simpler gewesen wäre....

      Nächster Schritt wird das Einsetzen der Welleneinheit sein (wohl in mehreren Schritten um eine Anpassung zu ermöglichen) und dann der Anker, dann Elektronik. Ich hoffe das ich dann auch meine Kinder wieder zum glücklichen Mitarbeiten überreden kann denn die letzten Sachen waren eher wieder mein Bereich. Zu Weihnachten habe ich noch Relingstützen, Draht, Rettungsinseln, Lautsprecher gekauft damit auch mal auf Oberdeck passiert (dazu habe ich noch keine Bilder gemacht) und meine Tochter mal zum alleinigen kreativen arbeiten führt.
      So nun erst mal die Bilder (sind teils vom Handy meiner Tochter, teils Scans meiner Olympus SLR Bilder).
      Gruß
      MichaelSchiff_Aufbau_Kiel_Endschliff.1.jpgSchiff_Aufbau_Deck.jpgSchiff_Aufbau_Kiel.jpgSchiff_Aufbau_Kiel_Endschliff.jpgSchiff_Aufbau_Deck.jpgSchiff_Aufbau_Kiel.jpgSchiff_Aufbau_Kiel_Endschliff.1.jpgSchiff_Aufbau_Kiel_Endschliff.jpg
    • ...der dritte Teil
      Dateien
    • Servus Michael

      Schaut nach ordentlich Arbeit aus das Ganze! Aber ist eine gute Basis, da hast Du vor 20 Jahren gut vorgearbeitet!

      LG Gerhard
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      Was nicht raucht hat keinen Dampf
    • Hallo Gerhard
      danke der Lorbeeren. Schade das eben das (Buchen)Holz doch so stark gearbeitet hat; an einigen Stellen ist es noch fast so glatt wie damals, aber andere.... Begeistert war ich wie geschrieben von einigen Klebstellen (Methacrylat und das einfache Polyester) welche auch nach 35 Jahren (1985 habe ich damals den Rumpf abgezogen) und einigen schwierigen OPs (das untere Heck war für einige Jahre wegen des Jetantriebs ausgesägt und dann wieder angefügt) immer noch gut dabei.
      Vom Arbeitsaufwand wäre ein neuer Rumpf (Schaffer Nachfolger) sicher einfacher und billiger gewesen, aber die (noch kommende) Erfahrung mit dem Kiel wird sich vielleicht auszahlen. An den Aufbauten (da habe ich noch nicht viele Bilder; eingestellt noch gar keines) wird sich hoffentlich meine Tochter was einfallen lassen, damit es nicht so Kastenförmig wie jetzt aussieht; im Gespräch war auch schon einen Wal vorne von der Seite nachzustellen und den Rest dann auf den weißen Aufbau aufzumalen.
      Oben wird es ein Partydeck geben und an der Wasserlinie waren evtl. RGB LED Ketten noch im Gespräch. Das sieht man dann auch besser als meine alte innere LED Beleuchtung und einfacher Farbwechsel (war 1995 noch etwas schwieriger zu gestalten) um Kabinengäste zu simulieren.
      Den Schiffsdiesel würde ich heute auch eher Drehzahlabhängig haben (war damals billig mit einem NE555 aufgebaut, da mir der von Conrad deutlich schlechter klang. Wenn ich den Motor an eine LED/Lampe und einem VDR an der anderen Seite aufbaue dürfte ich auch den Ton anpassen können. Klar kommt das nicht an einen Sampler ran, aber das würde die alte Schaltung weiterverwenden bei minimaler Anpassung. Das entscheide ich dann wenn ich am Elektronikteil bin. Ein vollwertiger Sampler wäre natürlich schöner da er auch die Partymusik mitmachen würde und einfach toll klingt. Nachdem meine Kinder die Qualität (wann wird ihnen langweilig) bestimmen wäre dann aber da ein Superbauteil im Einsatz, für einen recycleten Jungentraum.
      Sofern Akula II doch recht hat, habe ich mir einen Spannungswandler (9,6 auf 18V) konstruiert, bisher denke ich aber das es mit dem Speed von rund 5km/h hinkommt wie es jetzt ausgelegt ist.

      Gruß
      Michael
    • Ich habe heute die Motoranlage provisorisch einsetzen wollen und bemerkt das wir die Stevenrohrhalterungen an der falschen Stelle eingepasst haben und damit der Motorträger um 9mm Höhe von der realen Höhe abweicht. Auch scheint der Rumpf rund 2mm Steuerbords breiter zu sein und damit an Deck abzuweichen. Das ist früher wohl nie aufgefallen weil ich nie nach Symmetrie gebaut habe... Scheinbar habe ich damals das Abbild schlecht angedrückt oder der Rumpf hat sich in den ersten Jahren (mit den vielen Umbauten) einfach verzogen. Egal; der Motorspant ist da schnell angepasst. Trickig wird noch der Stevenrohrhalter da das Stevenrohr an der Befestigung nicht im 90° Winkel abgeht, sondern eher 80°. Die Halter kann ich wohl Kielseitig je um 10° abschleifen, dann dürfte sich das auch erledigen. An den Kupplungen werde ich auch noch arbeiten müssen da die beiden Fixkupplungen trotz einer geraden Anflanschung einseitig schlagen. Da dürfte entweder an der "größer als 4mm Bohrung" liegen und/oder an der doch recht großen (rund 1,4mm) Abflachung an der Motorwelle liegen (da habe ich den Imbus als erstes voll eingedreht und dann nur noch die Gegenseite angezogen.

      Alternativ kann ich auch den Motorspant deutlich weitig Mittschiffs legen und längere Kupplungen (Federkupplung?!) nutzen. Klingt aber schon wieder unsauber... außerdem ragt dann der Motor gut bis zur Mitte rein. Derzeit liegt er noch bei rund 40% der Gesamtlänge.
      Gruß
      Michael