Eine Pirol ist eingelaufen

    • Eine Pirol ist eingelaufen

      In meinem kleinen Hafen hat vor einigen Tagen ein Segelboot um Schutz gebeten. Am Horizont zogen Sturmwolken auf (nicht bei meiner Frau). So konnte ich nicht anders als dem Ersuchen zu entsprechen. Da der Segler die Meere schon länger durchsegelt hat sind einige Umbauwünsche des Eigners sowie eine Reinigungsaktion durch die Hafen eigene Werft auszuführen. Das Boot ist eine Pirol aus dem Hause Robbe.



      Hier ist ein kleines Bild vom Hafenmeister. Der Fotografiert alle Boote beim ein- oder auslaufen.
      Als erstes fiel am nächsten Morgen das Reinigungsteam über die Pirol her.
      Es gab einiges zu schruppen aber anschließend blitzte es von vorn bis hinten.

      Reinigungskraftalle fassen mit an

      Nun rücken auch die Bootsbauer an. Eine unter Deck liegende Umlaufschot soll eingebaut werden. Ebenso sollen die Segel neu getrimmt werden, da einige Falten im Großsegel den Vortrieb bremsen.

      übereifrieger WerftarbeiterDas Ruder wird neu Befestigt und geölt.TeamworkDie Schiene für die Umlaufschot wird abgelängtDie Umlenkrolle wird gefedert befestigtDie Seile werden auf Länge abgebrannt, damit sie nicht ausfransenKontrolle der Seilführung"Houston, wir haben ein Problem"Die Umlenkrolle ist falsch, es müsste eine doppelte Rolle sein. immer diese Ings...Alles noch mal ausbauen, unterdessen wird eine andere Rolle geholt.die Elektrik wird geprüft. Was ein KabelsalatRichtige Rolle alles noch mal inspizieren.Und fertig zur ProbefahrtDen Feierabend verbringen alle am Lagerfeuer. Vielen Dank Leute
      Gefion (Freier Nachbau einer Kapitänsbarkasse der Tirpitz)
      Mjölnir ein Segelboot (Miramare)
      Morgana eine Pirol aus dem Hause Robbe

      Werft:
      Eisbrecher Stettin

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    • In Deinem Video zeigt sich die Pirol ganz von ihrer schlechten Seite. Sie ist eigentlich eine Fehlkonstruktion, sorry das ich das so sagen muss.
      Habe selber versucht in drei verschiedenen Versionen der Pirol, gute Segeleigenschaften zu zaubern und bin wie meine Freunde auch, auf die Nase gefallen.
      Das Boot wurde für Robbe in einer Zeit konstruiert, als der Hype um die sogenannte M Bootklasse aufkam. Alle möglichen Leute bauten sich damals Segelboote in den Klasseregeln. Natürlich auch um in Regatten mitfahren zu können.
      Die Segeleigenschaften sind eigentlich als miserabel zu bezeichnen und es ist kaum möglich mal 5 m geradeaus zu segeln. Grund dafür war der komisch geformte Rumpf, hinten dick und voluminös und nach vorne viel zu schmal und zu wenig Auftrieb. Dazu der lange schlanke Mast mit dem sehr weit hochgehenden Segel und dem Schwert mit der Bleibombe vorne angeschlagen. Dieses zusammenwirken machte aus dem Boot ein nicht wettbewerbsfähiges Segelboot.
      Testversuche bei mir im Verein , der Minisail und von anderen Freunden., mit verschobenen Schwertern, Masten an anderer Stelle brachten keine zufriedenen Ergebnisse.
      Deswegen kommt mir nach drei Schiffen keine mehr ins Haus. Eher noch die alte Windstar und ähnliche. Die liefen wenigstens nicht zickig.
      Das Boot ist für einen Hobbysegler zwar fahrbar aber wenn er mal ein altes M Boot gefahren hat, weiß er worum es geht. Sorry für meine offenen Worte.
      Es wird nun natürlich wieder einige Modellbauer geben, die so ein Schiff schon lange fahren, aber sie sollten mal ehrlich sein.
      Facebook, da gibt es immer mal wieder meine Neuzugänge zu sehen.









      Kann als ehemaliger Ostfriese nicht mehr alle Modelle zählen, aber über 200 sind es.
    • Hallo Frank,
      danke für die offenen Worte, Das was du schreibst stimmt schon, Sie läuft sehr zickelig. Ohne ständiges gegensteuern geht überhaupt nichts. Meinen Spaß hatte ich dennoch mit ihr. Regatta ist eh nicht meine Passion und wenn sie halbwegs läuft bin ich zufrieden.

      Gruß Sven
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    • Nunja,
      wenn ich mir das Video ansehe, fallen mir als erstes die schlechten Segel auf, die sind der Motor des ganzen, hier sind sie nicht besser als Handtücher, leider. Segel werden meistens mehr als vernachlässigt. Hier setzt dann auch die "Zickigkeit" ein: Lateral und Segeldruckpunkt müssen in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen, wenn das nicht der Fall ist, muss man ständig am Knüppel rühren.
      Ruhig mal einen "Trimmtag" machen, und den Mast mal etwas vor oder zurück setzen, das Groß bauchiger oder flacher trimmen, die Fock etwas dichter an den Mast, sie scheint mir hier zu weit vorn angeschlagen. Sie wird auch viel zu offen gefahren und zieht nicht.
      Muss man halt probieren.
    • Hallo Axel,
      Danke für deine Tips. Wollte den Mast etwas nach vorne versetzen, da die Pirol sofort in den Wind dreht. Kann auch mit an der Fock liegen. Werde mal beim nächsten mal ein wenig spielen wie du geschrieben hast.

      Gruß Sven

      Edit, gerade habe ich von einem Vereinsmitglied das Angebot bekommen neue Segel selber in einem Workshop unter seiner Leitung anfertigen zu können.
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    • Kannst mal so als Pi X Daumen abstand Lateraldruckpunkt zu Segeldruckpunkt 7% Länge CWL nehmen. Mast kann also ruhig weiter nach vorn. Aber Achtung: Segel sollten wirklichgut stehen, Aalso Vorliek der Fock besser durchsetzen, und dann zusehen, dass an dem Baum ein harmonisches Prifil eingestellt ist. Der Baum sollte nach Möglichkeit eutwas weiter geöffnet sein als das Groß, so erhält man ein gutes Gesamtsystem von den beiden Segeln.
      Wichtig ist dabei, immer nur EINE Änderung vorzunehmen, wenn die nichts ist, dann die nächste. Sonst verrennt man sich und die ganze Klamotte wird nix.
      Ist bei meinen Dampfern auch nicht anders, da nehme ich mir einen Tag Zeit zum trimmen.
    • Mit den Segeln hat Axel absolut Recht. Man kann mit der Pirol damit zwar besser segeln. Auch ein Segeln , für mal ebenso ist möglich.
      Nur haben mittlerweile einige meiner Segelkollegen , teilweise sehr große Veränderungen vorgenommen, die aber nie zu einem spurtreues Segelboot geführt haben.
      Für uns , da sind wir alle recht einig geworden, liegt das Hauptproblem bei diesem Boot in dem sehr bauchigen Achterrumpf in Verbindung mit dem schmalen vorderrumpf. Es gab Versuche mit Änderung der Mastposition, Kielposition, Kielform, Zusatzflossen und ähnlichem.
      Wenn man da dann mal an ein M—Boot der Anfangszeit der Siebziger Jahre kommt, merkt man wie Robbe damals experimentiert hat.
      Spare Dir ein herumexperimentieren und mache Dir keinen Kopf zu der Pirol. Wenn Du mal ein gebrauchtes M Boot findest, schlage zu und stelle den Mast der Pirol darauf und Du merkst, wie entspannt und flink es geht.
      Facebook, da gibt es immer mal wieder meine Neuzugänge zu sehen.









      Kann als ehemaliger Ostfriese nicht mehr alle Modelle zählen, aber über 200 sind es.
    • Hallo Frank,Du liegst mal wieder richtig,in meiner Modellbauverkäufer-zeit habe ich den Vogel nicht verkauft.Ich hatte damals eine Negativ-Form bekommen und drei Abzüge mit Polyester erstellt--man war das ein Gestank im Haus und Garten,meine Ehe war glaube ich gefährdet.
      Letzten Sonntag war ich mal wieder im Tondern-ZEPPELINMUSEUM.Ich traf mich mit dem Dänen Steffen H.der Dich auch schon besucht hat.Ein sehr netter Zeitgenosse.
      Was macht das Auge ?

      Gruß

      Hans-Jürgen
    • Hallo,
      nun schreibt mal nicht soo schlecht über das Boot.
      Wenn die Pirol mit einem Flipper sehr gut mithalten kann, ist das für mich ein Zeichen das dass Boot gut läuft.
      Ich habe das Maximum an Blei an Brod, heißt das Schwert wurde mit feinem Blei befüllt und mit Gfk ummantelt.
      Die Pirol war mein erstes Boot, welches ich im schlechten Zustand aus einem Modellbauladen Schaufenster ca. 1980 gebraucht kaufte.
      Es sind sogar die gelben Robbe Segel daran (weil es einfach Top aussieht, so Ton in Ton), allerdings an einem selbst gefertigten Carbon Mast mit 1 mm Wanten. Da gibt nichts nach.
      Die neigt sich zwar gerne, läuft dank der zwei Winden (wegen der Trimmung beim Fahren) aber schön gerade aus.

      Zwei weitere habe ich nur mal so zugekauft, weiß noch nicht was ich daraus mache, meist entsteht aus dem erarbeiteten ein Top Boot das dann auf Dauer bleibt.

      Viele werden nun auch wieder den Kopf schütteln wenn ich schreibe " mein Lieblingsboot ist eine Smaragt" , die durch alle Stürme und Wellen geht, und keinen Tropfen Wasser aufnimmt, auch hinten nicht.
      Nun habe ich auch davon eine zweite gekauft, gerade ganz zerlegt um das Kielgewicht in Blei abzuformen. Warum? es bleibt kein Grün daran hängen. Boote mit Schwert bleiben da fast stehen.
      Ich habe noch viele weitere Projekte liegen, aber nun kommt eins zum anderen, große Boote, passende Gewichte, recht viel Wind auf dem Gewässer, das Grümzeug stört mich dann nicht mehr.

      Ach ja - einen Hilfsmotor benutze ich nie, fahre aber auf Sichtgrenze :mattes: (2,4 ghz , Antenne innen liegend)

      Alles nur zur Info, und viel Spass am Segeln, mit welchem Boot auch immer :bd:

      Gruss
      Uwe
    • Moin,
      vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Ein wenig Ausprobieren werde ich sicherlich und zum Spaß wird es für mich immer gehen. Was ich bei dem Video nicht erwähnt hatte, war der Umstand das ich alleine was, Somit ist Filmen und Fahren immer ein Kompromiss. Eine Hand an der Camera ein an der Funke. das geht nicht wirklich. Um ein wenig zu entspannen ist das alles schon ganz ok. Einen großen Umbau habe ich nicht vor.

      Schöne Grüße Sven
      Gefion (Freier Nachbau einer Kapitänsbarkasse der Tirpitz)
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    • Ich habe mir einen Stativkopf rechts seitlich an die Funke gebaut, darauf die Kamera montiert, links an die Funke kam ein Gegengewicht. Dadurch, dass man ja immer auf das Boot fixiert ist und mit dem Körper mitgeht, bleibt der Dampfer auch immer im Bild. Verwackler gibt es so auch kaum. Sieht zwar noch etwas primitiv aus, aber mir fehlt ein Senderpult.

      PA145833.JPG

      Siehe hier:

    • Hallo Axel,
      eine Super Idee mit dem Stativgewinde an der Funke. Das werde ich mir vielleicht abkupfern. Beim nächsten mal werde ich meinen Sohn als Kameramann verpflichten.

      Schöne Grüße Sven
      Gefion (Freier Nachbau einer Kapitänsbarkasse der Tirpitz)
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