85ft Army ST Tug XXL in 1:25

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • 85ft Army ST Tug XXL in 1:25

      Hallo zusammen.

      Manchmal überkommt es einen, in diesem Falle meine ich natürlich mich. Das Projekt war eigentlich für meine Pension geplant, aber wenn unser Staat so weiter macht, dann erreiche ich die wohl nie. :pf: Also habe ich, auch weil diverse Faktoren mich von derzeitigen Projekten abhalten, beschlossen mich auf was neues einzulassen. Veränderungen sind nicht so mein Ding, also mal wieder 'nen ST Tug. Hat ja gut funktioniert und warum dann was anderes? Dieses Mal wird es wahrscheinlich die Susan L. Die Forney ist auch nicht schlecht. Oder eine Variante mit verkürztem Aufbau? Oh man, die Auswahl ist aber auch nicht ohne.

      Wie auch die letzte Version, sollte hier wieder ein GFK Modell entstehen. Der Rumpf wurde in erprobter Gemischtbauweise erstellt. Das bedeutete: Spannten aus 4mm Pappelsperrholz, Beplankung aus 2,5mm Balsa und die Zwischenräume der Spanten wurden mit Styropor gefüllt.

      Oha, geht da gerade ein Raunen durch die Menge? Was ist denn das für ein Materialmix. Um die Kosten im Rahmen zu halten, sollte nur vorhandenes Material verwendet werden. Balsa ist wesentlich günstiger und einfacher zu verarbeiten. Belastungen brauchte der Rumpf ja nicht aushalten. Das Styro war notwendig, damit sich der Rumpf später nicht auseinander biegt.

      rumpf1.jpg

      Auch wenn das hier eigentlich eher wie ein Mett-Igel ausschaut, das ist der Anfang. Der Bug und Teile des Hecks werden später mit Styrodur gemacht, weil es sich wesentlich einfacher schleifen lässt als normales Styro oder Balsa

      Leider hat die Vergrößerung des Werftplans den Nachteil gehabt, dass die Fehlertoleranz ebenfalls vergrößert wurde, was sich in einem unausgewogenem Decksverlauf widerspiegelte. Na ja, werde ich mir aber erst Gedanken drüber machen, wenn es soweit ist. Aber lieber etwas zu viel Schanzkleid als zu wenig. Abschneiden ist immer einfacher als anflicken :D

      Wie auf den Bildern zu erkennen ist, hatte ich Pinnwandsticker verwendet. Die sind einfacher in das Material zu drücken und vor allen Dingen wieder zu entfernen. Man braucht nur etwas daran zu rütteln und schon löst sich das Teil


      Da nun alles unterhalb der Scheuerleisten beplankt war, konnte ich mir Gedanken um den Bug und das Heck machen. Beginnen wir mal mit dem Bug. Dieser wurde mittels zwei fetten, also so richtigen Männerteilen, gefüllt.
      rumpf2.jpg

      Ich musste zwar etwas nachdenken, aber dann dachte ich mir,lass es doch einfach so, dann hast du gleich eine Schubvorrichtung. Als ich meiner Frau von dieser tollen Idee berichtete, brauchte es keinerlei Worte, um mir ihre Meinung mitzuteilen. Blicke, können ja so viel ausdrücken.

      Nun gut, über die Jahre hat man ja so seine Erfahrungen gemacht, also wurde der Bug entsprechend der Kontur verschliffen.


      Für das Heck wurde eine Kombination Styrodur und Balsa zur Anformung der Rundung gemacht. Um das bereits geschliffene Rumpfteil nicht zu beschädigen, wurde der Bereich großzügig mit Kreppband abgeklebt.

      rumpf3.jpg

      Und noch eine andere Perspektive:

      rumpf4.jpg

      Ok, ok, schaut noch etwas konfus aus, aber ehrlich, das wird noch, ganz bestimmt, glaube ich wenigstens; na ja, vielleicht ;) Ehrlich, es braucht nur eine sanfte Hand und 80er Schleifpapier.
      Gruß
      Olli


      Olli, also ich, ist nur verantwortlich für den Inhalt SEINER Gedanken. Sollten sich ob des geschriebenen, irgendwelcher Bilder im Kopf des Lesers bilden, so lehnt Olli, also ich, jegliche Verantwortung ab.

      Und übrigens: Wenn man weiß wo man ist, kann man sein wo man will !
    • Rundungen habe ja so ihren Reiz (ok, ist jetzt etwas zweideutig) aber mittels einer kleinen Schablone geht das eigentlich ganz gut:

      rumpf5.jpg

      Klingt bis jetzt so, als wenn alles reibungslos von statten gegangen ist. Um den großen Macker zu markieren, sage ich mal ganz großkotzig JA. Aber, ich bin nur 1,86m groß, da gibt es größere als mich. (Was'n das jetzt wieder für eine wirrer Gedankengang Olli?) Daher erkennt das geschulte Auge, dass sich im Bereich der grauen Schraffierung eine Beule befindet . Witzige Geschichte: Passiert, wenn man zwei Spanten falsch beschriftet hat und dann einbaut. Kann man machen, ist aber total doof. Zum Glück hatte ich Balsa zum Beplanken verwendet, da war das Problem mit 80er Schleifpapier ratz fatz Geschichte.

      rumpf6.jpg

      Puuhh, auf diesen Schreck erst einmal ein Eis.


      So, Eis ist weg, also ran an den nächsten Schritt.

      Nachdem alles geschliffen und in Form gebracht war, ging es an die Beschichtung. Hier gibt es viele Wege, die nach Rom führen (Rom, ROM, warum eigentlich immer Rom? Gibt doch viel schönere Orte? Aber das Eis soll da lecker sein ) Ich bevorzuge die Beschichtung mit 50er Glas und 2K Parkettlack von Clou. Na gut, für die Leute aus Korinth es war 48er. Mein Clou war aber alt, also Plan B. G4 von Voss Chemie sollte es sein, stand hier noch rum (hatte ich schon erwähnt? Rum ist auch lecker, aber nicht so jugendfrei wie Eis :diab: ). Das ist eine 1K PU Holzgrundierung aus dem Bootszubehör, passt ja eigentlich auch viel besser. Einziger Nachteil : ES STINKT HÖLLISCH! In meinem Enthusiasmus hatte ich leider vergessen, das Fenster zu öffnen und meine Lackiermaske zu nutzen. Machte aber nix. Das rosa Einhorn und ich hatten uns vortrefflich amüsiert.

      rumpf7.jpg

      Wenn man(n) und das Einhorn sich so vortrefflich amüsieren, dan fliegt die Zeit förmlich vorbei und ich konnte sagen: Ich habe fertig:

      rumpf8.jpg


      Warum ich so ein, Achtung Wortspiel, glänzendes Ergibnis erreicht hatte? Mein G4 auch schon ein paar Tage auf dem Buckel, daher galt die Devise: Hau rauf, was das Balsa aufsaugt !
      Gruß
      Olli


      Olli, also ich, ist nur verantwortlich für den Inhalt SEINER Gedanken. Sollten sich ob des geschriebenen, irgendwelcher Bilder im Kopf des Lesers bilden, so lehnt Olli, also ich, jegliche Verantwortung ab.

      Und übrigens: Wenn man weiß wo man ist, kann man sein wo man will !
    • Danach wurde auch die Oberseite des Rumpfes verschlossen. 2,5mm Balsa war auch hier wieder das Mittel der Wahl.

      rumpf10.jpg

      Nachdem auch das Heck verschlossen und verschliffen war, konnte es an die Formgebung gehen. Dazu hatte ich die Kontur ausgedruckt, aufgezeichnet und entsprechend verschliffen.

      rumpf9.jpg

      So, weiter im Text. Zeit, sich der Oberseite des Rumpfes zu widmen. Wieder einmal kam die bewährte Beschichtung zum Einsatz, aber das Einhorn wurde, bedingt durch gute Lüftung und Mundschutz, ausgeladen

      rumpf11.jpg

      Dann wurde nach meheren Schleif und Spachtelgängen, erst einmal ein Zwischstopp eingelegt. Mal nicht um, um sich ein Eis einzuverleiben (oh welch eine geschwollene Wortwahl Olli) sondern um dem Rumpf mit einen Überzug aus 1K Grundierung zu verpassen. Ich mache das ganz gerne, wenn zuviele verschiedene Schattierungen auf dem Rumpf sind. Durch den durchgehenden Farbton bekomme ich einen besseren Überblick über die Kontur und kann besser abschätzen, wo noch Nacharbeit notwendig ist. Ein weiterer Vorteil: Wenn man den Rumpf noch mal abschleift, kann man durch verbleibende Grundierung gut erkennen, wo noch Beulen und Dellen sind, wenn mann dann überhaupt welche hat :rolleyes: Als 1K Grundierung hatte ich welche aus der Bucht geangelt, 6 Dosen für knapp 20Euro.
      Gruß
      Olli


      Olli, also ich, ist nur verantwortlich für den Inhalt SEINER Gedanken. Sollten sich ob des geschriebenen, irgendwelcher Bilder im Kopf des Lesers bilden, so lehnt Olli, also ich, jegliche Verantwortung ab.

      Und übrigens: Wenn man weiß wo man ist, kann man sein wo man will !
    • Die meisten "Macken" wurden bereinigt, also widmete ich mich erst einmal dem Wellenaustritt. Im Orischinal ist das gut zu erkennen. Das wollte ich natürlich auch entsprechend umsetzen. Also wurde der Wellenaustritt eingeschnitten und mit einem Rohr bestückt ( bestückt? ECHT JETZT?) welches einen Innendurchmesser von 8mm hat, was dem Durchmesser des geplanten Stevenrohrs entspricht. Problem war hier das Ausrichten. Nun, auch für solche hoch komplizierten Verfahren gibt es für Leute mit höherer Klippschule (du weist aber schon, dass das an Diskriminierung grenzt???) Geplantes Stevenrohr hat einen Durchmesser von 8mm. Also
      wurde der Materialfudus ( oh, Olli, Materialfundus... du weist aber schon, dass man das AUCH EINFACH ausdrücken kann?!?!?! Grabbelkiste ist
      hier das Wort der Wahl für alle ohne Stock im Ar... Ähh Hintern!) nach einem Rohr mit Innendurchmesser von 8mm und Aussendurchmesser von 9-10mm durchsucht. Gläubige würden nun sagen:Gott sei Dank hatte ich so was im Fundus. Ich spare mir mal an dieser Stelle einen Kommentar in Richtung Kirche und sage: ,Es Lebe die Sammlerwut. Ein passendes Rohr war vorhanden und wurde entsprechend abgelängt.

      Problem an dieser Stelle war, wie bekomme ich die Geschichte fluchtend hin. Nun, ob das hier einer Geschichte würdig ist, überlasse ich mal dem geneigten Leser. Aber der Lösungsweg war recht einfach. Der Kiel hatte eine Breite von 3mm und das geplante Stevenrohr 8mm. Also wurde der Kiel erst einmal auf 8 mm aufgedoppelt (steht so ein Wort eigentlich im Duden?)
      rumpf13.jpg

      Und noch eine etwas andere Ansicht:

      rumpf14.jpg

      Hat auch alles super funktioniert, aber wäre ich nur nicht ins Bett gegangen. Man kommt ja nicht jeden Tag zum Basteln, und nachdem ich den Wellenaustritt so einigermaßen fertig hatte, kam mir eines Morgens der Geistesblitz: Olli, 10mm Rohr an 5mm Welle bzw. passender Kontermutter =
      sieht schei..e aus.

      Nun, ich widerspreche mir nur ungerne, daher gebe ich mir lieber mal recht. Also Kommando zurück und alles nach dem selben Prinzip, auf Stevenrohrgröße getrimmt. Schaut auch wesentlich besser aus. Na klar, oder würdet ihr eure Ergebnis kritisieren? :D Morgen geht es dann weiter.
      Gruß
      Olli


      Olli, also ich, ist nur verantwortlich für den Inhalt SEINER Gedanken. Sollten sich ob des geschriebenen, irgendwelcher Bilder im Kopf des Lesers bilden, so lehnt Olli, also ich, jegliche Verantwortung ab.

      Und übrigens: Wenn man weiß wo man ist, kann man sein wo man will !
    • Guten Morgen.

      Danke Martin, schön wenn's gefällt.

      Manchmal verrenne ich mich etwas, da ist es dann ganz gut, mal etwas anderes zu beginnen.

      Zeit sich an den Aufbau zu wagen. Dieser wird ebenfalls in Sandwich Bauweise gebastelt. Soll heißen: Oben und unten Holz, dazwischen Styrodur. Letzteres hat eigentlich nur die Funktion, die Seitenwände in Form zu halten (könnte ich für mich so etwas auch hin bekommen?)

      Zu Beginn wurde erst einmal der Kern geschnitten. Eigentlich waren es zwei, weil in der Mitte ein Stück Pappelsperrholz eingeklebt wird, um die Form vorzugeben. Hier einmal ein Bild mit der Schneidschablone

      Aufbau1.jpg

      Oh, da schau, ein Kern. Des Pudels Kern? Ach wer weiß das schon!?

      Aufbau2.jpg

      Oben und unten gab es dann eine Lage Pappelsperrholz, um später das überschüssige Material vernünftig entfernen zu können. Ausserdem wurde der Aufbau dadurch 4mm zu hoch, was mir das Anpassen erleichtern soll. Nachdem der Schneidedraht seine Arbeit verrichtet hatte, sah es dann so aus:

      Aufbau3.jpg

      ....und drauf geklatscht. Teilweise kann man erkennen, dass sich kleine Schaumblasen gebildet hatten. Auf diesem Bild kann man auch Einschnitte im Styrodur erkennen. Diese hatte ich gemacht, um mit einem Winkel zu überprüfen, ob sich die beiden Holzteile auch wirklich parallel gegenüber liegen.

      Aufbau4.jpg

      Alle Verklebungen wurden mittels Fermacell Kleber gemacht. Klebt wie "sau" und schäumt etwas auf und setzt sich dadurch in sämtliche Poren. Daher war es wichtig, alles vernünftig zu fixieren, damit nichts verrutscht.
      Gruß
      Olli


      Olli, also ich, ist nur verantwortlich für den Inhalt SEINER Gedanken. Sollten sich ob des geschriebenen, irgendwelcher Bilder im Kopf des Lesers bilden, so lehnt Olli, also ich, jegliche Verantwortung ab.

      Und übrigens: Wenn man weiß wo man ist, kann man sein wo man will !
    • So weit vorbereitet, musste noch der obere Teil gemacht werden. Hierzu hatte ich ein passendes Stück Styrodur aufgeklebt, welches beim Schneiden des Unterteils in einem Rutsch in Form gebracht werden sollte. Hatte aber nicht funktioniert, weil ich oben keine Schneideschablone angebracht hatte. :bw:

      Aufbau5.jpg

      Wie gut, dass das Alphabet 26 Buchstaben hat, da gibt es genug Ausweichpläne. Also Plan B dann. Holz war hier dann das Mittel der Wahl.
      Aufbau7.jpg

      Bei der Beplankung schwankte ich zwischen Kunststoff und Holz. Letztendlich fiel die Wahl auf 0,4mm Birkensperrholz. Um die bestmögliche Formgebung zu bekommen, hatte ich mich für eine Biegung entlang der Quermaserung entschieden. Aber warum Quer? Nun, gehen wir mal ganz hypothetisch davon aus, dass die Rundung des Aufbaus nicht 100%ig gesägt wurde. Dann würde das Holz kleinere Unebenheiten überdecken. Geht zwar schwerer zu biegen, ist aber wesentlich formstabiler. Wie gesagt, rein hypothetisch! :D


      Aropropos biegen. Um das störrische Zeugs in die passende Form zu zwingen (wenn nichts mehr geht, hilft nur Gewalt) wurde es über heißen Wasserdampf (Olli, gibt es auch kalten Dampf? Obwohl ich ja immer eine Portion heißes Wasser eingefroren habe :pf: ) unter Verwendung einer Dose das Holz vorgebogen. Also kurz mal im Vorratslager geschaut, was denn so passen könnte:

      Aufbau8.jpg

      Nun ja, so'ne Portion Grünkohl mit Mettenden und Kassler ist ja schnell gemacht und die Dose konnte ich verwenden :thumbsup:

      Aufbau6.jpg
      Gruß
      Olli


      Olli, also ich, ist nur verantwortlich für den Inhalt SEINER Gedanken. Sollten sich ob des geschriebenen, irgendwelcher Bilder im Kopf des Lesers bilden, so lehnt Olli, also ich, jegliche Verantwortung ab.

      Und übrigens: Wenn man weiß wo man ist, kann man sein wo man will !
    • So, die Spannung ist schon mal raus,...also aus dem Holz
      Aufbau9.jpg

      Schaut schon mal brauchbar aus. Jetzt noch mittels Ponal verkleben und etwas Spannung aufbauen.... Nicht, dass das zu erwartende Ergenis nicht schon spannend genug wäre.

      Aufbau10.jpg

      Der Akku hatte nur den Zweck Druck auf die Verklebund auszuüben. Damit sich das Klebeband nicht un das Holz drückt, wurde 1mm Kuststoff als Druckverstärker verwendet.
      Aufbau11.jpg
      Gruß
      Olli


      Olli, also ich, ist nur verantwortlich für den Inhalt SEINER Gedanken. Sollten sich ob des geschriebenen, irgendwelcher Bilder im Kopf des Lesers bilden, so lehnt Olli, also ich, jegliche Verantwortung ab.

      Und übrigens: Wenn man weiß wo man ist, kann man sein wo man will !
    • Am nächsten Tag wurde das Ergebnis begutachtet und beschnitten. Hat zum Glück alles so funktioniert wie ich mir das vorgestellt hatte. Das Oberdeck musste ich anschließend in der Länge noch etwas anpassen, war aber schnell gemacht. Als nächstes stand die Rundung am Übergang von den Seitenwänden zur Heckwand auf dem Zettel. Nach einigen Überlegungen hatte ich mich dazu entschlossen, Rohre in die Ecken zu kleben, wodurch ich eine saubere Rundung bekomme.



      Aufbau12.jpg

      Die Seitenwände sollten dann aus passendem polystyrol gemacht werden, weil ich es sauber um die Ecke bringen konnte (bisschen zweideutig, oder)
      Aufbau13.jpg

      Tja, und dann gab es einen herben Rückschlag. Nein keine Sorge, der Grünkohl hat keine Auswirkungen gehabt und Eis ist auch noch reichlich vorhanden. Nein, ich hatte in Bezug auf den Kleber kein glückliches Händchen. Da das Polystyrol sehr dünn war, wollte ich einen Kleber verwenden, welcher keine Lösungsmittel enthielt und da fiel mein Blick auf die Tube Uhu Por. Nun ja, was kein Styropor angreift, wird sich sicherlich super für die Verklebung eignen. Das Ergebnis war, sagen wir mal, unerwartet :whistling: Der Bereich, wo ich den Kleber großflächig verstrichen hatte, war super, da wo ich nur punktuell garbeitet hatte, gab es wunderschöne Blasen. :bw: Und NATÜRLICH hatte ich hierfür meine letzten Vorräte an Polystyrol verbraucht. Danke Murphy, vielen Dank :keule:
      Gruß
      Olli


      Olli, also ich, ist nur verantwortlich für den Inhalt SEINER Gedanken. Sollten sich ob des geschriebenen, irgendwelcher Bilder im Kopf des Lesers bilden, so lehnt Olli, also ich, jegliche Verantwortung ab.

      Und übrigens: Wenn man weiß wo man ist, kann man sein wo man will !
    • Also war wiedermal ein Wechsel der Baustelle angesagt, weil ich ja neues Material für den Aufbau bestellen musste. Manchmal ist etwas Abstand gut und so entschied ich mich, den Kiel zu überarbeiten. Dieser bestand ursprünglich aus einer 3mm breiten Kieferleiste. Die hatte mich aber generft und wurde wieder entfernt. Dann konnte ich den Rumpf vernünftig schleifen und weiter bearbeiten. So'n Rumpf hat ja viele Rundungen und ein normaler Spachtel ist da oftmals nicht sonderlich hilfreich. Daher verwendete ich in manchen Bereichen einen Gummispachtel:

      rumpf18.jpg

      Sowas gibt es im KfZ Handel oder im Baumarkt. Im Baumarkt gibt es Gummispachtel um die Fliesenfugen zu füllen. Wenn man da den Holzgriff abbaut, hat man günstig einen flexiblen Spachtel, mit dem man auch Rundungen anformen kann. Irgendwann war ich mit dem Rumpf so weit zufrieden, dass ich mir Gedanken um die Scheuerleisten machen konnte. Nach einigem hin und her, her und hin, entschied ich mich für 7mm Halbrundprofil. Begonnen hatte ich mit der oberen Scheuerleiste. Um diese mit entsprechendem Abstand zur Oberseite des Schanzkleides zu positionieren, hatte ich mir in Mühevoller, stundenlanger Kleinstarbeit ein kleines Helferlein gezimmert:

      rumpf20.jpg

      Die untere Scheuerleiste verläuft parallel, also auch hier wieder in mühevoller............ Lange Rede gar kein Sinn:

      rumpf15.jpg

      Verklebt hatte ich die Leisten mittels Sekundenkleber. Aber etwas Nacharbeit war schon notwendig. Also die Profilleisten abgeklebt und verspachtelt. Dann das Klebeband entfernt und die Bastelhütte mal so richtig schön eingesaut :D

      rumpf16.jpg
      Gruß
      Olli


      Olli, also ich, ist nur verantwortlich für den Inhalt SEINER Gedanken. Sollten sich ob des geschriebenen, irgendwelcher Bilder im Kopf des Lesers bilden, so lehnt Olli, also ich, jegliche Verantwortung ab.

      Und übrigens: Wenn man weiß wo man ist, kann man sein wo man will !
    • Erst einmal ein Bild mit normaler Grundierung

      rumpf17.jpg

      So und nun wurde es ernst. Offensichtliche Macken wurden noch einmal überarbeitet und dann gab es einen Überzug mit Spritzplatik. Der ganze "Spaß" hat auch nur 4 Stunden gedauert. Oha, ich kann ihn förmlich hören, den Aufschrei der durch Deutschland geht: VIER Stunden??? Nun, das Lackieren an sich hat nur 20 Minuten gedauert. Beim Saubemachen hatte ich leider den "Abzug" der Spritzpistole gezogen und schwupps, flogen die Dichtungen durch den Raum. Nun sagt ihr sicherlich: Das ist doch kein Problem. Nun, wenn ihr das "Ordnungssystem" in meinem Bastelraum kennen würdet, dann kann ich euch versichern, DAS ist ein PROBLEM. Bei der Suche habe ich mein Ordnungssytem überarbeitet, was in den übrigen 3h 40min resultierte.


      Aber grundsätzlich war der Rumpf schon recht gut, aber etwas Nacharbeit war notwendig. Unter Anderem musste ich den Kiel, oder besser gesagt den Übergang zum Rumpf etwas nacharbeiten. Hier und da gab es auch noch eine kleine Unebenheit, aber alles nichts weltbewegendes. Warum eigentlich will jeder die Welt bewegen? Geht das überhaupt? Und wenn, wären die Auswirkungen nich Katastrofal? (schreibt man das mit f oderph? Verfluchte Rechtschreibrefom) Ach ja, die Dichtung hatte ich natürlich nicht gefunden....

      rumpf19.jpg
      Gruß
      Olli


      Olli, also ich, ist nur verantwortlich für den Inhalt SEINER Gedanken. Sollten sich ob des geschriebenen, irgendwelcher Bilder im Kopf des Lesers bilden, so lehnt Olli, also ich, jegliche Verantwortung ab.

      Und übrigens: Wenn man weiß wo man ist, kann man sein wo man will !

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von rifuku ()

    • Tja, und nun ist es soweit: Ich hänge. Im Original überlappt sich die Beplankung und man sieht Schweißnäte und im Augenblick habe ich keinen blassen Schimmer, wie ich das (wenigstens im Ansatz) darstellen soll. Ok, die Schweißnähte wären jetzt nicht so ein Problem, das könnte ich mit Chartpak Tape erreichen. Beim Rest muss ich noch mal im Fundus äähhh in der Grabbelkiste nachschauen, ob mir da etwas geeignetes über den Weg läuft. Aber etwas Zeit habe ich ja noch. Der Bugbereich muss noch etwas feingearbeitet werden, der ist echt fieß zu schleifen mit seinen ganzen Rundungen. Vielleicht überkommt mich dann ja ein passender Gedanke :dno:
      Gruß
      Olli


      Olli, also ich, ist nur verantwortlich für den Inhalt SEINER Gedanken. Sollten sich ob des geschriebenen, irgendwelcher Bilder im Kopf des Lesers bilden, so lehnt Olli, also ich, jegliche Verantwortung ab.

      Und übrigens: Wenn man weiß wo man ist, kann man sein wo man will !
    • Hallo.

      So, der Wellenaustritt ist im Grunde fertig. Der Rest wird erledigt, wenn ich den Rumpf zum Abformen in die Platte lege, weil ich gleich die Lagerung für das Stevenrohr mit laminieren möchte. Das erspart mir dann die Fummelei mit dem Lochbohren und ausrichten. Das ganze ist auf ein Stevenrohr mit 8mm Durchmesser ausgelegt. Bei der Schraube hatte ich mich im Bereich 60mm orientiert. Mal schauen, wie sich das ausgeht, oder ob 55mm eine bessere Wahl wäre !?

      rumpf21.jpg

      Und weil ich es noch immer nicht glauben kann wie sich die Größe so ändert, wenn man den Maßstab verdoppelt.:

      vergleich.jpg

      So, ich denke mal das wäre es dann erst einmal, bis ich mich dazu entschieden habe, wie es mit dem Rumpf weiter geht.
      Gruß
      Olli


      Olli, also ich, ist nur verantwortlich für den Inhalt SEINER Gedanken. Sollten sich ob des geschriebenen, irgendwelcher Bilder im Kopf des Lesers bilden, so lehnt Olli, also ich, jegliche Verantwortung ab.

      Und übrigens: Wenn man weiß wo man ist, kann man sein wo man will !

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von rifuku ()

    • Monolog: Fortsetzung.

      So, wie sangen die Dire Straits doch mal: Manchmal bist du die Windschutzscheibe und manchmal bist du der Käfer. Heute war ganz eindeutig Windschutzscheiben Tag. Es gibt doch in der Tat nichts berauschenderes als ein Plan der funktioniert. Nachdem ich dem Rumpf erst einmal ein rotes Lackkleid verpasst hatte

      rumpf22.jpg

      konnte ich überprüfen, wo noch nacharbeit notwendig war. Dann alles wieder angeschliffen, gereinigt und dann hatte ich mir endlich ein Herz gegriffen und bin die Schweißnähte angegangen. Hierzu hatte ich verschiedene Varianten im Kopf, wobei die 100%ige Lösung exorbitant aufwändig gewesen wäre, wozu ich aber keine Lust hatte. Im Endeffekt ging es mir nur darum, dass der doch recht massive Rumpf nicht so steril rüber kommt. Daher sollten die Schweißnähte, welche Mitschiffs verlaufen, dargestellt werden. Gelegentlich sind beim original auch senkrechte Nähte zu erkennen, die sind aber so schwach ausgeprägt, dass ich sie weggelassen hatte. Eventuell mache ich die mit Spritzplastik auf dem angeformten Rumpf. Muss ich noch mal drüber nachdenken.

      In der Grabbelkiste (aha, der Herr ist lernfähig :thumbsup: ) hatte ich noch 1/64" Chartpak Tape
      rumpf25.jpg

      Dieses wurde auf dem Rumpf angebracht, dass Ergebnis ist sehr ansprechend.

      rumpf23.jpg

      Klar, es ist nicht perfekt, aber auch beim Original gibt es da "Unzulänglichkeiten" Vom Unterwasserschiff gibt es ohnehin kaum Bilder.... Nachdem alles vorsichtig, aber so was von VORSICHTIG mit Waschbenzin entfettet wurde, gab es einen erneuten Farbüberzug:

      rumpf24.jpg

      Auf dem Bild kommt es nicht so schön rüber, aber das Ergebnis ist, für mich, der absolute Hammer. Die Farbe bringt die Schweißnähte super zur Geltung. Jetzt nur noch 243 mal Trennmittel aufbringen und polieren, Trennmittel aufbringen und polieren, Trennmittel aufbringen und polieren, Trennmittel aufbringen und polieren, Trennmittel aufbringen und polieren, Trennmittel aufbringen und polieren,.............. und dann kann ich das Teil in die Trennebene zum Abformen packen. Material (Harz und Gewebe) ist Freitag auch gekommen, ich denke, das nennt man einen "Lauf"

      Ich melde mich dann wieder, wenn der ST XXX, oder die Susan L. , oder die Forney, oder ST 850 (auch klasse, mit dem Löschturm), oder Edward H (wäre schön farbig). oder doch mit verkürztem Aufbau? (die Teile sind so abgrundtief hässlich, dass sie schon wieder schön sind), oder,....oder ...., oder ....., oder...... fertig ist. Ich muss echt in Pension, das Teil ist so vielfältig. Aber alleine schon der Gedanke, ein einzigartiges Modell zu besitzen, spornt mich echt an! Anmerkung an mich selber: Hängt aber vom Maßstab ab. Bei 1:25 stehen die Chancen aber gut :D

      Guten Rutsch wünsche ich! Ich geh' jetzt feiern. Das hat super, aber sowas SUPER, funktioniert. Was für ein würdiges Ende für 2017!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! ( ! gab's im Ausverkauf und die müssen nun wech :D )
      Gruß
      Olli


      Olli, also ich, ist nur verantwortlich für den Inhalt SEINER Gedanken. Sollten sich ob des geschriebenen, irgendwelcher Bilder im Kopf des Lesers bilden, so lehnt Olli, also ich, jegliche Verantwortung ab.

      Und übrigens: Wenn man weiß wo man ist, kann man sein wo man will !
    • Und was ich immer nochmal fragen wollte:

      Können Hellseher im Dunkeln besser sehen als alle anderen? Meine Selbsthilfrgruppe "gewaltfreies töpfern" war diesbezüglich in Bezug auf Aussagekraft wenig hilfreich :(
      Gruß
      Olli


      Olli, also ich, ist nur verantwortlich für den Inhalt SEINER Gedanken. Sollten sich ob des geschriebenen, irgendwelcher Bilder im Kopf des Lesers bilden, so lehnt Olli, also ich, jegliche Verantwortung ab.

      Und übrigens: Wenn man weiß wo man ist, kann man sein wo man will !
    • Hi Olli,

      habe mir gerade mit Vergnügen Deinen Baubericht durchgelesen :clap: und mir einige Anregungen abgeguckt.
      Ich bleibe gerne dabei und freue mich auf die Fortsetzungen.
      Schöne Grüße

      Stephan
      :2:


      Meine Flotte:
      - Bugsier 3 (ausser Dienst)
      - Bugsier Junior 1:35 (fahrbereit)
      - Arbeitsboot Martina (ex.Marina)
      - MFP 1:35 (fahrbereit in Bau)
      - S38 1:35 (Bau ruht)
      - KFK 1:35 (Bau ruht)
      - Schlepper Neuwerk 1:35 (in Bau/Planung)
      - Damen FastCrewSupplier 1:35 (Kiellegung erfolgt)
      - PSV Havila Fanø 1:35 (in Planung)
      - AHTS Balder Viking 1:35 (Traum)
    • HalloStephan.

      Freut mich, wenn du etwas von dem hier verwenden kannst. Die Bauweise ist für den Schiffsmodellbau doch relativ unüblich. Im Augenblick befindet sich die Form in der Erstellung und der Aufbau ist fast fertig zum Abformen. In 1-2 Jahren, kann ich sicherlich das Endergebnis präsentieren.
      Deine Flotte ist ja recht beeindruckend. Was aber ist ein Bugsier Junior ( rein rethorische Frage, eine Antwort ist nicht nötig.)
      Bis dahin: Ich wünsche allen ein handbreit Wasser unter dem Kiel und natürlich guten Rutsch.
      Gruß
      Olli


      Olli, also ich, ist nur verantwortlich für den Inhalt SEINER Gedanken. Sollten sich ob des geschriebenen, irgendwelcher Bilder im Kopf des Lesers bilden, so lehnt Olli, also ich, jegliche Verantwortung ab.

      Und übrigens: Wenn man weiß wo man ist, kann man sein wo man will !

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von rifuku ()

    • Hallo.

      Einkurzes Update, zu dem ich gerne die dritte Textzeile von "The Bug" anmerken möchte:

      An einem Tag bist du ein Diamant, und dann bist du ein Stein. Heute ist ohne Übertreibung DIAMANTEN TAG! Form ist fertig!
      Schönen Sonntag noch. Bin auch schoooon wieder wech.
      Gruß
      Olli


      Olli, also ich, ist nur verantwortlich für den Inhalt SEINER Gedanken. Sollten sich ob des geschriebenen, irgendwelcher Bilder im Kopf des Lesers bilden, so lehnt Olli, also ich, jegliche Verantwortung ab.

      Und übrigens: Wenn man weiß wo man ist, kann man sein wo man will !
    • Guten Morgen.

      JB007 schrieb:

      deinen Bericht hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm.....Asche auf mein Haupt
      Alles ist gut.,Brauchst dir keinen Kopf zu machen :thumbup:

      So, wieder einmal stand der Ernst vor der Tür. will damit sagen: Der Formenbau geht nun endlich los. Wie immer stand am Anfang, das Einlassen in die Trennebene.

      rumpf26.jpg

      Und natürlich das Verschließen der Lücken mit Plastillin

      rumpf27.jpg

      Dann gab es einen leckeren Schokoüberzug. Für diesen Schritt benötigte ich 350 gr Formbauharz

      rumpf28.jpg

      Jetzt noch schnell etwas Puderzucker drüber schmeißen. OK, eigentlich ist es ein 50/50 Mix aus Baumwollflocken und Glasfaserschnitzeln, aber das hört sich nicht so schön an.

      rumpf29.jpg

      Als das Formenharz gut angezogen hatte, erfolgte erst einmal eine dünne Kopplungsschicht; einem Harz/Baumwollflocken/Glasfaserschnitzel Gemisch. Ja ich weiß man kann darauf verzichten, wenn man direkt mit dem Beglasen weitermacht. Aber für mich hat es sich bewährt. Außerdem muss ich ohnehin diverse Übergänge mit "Matsche" angleichen, um scharfe Knicke zu vermeiden, z.B. an den Scheuerleisten. Da würde sich das Gelege nicht in den Übergang Scheuerleiste-Rumpf legen.

      rumpf30.jpg

      Kinners, wie die Zeit verfliegt. Und schwupps, waren 4 Stunden um und 3m² Glasgelege (6 Lagen Glasgelege 320g/m² in der Größe 1,35x0,37m = 0,5m²) sowie 800gr Epoxy verarbeitet
      Gruß
      Olli


      Olli, also ich, ist nur verantwortlich für den Inhalt SEINER Gedanken. Sollten sich ob des geschriebenen, irgendwelcher Bilder im Kopf des Lesers bilden, so lehnt Olli, also ich, jegliche Verantwortung ab.

      Und übrigens: Wenn man weiß wo man ist, kann man sein wo man will !