Baubeginn "Lisa M." von Krick/ Was ist notwendig?

    • Baubeginn "Lisa M." von Krick/ Was ist notwendig?

      Liebe Modellbaufreunde,

      eigentlich komme ich aus der RC-Fahrzeugecke. Dafür habe ich auch alles hier zu Hause, bzw. weiß, wo ich es günstig bekomme.

      Erfahrungen aus dem Bereich RC-Schiffe habe ich gesammelt mit der "Oceanic" von Wedico und dem "Feuerschiff Weser" von Graupner.
      Beide Modelle habe ich aber nicht zusammengebaut, sondern sie gebraucht und zusammengebaut übernommen. Leider besitze ich sie nicht mehr.

      Nun wollte ich sozusagen von "Anfang an" in den Schiffsmodellbau einsteigen und habe mich hierfür für die "Lisa M." von Krick entschieden.
      Nun lese ich, dass ich vor Baubeginn erstmal noch ganz viel an Material ( v.a. Kleber) und Werkzeug (v.a. Bohrer und Schleifpapier) beschaffen soll.
      Was davon brauche ich denn nun wirklich und wo könnte ich es online günstiger bekommen? Gibt es statt der gennanten Produkte, die Krick vetreibt, Ersatzprodukte, die genauso gut (oder besser) sind, aber günstiger?

      Vielen Dank schonmal für eure Hilfe!

      Der Schlepperfreund
    • Moin,
      man muss Werkzeug, - Material, -Klebstoffangaben in Bausätzen nicht unbedingt als "Evangelium" ansehen. Will doch nur jeder sein eigenes Zeug verkaufen. Weshalb das dann als unbedingt notwendig bzw. empfehlenswert angepriesen wird. Da sollte man dann mal den gesunden Menschenverstand walten lassen. Zumal, wenn man schon Modellbau betreibt. Auch wenn's eine andere Sparte ist.

      Gruß
      Dieter
    • Hallo Dieter,
      das sehe ich auch so!
      Aber ich möchte halt, dass mein Schiff dann auch schwimmt und nicht beim fahren auseinander fällt.
      Deshalb weiß ich auch z.B. nicht, welchen Kleber brauche ich wirklich, welchen nicht unbedingt.
      Bekomme ich z.B. den Kleber auch von einer anderen Marke und einen anderen Vertrieb?

      Wenn man mal beim Beispiel Kleber bleibt: Ich fände es jetzt ärgerlich, den Kleber von Krick für 7,00/ 8,00 Euro zu kaufen, wenn ich ein ähnliches Produkt im Supermarkt oder imBaumarkt für die Hälfte bekomme. Aber ich weiß halt nicht, welche Produkte ich auch günstiger woanders kaufen kann, bzw. welche Produkte ich ggf. gar nicht brauche.

      Ich möchte mich auch nicht vor euch im Forum hier lächerlich machen: Würde ich das alles so kaufen, wie die Bauanleitung es mir vorgibt, zu den Preisen, die Krick mir vorgibt, käme ich auf über 150 Euro. Was nun auch nicht so viel ist! Zumal es auch als Grundaustattunng dienen kann. Aber: Momentan ist mein Bugdet leider nicht so groß, aber ich würde gerne anfangen zu bauen. Aktuell habe ich Zeit und fände es schön, zu März/ April das Schiff fahren lassen zu können.

      Viele Grüße

      Alex
    • Huhu Alex,

      Du machst dich sicher nicht lächerlich!!!!
      Mal allgemein gesagt, es kommt nicht immer darauf an was man hat, sondern auch wie man damit umgehen kann.
      Ich kenne den Bausatz nicht, also welche Materialien gefügt werden müssen, es wäre vll. besser wenn Du konkrete Fragen stellst in einem BB vll..
      Oder welche Materialien bearbeitet werden müssen und wie viel Handmade angesagt ist.
      Du hast sicher recht, nicht wild drauf los zu kaufen was es gibt, da wird man arm, nach oben sind nie Grenzen gesetzt.
      Als Jünger der RC-Fahrzeugecke solltest Du ja schon eine Grundausstattung haben, oder?
      Also verschiedene kleine Feilen, Bohrer, Schleifpapier in versch. Könungen, Werkzeuge....
      Klar verlangt es manchmal nach Spezialwerkzeugen um nichts zu vergurken....
      Wir Alle kochen auch nur mit Wasser.
      Aber mal ehrlich, zu solch allgemein gehaltenen Fragen erhälst Du nur allgemeine Antworten.

      Raus mit den speziellen Problematiken wenn man sich nicht sicher ist die Sache eben anzugehen ist.

      Keinen Kollegen in der Nähe der bereit ist sich mal im Hobbykeller in die Karten schauen zu lassen? Sowas ist echt töffte.
      So sieht man etwas und kann überlegen wie man es vll. anders macht.

      LG Martin
    • Dispatcher schrieb:

      Ich kenne den Bausatz nicht, also welche Materialien gefügt werden müssen, es wäre vll. besser wenn Du konkrete Fragen stellst in einem BB vll..
      Oder welche Materialien bearbeitet werden müssen und wie viel Handmade angesagt ist.


      LG Martin
      Rumpf ABS, Deck, Aufbauten und Innenausbau Sperrholz, keine wirklich großen Klebeflächen.

      Bei meiner WSP 47 (ist praktisch identisch, bis auf die FlyingBridge) habe ich diese Kleber genommen:

      Holz >> Holz bei Aufbau und den Holzteilen im Rumpf = UHU Hart, schnelle und feste Verklebung, wasserbeständig.

      Holz >> ABS (innenausbau mit Rumpf) sowie Metall >> ABS oder Metall >> Holz = UHU Acrylit (oder Stabilit Express), gab bei meinen Booten nie Probleme, auch nach Jahrzehnten nicht. Wenn möglich, alle Verklebungen nach gründlichem Aushärten mit Klarlack behandeln.

      Holzdeck >> Rumpfschale = Sekundenkleber dünnflüssig einmal um die Naht laufen lassen. Vorher punktuell fixieren. Allerdings gibt es bei Sekundenkleber erhebliche Unterschiede, er sollte z.B. wasserbeständig sein und für Kunststoffe taugen. Das sind bei weitem nicht alle.

      Alle Klebeflächen am Kunststoff und Metall vorher leicht anschleifen, ich mach das immer mit 240er - 320er Papier.

      Für Holz >> Holz geht natürlich auch (wasserfester) Holzleim, aber es sind nur kleine Flächen und mir persönlich zu unsicher.

      Ebenso geht auch mittelflüssiger Sekundenkleber für Holz >> Holz, aber da ich das so nicht verwende kann ich dazu nichts sagen.

      Kleber, welche den Kunststoff anlösen, wie z.B. Ruderer, UHU Allplast etc. würde ich bei den Materialstärken der ABS - Teile nicht verwenden.
      Das geht bei unerfahrenen Modellbauern schnell in die Katastrophe.

      Alle Holzteile wurden letztendlich mit Porenfüller behandelt (nach den Verklebungen) und die Innenausbauten mit Klarlack versiegelt.

      Ein paar Bogen Schleifpapier verschiedenster Körnung, kleinere Bohrer, evtl. kleine Feilen, sowie ein Balsamesser mit Wechselklingen reichen als Werkzeug aus.
      Als Schleifpapier verwende ich immer wasserfestes aus dem Kfz-Bereich. Rumpf und andere zu lackierende Teile aussen werden mit 600er - 800er vorbereitet.
      Holzteile mit Porenfüller versiegeln und ebenso behandeln.
      Gruß
      Hermann
    • P1170410.JPGP1170412.JPGP1170411.JPG
      Hallo Seefahrer,

      hier nun zunächst die erste Seite der Bauanleitung. Den Baukasteninhalt gibt es spätestens am Montag.

      Bei den Fahrzeugbaukästen ist "spezielleres" Werkzeug meistens dabei. Weshalb in der Regel ein Bastelmesser, Schleifpapier, Seitenschneider , Zange und verschiedene Schraubendreher zusätzlich reichen. Je nach Karosserie braucht man dann natürlich noch entsprechende Farbe, Sprühlack und Pinsel. Mehr nicht!
      Natürlich habe ich auch noch Kunststoffkleber und Sekundenkleber, den ich aber für meine Fahrzeuge eher selten brauche.

      Ich frage mich, wozu ich die vielen Kleber brauche? Reicht es nicht, wenn ich mir z.B. eine Tube/ Flache "Sekundenkleber mittel" kaufe?
      Über Komponentenkleber denke ich ähnlich. Wozu brauche ich den überhaupt?

      Das ich Schleifpapier brauche, ist mir auch klar (habe ich ja auch hier, aber ist es das richtige?) . Ist das nicht doppelt gemoppelt: "Schleifpapier"," Schleifklotz"," Sandpapierfeilen"?
      Reicht es nicht, wenn ich verschieden starkes Sandpapier habe?

      Liebe Grüße,

      Alex
    • Ich bin´s nochmal (habe heute mehr Zeit, als ich dachte),

      gerade habe ich mir den Text von Hermann ausführlicher durchgelesen. Ich denke, er sagt viel aus (danke Hermann!).
      Wenn noch jemand dazu Ergänzungen hat, natürlich gerne!

      Werde trotzdem nochmal Bilder vom Baukasten reinstellen.
      Und dann geht es bald los mit dem bauen.

      Liebe Grüße

      Alex
    • Noch ne Amerkung: Natürlich kannst Du auch alles mit Sekundenkleber kleben.
      Aber beim Deck wirds mit mittelflüssig nicht gehen, der läuft nicht ringsum durch die Naht von Deck und Rumpf.
      Auch die Verbindung Stevenrohr zum Rumpf wird damit nicht optimal.

      Oder Werkzeug: Schonmal versucht, in dünnes Material (Verhältnis Bohrerdurchmesser >> Materialstärke) ein "sauberes" Loch zu bohren?
      Hier z.B. das Loch fürs Stevenrohr. Eine Rundfeile mit der man ein vorgebohrtes Loch sauber ausarbeitet ist da besser geeignet. Der Rumpf dankt es Dir.
      Gruß
      Hermann
    • P1170413.JPGP1170415.JPGP1170418.JPGP1170420.JPGP1170416.JPG

      Das ist nun der Inhalt des Baukastens: Der Rumpf ist schon fertig, was ich zum Einstieg ganz gut finde. Die Holzteile sind gelasert und müssen heraus getrennt werden. Einzelne Plastik- und Metallteile, inklusive Motor, Schraube und Stevenrohr, liegen auch dabei. Es ist kein, wie ich finde nerviger, Kauf des Beschlagsatzes erforderlich.
      Zusätzlich kann noch ein Dingi als Minibausatz dazu gekauft werden. Aber das hat noch Zeit.
      Damit das ganze nicht auseinander fällt, lasse ich es noch so verpackt. Ich denke und hoffe, dass ihr euch trotzdem ein Bild vom Bausatz machen könnt.

      Nun lese ich oben, das das Holz wohl nicht so stabil ist. Ist das generell so oder hat es damit zu tun, dass es ein Einsteigermodell ist?
      Naürlich werde ich die Holzteile so vorsichtig wie möglich heraustrennen und mir ggf. noch ein besseres Messer kaufen.

      Wie ist das eigentlich bei den Bausätzen, bei denen die Beschlagsätze extra dazu gekauft werden müssen? Oft kosten diese fast so viel wie der Bausatz.
      Wenn ich darauf verzichte, sieht das Schiff nicht sonderlich nach einem Schiff aus, oder? Gibt es denn Alternativen zu den Beschlagsätzen?

      Dann erstmal viele Grüße und schonmal ein schönes Wochenende!

      Alex
    • Schlepperfreund schrieb:

      Nun lese ich oben, das das Holz wohl nicht so stabil ist. Ist das generell so oder hat es damit zu tun, dass es ein Einsteigermodell ist?Naürlich werde ich die Holzteile so vorsichtig wie möglich heraustrennen und mir ggf. noch ein besseres Messer kaufen.

      Wie ist das eigentlich bei den Bausätzen, bei denen die Beschlagsätze extra dazu gekauft werden müssen? Oft kosten diese fast so viel wie der Bausatz.
      Wenn ich darauf verzichte, sieht das Schiff nicht sonderlich nach einem Schiff aus, oder? Gibt es denn Alternativen zu den Beschlagsätzen?

      Dann erstmal viele Grüße und schonmal ein schönes Wochenende!

      Alex
      Ich habe direkt nach der WSP 47 (wie schon gesagt, identischer Rumpf und fast identische Aufbauten wie Lisa M.) einen günstigen Bausatz von einem tschechischen Hersteller erstanden, bei dem das Holz komplett in 1a Qualität war. Sehr stabil und sehr sauber gelasert. Sogar ein aus Holz gelaserter kleiner 90° Winkel um die einzelnen Holzteile korrekt auszurichten lag dem Bausatz bei. Dieser Bausatz kostete etwa 50 Euro, im Vergleich mit dreimal so teuren Bausätzen etablierter Anbieter war das eine echte Offenbarung.

      Es gibt für die Beschlagsätze durchaus Alternativen, aber ob das günstiger wird glaube ich nicht. In der Regel aber schöner. Beispiel: Klick

      Nochmal zum Baukasteninhalt: Das Ruder (ganz oben auf dem Packungsinhalt zu sehen) habe ich mir in passender Größe fertig gekauft, sieht einfach besser aus und muß nicht erst mühsam in Form gebracht werden. Wer natürlich gerne Schleiforgien veranstaltet, dem sei es gegönnt :D

      In meinem Fall war es eines dieser Ruder: Klick

      Allerdings ist der Ruderkoker sehr dick, da das Messingrohr eingesetzte Buchsen hat. Dafür ist die Lagerung natürlich erstklassig und das Messingrohr läßt sich auch individuell kürzen, da die Buchsen herausnehmbar sind. Das Ruder passt aber auch in das dem Bausatz beiliegendem Messingrohr.
      Gruß
      Hermann

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    • Schlepperfreund schrieb:


      Wie ist das eigentlich bei den Bausätzen, bei denen die Beschlagsätze extra dazu gekauft werden müssen? Oft kosten diese fast so viel wie der Bausatz.
      Wenn ich darauf verzichte, sieht das Schiff nicht sonderlich nach einem Schiff aus, oder? Gibt es denn Alternativen zu den Beschlagsätzen?
      Moin,
      Beschlagteilsätze sind in der Regel nicht billig. Das stimmt. Viele Modelle sind/waren ohne diese Teile einfach nicht komplett. In letzter Zeit, jedenfalls ist das mein Eindruck, sind die Beschlagteile oft schon dabei. Die Baukästen dann aber von vornherein entsprechend teurer (z.B. Neuauflage der TÖN 12). Beschlagteilsätze haben den Vorteil, dass man sich mühseliges Zusammensuchen der Teile sparen kann. Oft enthalten sie auch Teile welche speziell für das entsprechende Modell gemacht, und nicht einzeln erhältlich sind. Ein weiterer Faktor ist, das darin manchmal Teile in kleiner Zahl enthalten sind, die man separat nur in größeren Abpackungen zu entsprechend höherem Preis bekommt. Das muss man alles mal von Fall zu Fall durchdenken und entscheiden. Will man einen "Zehnerpack" kaufen auch wenn man nur ein Stück benötigt? Und vermutlich braucht man mehrere Zehnerpacks von unterschiedlichen Teilen bei einem Modell.

      Gruß
      Dieter
    • Hallo Alex,

      was den Beschlagsatz betrifft, so schau doch ganz einfach was alles enthalten ist und dann vergleichst Du was es Dich kosten würde, wenn Du alles einzeln kaufst. Neben dem Link von Herrmann kann ich Dir noch Hobby Lobby empfehlen, die haben auch ein recht umfassendes Angebot an Beschlagteilen.

      Vielleicht noch ein Tip zum Verkleben vonRumpf und Deck:
      Ich mache sowas seit einiger Zeit mit G4 (ein Einkomponenten Harz, welches sich wie Lack verarbeiten lässt), wenn z.B. das Deck aus Holz ist. Um das Holz vor Wasser zu schützen streiche ich das Holz zuerst 2-3mal auf der Unterseite mit G4 ein. Anschließend kann die Verklebung auf der Auflagekante des Kunststoffrumpfes ganz einfach erfolgen, da das G4 sich untereinander ja optimal verbindet. Dazu das G4 auf beiden Klebeflächen etwas dicker auftragen.
      Der Vorteil ist, dass Du sehr lange und in aller Ruhe das Deck ausrichten kannst. Anschließend über Nacht aushärten lassen und fertig!
      Die Verklebungen die ich in letzter Zeit damit vorgenommen habe sind bombenfest, auch da wo es starke Verspannungen der Materialien gibt.
      Es empfiehlt sich aber immer, wenn man vorher mit ein paar Abfallstücken übt.

      Ich wünsche Dir gutes Gelingen und bin gespannt auf Deinen Bericht.

      Gruß
      Jörg
      Meine Homepage: Joerg´s Modellwerft