Baubericht Hochseeschlepper A14 "Thale"

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    • Baubericht Hochseeschlepper A14 "Thale"

      Hallo miteinander,
      seit nunmehr 10 Jahren baue ich an einem Hochseeschlepper, und möchte diesen runden Jahrestag zum Anlass nehmen, das Ding mal vorzustellen. Fertig gebaut ist der Schlepper schätzungsweise derzeit zu ca. 70%, es gibt also schon noch einiges zu tun. Ein sich aktualisierender Baubericht in diesem Forum gibt mir hoffentlich zusätzlichen Antrieb, das Projekt in absehbarer Zukunft zu vollenden.
      Begonnen hat alles, kurz bevor ich meine „Smit Nederland“ fertig gestellt hatte, und ich mir sicher war, als nächstes Modell wieder einen Schlepper zu bauen – nur größer, und diesmal kein Baukastenmodell, sondern eines nach Plan. Beim durchstöbern des Bauplankatalogs stach mir die A14 „Thale“, Hochseeschlepper Typ 700 der Volksmarine der ehemaligen DDR, sofort ins Auge - ein richtig schönes „noch rundes“ Schiff, - und der Plansatz wurde sogleich bestellt. Als ich dann den Plan zum ersten Mal zur Begutachtung vor mir ausbreitete, entstand dann doch so etwas wie ein laues Gefühl in der Magengegend (geht wohl jedem so, der zum ersten Mal einen „Eichardt“ Plan in Händen hält).
      Abweichend vom Original wollte ich das Modell unbedingt mit Verstellpropellern in Eigenbau ausstatten – der Herausforderung wegen. Ich sagte mir damals, alles was unterhalb der KWL liegt, muss nicht unbedingt dem Original entsprechen (sehe ich heute anders). Und nach der Machbarkeit der Propeller mit meinen Möglichkeiten stand dann auch der Maßstab von 1:25 fest (bei dem ich wohl auch weiterhin bleiben werde).
      Ein paar Monate nach Baubeginn hab ich dann auf der Messe in Sinsheim den Wolfgang aus Berlin mit seiner „Vineta“ kennen und schätzen gelernt - das selbe Modell, der selbe Maßstab, die selbe Gesinnung – gibt schon Zufälle!! Sein tolles Modell, das sicherlich vielen von den Messen in Sinshein und Friedrichshafen bekannt sein dürfte, war und ist für mich das Vorbild für meinen eigenen Schlepper.
      So, und jetzt stell ich erst mal ein paar Bilder von den Anfängen, d. h. vom Rumpf-Rohbau im Anhang rein, eingescannt von alten Fotos, damals hatte ich noch keine Digi-Cam, deswegen die mindere Qualität.
      Ich hatte keinerlei Erfahrung vom Rumpfbau in konventioneller Spantgerippe / Beplankungsmethode und hab mich deswegen strikt an die von Günter Slansky in seinen Büchern beschriebenen Empfehlungen gehalten.
      Parallel dazu fertigte ich die o. g. Verstellpropeller an, hab also immer mehrere Baustellen, wenn sie letztendlich auch zusammen gehören. Aber so kann ich immer daran bauen, wozu ich grad Lust hab – an den Feinheiten und Details, oder an was Gröberen.



      Fortsetzung folgt…
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    • RE: Baubericht Hochseeschleper A14 "Thale"

      Hi Klaus,

      erstmal ein herzliches :welc: hier.

      Sieht ja mächtig aus das Teil, sehr solide gebaut. :2:

      Gibtst Du uns noch ein paar Detailinformationen, wie Länge, Breite, Verdrängung etc. ?

      Auch Fotos von Deinen Fortschritten bei den Verstellpropellern wären sehr interessant. :pf:

      Die verbleibenden 4 Jahre wirst Du auch noch schaffen. :lol:

      Und immer dran denken, :bild:

      Grüße
      Rolf

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ne kölsche Jung ()

    • RE: Baubericht Hochseeschleper A14 "Thale"

      Hallo Klaus!
      Prima das Du wieder angefangen bist.Es ist aber noch viel Arbeit,aber nicht nachlassen.
      Solche Ratschläge sind für Dich ja nicht neu,aber wie wäre der Gedanke Du baust 2 Fahrten-
      regler einjeweils einer vor,der andere rück um eine bessere Wendigkeit zu erzielen?


      Viele Grüße Siggi
    • RE: Baubericht Hochseeschleper A14 "Thale"

      hallo Siggi,
      habe mir gedacht, mit den beiden Verstellpropellern und dem zusätzlichen Querstrahler müsste ich eigentlich wendig genug sein. Und dann hab ich eh blos einen Antriebsmotor, der mittels Zahnriemen beide Wellen synchron antreibt. Ich hoffe, die Leistung des Motors reicht aus (das Modell war noch nie im Wasser :dno:)
      Aber vielen Dank für die Anregung
      mein Verein www.slb-web.de
    • RE: Baubericht Hochseeschleper A14 "Thale"

      Hallo,
      komm grad vom sonntäglichen Fahren an unserem Vereinsgewässer – Wetter war auch schon mal besser…

      Zurück zu meiner Baustelle hier. Also, das fertige Modell wird eine Verdrängung von ca. 55 kg, bei einer Gesamtlänge von 1,85m auf die Waage bringen. Fragt man sich natürlich, wie man so einen Klotz am besten transportiert und ins Wasser bekommt!? Ursprünglich wollte ich mich um eine ausgediente Transportliege, wie sie bei Krankentransporten verwendet wird, bemühen, und darauf den Bootsständer mit Slipanlage aufbauen. Hätte den Vorteil, dass sich das „Fahrwerk“ automatisch beim ins Auto (VW Caddy) reinschieben „einfährt“. Diese Transportliegen werden aber nach Aussage des DRK alle nach Ausmusterung ins Ausland abgegeben. Werd ich mir dann wohl einen Transportwagen selber zusammenschustern. Momentan wird das Modell bei Bedarf einfach auf seinem Bauständer, mit angesetzten Tragegriffen, gesetzt; zu zweit getragen – geht ganz gut.

      Vom Inneren der Verstellpropeller hab ich keine Zeichnungen oder Fotos mehr, hatte damals alles nach Handskizzen angefertigt, und den Werdegang auch nicht abgelichtet. Ist aber eigentlich schnell erklärt. Als Grundkörper nahm ich 3/8“ Stecknüsse, wie sie im Baumarkt als Steckeinsätze für Ratschen angeboten werden. Den Innenvierkant der Nüsse „missbrauchte“ ich als Axialführung eines Kulissensteines aus Messing, der die seitlich geschlitzten Befestigungsflansche der Propellerblätter, verstellt. Diese Axialbewegung wird durch eine Schubstange, die im Innern der eigentlichen Antriebswelle läuft, über eine servobetätigte Verstellmechanik am motorseitigen Wellenende ausgelöst. Na ja –Bilder sagen vielleicht mehr aus, s.u.
      Hab den ganzen Klapperatismus schon mehrere Stunden mit ca. 1500 rpm mit Betätigung der Verstellmechanik laufen lassen – bisher ist noch nix auseinander gefallen (allerdings nur im Trockendock)

      Fortsetzung folgt…
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    • Tragegestell aus Krankenwagen

      Hast Du schon mal versucht, bei unterschiedlichen Komunen bei den Feuerwehren ein gebrauchtes Krankentragegestell zu bekommen?

      Feuerwehren sind in Deutschland Träger des komunalen Rettungsdienstes und die beim DRK sind nicht die Einzigen, die sowas haben.

      Ansonsten Anfragen bei:
      Stollwerk Krankentragen
      Ferno Rettungsgeräte
      Stryker Rettungsgeräte
      Entsprechende Adressen findest Du bestimmt im Internet
      oder noch eine Möglichkeit wären die Aufbauhersteller der Rettung- und Krankenwagen.

      Bei Bedarf schick mir ne PN
    • Hi,
      das sieht ja mächtig aus.
      Ich hab da mal ein paar Fragen :kratz:
      Die Servos halten den Druck der Verstellpröpse aus?
      Wieviel Strom stellst du deinen Servos zur Verfügung?

      Ich bin schon gespannt wie es weitergeht.Ein Klasse Projekt.
      Grüsse,
      Ramona
    • hallo Ramona,
      ich hoffe, die Servos halten den Druck aus. Hatte seinerzeit mein Anliegen beim Fachhändler vorgetragen, worauf er mir folgende empfahl (und natürlich auch gleich verkaufte *pfeiff*)
      Also, eingebaut sind HITEC HS-615 MG Power-Servos, Drehmoment 95Ncm bei 6V. Bei der größtmöglichen Ausnutzung der Servoauslenkung für die komplette Blattverstellung sollte das Servo-Drehmoment eigentlich genügen. Und wenn nicht - Pech gehabt :s: - und evtl. noch was stärkeres reingebaut. Im Trockenen funktionierts jedenfalls recht gut, wenn man beim Verstellen mit der Hand dagegen halten will (natürlich bei stehendem Prop :fg:)muss man sich doch schon ein wenig anstrengen, ich glaub nicht, dass das Wasser so viel an Kraft dagegen hält. Schau mer mal...

      Grüßle, Klaus
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von klaus1958 ()

    • Hallo,
      habe bis vorhin noch ein wenig am Rumpf lackiert :BH: (so ziemlich meine "Lieblingsbeschäftigung") und wollte nun noch ein paar Zeilen loswerden. :chat:

      Nachdem die Antriebs-Einheit mit Propeller-Verstelleirichtung soweit fertig war, machte ich mir Gedanken wg. dem Querstrahler :kratz:. Das Original hatte zwar keine, aber damals war ich halt der Meinung – alles was unter der KWL liegt muss nicht genau dem Vorbild entsprechen. Als Funktionsprinzip für den Querstrahler gab’s für mich 3 Möglichkeiten :hm::
      1. zur Hälfte im Querstrom eingebautes Flügelrad
      2. über Kegelgetriebe angetriebener Propeller
      3. zwei gegenläufige über Kegelgetriebe angetriebene Propeller
      ich hab mich dann für die 3. Möglichkeit entschieden. Ein richtiger Propeller im Querstrahlkanal sieht meiner Meinung nach besser aus als ein Flügelrad, und vom Wirkungsgrad und der Symmetrie wegen war mir die Variante mit zwei gegenläufigen Props am sympathischsten.

      Als dieser Bauabschnitt dann soweit fertig war grübelte :kratz:ich darüber nach, wie eine elektrische, hydraulische (für die 3 Löschmonitore auf dem Deckshaus) und formschlüssige Verriegelung von Rumpf / Aufbau zu bewerkstelligen wäre, und zwar ohne „Nabelschnur“ für die elektrische Verbindung, und irgendwelches Schlauchgewurschtel für die Monitore. Ich hab dann eine Variante gefunden :hurra:, die eigentlich recht einfach und auch bisher reibungslos funktioniert. Ein Getriebemotor bringt über ein Ritzel eine Zahnstange in eine Vor- bzw. Rückwärtsbewegung. Diese wird über ein Gestänge in eine Drehbewegung an 6 Excenter-Verschlussriegel umgelenkt. Beim vorderen Verschlussriegelpaar ist zusätzlich noch ein mitlaufender Zahnkranz angebracht, der über eine Zahnstange die Hydraulikstecktüllen axial antreibt, und in die im Aufbau fest eingebauten Kupplungen einfahren lässt. Die elektrische Trennung / Verbindung erfolgt über im Aufbau montierte Federkontaktstifte, die beim Schließvorgang in die im selben Rastermaß im Rumpf angebrachten Kontaktpfannen einfahren. Wie gesagt - funktioniert wunderbar – Schalter umlegen und halbe Minute warten – erledigt :juhu:



      erst mal schönen Abend noch allerseits, Klaus


      Fortsetzung folgt…
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    • Hallo Schlepperfreunde,
      hab das Geschehen im Forum die letzten 14 Tage passiv mit Interesse verfolgt, und möchte nun auch mal wieder ein wenig aus dem „Nähkästchen plaudern“ :chat:– außerdem will ich nicht irgendwann als “Deckschrubber a. D.“ enden. :pf:

      Nach (oder während) dem Ganzen Rumpfspachteln – schleifen – spachteln – schleifen………. :cr:wollte ich als zweite Baustelle was dazu beitragen, damit das Schiff auch ein wenig nach Schlepper aussieht.

      Charakteristisch bei dieser Art von Hochseeschlepper ist der Bordwippkran, der sich in dem von mir gewählten Maßstab von 1:25 auch sehr gut voll funktionsfähig bauen lässt. :ok:Umzusetzen waren folgende Funktionen:
      - Kran drehen mittels Antrieb Zahnritzel / Zahnkranz
      - Lastarm heben / senken
      - Lastseil heben / senken
      - Arbeitsleuchte ein / aus
      Für die Schwenkbewegung habe ich einen Glockenankermotor mit angeflanschtem Getriebe - Untersetzung 265:1, bezogen über Fa. Lemo Solar, verbaut. Nicht gerade billig, aber passt in die Attrappe des Originalantriebsmotors. Außerdem – umgelegt auf die Bau-Jahre ein noch einigermaßen akzeptabler Preisfaktor für’s Hobby.
      Die Getriebemotoren für die Lastarm- / seil - Bewegungen konnten durch preislich deutlich günstigere Komponenten beschafft werden (großes “C“). Die Antriebe konnte ich ja auch gut und vor allem ohne Platzprobleme im Krangehäuse verstecken. Die Seiltrommeln werden über einen Durchbruch im Gehäuse mittels Zahnrädern angetrieben, die angeklebten von außen sichtbaren Motoren sind nur Attrappe.
      Für die Lastseile machte ich mir einige Gedanken, es sollte so realistisch wie möglich aussehen.
      Ich versuchte es mit Edelstahllitzen (Steba), aber selbst der kleinste Durchmesser brachte nicht die erwünschte Flexibilität mit, um sauber um die Umlenkrollen zu laufen, und das Lastseil vom Hakengewicht in eine gestreckte Lage zu bringen. Die besten Ergebnisse erzielte ich mit einem geflochtenen Kunstfasergarn. Die Struktur trifft die eines Stahlseils meiner Meinung nach ziemlich genau, den metallischen Glanz-Effekt erreichte ich nach mehreren Versuchen, (u. a. wie schon öfter beschrieben mit Schwarztee), am Besten nach einem Bad in dunkler Holzbeize.
      Aufgebaut wurde der Kran zunächst auf einem Prüfstand, um die Funktionen mittels einfacher Umpolschalter zu testen. Selbst auf diesem Provisorium hat der Kran schon einen hohen Spielwert, was mir von meinem Sohn (als er noch jünger war :nick:) auch gern bestätigt wurde.

      Fortsetzung folgt…
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    • Super gebaut und erst noch alles voll funktionsfähig. Unglaublich.....

      Weiter so und nicht vergessen. :bild:

      Greetz Ricco
      Im Dienst
      Smit Rotterdam
      Frachter Hammonia
      Megayacht Antipodean
      Megayacht Obsession
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      Auf der Werft
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      Fregatte Sachsen
      Megayacht Highlander

      Kaiser K-425
    • hallo Gleichgesinnte, weiter geht’s :chat:,
      was einen Schlepper typisiert ist – logischerweise – seine Schleppeinrichtung(en) *pfeiff*. Die ganze Technik und Vorgehensweise, die hinter den verschiedenen Schleppverfahren bzw. Methoden steckt, ist mir nur sehr vage geläufig :dno: :bahnhof:, hab ab und zu was darüber gelesen. (In der Realität einfach „Schiff hinten dran binden“ ist wohl etwas zu naiv gedacht) :kratz:. Dank dem schon erwähnten hervorragenden Bauplan ist jedoch die Trossenführung der Schleppleine im aufgeschossenen Zustand dargestellt, mehr wollte ich bei dem Modell auch nicht verwirklichen. Gegen einen aktiven Schleppeinsatz des Modells sprachen für mich folgende Gründe:
      - Um den rauen Schleppeinsatz einigermaßen heil zu überstehen müsste das Schleppgeschirr mitsamt Verankerung extrem solide gebaut werden, was auf Kosten der Detaillierung und Vorbildtreue geht. Zudem baue ich, wenn möglich, lieber in Kunststoff als in Metall.
      - vor jedem Schleppeinsatz müsste der hintere Löschmonitor abgenommen, die Reling auf dem Arbeitsdeck umgelegt werden :motz:.
      - um einen realistischen Schleppeinsatz darzustellen bräuchte ich was zum Anhängen in 1:25!! (ein normaler Frachter wäre da so um die 4 bis 6m lang *pfeiff*)
      - um das mit 6 Kinds besetzte Vereins-Schlauchboot anlässlich unseres jährlichen Kinderfests über den See zu ziehen haben wir im Club schon einen seit Jahren bewährten wunderschönen Schlepper :c:.
      - eine Demonstration, welche Power hinter so einem Kraftprotz steckt, ist meiner Meinung nach in einem kleineren Maßstab (1:100 oder so) noch viel eindrucksvoller bewiesen (David zieht Goliath).
      Aber jetzt noch kurz zum Bau:
      Die Schleppwinde ist größtenteils aus PVC gefertigt. Ich habe mit diesem Material sehr gute Erfahrungen gemacht, es lässt sich mit Sekundenkleber super kleben, fast schon verschweißen, und sehr gut weiter verarbeiten :ok:. Außerdem ist es als Halbzeug sowohl als Platten- als auch als Rund/Profilmaterial verfügbar. Von den Materialeigenschaften her ist es mir lieber als ABS (nicht ganz so „labbrig“) und PC (hatte ich schon Probleme beim Verkleben mit Metall, möglicherweise auch aus Unwissenheit) :dno:. Das Schöne an der Plastik-Bastlerei ist, man kann Fehler ausbessern - Teile ankleben - Stücke einsetzen – und das Ganze wieder weiter bearbeiten, letztendlich bleibt alles trotzdem wie aus einem Guss :2: :ok:. So konnte ich auch z. B. die Spillköpfe recht problemlos anfertigen (Innenkontur drehen – Schlitze sägen – Rippen einsetzen und verkleben – und zum Schluss das Ganze außen bearbeiten).
      Das Fundament der Schleppwinde ist allerdings aus Messingblech gelötet, hier hab ich Wert auf Stabilität gelegt. Die Winde sitzt als Baueinheit direkt über dem Propeller-Verstellmechanismus, und sollte zu Wartungszwecken abnehmbar gestaltet sein. Dafür erschien mir Kunststoff dann doch zu instabil, zumal das Fundament nicht als massives Teil auf dem Deck aufliegt, sondern durch den vorhandenen Hohlraum mittels Schrauben mit dem Deck verbunden wird.

      Der Schlepphaken wiederum ist ausschließlich in Metallbauweise entstanden, die Funktion entspricht allerdings aus Unwissenheit nicht einem Echten. Die eingebaute Druckfeder dient bei mir zur Arretierung des in Arbeitsstellung gebrachten Hakens, und nicht, wie im Original, zur Zugdämpfung des Schleppseiles.. na ja.. gibt Schlimmeres
      Angeflanscht ist der Haken am Arbeitskran-Fundament und läuft drehbar gelagert auf einem Radial-Führungsschlitten. Die Schlepptrosse wird nach endgültiger Fertigstellung von der Seiltrommel durch das Kranfundament über Umlenkrollen auf das Schleppgeschirr zur Bereitstellung geführt.

      Fortsetzung folgt…
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    • hallo Gemeinde "ich hätte gerne ein Problem" :kratz:

      ich hab mich lange davor gedrückt, aber in absehbarer Zeit werd ich wohl nicht mehr drum rum kommen :cr:. Und zwar gehts mir um die Deckslackierung. Gemeinerweise ist die natürlich andersfarbig als die Schanzkleidinnenseite. Außerdem ist ja meistens ein "Süllrand" mit angepinselt. Freihand lackieren wollte ich eigentlich ausschließen (zitter), und auch abkleben mit Maskierfolie wäre SEHR auwändig, die Schanzkleidstützen sind aus Winkelprofilen gemacht, und haben außerdem noch die fiesen Wasserdurchlässe an der Unterkante. Ich hab jetzt den Abdecklack "Color Stop" von Revell entdeckt - jetzt meine Frage: hat von Euch jemand Erfahrung damit, oder sollte man von Vornherein die Finger davon lassen? :dno:
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von klaus1958 ()

    • Hi

      Habe selber noch keine Erfahrungen mit diesem Produkt sammeln können. Nur meine Frage an diech:
      Du willst nicht von Hand malen wegen dem "Zittern". Den Colorstop müsstest du ja auch von Hand auftragen. Wo ist da der Unterschied? :kratz:

      PS: Deine mechanischen Teile sehen echt stark aus. Feinmechaniker???

      Greetz Ricco
      Im Dienst
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      Kaiser K-425
    • hallo Ricco,
      hab mir es in etwa so vorgestellt :kratz:, dass ich das Zeug flächig auftrage und dann mit einer Klinge, die auf einem Sockel fixiert ist, der die Höhe des Süllrandes entspricht, im Schanzkleid entlangfahre und den unteren Teil abziehe, um eine saubere parallele Kante zu erreichen :hm:. Ich will blos nicht das Bisherige vollends versauen mit dem Zeug, deswagen interressieren mich die Erfahrungen anderer


      hab früher mal Mechaniker gelernt und im Geschäft die Möglichkeit, abends an die Maschinen zu gehen.
      Aber Respekt, Dein Raketenzerstörer braucht ja wohl keinen Vergleich zu scheuen - Klasse :h:!!
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    • Hallo miteinander,

      diesmal möchte ich mal etwas über die Deck-Beplankung berichten :chat:. Ein nicht ganz unmaßgeblicher Grund für die Wahl des Modells war der Umfang der Beplankung, der sich meiner Meinung nach hier noch in Grenzen hält. Es gibt ja Beispiele für Schiffsmodelle mit so an die 10.000 einzeln verlegten Planken, und mehreren Hundert Fenstern bzw. Bullaugen. Da kann ich nur staunen und meinen vollen :resp: aussprechen - aber - nix für meines Vaters Sohn :no:.

      Bei meinem Modell beschränkt sich die Beplankung auf das Brückendeck, das Peildeck, und auf die Deck-Beplankung des Motordingis. Außerdem sind noch ein paar Grätings, sowie ein Balkenstapel als naturholzbelassene Nachbildungen vorhanden.

      Als Plankenmaterial wählte ich Bucheleisten 3,0 x 1mm, der feinen Maserung und der Härte wegen. Vor der eigentlichen Beplankung machte ich mir intensiv Gedanken über die Kalfaterung, und las so manche Abhandlung darüber :kratz:. Meist wurden die üblichen Methoden mit schwarzen Pappstreifen, angemalten Seiten/Stirnflächen, oder eingelegtem Zwirn beschrieben. Lauter nervenaufreibende, bzw. zeitintensive Methoden, vor allem wegen den vielen Fischungen an den Laibhölzern - es musste doch noch eine andere Möglichkeit geben :hm:. Beim Nachdenken (ich denke gern in der Badewanne nach :nick:) fiel mein Blick auf die gefliesten Wände, und vor allem auf die Fugen :juhu: :juhu: :hurra:. Zur Probe verlegte ich dann ein paar Leisten auf eine separate Platte, und verfugte das Ganze anschließend mit einem im Baumarkt erhältlichen Holz-Reparaturkitt (gibt's in vielen verschiedenen Farbtönen). Nach gutem abtrocknen, d. h. Tags darauf, war ich dann sehr gespannt, was sich unter der verschmierten unansehnlichen Oberfläche verbirgt. Nach mehrmaligen Überschleifen war ich dann mit dem Ergebnis zufrieden :juhu:, das Zeug drang in die kleinsten Ritzen, und vor allem, es blieb auch dort :ok:. Voller Tatendrang machte ich mich dann ans Werk; anfangs passte ich die Fischungen der Planken noch mühsam per Feile an die schon verlegten Leibhölzer an - sehr mühsam, und irgendwie nicht ganz "das Gelbe vom Ei". Eine komfortablere Lösung erschien mir dann, den gesamten Planken-Verlegeplan 1:1 mit meinem kleinen CAD-Programm auf dem PC nachzukonstruieren, ausdrucken, und die einzelnen Segmente dann als Konturvorlage auf die Holzleisten aufkleben. So ließen sich die einzelnen Planken anhand der vorgedruckten Linien sehr einfach anfertigen, und alles passte zueinander :ok:. Der Spalt zum Ausfugen wurde per Augenmaß geschätzt, die einzelnen Planken mit Sekundenkleber auf dem Untergrund fixiert. Danach die Ausfuge / Abschleiforgie *pfeiff*. Dann die (zu) späte Erkenntnis :w:, dass das Material wirklich in die kleinsten Ritzen dringt, an einer Stelle hab ich es tatsächlich geschafft, die Planken bis auf den Untergrund abzuschleifen. (dafür steht jetzt an dieser Stelle ein Werkzeugkasten). Ein Deck höher wollte ich so was natürlich vermeiden (man sollte ja aus seinen Fehlern lernen *pfeiff*), und habe die fertig verlegte Beplankung vor dem Verfugen erst ein paar mal mit Transparentlack versiegelt, um auch wirklich jede Holzpore zu verschließen. Danach die selbe Prozedur wie vormals. Man sieht zwar immer noch ganz feine Reste vom Holzkitt innerhalb der Planken, sie heben aber, als zwar vorher nicht gewollten, aber dann von mir positiv gesehenen Nebeneffekt, die feine Holzmaserung der Buche noch etwas hervor. Das Ganze zum Schluss mit Klarlack versiegelt, war ich mit dem Ergebnis dann zufrieden.



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