DS Hull Model of German Cruise Ship Legend MAXIM GORKIY ex TS HAMBURG, HDW Yard No. 825

deadwood -

Simples digitales Rumpfmodell der schönen Hamburgerin MAXIM GORKIY ex TS HAMBURG

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Nachdem ich auf meinen letzten Upload in die Filebase (i.e. mein Riss des FS EAGLE) einen Kommentar erhalten hatte, dass deren Aufbau im Brückenbereich sehr an den der MAXIM GORKIY erinnere,
erinnerte ich mich, dass ich vor einiger Zeit tatsächlich auch einen Linienriss eben jenes 1969 von den Howaldtswerken in Hamburg an die Deutsche Atlantic Linie gelieferten Turbinenschiffs HAMBURG gezeichnet hatte,
was quasi ein Muss für mich war, handelte es sich doch bei jenem Kreuzfahrer um einen der schönsten, nach meinem persönlichen schiffsästhetischen Empfinden, der je gebaut wurde.
Uff, mit dem Statement habe ich mich jetzt aber aus dem Fenster gelehnt, denn nicht wenige dürften z.B. mit dem futuristischen Schornstein Design der HAMBURG zumindest anfangs so ihre Probleme gehabt haben.
Aber ich gehöre zu jener Fraktion, die gerade diesen Schornstein als absoluten Gewinn und Alleinstellungsmerkmal für diesen Schiffsentwurf betrachtet.
Obwohl die HAMBURG sich ganze 40 Jahre im Kreuzfahrtgeschäft behaupten konnte - die mit Abstand längste Zeit davon als russische MAXIM GORKIY -
scheint es, dass auch diesem in jeder Hinsicht neue Maßstäbe setzenden Kreuzfahrerneubau kein wirtschaftlicher Erfolg beschieden war,
denn eigentlich war es von der DAL gedacht, die neue HAMBURG auf der Nordatlantikroute im klassischen Liner-Dienst einzusetzen.
Doch dafür kam das Schiff zu spät, da ab 1973 mit dem Erscheinen des Jumbo Jets (Boeing 747) praktisch der gesamte Liner Dienst zusammenbrach,
so dass das Schiff als reiner Kreuzfahrer eingesetzt werden musste, für das es nach heutigen Maßstäben der schwimmenden Megahotels einfach viel zu großzügig und daher unrentabel ausgelegt war.
Hinzu kam, dass der Turbinen-Antrieb spätestens mit dem zweiten Erdöl-Preisschock ab 1973 (OPEC Kartell und autofreie Sonntage in der BRD) zu teuer geworden war.
So gelangte die HAMBURG dann in russischen Besitz der Black Sea Shipping Co. und Hammer und Sichel zierten ab dann den markanten Schornstein bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion, wonach dann eine weiss-blau-rote Binde in den neuen russischen Farben Hammer und Sichel ablöste.
Obwohl ein russisches Schiff, wurde auch die MAXIM GORKIY von der deutschen Kreuzfahrergemeinde angenommen und als "deutsches Schiff" wahrgenommen, da zunächst Neckermann und später Phoenix Reisen das Schiff fast ausschliesslich auf dem deutschen Tourismusmarkt vermarkteten.
Ende 2008 war dann aber doch die Zeit gekommen, da auch dieser schöne Kreuzfahrer den Weg allen alten Eisens gehen sollte.
Obwohl nochmal die zahlreichen HAMBURG/MAXIM GORKIY Fans durch Spendenaufrufe mobilisiert wurden, das Schiff vor den Schneidbrennern zu retten und dem Schiff eine weitere Existenz als Hotelschiff und maritimes Denkmal ähnlich der CAP SAN DIEGO zu ermöglicht werden sollte, konnte letzten Endes dann doch nicht mehr genügend Geld aufgebracht werden, während die MAXIM M bereits zum Beachen nach Alang unterwegs war.
2009 erfolgte dann der Abbruch.
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