Zubehör für Airbrush-Lackierungen

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    • Zubehör für Airbrush-Lackierungen

      Hier sind die "Lacker" unter Euch gefragt:

      Hab die Nase voll von Pinseln und Sprühdosen und möchte mir deshalb in meinem neuen Hobbykeller eine kleine Lackiernische einrichten. Da ich auf dem Gebiet des Airbrushen, Kompressor etc. bisher überhaupt keine Erfahrungen gesammelt habe, stellt sich mir die Frage, mit welchen Komponenten man anfangen soll. Welche Airbrush-Ausrüstung, welchen Kompressor mit wieviel Leistung und Druck usw. sind für Anfänger zu empfehlen.
      Der Anschaffungspreis für so eine komplette Ausstattung ist erstmal zweitrangig. Wichtiger ist es mir, das es ein vernünftiges, robustes und leicht zu händelnes Set ist, das man vielleicht auch später erweitern kann ( f. Fortgeschrittene und Profi`s )

      Lackiert werden sollen u.a. klitzekleine Anbauteile bis hin zu kompletten Bootsrümpfen von bis zu 150cm Länge.

      Vorab schon mal vielen Dank für die zahlreichen Tipps !!!
    • RE: Zubehör für Airbrush-Lackierungen

      Fangen wir mal mit der Basis an: Dem Kompressor.

      Kompressoren mit großer Luftleistung (wichtig für große Flächen wie sie ein 150 cm Boot schon hat) gibt es in Baumärkten. Die eignen sich grundsätzlich auch zum Airbrushen (sofern sie einen einstellbaren Druckregler haben, ist aber üblich). Die sind nicht allzu teuer, aber furchtbar laut und relativ groß. Für uns Modellbauer reichen da schon die kleineren von den "richtigen" Kompressoren.

      Die gekapselten "Kühlschrankkompressoren" sind wunderbar leise (fast unhörbar) haben aber wenig Luftleistung und kosten gleich massiv Geld. Ich hab so einen mal gebraucht ergattert (beim Airbrushen in der Wohnung muß es leise sein): *** Jun Air ***. Beim Lackieren eines 1 Meter Bootes geht dem sogar bei der Airbrush schon die Luft aus. Und das ist schon einer von den größeren. Meine gebastelte Anlage aus zwei parallel arbeitenden Kühlschrankkompressoren mit Druckschalter (schaltet bei 4 Bar ein und bei 8 Bar aus), kleinem Drucktank und einstellbarem Druckregler ging genauso gut und leise.


      Also ich würde Dir als Minimalkonfiguration raten: Ein ordentlicher Baumarktkompressor mit Druckregler einstellbar (von 2 - 8 Bar) dazu eine Lackierpistole und eine Airbrush für kleine Flächen, Schattierungen und Designs. Ach ja, und Ohrschützer... Besser sind zwei Kompressoren, einer für's grobe und ein leiser für die kleinen Flächen mit der Airbrush.

      genius
      Verschiebe nicht auf morgen, was auch bis übermorgen Zeit hat. (Mark Twain)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von genius ()

    • Das mit dem Kompressor kann ich bestätigen, die Dinger sind wirklich sehr laut. Ich habe auch einen leiseren von Dan Air, dazu eine kleine Spritzpistole von Sata,mit abnehmbaren Topf ca. 0,2 Liter, für die größeren Sachen wie Rümpfe und Aufbauten. Bitte keine aus dem Baumarkt die halten nicht lange und sind von der Qualität auf Dauer speziell bei der Reinigung sehr blöd. Für die kleinern Teile und Alterungsspuren nehme ich eine von Hansa mit angeformeten Trichter auf der Aibrushpistole, dieser reicht meist aus für die kleinen Mengen, die man braucht.Als Farben benutze ich bei kleineren Details, Verschmutzungen Acryl Farben von Taiya und für die Rümpfe Acrylfarben aus dem Baumarkt. Wenn es z.B. bei Segelbooten sehr glänzen soll hole ich mir Farben vom Autolackierer.
      Facebook, da gibt es immer mal wieder meine Neuzugänge zu sehen.









      Kann als ehemaliger Ostfriese nicht mehr alle Modelle zählen, aber über 200 sind es.
    • Hallo Manfred,
      ich würde Dir diese Seite empfehlen. Schau Dir da mal den Werther SIL-AIR 20 Export C an. Unter Kompressoren etwas nach unten scrollen.
      Der Kompressor bei ebay ist wohl ganz gut, aber ein bisschen teuer.

      Von Baumarktkompressoren halte ich überhaupt nix. Die machen Lärm und liefern keine ölfreie Luft. Da kannst Du Dir Deine Lackierung schön mit versauen.
      Die kannst Du nehmen, wenn Du mal irgendwas mit einem Presslufthammer machen willst. :fg:

      Ich selbst habe einen "Jun-Air", genauso wie genius. Dem ist aber noch nie die Luft ausgegangen. 5l Lufttank, 25l Ansaugleistung.
      Klingt wie ein Kühlschrank und stammt aus einer Zahnarztpraxis. Der fühlt sich bei mir richtig wohl. Airbrushen ist ja auch angenehmer als in Zähnen herumzubohren. :nick:

      Ach so, auf der Seite gibt es auch noch ein Airbrushforum. Kenne ich zwar nicht so gut, aber da gibt es bestimmt auch ein paar gute Tipps.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Ahab ()

    • Ich finde diese käuflichen Kompressoren einfach viel zu hochpreisig! (besser gesagt: teuer)

      Hab mir meinen komplett selbstgebaut.
      Ein alter Kühlschrankkompressor vom Sperrmüll, ein LKW-Bremsenluftbehälter mit ca.7.5L Volumen vom Schrott, ein Druckminderer mit Wasserabscheider aus dem Druckluft-Zubehör (Baumarkt), ein einstellbarer Druckwächter, ebenfalls aus dem Druckluft-Zubehör, sowie ein paar Druckschläuche. - fertig ist der perfekte Airbrush-Kompressor für unter 100.- Euro! :2:
      Ich bin keine Signatur, ich putze hier nur!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von HamburgerJung ()

    • Ist natürlich auch eine Lösung. Allerdings nur, wenn ganz genau weiß was man da macht.
      Denn wenn einem so ein Ding um die Ohren fliegt, so ist das nicht schön! :fg:

      Und beim "Kompressor aus dem Kühlschrank bauen" immer schön FCKW in die Umwelt blasen. :pf:
    • Na ja, FCKW gibt es ja schon seit etwa 10 Jahren nicht mehr in Kühlschränken...
      Und wissen, was man tut sollte man sowieso jederzeit. ;)

      Und da die komplette Technik baugleich mit den von z.B. JunAir ist, wüßte ich nicht, was mir da um die Ohren fliegen sollte :pf:

      (Wenn man zusätzlich noch bedenkt, dass LKW-Bremsen mit viel höheren Drücken arbeiten, als Airbrush-Kompressoren erzeugen können fühl ich mich noch sicherer)

      *edit*
      Falls jemand interesse an eine Bauanleitung hat: Hier klicken
      *edit*
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von HamburgerJung ()

    • Na, das sind doch schon mal einige interessante und hilfreiche Tipps. :2: Vielen Dank den Autoren !!!

      Die Kompressorauswahl ist dann schon mal etwas eingegrenzt. Kommen wir noch einmal zum Airbrush-Zubehör. Hier hätte ich gerne noch mehr Info`s und Eure Erfahrungen sind mir natürlich besonders wichtig. Was für eine Pistole mit welcher Düse für welche Anwendungen und was benötige ich sonst noch an Zubehör? Die empfohlene Seite von Lars (Ahab) ist ja schon sehr interessant !!!

      P.S. Ein Selbstbau kommt für mich z. Zt. nicht in Frage. ( ... sonst müßte ich mir ja auch noch ein Schweißgerät kaufen und irgendwo sind 30 m² dann doch schnell zugebaut ) :fg:
    • @HamburgerJung
      Klar, Du hast ja recht.
      Aber ich habe schon die wildesten Konstruktionen gesehen.
      Interessiert? :fg:
      Also, wie wäre es mit einem Benzinkanister als Druckbehälter? Da dann einfach einen Kühlschrankmotor ran und gut ist. Druckwächter?, Druckminderer?, was´ das denn?
      Da der Gute ja einen Kompressor aus einem Kühlschrank verwendet hatte, konnten wir dann lernen, dass ein Reservekanister aus dem Auto bei etwa 8bar platzt! :grinsen:
      Wenn man Pech hat, die Trommelfelle übrigens auch.

      Aber wenn Du das alles professionell gemacht hast, ist das ja in Ordnung. Mal davon abgesehen, dass so etwas eigentlich vom TÜV abgenommen werden muß. Sonst kannst Du im Falle eines Falles Deine Haftpflichtversicherung abschreiben.

      @Manfred
      Airbrushpistolen sind ein unerschöpfliches Thema. Ich habe mehrere Bücher dazu. Die kann ich Dir gerne mal leihen.
      Ich habe übrigens eine K3 von Conrad für die groben Sachen, eine Revell Profi plus IDB 750 für normale Arbeiten, und eine Kager 2001 für Feinheiten (Briefe schreiben und so) :fg:

      Für ganz kleine Sachen, wo man die Farbe nur tröpfenweise braucht, würde ich eine Pistole mit Fließsystem empfehlen. Da wird die Farbe mit einer Pipette von oben in die Pistole gefüllt (also kein Farbtopf). Vorteil: schneller Farbwechsel, ohne viel reinigen zu müssen. Einfach zwei Tropfen Verdünnung durchsprühen und fertig.
      So eine fehlt mir auch noch.
    • Original von Ahab
      ...
      Also, wie wäre es mit einem Benzinkanister als Druckbehälter? Da dann einfach einen Kühlschrankmotor ran und gut ist. Druckwächter?, Druckminderer?, was´ das denn?
      Da der Gute ja einen Kompressor aus einem Kühlschrank verwendet hatte, konnten wir dann lernen, dass ein Reservekanister aus dem Auto bei etwa 8bar platzt! :grinsen:
      Wenn man Pech hat, die Trommelfelle übrigens auch.
      ....


      Da hat er wohl damals im Fernsehen den Jean Pütz mit der Hobbythek gesehen und vertraut was? Da wurde der Kanister nämlich allen Ernstes als "super Lufttank" vorgestellt :rolleyes:

      Ich hab eine Badger (vergleichbar der Revell-Standard) zum normalen Lackieren und eine Hansa mit 0.2 er Düse für feine Arbeiten und Bilder.
      Wobei die Hansa jetzt nach fast zehn Jahren und der mittlerweile dritten Düse auch so langsam auseinanderfällt und bald ersetzt wird.


      Hier ist übrigens eine sehr gute (englische) Seite zum erlernen von Airbrush-Techniken:klicksduhier
      Ich bin keine Signatur, ich putze hier nur!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von HamburgerJung ()

    • Ups, kommt zwar recht spät mein Beitrag, aber nur so als Info.

      Die Luftdruck-Bremsen im LKW arbeiten heute auch mit einem Betriebsdruck so um die 8 bar. (ATÜ)
      Und die Verzögerung bei den heutigen Scheibenbremsen im LKW ist enorm !!
      Gruß aus Berlin, :wink:
      Andreas

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von brausebruno ()