Mississippi-Heckraddampfer

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    • Servus Gerhard,

      du weißt wahrscheinlich, dass gerade in den heißen Sommermonaten (sehr warme Temperaturen) auch kein Dampf zusehen ist und das obwohl Nassdampf aus dem Kamin kommt. Wo gegen sich im Herbst wunderbare Dampffahnen bilden.

      Mit meiner Modernisierung verhält es sich etwas anders, als bei normalen Dampfschiffen. Da ist erst mal der lange Weg vom Kessel zur Maschine zu berücksichtigen.
      Dass der Trockendampf erst zur Maschine strömt, dann zurück zur Umkehrkammer des Kessels, dort in der Schlange nacherhitzt wird und dann fast die selbe Strecke nochmals zurücklegt um sich im Kondensatbehälter zu sammeln. Von dort wird der noch heiße Abdampf über zwei Ventile verteilt und zu den vorderen Schornsteinen bzw. Abdampfkaminen geleitet. Vor der Umrüstung konnte ich die Kondensation des Abdampfs in den Silikonschläuchen beobachten. Erst wenn der Dampfdruck so angestiegen war, dass das Wasser durch die Röhrchen ausgespuckt wurde, kamen auch Dampfwölkchen. Dieser Wechselvorgang - heißes Wasser, dann wieder ein Dampfstoß, dann wieder Wasserspritzer- setzt mit der Zeit das Oberdeck unter Wasser.

      Das Foto zeigt den Wegverlauf den der Dampf zurücklegt.

      Im Frühjahr zeigt der Dampfer prächtige Dampffahnen.

      youtube.com/watch?v=pkTPQq2MdgM
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    • Literatur Vorschlag

      Eindrucksvolle Bilder und Geschichten der damaligen Zeit mit interessanten und informativen Details.

      Der wilde Westen - Die Flußdampfer (Gebundene Ausgabe 1995)

      Sehr schönes, spannendes Buch mit geprägtem Kunststoff-Einband. Das Umschlagband ist mit einem farbigen Bild.

      von Paul O'Neil und der Redaktion Time-Life Verlag

      gebraucht ab 9,50
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    • Dampfüberhitzung im Flammrohr

      Während der 17. Laufer Dampfmodell-Tage konnte ich erfolgreich die
      Dampfüberhitzung testen. Den größeren Nutzen gewährt aber der überhitzte Dampf infolge des Umstandes, dass durch die Überhitzung die Niederschläge (Kondensat) beim Eintritt des Dampfes in die Zylinder der Dampfmaschine erheblich vermindert werden. Ein Wasserschlag wird mit dem überhitzten Dampf nicht vorkommen. Was das Ergebnis brachte, wobei der Sattdampf zum Trockendampf erhitzt wurde, konnten die Besucher anhand der dampfenden Schornsteine bzw. Abdampfkamine sehen. Sobald sich der noch sehr heiße Abdampf im Kondensatbehälter entspannt hatte, vom Öl getrennt und in die Zuleitungen gedrückt wurde, kamen kurz darauf schon die Dampfwölkchen aus den Schornsteinen und Abdampfkaminen.

      Anbei das Foto, das die Dampfüberhitzung im Flammrohr zeigt.
      Das Nirostarohr glüht solange das Dampfventil am Dampfkessel geschlossen ist, d.h. noch kein Dampf durchströmt.
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    • 29. Dampfschiff-Treffen beim MBC Nürnberg

      Wer sich für echte Dampfschiffmodelle interessiert, der sollte sich diese Veranstaltung nicht entgehen lassen.

      Bald ist wieder das legendäre Int. Dampfschiff-Treffen beim MBC Nürnberg angesagt. Bitte vormerken 30./31 August 2014

      Was es dort zu sehen gibt? die Webseite anklicken und Augen auf: der-wenz.de/blog/2013-08-28-mo…ffen-am-dutzendteich.html

      mbc-nuernberg.de/veranstaltungen.html
    • Praxisvorführung bei den Laufer Dampftagen

      Hallo Wolfgang und Kollegen,

      diese Veranstaltung ist für mich wie das Salz in der Suppe. Immer wieder sind die Besucher begeistert wenn ich ihnen meine Echt-Dampfbetriebenen Schiffsmodelle im Details erkläre und zeige wie man damit umgeht. Vom Kessel füllen, bis zum anzünden des Brenners und wenn dann nach kurzer Zeit genügend Dampfdruck vorhanden ist, sieht und hört jeder, dass es sich um handelt.

      Vielleicht sehen wir uns demnächst bei den Laufer Modelldampftagen.


      frankenradar.de/events/laufer-dampfmodelltage-lauf
    • die Fahrsaison 2015 mit Echtdampf beginnt

      Längere Zeit wartete ich auf die Chance meine beiden Raddampfer mit weiteren Passagieren bestücken zu können. Entweder sind die Preise für solche typischen Figuren, die diesem Jahrgang entsprechen utopisch oder derart rar, so dass man von Glück sprechen kann, falls man an so etwas kommt. Ich habe diese Woche einen Bausatz mit einigen nostalgisch bekleideten
      Figuren ersteigert. Nachdem ich diese mit Humbrol Poly Cement zusammen geklebt hatte, würden die mit Enamel-Farben bemalt. Die Figuren sind im Maßstab 1:32 und von Preiser.
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      • Nostalgie Look.jpg

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      • PAUL JONES.jpg

        (61,03 kB, 85 mal heruntergeladen, zuletzt: )
    • Die Laufer Dampfmodelltage finden am 9./10. und 16./17. Nov. 2019 von 11 bis 17 Uhr statt.
      industriemuseum-lauf.de
      Dass ich wieder als Aussteller mit dabei bin, ist sicher.
      Mein Heckraddampfer PAUL JONES und der Seitenraddampfer SCARLETT stehen diesmal wieder zur Besichtigung bereit.
      Sie werden bei dieser Veranstaltung mit Echtdampf betrieben und im Detail erklärt.

      PAUL JONES.JPG SCARLETT.JPG




      Tschüss, vielleicht sehen wir uns

      Dieter

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    • Wie man Ideen realisiert

      An meinem mit Echtdampf betriebenen Heckraddampfer fehlte mir in den letzten Jahren ein wichtiges Detail. Jetzt habe ich den Mangel behoben indem ich eine Dampfpfeife installiert habe um das bisherige nostalgische Flair noch überbieten zu können. Ein kurzerWarnpfiff, ein lang gezogenes dumpfes Tuten zur Begrüßung und ein sinusartigesauf- und abschwellendes Tuten mit dem der Steuermann das Ablegen des Dampfers bekannt gibt sind meine Ansprüche, die ich der Dampfpfeife abverlangenmöchte.
      Elektronisch lässt sich das sicherlich realisieren, aber geht das auch mit einer echten Dampfpfeife? Theoretisch müsste es funktionieren, aber erst ein Test wird es zeigen!
      Eine Voraussetzung ist, dass der Dampfkessel außer dem Fahrdampf auch genügend Dampfreserven für einige Pfeifsequenzen übrig hat.
      Ich erzähle nichts Neues, wenn ich erwähne, dass der Dampfdruck die Tonlage sehr beeinflusst. Und wenn die Abmessungen des Klangkörpers
      zu gering gewählt werden, ist der Pfeifton damit eher als schrill zu bezeichnen. Es ist vorteilhaft wenn man einen größeren Resonanzkörper wählt, denn damit erzielt man einen satten, tieferen Ton.

      Meine Empfehlung zur Dampfpfeife::
      min. DM 15 mm und die Länge von ca. 110 mm.

      Dampfpfeifen.jpg

      Bei dampfbetriebenen Schiffsmodellen ist der Dampfdruck für die Dampfpfeife in vielen Fällen zu hoch.
      Um eine gewisse Beeinflussung der Tonlage und -folge vom kurzen Pfiff bis zum lang gezogenen Pfeifton zu erhalten, können durch unterschiedliche Dosierungen des durchströmenden Dampfes verschiedene Tonlagen bzw. auch unterschiedliche Lautstärken des Pfeifsignals erzeugt werden.

      Ich habe einen MX 16S Sender von Graupner und verwende für die Pfeifenfunktion den vorhandenen Drehgeber CTRL7 (Drehpotentiometer) mit einem
      Drehwinkel von ca. 270°.
      Damit kann das zugeordnete Servo stufenlos angesteuert werden, wobei der Drehwinkels, sowie die Drehrichtung in Abhängigkeit der Drehgeschwindigkeit des CTRL7-Potis der Öffnungsquerschnitt des Dampfventils verändert sowie die Einströmzeit beeinflusst wird.
      Was zur Folge hat, dass sich der Ton verändert, sich verkürzt bzw. verlängert und nicht abrupt ansteigt bzw. abfällt, sondern z.B. "sinusartig" verändert werden kann, dass er langsam ansteigt – kontinuierlich verläuft, bis das Poti langsam bzw. abrupt in die Nullstellung zurückgedreht wird. Womit der Pfeifton langsam bzw. sofort verklingt.

      Ich habe mir überlegt, welche Stelle der geeignete Platz zur Montage des Pfeifenkörpers sein könnte. Auf dem Hurrikandeck, unmittelbar über dem Dampfdom des Kessels, wurde ein 3cm großes Loch gebohrt.Gerade am Dampfdom kann heißer Dampf entnommen und auf kürzestem Weg dem Dampfventil zugeführt werden.
      Vom Ventilauslass führt eine kurze Dampfleitung hoch und direkt in den Pfeifenkörper der durch das Loch ins Hurrikandeck ragt.
      Die Abmessungen der Dampfpfeife passen maßstäblich nicht zu meiner PAUL JONES. Aber wenn gewisse Anforderungen gestellt werden und diese durch Kompromisse auch realisierbar sind, muss man dazu auch bereit sein. Ausschlaggebend ist der Effekt, den man damit erzielen möchte.

      Gittersäule.JPG

      Eine Gittersäule dient als optische Abdeckung. Dass sich darunter eine relativ große Dampfpfeife verbirgt ist nicht erkennbar.


      Paul Jones.JPG

      Wenn der Poti an der RC-Steuerung gedreht wird offnet sich der Ventilhebel der Dampfpfeife, so strömt heißer Dampf vorne aus dem Resonanzkörper der Pfeife.
      Damit der Dampf ungehindert ausströmen kann und der Ton nicht beeinträchtigt wird, habe ich ein sog. Lochgitter als Säule geformt, welche oben abgedeckt und unten mit einem Blendenring versehen ist. Diese Konstruktion steckt in der Bohrung auf dem Hurrikandeck und kaschiert die Pfeife in ihrer ganzen Länge und verhindert, dass Dampf in das darunter liegende Deck strömt und die Gaszufuhr beeinträchtigt und damit sogar die Brennerflamme löscht.


      Mein Tipp wie man ein ansteigendes, lang gezogenes und lautes Tuten erzielt ist, die Dampfpfeife etwas vorzuwärmen, indem man anfangs das Pfeifenventil nur wenig öffnet. Wenn dann allmählich die Dampfzufuhr erhöht wird, ist gewährleistet, dass die Zuschauer mit diesem Klang bewusst wahrnehmen und realisieren, dass es sich hier um ein Echt-Dampfschiff handelt. Die große Dampfwolke, die auf den Hurrikandeck hochsteigt, bestätigt optisch den akustischen Ton.

      Gruß Dieter