Bismarck 1:100 mit Dampfturbine

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    • Bismarck 1:100 mit Dampfturbine

      Habe den Baubericht in Dampfschiffe reingestellt, könnte aber auch bei Marinemodelle stehen: die mods werden es schon richten :pf:

      Es wird Zeit, dass ich mein Projekt vorstelle. Auf das Forum bin ich durch den Dieter „dampfpinassen+dieter“ gekommen. Habe ihn im September in Weißenburg getroffen. Da ja so ein Forum von Beiträgen lebendig wird vor allen BILDER möchte ich meinen Beitrag dazu leisten:
      Die Bismarck mit Modelldampfturbine.
      Mit Schiffen habe ich mich immer schon beschäftigt, mit unterschiedlichen
      Erfolg. Wenn ich nicht beruflich mit Dampf vorbelastet gewesen wäre, hätte ich mich nie an das Thema Dampf gewagt. (1985-1993 in einen großen Erdgasheizhaus tätig). 2005 kam der Entschluss auf, die Bismarck
      in 1:100 mit Dampfturbine zu bauen. Alle wichtigen und greifbaren Hefte der Dampfreihe beschafft. Leider waren die Hefte teilweise ein Fehlgriff: dazu in meinem Bericht. Beim Bau der ersten Turbine stand das Heft 4
      Pate hatte aber immer das Gefühl: wenn das so einfach ist, mit der Turbine, warum bauen dann so Wenige so ein Ding? Um über das WWW vielleicht Kontakt zu andren Turbinenbauern zu knüpfen, habe ich meine HP ins Netz gestellt.

      Mit der Turbine habe ich Schiffbruch erlitten. Sie hat auf dem Bremsleistungsprüfstand mit Druckluft gerade mal schlappe 1,8 Watt erreicht! Mit Dampf würden es ca. 2,5 Watt sein. Viel zu wenig zum Antreiben eines 2,5 m langes und ca. 50 kg schweres Modellschiffes.

      Aufgegeben wird nicht.---Über meine HP schiffsmodell-bismarck.de konnte ich Kontakt zu einen waren Turbinenexperten knüpfen. Er hat mir meine Fehler aufgezeigt, es waren nicht wenig! Mit seiner Hilfe werde ich eine wirklich leistungsstarke Modelldampfturbine bauen. Und das mit einen vertretbaren Dampfverbrauch. Auch war die Wahl des Materials für den Dampferzeuger ein Fehlgriff! Ein neuer in kompletter CU-Ausführung ist bereits in Angriff genommen. Leider sind die Hefte der Dampfreihe nicht sehr hilfreich geweswen.

      Bei der Vorstellung des Projektes werde ich die „alten“ Sachen nur kurz anschneiden. Auf meiner HP ist Alles ausführlich aufgeführt.

      Große Schwierigkeiten hat mir die Brennerzündung bereitet: aus Platzgründen ist es mir nicht möglich, den Brenner bei eingebauter Anlage zum Zünden aus dem Flammrohr zu nehmen. Nach langen Versuchen, auch mit Piezo, habe ich die Lösung gefunden: ein Zündtrafo mit Zündelektrode bewirkt eine sichere Zündung. Der neue Dampferzeuger aus CU ist ein Wasserrohr-Rauchrohrkessel er hat dann 1 Flammrohr und 2x12 Rauchgasrohre. Das ergibt eine stattliche Heizfläche von 1840 cm². Er ist als Dreizugkessel ausgeführt. Die Verwendung eine solchen Kessels hat seine Gründe: er ist innenbeflammt, somit hat die Kesselwandung die max. Temperatur die der Dampf hat. Ist bei einen vollgedeckten Modellschiff wegen der Wärembelastung von Vorteil. Die letzten Brenntests haben eine sehr gute Dampfleistung von 9 kg/h bei 3 bar ( 4ata) ergeben. Ca das Doppelte, was die Turbine braucht.

      Die neue Turbine befindet sich in der Endfase . Die 3 Räder sind gefertigt.
      Ich konnte einen „Dampfinfizierten“ für die Turbinenidee gewinnen. Er hat mir die 3 Turbinenräder gefertigt. (CNC-Fräse). Leider hat er sich aus gesundheitlichen Gründen aus dem Projekt zurückgezogen.
      Die Werkstattzeichnungen für das Gehäuse, die Leitkammern, die Düsen sind in Arbeit . Auch müssen die Fliehkraftkupplungen noch gezeichnet und getestet werden.
      Daten der Turbine:

      Radiale Gleichdruck Dampfturbine
      2 Druckstufen mit je 2 Geschwindigkeitsstufen
      Rückwärtsturbine 2-stufig (mit Wiederbeaufschlagung) integriert

      Kesseldruck = 3,5 ata
      Betriebsdruck Turbine = 2,8 ata
      Dampftemperatur (TÜ) = 170 °C U( leicht überhitzt)
      Dampfverbrauch (Gsec) = 0,82 g/s
      Leistung = 89 Watt ( Marschturbine)
      Leistung = 43 Watt (Rückwärtsturbine)

      das Bild zeigt das Turbinenrad der ersten Turbine (Dampf4) und die „verunglückte Turbine auf dem Bremsprüfstand.
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      Grüße von der Alb ra..............Reiner
    • Ein weiteres Bild zeigt die gesamte Dampfanlage. der Entwurf stammt aus der Feder von Georg W. Held ( meinen "Turbinenchef :pf: :ok:)

      Georg hat zu dieser Übersichtszeichnung folgendes geschrieben:

      Ihr seht den überarbeiteten Übersichtsplan der Gesamtanlage.
      Wie Reiner bereits mitteilte wird der leicht überhitzte Satt-Dampf zum Betrieb der Kesselspeisepumpe und der Turbine für die jeweiligen Fahrstufen 1/4, 1/2 und 3/4 verwendet. Bei den niedrigen Fahrstufen wird die Hochdruckstufe der Turbine abgeschaltet und nur die Niederdruckstufe mit dem leicht überhitzten Sattdampf beaufschlagt. Bei der Fahrstufe 1/1 (100%, AK) wird der Turbinen-Dampf über den zweiten Überhitzer geleitet und auf 170 0 C überhitzt. Wir erhoffen uns durch diese Maßnahme nicht nur eine deutliche Senkung der Abgastemperatur, sondern vor allem ein Verbesserung des Regelverhaltens der Turbine. Jeder Fahrstufe wird eine bestimmte Schrauben-Drehzahl zugeordnet (Maschinentelegraf). Die etwas komplizierte Dampfzuführung der einzelnen Fahrstufen erfolgt über einVentil-Register [21], etwa Trompetenventilen ähnlich. Dieses Register wird per Programm über eine Nockenwelle von einem Elektromotor angesteuert.
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      Grüße von der Alb ra..............Reiner
    • Das Buch mit der Dampfturbíne hatte ich auch verschlungen, daß Du die gebaut und die Leistung gemessen hast ist sehr interessant! Ich hatte zwar schon das Kreissägenblatt und die Lagerung zuhause, habs aber nie fertiggebaut. Nun gut, das Schiff dazu, die SS Canberra ist ja auch noch nicht fertig.

      Noch interessanter finde ich, daß du eine deutlich leistungsfähigere DT baust, das sieht schon richtig gut aus!

      Viele Grüße,

      Maximilian
      Verschiebe nicht auf morgen, was auch bis übermorgen Zeit hat. (Mark Twain)
    • RE: Bismarck 1:100 mit Dampfturbine

      Hallo Maximilian,

      die modelldampfturbine ist genau wie ihr Vorbild eine Wärmekraftmaschine
      die die Wärmeenergie des Dampfes in mechanische Energie umwandelt.

      In den Dampfheften geht man aber von der Stoßkraft des Dampfes aus, dem schnell Grenzen gesetzt sind. Kleinere Schiffe wie in Dampf 9 sind noch mit einfacher Turbine( Kreissägeblatt) betreibbar. der Dampfverbrauch steht aber in keinen Verhältnis.

      Die von mir in Bau befindliche hat ca 90 Watt ( theoretisch) bei Dampfverbarauch von 0,89 g/s = runde 3 Kg Dampf in der Stunde!
      Grüße von der Alb ra..............Reiner
    • RE: Bismarck 1:100 mit Dampfturbine

      Gleich noch ein paar Bilder vom Dampferzeuger aus CU

      Er ist schon mehrmals getestet worden Dampfleistung ist ca 9 kg Dampf bei 3 bar ( 4ata).
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      Grüße von der Alb ra..............Reiner
    • Bismarck 1:100 mit Dampfturbine

      Der Dampferzeuger in der Endbauphase:

      Das 1,.Bild zeigt das „Innenleben“: Rauchgasrohre, Bördelböden und das Flammrohr sind miteinander verlötet.

      Das 2. Bild zeigt die Anbauteile alle aus Rotguss hergestellt. Alle Teile die direkt mit Druckkörper verbunden sind, somit Wasser bzw. Dampf ausgesetzt sind, sollten nicht aus MS sein.

      3. Bild zeigt den Dampfdom

      4. Bild: Dampfdom von oben. Die Öffnung des Dampfabgaberohres zeigt nach oben, so soll ein mitreißen von Kesselwasser verhindert werden.

      5. Bild. Der Dampferzeuger fertig gelötet. Die beiden unteren Anschlüsse sind für den Wasserstandsanzeiger und der Ablass.
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      Grüße von der Alb ra..............Reiner
    • Hallo liebe Modellbau-Freunde,

      ich bin Reiners Partner und bin für die Berechnungen sowie Entwicklung und Konstruktion der Dampfturbine zuständig. Ich habe mich im Forum registriert, um Reiner ggf. fachlich zu unterstützen. Ich stehe aber auch gerne zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung.

      Original von bismarck2005
      Ein weiteres Bild zeigt die gesamte Dampfanlage. der Entwurf stammt aus der Feder von Georg W. Held ( meinen "Turbinenchef :pf: :ok:)
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      Es handelt sich hier nur um die Beschreibung der Überarbeitung.

      Die Funktionsbeschreibung der Gesamt-Anlage.

      Bei Modell-Dampfturbinen als Antrieb eines größeren Schiffsmodells wird der Kondensator mehrheitlich der Rückgewinnung von Kondensat dienen und weniger dem Leistungsgewinn durch ein erhöhtes Wärmegefälle. Unter Verzicht auf den Aufbau eines Vakuums durch Belüften, fungiert der Kondensator hier als hocheffizienter Dampfkühler. Eine Luft- bzw. Kondensatpumpe ist damit entbehrlich.
      Betrachten wir die schematische Darstellung des Turbinenantriebs eines größeren Schiffsmodells, so erkennen wir, dass die Speisewasserhaltung einschließlich des Dampfkühlers durch eine sinnvolle Anordnung der Bau-Komponenten ohne zusätzliche Pumpen, ausschließlich mit Schwerkraft arbeitet. Der Dampfkühler (5) hat zur Belüftung mit möglichst kühler Luft eine tief angesetzte, über Deck führende Leitung mit nicht zu kleinem Querschnitt. Er ist gut bemessen unterhalb der Wasserlinie montiert; so ist eine geringere Leistung der Kühlwasserpumpe erforderlich, da sie von der natürlichen Konvektion und der Fahrt durch das Wasser unterstützt wird. Der ebenfalls unterhalb der Wasserlinie, nicht zu klein dimensionierte Kühlwasserausguss (hier zweiter Seewasserkasten) ist deshalb etwas höher und weiter achtern angebracht als der Seewasserkasten zur Kühlwasser-Entnahme. Die Kühlwasserpumpe (4) ist als elektrisch betriebene Kreiselpumpe nicht selbst ansaugend und liegt ebenfalls unterhalb der Wasserlinie. Bei mäßigem Druck (ca. 500 mm WS) liegt ihre Aufgabe in einer möglichst großen Fördermenge (hier 5 Liter/min).
      Die unvermeidlichen Verluste im Speisewasser-Kreislauf werden durch Wasser aus dem Zusatzwasser-Tank (7) über einen Schwimmerregler im Speisewassertank (6) automatisch ergänzt. Die Ansaugleitung der Speisepumpe (3) liegt unterhalb des tiefsten Wasserspiegels des Speisewassertanks, damit beim Ansaugen kein Unterdruck (Vakuum) entsteht. Das ggf. bis 90 °C warme Speisewasser würde bei Unterdruck wieder sieden (siehe Wasserdampf-Tafel) und die Funktion der Pumpe beeinträchtigen. Die Speisepumpe (3) ist ohne umlaufende Schwungmassen als direkt angetriebene, doppelt wirkende Dampfpumpe ausgelegt. Ihre Förderleistung soll mindestens dem 1,5fachen der maximalen Verdampfungsleistung des Kessels entsprechen. Die Dampfpumpe sollte nicht mit Heißdampf betrieben werden, sondern über das Regelventil mit leicht überhitztem Dampf (140°C). Das gilt auch für den Brenner-Regler (20), er ist direkt mit dem Nassdampfanschluss des Kessels verbunden. Der Abdampf der Speisepumpe wird zur Heizung der Gas-Kartusche verwendet. Der Trichter über dem Speisewassertank dient der optischen Kontrolle der Funktion der Speisepumpe, sowie des Kondensatrücklaufs der Kartuschen-Heizung.

      Die, von Reiner gewählte Übersicht beinhaltete bereits die Modifikation 07/10 mit den Positionen 28 (Luftkühler) und 29 (Piezo-Luftpumpe).

      Sollte sich bei den Tests herausstellen, dass die Kühlleistung des Kondensators mit Belüftung unzureichend ist, wird die Luftleitung des Kondensators über einen Luftkühler (z.B. Kühlschlange im Seewasserkasten) zu einer kleinen Piezo-Luftpumpe (Medizintechnik) geführt und die Luft mit geringem Unterdruck (ca. -500 Pa) abgesaugt.
      Das vermeintlich Schwierige leicht verständlich machen.

      Gruß Georg

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Turbo-Georg ()

    • Das Modell der „Bismarck“ im Maßstab 1 : 100, also mit einer Länge von ca. 2,5 m und einem Gewicht von etwa 58 kg, dem Vorbild entsprechend durch eine Dampfturbine anzutreiben, stellt eine besondere modellbauerische Herausforderung dar. Ein Turbinen-Antrieb für ein Modell dieser Größenordnung ist vermutlich ohne Beispiel und bedeutet in vieler Hinsicht die Beschreitung von Neuland. Ein solches Projekt erfordert eine gehörige Portion Mut, Geduld und großes Durchstehvermögen.
      Die wenigen Veröffentlichungen zum Thema Modell-Dampfturbinen erwiesen sich hier nicht nur als wenig hilfreich, sondern führten sogar in eine Sackgasse. Auch Reiner musste neben einigen anderen Turbinenfreunden diese leidvolle Erfahrung machen (nachzulesen auf Reiners Homepage): schiffsmodell-bismarck.de/index.html
      Die räumlichen Voraussetzungen im Rumpf der „Bismarck“ 1 : 100 erschienen auf den ersten Blick günstig. Der vorgesehene Kessel, auszuführen als dreizügiger Flammrohrkessel, füllt jedoch mit seinen Hilfsvorrichtungen und Armaturen den Raum in voller Breite aus. Dennoch würde auf Grund des zu erwarteten Dampfverbrauchs die nutzbare Kesselwassermenge nur für eine kurze Fahrzeit ausreichen. Deshalb wurde eine Nachspeisung des Kessels als notwendig erachtet. Die Frage: Nachspeisung durch mitgeführtes, chemisch aufbereitetet Frischwasser, Gewinnung des Speisewassers aus gefiltertem Seewasser oder Gewinnung von warmen Kondensat zur Kesselspeisung, wurde zu Gunsten des Letzteren entschieden. Um auf zusätzliche Pumpen verzichten zu können, wurde auf die Nutzung der Schwerkraft gesetzt. Das erfordert eine Anordnung des Kondensators unter der Turbine und einen Kondensat- bzw. Speisewassertank im Doppelboden. Unter Berücksichtigung einer guten Zugänglichkeit bei Inbetriebnahme und Wartung ragte die Turbine hierdurch bereits über das Hauptdeck in die Aufbauten und musste auf einen max. Durchmesser (mit Wärmeschutz-Verkleidung) von etwa 100 mm begrenzt werden. Der, bei Modell-Dampfturbinen nicht unwichtige Durchmesser des Laufrades wurde somit auf ca. 80 mm festgesetzt. Unter zu Grunde Legung einer Turbinen-Nenndrehzahl von 20.000 U/min ergab sich eine mittlere Umfangs-Geschwindigkeit u am Schaufelkranz von etwa 80 m/s. Bei den vorgesehenen einfachen Düsen musste die Dampfaustrittsgeschwindigkeit c1 aus bekannten Gründen auf 400 m/s begrenzt werden. Das Verhältnis u/c1 ist damit 0,2 und der Wirkungsgrad von etwas mehr als 0,4 liegt somit weit ab vom höchstmöglichen Wirkungsgrad von 0,75 bei einstufigen Turbinen (u/c1 = 0,5). Die Nenndrehzahl von 20.000 U/min kann nicht erhöht werden, denn sie gestattet mit gerade noch vertretbarem Aufwand die Herabsetzung auf die Schraubendrehzahl durch ein verlustarmes Getriebe und stellt auch für andere Komponenten des Antriebsstranges die Grenze einer sinnvollen Belastung dar. Bei zweistufigen Turbinen ergibt sich der günstigste Wirkungsgrad von 0,58 bei u/c1 = 0,25. Damit erfordert unsere Turbine fast zwangsläufig zwei Geschwindigkeitsstufen. Die geforderte Turbinenleistung von etwa 90 W würde aber damit eine zu große Dampf-Verbrauchsmenge ergeben, denn der Dampf ist wegen der Begrenzung von c1 = 400 m/s nicht sehr energiereich (22 kcal/kg = 92 kJ/kg). Wir erhöhen deshalb das verfügbare, theoretische Wärmegefälle des Dampfes auf 44 kcal/kg = 184 kJ/kg, u.a. durch nachträgliche Überhitzung und verteilen das höhere Wärmegefälle auf zwei Druckstufen. Die gleiche Dampfmenge des allerdings energiereicheren Dampfes durchströmt nun nacheinander die vier Stufen beider Druckstufen (HD und ND), die bekanntlich nichts anderes darstellen als zwei hintereinander geschaltete Einzelturbinen.
      Das vermeintlich Schwierige leicht verständlich machen.

      Gruß Georg
    • RE: Bismarck 1:100 mit Dampfturbine

      Danke Georg für Deine Berichtigung, Ergänzungen und besonders für Deine
      Ausführungen :2:

      Setzte den Bericht mit 2 Bilder vom Dampferzeuger fort.

      Das 1. bild zeigt den Dampferzeuger bei der Wasserdruckprobe. Sie wurde mit 5 Bar über 2 Stunden durchgeführt---und erfolgreich. Es musste nur eine kleine Pore an einen Rauchggasrohr nachgelötet werden.

      Im 2. Bild ist der Dampferzeuger mit dem Kamin kompettiert und die 1 Isolierschicht aus 5 mm Nefalit ist angebracht.
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      Grüße von der Alb ra..............Reiner
    • eine Menge Zeit nahm der Bau des Brenners in Anspruch. Bis er so wie jetzt funktionierte verging fast ein halbes Jahr. Durch die dreizügige Bauweise (Leitung der Rauchgase im Dampferzeuger) ist ein Lüfter notwendig. Durch den sich ergebenden Überdruck im Flammrohr, werden die Rauchgase durch den Dampferzeuger "geschoben". Große Probleme hatte ich mit der Zündung. So wie es manche Dampfer machen: am Kaminende zünden, kommt durch den langen Weg der Rauchgase nicht in Frage. Habe da nur einen Versuch gewagt. Nach einen nicht minder heftigen Knall, habe ich davon abgesehen! Auch den Brenner zum Zünden aus dem Flammrohr ziehen kommt auf Grund der Platzverhältnisse nicht in Frage. Auch Versuche mit einen Gasanzüner mit flexibler Verlängerung hat sich nicht machen lassen. Es folgten Versuche mit Zündbrenner (Sturmfeuerzeug ) und Piezozündung hat nur im ausgebauten Zustand
      funktioniert. Die Zündung war nicht 100%ig und im eingebauten Zustand ist der Zündbrenner Opfer des Hauptbrenners geworden. Dann folgten Versuche nur den Hauptbrenner mit Piezo zu zünden. Dazu wurde eine Zündelktrode von einen Ölbrenner (Warmwasserheizkessel) verwandt. Auch hier das Gleiche. Im ausgebauten Zustand gute Funktion, im eingebauten Zustand ca 30 % ge Zündsicherheit. Mit einer eketr. Fliegenklatsche wurden auch Veresuche angestellt. Nach mehreren "Sprengversuchen" einen Zündtrafo von einen Heizkessel eingesetzt: und siehe da es funktioniert.
      Es ist so geplant, dass der Zündtrafo nicht in der Bismarck verbaut wird. Nur zur Zündung des Brenners wird der Trafo über ein Zündkabel mit der Zündelektrode am Brenner verbunden. Nach der Zündung wird das Kabel wieder entfernt. Es hat nur den Nachteil, dass ich am Gewässer 230 V benötige. Stellt aber normaler Weise kein Problem dar. Entweder über das Netz, oder aber auch über einen Wechselrichter. Beim Wechselrichter ist ein Akku notwendig. Es braucht ja nicht unbedingt ein schwerer Bleikamerad zu sein. Es gibt ja ua. die Lipos mit viel höherer Energiedichte
      bei gleichen Gewicht. Es stellt schon einen Mehraufwand dar, aber ein 50 Kg Dampfer von 2,5 m Länge kann man(N) auch nicht mal so schnell fahren lassen.

      Durch Dampftests konnte ich und durch Modifizierung des Brenners die Verdampfungsleistung des Kessels auf ca. 9 Liter Wasser/h ( bei 3 bar Dampfdruck konstant) bringen. Das ist in etwa das Doppelte was an Dampf für die Turbine und Dampfspeisepumpe benötigt wird. Die Temperatur der Rauchgase beträgt jetzt in der 2. Umlenkkammer ca 220°C und im Kamin ca. 155°C . Einerseits benötige ich eine genügend hohe Rauchgastemperatur, um überhitzten Dampf mit ca 170°C zu erzielen, andererseits darf die Temperatur nicht zu hoch sein ( Wärmestrahlung gegen die Aufbauten/Deck ec. Ist halt eine Einstellungssache, was bestimmt seine Zeit braucht.

      Daten des Dampferzeugers.
      Material: Cu
      Prüfdruck: 5 bar
      Betriebsdruck: 3 bar
      Wasserinhalt bei min: 900 ml
      Wasserinhalt bei max: 1600ml
      Masse mit Brenner ( zur Zeit): 8,5 kg
      Flammrohr ( Durchmesser 38mm): 1 Stück
      Rauchgasrohre ( Durchmesser 8 mm :( 24 Stück
      Heizfläche: 1840 cm²
      Nachschaltheizflächen: 2 Überhitzer
      1 Vorüberhitzer im Kamin
      1 Hauptüberhitzer in 2. Umlenkkammer
      Länge des Dampferzeugers ges. : 250 mm
      Durchmesser des Dampferzeugers ges.: 160 mm

      Auf die beiden Überhitzer komme ich später.

      die Bilder zeigen den Brenner
      Den Dampferzeuger beim 1. Dampftest
      Anpassen der Rohrleitungen an die Platzverhältnisse.
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      Grüße von der Alb ra..............Reiner

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    • RE: Bismarck 1:100 mit Dampfturbine

      Jetzt kommt der Überhitzer an die Reihe:

      Der 1. Testüberhitzer war völlig wirkungslos . Die Bilder zeigen den Überhitzer noch einmal im eingebauten zustand, über dem Brenner, in der 2. Umlenkkammer
      Das 2. Bild zeigt die Messstrecke , Manometer und Thermometer
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      Grüße von der Alb ra..............Reiner
    • RE: Bismarck 1:100 mit Dampfturbine

      ........also muss ein leistungsfähiger Überhitzer her. Nach mehreren Biegeversuchen ist dann dieser Überhitzer entstanden. Seine gesamte Heizfläche beträgt ca. 180 cm². Wobei der größere Anteil von ca. 120 cm² auf die 3 4-mm Rohre entfällt. Der Rest wird durch die 6-mm Rohre erreicht. Wobei dabei davon auszugehen ist, dass die Heizfläche der 6-mm Rohre nicht voll gerechnet werden kann, da sie sich nicht direkt im Rauchgasstrom befinden. Das“Mehr“ an Überhitzerrohren in der 2. Umlenkkammer hat sich schon sehr bemerkbar gemacht: Die Klemmspannung am 12 Volt-Lüfter musste ich von 4,8V auf 6,0 V erhöhen. Mit dem höheren Überdruck im Flammrohr wurde die Kesselleistung wieder erreicht. In weiteren Versuchen wurde die Temperatur des Dampfes gesteigert. Zum Schluss wurden170 °C bei 2 Bar ( 3 ata) erreicht. Leider wurde die erzielte Temperatur mit eine sehr hohenAbgastemperatur in der 2. Umlenkkammer von 250°C erkauft. Die hohe Abgastemperaturbirgt die Gefahr, dass bei einen z.B. geringen Dampfverbrauch ( bei halber Kraft z.B.) die Dampftemperatur übermäßig ansteigt und zu Problemen in der Turbine führt.
      Eine weiter Vergrößerung der Heizfläche verbietet sich aus Platzgründen. Ein weiterer Überhitzer wird benötgt, der in Reihe geschaltet als Vorüberhitzer fungiert.

      die folgenden Bilder zeigen den Werdegang des Überhitzers.
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      Grüße von der Alb ra..............Reiner
    • RE: Bismarck 1:100 mit Dampfturbine

      Der Vorüberhitzer
      Bei der Suche nach einen geeigneten Platz für den Vorüberhitzer, fiel die Wahl auf den Kamin. Es wurden 3 4 mm-Rohre in einer Spirale mit unterschiedlichen Durchmessern gebogen. Beim Zusammenbau wurden sie ineinander gedreht. Anschließend in den Kamin eingebaut. Das Ergebnis soll so aussehen: Der Dampf wird getrocknet und leicht auf ca. 145°C überhitzt. Mit diesen Dampf wird dann die Turbine in den unteren Laststufen und die Dampfspeisepumpe betrieben. Der vorüberhitzte Dampf wird dann nur noch bei Volllast (AK) in den Hauptüberhitzer geführt. Mit diesen Maßnahmen soll eine stabile Dampftemperatur in möglichst allen Laststufen erzielt werden.
      Versuche stehen noch aus.

      1.Bild: die 3 versch. großen Heizschlangen

      2. Bild: Seitenansicht

      3. Bild: Eingebauter Überhitzer, Blickrichtung ist Rauchgaseingang des
      Kamin´s

      4. Bild: Die 3 Heizschlangen ineinander gedreht und verlötet
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      Grüße von der Alb ra..............Reiner

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