Schwimmkran -- ASIAN HERCULES II -- Baubericht -- 1:80

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Schwimmkran -- ASIAN HERCULES II -- Baubericht -- 1:80

      Hallo zusammen,

      Ich fange mal mit dem Baubericht an und zeige euch die ersten Fotos meiner Idee, einen der größten Schwimmkräne (3200 t) , den ASIAN HERCULES II mit (fast) allen Funktionen nachzubauen.
      Da der Hersteller in Singapore sich weigert, Pläne rauszurücken und der Betreiber in Rotterdam sie nicht ohne dessen Genehmigung weitergeben darf, baue ich nach ein paar Fotos und Firmenprospekten. (Ich hatte alle angeschrieben)
      Der Masstab wurde mit 1:80 so gewählt, damit er gerade noch transportabel ist - Der Schwimmponton ist 114 cm x 54 cm. - Original 91 m x 43 m. Höhe A-Frame - Kranausleger ohne Zusatzbaum 90 m, bei mir 112 cm
      Der Tiefgang ist im Original 8,50 m - wäre 1:80 = 10,6 cm, aber ich habe den Tiefgang mit 18 cm fast verdoppelt, um große Accus usw. einzubauen. So habe ich auch mehr Platz für Technik, Motoren, Winden, Elektronik usw.
      Die blaue Linie ist die Wasserlinie, wiegt dann etwa 60 kg
      Dateien
      Wolfgang

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von knipser25 ()

    • Im Original sind 4 x 813 kW Azimuth (Schottel) verbaut. Das ist mit zu teuer und zu laut.
      Ich werde mit 2 normalen 12 V Motoren mit Schraube und ZWEI (vorne und hinten) Querstrahlrudern arbeiten
      Dateien
      Wolfgang

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von knipser25 ()

    • Hier noch weitere Bilder
      Dateien
      Wolfgang
    • so, ein paar Bilder hab ich noch !

      Da der Rumpf strömungstechnisch ein richtiger Klotz ist und in Geradeausfahrt einen großen Wasserwiderstand hat, kommen 2 x 150 W Motoren (E-Motor Unite MY6812GR 150W 12V DC) zum Einsatz. Da ich eine umgebaute F14 mit 2,4 GHz Jeti modul und Navy-Twin-Stick verwenden werde, habe ich erstmal auf Ruder verzichtet. Zwei RABOESCH Querstrahlruder Maxi 33 mm sind geplant.
      Da der Kranausleger am Heck ist, die Fahrtrichtung ohne Kranbetrieb aber entgegengesetzt, werde ich mit mehreren Umschaltrelais die Drehrichtung der Motoren, Querstrahlruder sowie deren Anordnung rechts-links, vorne hinten, bei Kranbetrieb vertauschen. So fährt dann der Kran vorwärts, wenn ich den Stick nach vorne drücke und das vordere Querstrahlruder (bautechnisch in Heck, aber bei Kranbetrieb vorne) bei rechtem Knüppelausschlag nach rechts.
      Mein Hirn ist zu faul, immer seitenverkehrt zu denken !
      Zur geringen Stabilisierung des Pontons bei Geradeausfahrt werden unter dem sonst platten Boden noch drei Leisten (etwa 3 cm) verklebt, die untere auch zum mechanichen Schutz bei Grunberührung aus Bankirai, einem schweren und sehr hartem Holz (Terassen, Bootsstege)
      Dateien
      Wolfgang
    • Um den nötigen Tiefgang zu erreichen, werde ich zwei große Blei-Accus 12V 24 Ah mit je etwa 9 kg etwa in die Mitte einbauen (zum Transport herausnehmbar) den Rest Ballast realisiere ich mit sechs Ballasttanks in den Seiten des Pontons.
      Die sorgen für den Grundballast, für Kranarbeiten kommt noch ein weiterer Tank als Ausgleich für die Last in den Bug, also gegenüber der Lastmomente. (wie im Original).
      Ich lese immer wieder, dass einige Angst vor Wasser im Schiff haben, was ich auch gut verstehe. Aber bei meinen Dimensionen sehe ich keine andere Möglichkeit und glaube, bei sorgfältiger Bauweise der Tanks mit mehereren Lagen Epoxi + Gewebe und sauberen Anschlüssen (Pumpen, Schläuche usw.) wird das schon gut gehen. Natürlich kommt ein Wassermelder ins Schiff !!
      Ausserdem habe ich Platz genug in dem "Ballsaal" unter Deck - siehe Foto.
      Wie man sieht, wenig Spanten, im Heck kommen noch 2 oder drei dazu, um die Rundungen besser mit den Leisten zu bekleben. Am Boden ist schon eine Lage Gewebe drauf, ebenfalls auf dem Deck. Die nächste Lage, wenn das Unterwasserschiff zu ist. Innen alles mit Harz gestrichen, darauf weißer Lack (Restbestände), damit die Chrew beim Tanzen auch was sieht.
      Jetzt geht erst mal die Arbeit weiter.
      Dateien
      Wolfgang
    • hey, di emotoren hab ich auch drin
      sind absolut genial
      nur die entstörerei ist blöd zu machen, da der motor keine lötfahnen hat sonder kabel die raus kommen
      und was noch blöd ist ist die 8mm welle
      ohne drehbank ist es richtig blöd da was zu bekommen...

      genial wärs halt wenn du den ballast von den tanks unter dem kran nach vorne pumpst...
    • Danke für die Tips, das hatte ich so auch vor. Die "Kiste" soll ja bei Lastaufnahme nicht schwerer werden, sondern nur im Gleichgewicht bleiben.
      Und an dieser Stelle auch noch ein Dank an alle hier in diesem Forum ! Dadurch kam ich ja erst auf die Idee, das Teil zu bauen, hier weiß ich einfach, dass ich unterstützt werde, wenn es mal nicht weitergeht. Vor über 20 Jahren war da doch jeder eher allein mit seinen Modellbau - Heften oder Büchern.
      Wolfgang
    • Moin

      Ich habe hier unseren Grizly und auch Atlas schon in Aktion gesehen, Der Ballast ist zusätzlich und auch die gehobene Last kommt extra.
      Da kommt es schon vor, das das Wasser an Deck steht bzw. vor dem Hub das Vorschiff sehr tief liegt.
      Der "Solltiefgang" wird erst mit Last und Ausgleichsballast erreicht.
      Du benötigst den Bugballast auch, wenn du den Kran für Streckenfahrt absenkst, dann steht der ja hoffnungslos nach hinten über.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Hafenmeister ()

    • oder du pumpst die vorderen ab, also zurück in den see und die mittleren nach hinten?!?

      ist natürlich auch eine nicht unerhebliche stabilitätsfrage

      wieviel soll der eigentlich heben können?
      20kg?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Bohn Jon Bovi ()

    • Hallo Feddo,
      Die vordere Öffnung wird wassedicht verschlossen, muss ich nur dran, wenn Bugstrahlruder defekt. Darüber ist der Feste Turm, das Widerlager für den Ausleger. Diesen Turm wird mann zwar abnehmen können, da laufen aber auch die Kabel für die Elektronik, die ich auf der Brücke installieren möchte.
      Die Öffnung auf der Kranseite (also dem Heck) wird ebenfalls wasserdicht verschlossen und nur für die Motorwartung geöffnet. Darüber müssen auch mal Wellen gehen können. Die mittlere Öffnung für die Accus bekommt eine Dichtung und eine Art Kragen, weiß nicht wie mann das sonst nennt. Alles mit Schrauben oder anderen Schnellverschlüssen gesichert. Ich habe immer ein schlechtes Gefühl, wenn ich so manche Schiffchen sehe, wo der Aufbau nur aufgesetzt ist.

      Ich denke mal, dass er 10 bis 20 kg heben kann, bin aber noch nicht so weit mit den Berechnungen. Erst mal muss das Ding ja schwimmen, dann kommt der Aufbau, die eigentliche Herausforderung ! Das mit den Lasten und Gewichten ist ja nicht einfach maßstäblich umzurechnen - sonst könnte er ja 40 t heben (3200/80)
      Wolfgang
    • Original von Hafenmeister
      Moin

      Ich habe hier unseren Grizly und auch Atlas schon in Aktion gesehen, Der Ballast ist zusätzlich und auch die gehobene Last kommt extra.
      Da kommt es schon vor, das das Wasser an Deck steht bzw. vor dem Hub das Vorschiff sehr tief liegt.
      Der "Solltiefgang" wird erst mit Last und Ausgleichsballast erreicht.
      Du benötigst den Bugballast auch, wenn du den Kran für Streckenfahrt absenkst, dann steht der ja hoffnungslos nach hinten über.


      Bei Streckenfahrt kommt der Fuß des Auslegers in Position III, im Original 59 m von der Heckkante entfernt, bei mir etwa 74 cm. der "Überstand" des Auslegers ist dann nur noch etwa 40 cm. Bei minimalster Höhe des Schwimmkrans von 56 m (Turm), bei mir 70 cm

      Wenn es auf die Höhe des Kranes nicht ankommt (Brücken) kann der Ausleger auch in Pos III hochgestellt werden, dann kein Überstand, aber höherer Schwerpunkt.
      Wolfgang

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von knipser25 ()

    • Hallo,

      eine Frage an die Experten ! Bin mir nicht sicher, ob als Querstrahlruder das 33 mm von Raboesch notwendig ist, oder das 28 mm ausreicht.
      Da der Kran durch seine Größe auch eine große Windangriffsfläche hat und bei der Arbeit ja eher steht als fährt, dienen die beiden Querstrahlruder zusammen mit dem Antrieb ja auch zur Stabilisierung der Position.
      Beide Ruder sind unterschiedlich aufgebaut, ich habe keine Erfahrung mit dem Unterschied, denke aber, dass die Version mit den beiden Propellern

      hobby-lobby-modellbau.com/onli…Maxi-33-mm----108-30.html

      stärker ist (aber auch doppelt so teuer) als die Version mit dem Flachpropeller:

      hobby-lobby-modellbau.com/onli…r-G5-28-mm----108-05.html

      Ich bin dankbar für Tips.
      Wolfgang
    • also ich hab in meiner AS Buccaneer die 28mm version drin
      bis jetzt hab ichs nicht vernünftig zum laufen gebracht
      der flachpropeller hat sich abgedreht...:-(
      sieht mir also nach einer billigen alterntive vor, die aber auch deutliche abstriche hat...
    • Ganz klar: Nimm die teurere Version! ich habe diesen Flächenpropeller in der hermann Marwede drin, der hat sich nach einem halben Jahr verabschiedet. Er hatte für den 3 Kilo Halbgleiterrumpf ausrecihend Schub, aber do redest und baust da in anderen Dimensionen. Das Gewicht muss erstmal bewegt werden, und immer nur maximal manövriert es sich auch nicht sehr feinfühlig. Zudem sehen sie besser aus - ich werde selbst in dem Rettungskreutzer vom Flöächenpropeller zu einer Pumpe wechseln, auf jeden fall keinen Flächenpropeller! - schon ger nicht bei dem Gewicht ...


      Max
    • Mal n komischer Einwand

      Zum thema Tanks und wasser im Schiff.

      warum Versucht es eigentlich keiner, die Tanks (ähnlich wie beim Heli-Bau) aus ner Gummieinlage zu machen?

      Kondom oder Luftballon?

      Wenn man die einfüllöffnung vernünftig am schlauch fixiert und vorher eventuell noch ein kleines gewicht einschiebt, damit sich die sache beim abpumpen nicht selbst in den schlauch zieht... muss niemand mehr angst vor fäulnis haben

      oder hab ich da nen denkfehler?


      ansonsten klasse Bericht....ich hab vor, nen schuber zu bauen...und zwar aus Alupaneelen.....aus Holz und GFK machen ja viele....mal sehen ob´s was wird

      Gruss die Schnabelameise
      Nicht alles was schwimmt ist ein Fisch!

      --------------------------------------------------

      in der Werft:

      - FoMo 13/14 Kempenaar "Lothar" Baubericht



      Fertig:

      - Missisippi Lady von Opitec (verschrottet)

      - Vorderkajütboot "Müritz" (zurück beim Eigner)

      - Sternwheel Towboat "Ohio River Star" ohne Plan...wie damals üblich (verkauft)
    • RE: Mal n komischer Einwand

      Original von Schnabelameise
      Zum thema Tanks und wasser im Schiff.

      warum Versucht es eigentlich keiner, die Tanks (ähnlich wie beim Heli-Bau) aus ner Gummieinlage zu machen?

      Kondom oder Luftballon?

      .........
      ............
      Gruss die Schnabelameise


      Hallo Holger,

      Ein Tank aus 3 mm Sperrholz, innen mit Glasfaser und Epoxy wasserdicht verleimt scheint mit etwas sicherer als ein wassergefülltes "Kondom" im Schiff.

      Nicht dass meine Mannschaft unter Deck Schwertkämpfe ausführt oder Dart spielt, aber geplatzte "Luftballons" haben doch manchmal schwerwiegende Folgen !!

      Habe das Unterwasserschiff fast fertig, dann stelle ich auch neue Bilder ein

      Gruß
      Wolfgang
    • Frage: Schiffsschraube und Welle:

      Was würdet Ihr mir empfehlen ?

      Bei dem Motor: 150 W (E-Motor Unite MY6812GR 150W 12V DC) dachte ich an folgende Wellen

      hobby-lobby-modellbau.com/onli…tposten-------300-08.html

      oder
      hobby-lobby-modellbau.com/onli…-5-mm---M5----301-08.html

      Schiffsschraube

      hobby-lobby-modellbau.com/onli…-M5-links----147-22A.html

      oder

      hobby-lobby-modellbau.com/onli…M5-rechts----174-13A.html

      natürlich 1x rechtlauf, einmal linkslauf

      was ist der Unterschied zwischen Blatt A und Blatt B - die Steigung und Blattgröße, aber welche ist besser geeignet ??

      Ich will eher langsam rangieren als abheben (bei 50-60 kg)
      Wolfgang