Sns 142

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    • Hallo Zusammen,
      möchte euch hier am Bau meines französischen Rettungsbootes der 14m-Klasse teilhaben lassen. Es wird ein komplett-Eigenbau-Modell.
      Daten in Kurzform:
      Maßstab 1:15
      Länge knapp unter einem Meter
      Gewicht ca. 5kg
      Rumpfbau in Positiv-Negativ-Positiv
      endgültiger Rumpf dabei in Epoxy-Glasfaser-Sandwich
      Aufbau mit 0,5mm Alu
      Kleinteile aus Messing, Alu, PVC und Anderes
      möglichst Tochterschlauchboot ferngesteuert aus-und einsetzen und auch natürlich zum eigenständig Fahren (diese Funktion ist aber noch nicht in Sack und Tüten - braucht noch etwas Entwicklungsarbeit)
      Baubeginn 10.10.2010 (manche heiraten an so einem Tag, Unsereins macht da Kiellegung) :juhu:
      Bauende: noch nicht abzusehen :pf:
      Die Gründe für die Entscheidung zu diesem Modell waren die außergewöhnliche Rumpfform, das Schlauchboot in der Heckbox und die rel. gute Maßstabfreundlichkeit für ein einigermaßen handliches Modell.
      Gruß Micha
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Wikinger ()

    • Na, dann mach ich gleich mal weiter. Hab eh grad nichts Besseres zu tun.
      Zu dem besonderen Bug. Hab in Ermangelung von echtem Wissen darüber meine eigene Theorie entwickelt. Dieser Bug hat nichts mit diesen "Delfinnasen" an Frachtern u.Ä. zu tun. Dieser hier verlängert nur das eigentliche Unterwasserschiff um einen gewissen Betrag. Denn bekanntlich "läuft Länge". Auch macht es die eigentlich benetzte Fläche schlanker und schärfer. Das Boot haut so bei ordentlichem Wellengang nicht so in die Wellen rein sondern schneidet sich mehr durch. Videos von dieser Art Booten sprechen da für sich. In dieser Bauform gibt es mitlerweile auch schon jede Menge Lotsenboote.
      Zum Modell wieder. Klar bin ich jetzt schon eine ganzes Stück weiter. Wird also mit Bildern jetzt erst mal flott voran gehen. Ich bin aber nicht der schnellste Bauer. Schätze, liege jetzt so beim ersten Drittel.
      Zum Urmodell. Gewicht spielt hier ja noch keine Rolle. Spanten aus kostenlosem Kistensperrholz. Beplankt mit 2mm Birkensperrholz. Zuerst noch lange Zeit ohne Heckspiegel und die ganze Form horizontal teilbar gebaut. Da konnte ich die Kanten wunderbar schleifen und alles immer optimal unter Kontrolle halten. An manchen Stellen konnte ich auch noch etwas in die Sperrholzflächen reinschleifen, die durch nicht ganz stimmige Spanten etwas als "Buckel" hervortraten. Erst als der ganze Rumpf zum Spritzen fertig war, wurden die beiden Rumpfhäften miteinander verleimt und mit dem Heckspiegel verschlosen. Zum Schluss kamen noch die Sockel für die Reling und die Fußleisten auf das Deck drauf. Die werden dann gleich mit abgeformt.
      Gruß Micha
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    • Moin,

      ich klinke mich mal ein, weil ich auch weiß, worum es geht.
      Michael und ich bauen das Modell parallel - das hatte er noch nicht erwähnt.;)

      Die Vorbereitungen und Planung haben wir uns geteilt, genau wie ein paar Baugruppen, die einer von beiden eben doppelt baut. Das verkürzt die Bauszeit etwas. Am Ende wird jeder sein Modell haben, Michael seins früher, ich meins wesentlich später, weil ich nicht ganz so viel Zeit aufbringen kann und sich das Projekt eben etwas länger ziehen wird. Aber wer Modellbau betreibt, sollte es auch nicht eilig haben.

      Jetzt die Antworten auf die Fragen:

      Der Plan (1:20, wir bauen in 1:15 - mir hätte auch 1:20 gereicht, dann wäre die Funktion "Beiboot" aber von vornherein nicht möglich gewesen, so haben wir uns auf knapp 1 m Modelllänge geeinigt) ist von der SNSM aus Frankreich. Wenn man weiß, wie man ihn bestellen kann und etwas Geduld hat, geht das recht einfach.

      Die Form wird drei Teile haben.
      Gruß
      Jürgen

      Ist doch komisch: Kaum macht man's richtig, schon funktioniert's.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Canadian ()

    • Weiter gehts
      Spätestens wenn es mit der Vorstellung des Aufbaus so weit ist, käme auch Jürgen mit zu Wort. Das ist nämlich sein Part. Meine "Großaufgabe" ist die Erstellung der Rümpfe. Und da es von Anfang an schon zwei werden, ist die Erstellung eines Negatives einfach ein MUSS. Hätte ich aber auch nur für einen Rumpf für mich so gemacht. Ist halt meine Bauweise.
      Mit Fertigstellung des Holzrohbaus incl. Feinschliff kam eine Schicht Epoxy (ohne Glas, das hätte mir die Innenecken nur unnötig Rund gemacht) drauf. Beide Rumpfhälften aber immer noch Einzeln. Die Schicht Harz deshalb, weil ich die ganzen Farb- und Spachtelschichten immer nass schleife. Und da geht es ganz schnell, dass man wieder bis aufs Holz durch ist. Und so ist beim Harz Schluss.
      Der derzeitige Stand ist, das Urmodell ist fix und fertig und sämtliche Trennebenen angepasst. Jetzt warte ich auf 20° Außentemperatur (das sind jetzt 40° Temperaturunterschied), damit es mit der Negativform weiter geht.
      Von der Kieltrennebene habe ich leider kein Bild gemacht. Wird aber noch nachgereicht, wenn es so weit ist.
      Das Schlauchboot ist übrigens schon als GFK-Teil fertig. Findet ihr in meinem Laminierworkshop im GFK-Formenbau.
      Gruß Micha
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    • nächster Schritt - der Aufbau
      So wie er hier zu sehen ist hat ihn Jürgen gebaut. (Nochmals Danke an seine Seite, saubere Arbeit :clap:) Alles komplett aus 0,5mm Alu, nur ein paar Hilfsspanten aus 0,8mm Alu. Geklebt wurde mit UHU-plus 300 unter Zugabe von Wärme (Lötkolben). Der gesammte Aufbau steht z.Z. noch etwas erhöht. Wird erst nach Fertigstellung des Rumpfes am Deck angepasst.
      Gruß Micha
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    • Erst mal Danke für den Zuspruch und Lob.
      @ Uwe
      Ich (wir) sägen alles Alu mit der Laubsäge. Natürlich Sägeblätter für Metall. Je feiner die Zahnung, um so bessere Schnitte lassen sich machen. Natürlich säge ich nicht 2mm mit dem feinsten Blatt. Da kommt dann das Gröbste zum Einsatz.
      Ist alles eine Sache der Übung und des Gefühls. Es wird jedenfalls nichts mit Scheren und Ähnliches geschnitten. Macht nur die Flächen rund und müsste wieder gerichtet werden. Also nur sägen und sonst nichts. Für mich (uns) ist Alu einfach allererste Wahl für Aufbauten. Kenne nichts Besseres.
      Und für die Fensteröffnungen einfach ein Anfangsloch bohren, Sägeblatt einführen, spannen und los gehts. Aber das ist ja ein Thema, was ich hier eigentlich nicht extra ansprechen müsste. Das gehört ja zur Grundausbildung an der Laubsäge. Ist jedenfalls nichts gefräst oder so.
      Und wieviele Teile das bis jetzt sind, keine Ahnung. Haben nicht mitgezählt. Bestimmt irgendwas so um die 50-100. Einige wenige Kanten sind gebogen, fast alle geklebt. Auf Stoß, auf Gehrung und überlappend. Je nach Anwendung und Zweck.
      Und nach dem Sägen wird natürlich alles gefeilt. Hierfür lobe ich mir meine hochwertigen Qualitätsschlüsselfeilen. Da sieht man keine Feilriefen. Kurz noch mal mit 600er Schleifpapier drüber und schon hat man Endfinish.
      Alles beantwortet? :kratz:
      Gruss Micha
    • Hallo,
      es geht mit dem Mast weiter.
      Die gesamte Konstruktion ist aus Messing gelötet. Manches ist "freihändig" gelötet, für das Meiste habe ich mir aber immer eine Montagehilfe auf die Schnelle aus irgendwelchen Holzabfallstücken gebaut. Geht dann einfach besser, wenn schon alles an Ort und Stelle irgendwie zusammenklemmt. Dann braucht man nur noch alles durchlöten. Und nichts fällt wieder ab, weil man an einer Nachbarstelle etwas zu lang drauf gehalten hat. Ich verwende übrigens für fast alle Lötungen einen ausreichend Großen mit 100W.
      Leider nimmt dann das Säubern und Verputzen der Lötstellen fast die doppelte Zeit in Anspruch, als was man zum Bauen benötigt. Aber was soll's, gehört eben auch mit dazu.
      Gruss Micha
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    • Hallo Micha

      Das sieht mal wieder richtig toll aus. Sehr schön gemacht!!

      Damit sich Lötstellen nicht immer wieder lösen hilft häufig auch ein in Wasser getränkter Wattebausch oder ähnliches, welcher um die benachbarte Lötstelle gewickelt/gepappt wird. Macht echt viel aus diese Kühlung.

      Viel Spass beim weiterbauen.... und immer schön Berichten. Ich lese hier gerne mit.

      Gruss
      Silvan
    • @Silvan
      Danke für das Lob.

      Ja, das Löten ist so eine Sache. Natürlich will man immer erst versuchen, so wenig wie möglich andere Hilfsmittel mit einzusetzen.
      Damit benachbarte Teile nicht wieder abfallen, ist meine erste Wahl immer ein großer Lötkolben. Das mag für Manche jetzt paradox klingen - viel Wärme, damit daneben nichts wieder ab geht - aber es ist so. Mit einem großen Lötkolben (100W und mehr) mit einer richtig schönen großen Spitze, bekommt man auch filigrane Teile besser gelötet als z.B. mit 40W. Mit dem Großen bekommt man die benötigte Wärme schneller und geziehlter auf seine Stelle. Mit einem Kleinen ist die Aufheizzeit der betreffenden Stelle zu lang, und da kann es passieren, dass das benachbarte Teil wieder abfällt.
      Daneben gibt es ja auch noch andere Methoden. Mech. fixieren, die Wärme vor dem Teil schon wieder ableiten (nasser Wattebausch) oder auch mit so einer Art Knete umwickeln, die auch die Wärme fernhält. (Hatte ich mal auf einer Messe an so einem "bestimmten Stand" gesehen, kann aber nichts Näheres dazu sagen, da bei mit nicht im Einsatz)
      So, jetzt will ich mal weiter machen.
      Die folgenden Teile gehören zu der Crewfinder-Antenne auf dem Masttop. Hier war ich echt in der Zwickmühle. Gute Fotos sind vorhanden, also was baut man daran alles noch nach. Hier bin ich so bei 95% meines Könnens angelangt. Klar, 100% wären auch drinn, aber dann müsste man diesen Baustil auch so beim ganzen Boot anwenden. Und zwischen 95 und 100% liegt gleich mal eine Bauzeitverlängerung von ein bis zwei Jahren. Und man will schlieslich ja auch mal fertig werden.
      Gut, das war jetzt etwas philosophisch - könnt auch darüber hinweg lesen.

      Die Teile werden erst kurz vor dem Spritzen noch mal endgereinigt und dann zusammengesetzt.

      Das andere Aludrehteil kommt auch mit auf den Mast und ist eine Furuno-Navtex-Antenne. Dieses Teil ist leider nicht mit auf dem Plan gezeichnet (wie so viele Anderen auch). Und anhand von Fotos bekommt man die Maße auch nur ungefähr raus. Aber nach einigem Suchen findet man im Internet auch auf der Firmen-HP das Datenblatt mit Zeichnung und Maßen von diesem Teil.
      Diese Art von Unterlagenbeschaffung wende ich seit einiger Zeit recht häufig an. Und bei modernen Booten wird man recht oft fündig. Genauer geht es dann nicht.
      Gruss Micha
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    • Hallo,
      heute berichte ich mal von einem aktuellen Bauteil.
      Am Außenfahrstand ist ein Doppelgashebel angebracht. Wusste auch lange nicht, wie und in welcher Detailtreue ich den bauen sollte.
      Nach etwas Recherche habe ich auch die Herstellerfirma und in ihrem Katalog ein Maßbild gefunden. Leider widersprechen sich dort die angegebenen Maße mit der Zeichnung. Da habe ich die Zeichnung für sich alleine genommen und meine Modellmaße hochgerechnet.
      Das Teil ist noch im Rohbau. Farbgebung erfolgt dann mit allen Teilen gemeinsam.

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      Der Grundkörper und die Hebel sind aus Alu, die Griffe aus PVC gefeilt. Die Bolzen sind Drehteile aus Messing.

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      Als Größenvergleich ein Streichholz

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      Alle Teile einzeln

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      Und das Original

      Gruss Micha