Die "Zeta" - Pinasse ~1620 (Papegojan)

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    • Die "Zeta" - Pinasse ~1620 (Papegojan)

      1. EINLEITUNG

      Die "Zeta" ist das wenig bekannte Schwesternschiff der holländischen Pinasse "Papogejan" aus dem frühen 17. Jhdt.

      Das Schiff soll ferngesteuert sein - Segeln, Reffen, Geschütze ein-/ausfahren, und abfeuern können. Ein Hilfsmotor für Flauten ist ebenfalls vorgesehen.
      Ich baue es mit meinem 7jährigen Sohn - es war seine Idee.

      In der Folge publiziere ich hier ich einen detaillierten Baubericht, der Anfängern (wie vor Kurzem noch mir selbst) bei ähnlichen Projekten helfen soll!
      Fragen, Tipps, Anregungen herzlich willkommen.
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      Grüße aus Wien!
      -Roman

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    • Die "Zeta" - 2. VORGESCHICHTE

      2. VORGESCHICHTE

      Ausgang für alles war ein Urlaub auf den griechischen Kykladen, Juli 2012. Mein Sohn und ich bastelten dort mithilfe von Strandgut, einigen Stücken Bambus von einem Busch hinterm Strand, einer Rolle Spagat und einem Schweizermesser ein Modellfloss, komplett mit Mast, Rahsegel, und Ruder samt Pinne.

      Wenn die Wellen nicht zu groß waren, segelte es sogar!

      Wenig später lasen wir ein Buch der Zeitdedektive – „Francis Drake, der Pirat der Königin“. Wir waren begeistert. Wenig später – bei der Besichtigunge minoischer Wandmalerein – trafen wir auf ein schön gearbeites Schiffsmodell einer antiken Galeere. Mein Sohn (damals 7) schlug darauf vor, doch ein Piratenschifssmodell zu bauen.

      Ich hatte so etwas als Jugendlicher (nach eigenen Plänen) begonnen, dann aber aufgehört. Zum einen weil mein Takelageplan im Maßstab 1:1 (das Schiff war einen Meter lang) bei einem Umzug verloren gegangen war (und der war eine Mordsarbeit gewesen), zum anderen weil ich mit der Form des Rumpfes (er war bereits völlig fertig) unzufrieden war…denn ich hatte im Lauf meiner Bastelarbeiten zwei Bücher von Wolfram von Mondfeld geschenkt bekommen, und, naja. Mein Werk waren doch recht eckig im Vergleich;-).

      Jedenfalls – ich wusste, was für ein Arbeitsaufwand auf uns zukäme, und versuchte meinen Sohn die Idee auszureden (mindestens ein halbes Jahr, Jahr Bauzeit!), aber er war nicht abzubringen. Im Hinterkopf hatte ich immer vor, „irgendwann“ mal mein Projekt mit dem Schiff neu zu beginne, diesmal aber richtig. Kurzum: Ich war auch schnell begeistert.

      Ein Segelschiff aus der Piratenära sollte es sein, und –natürlich!– ferngesteuert.
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      Grüße aus Wien!
      -Roman

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    • Hallo Roman!

      Ein schönes Vorbild habt Ihr Euch ausgesucht. Wünsche Euch viel Spass dabei!
      Aber mit 1 Jahr als Bauzeit. :kratz:
      Aber Du wirst das schon schaffen, denn das Floß aus einfachen materialien ist auch Gut geworden!

      Gruß Christian

      PS.: :bild: :lol:
      Durch alle elektronischen Bauteile strömt Rauch, tritt er aus ist das Bauteil defekt!

      Gruß Christian
    • Die "Zeta" - 3. RECHERCHE

      3. RECHERCHE

      Dieses Projekt ist aufwendig, soviel war klar. Die Erfahrung lehrt (auch aus dem Beruf, Projektmanagement im technischen Bereich), gute Planung ist unumgänglich und bewahrt vor bösen Überraschungen.

      Ist unsere Idee machbar? Nicht zuletzt in diesem Forum liest man immer wieder, Rahsegler sind nicht richtig realisierbar, viel zu kompliziert, wenden nicht, usw.
      Reffen gilt als utopisch usw.

      LITERATUR
      2 Bücher fand ich besonders hilfreich:
      * "Historische Schiffsmodelle", Wolfram zu Mondfeld. Die Bibel. Kein Detail bleibt unerwähnt.
      * "Historische Schiffsmodelle", Klaus Krick. Pragmatische Anleitung mit praktischen Tipps, gute Didaktik.

      FOREN
      Abgesehen von diesem Forum kann ich auch minisail-ev.de/ empfehlen. Es fgibt noch viele andere, und aus den teilweise publizierten Bauberichten kann man das eine oder andere nützliche Aufschnappen.
      Ich war erfreut, wie nett und hilfsbereit die Mitglieder waren.

      WAHL DER VORLAGE
      * Modellänge beschänkt auf 1200mm (Autokofferaum!); vorzugsweise ein größerer Maßstab, d.h. real kleineres Schiff - weniger Details (z.B. Kanonen), diese aber größer; d.h. einfachere, weniger Arbeit.
      * Pläne eines realen Schiffes vorteilhaft; belegte Schwimmeigenschaften, Optik; Takalageplan vorhanden

      Über einen Freund (ein Experte im Kartonmodellbau) stiess ich auf dne Kartonmodellbausatz der Papogejan. Ideal - ein kleines Schiff mit nicht allzu vielen Details; Spanten, Kielplatte etc. bereits zum Ausschneiden vorbereitet. Takelageplan vorhanden!

      SCHWIMM-/SEGELEIGENSCHAFTEN
      Um sicher zu sein, daß das Schiff auch Schwimmen würde, ordentlich segeln und nicht sofort kentert, muss im Vorfeld dieses sichergestellt werden.
      Alles notwendige habe ich hier gefunden:
      minisail-ev.de/them-07as.htm

      SEGELSTEUERUNG
      Manöver mit Rahseglern sind kompliziertes als mit moderen Schiffen:
      home.foni.net/~agondesen/segeln.htm

      Daher ist es von Vorteil, die Segel in zumindest 2 Gruppen seperat steuern zu können - Segel vorne, und hinten (aber nicht notwendig - siehe Prins Willem unten; man beachte das stärker angestellte Sprietsegel, hilft beim Wenden).

      Beispiele aus der Praxis:
      youtube.com/watch?v=vaqMDtcf5ec
      youtube.com/watch?v=Dh0fF724_-c
      youtube.com/watch?v=mS83Ciy_FUs
      youtube.com/watch?v=hiZ1ED4VZRQ
      rcmovie.de/video/5ff637e79841...ler-beim-Wenden

      REFFEN
      Hauptsegel wurden nach oben gerefft, Marssegel und darüber wurden durch herablassen ihrer Rah gerefft (legt den Segeldruckpunkt tiefer bei starkem Wind - wichtig!).
      Um die Hauptsegel Reffen zu können, müssen die sie lenkenden Schoten zugegeben werden können. Bei Marssegeln (und höher) müssen dagegen die Schotlängen der zugehörigen Rahen verändert werden.
      Nachdem diese Änderung segel-/rahabhängig ist, müssen die jeweiligen Segel, Rahen alle ihre eigenen Schoten besitzem. D.h. eine Ansteuerung wie im Original ist nötig, eine Vereinfachung (Rahen durch Schnüre miteinander verbinden, wie bei der Prins Willem oben) wäre kontraproduktiv.

      GESCHÜTZE
      Es gibt Beispiele für funktionierende Geschütze bei Modellen:
      youtube.com/watch?v=z0uqJWeUP48
      RC Schiff mit Kanonen
      msv-schiffsmodellbau.at/ (siehe Schiffsregister, Historische Schiffe)

      BAUWEISE
      Wir haben uns für Holz entschieden. Kiel, Spanten aus Sperrholz (Stabilität!), doppelt beplankt (unten Kiefer, oben Nussbaum). Doppelte Beplankung hat den Vorteil, ein schöneres Ergebnis zu liefern (nach dem ersten Beplanken kann recht sorglos geschliffen werden), und stabilier zu sein.

      Holz ist auch ein schöner Werkstoff, damit umzugehen wollte ich meinem Sohn auch gern beibringen.

      Laminieren mit Epoxy bleibt als Option, um die Steifigkeit des Rumpfs (und die Wasserdichtigkeit) zu erhöhen. Dies kann auch von innen erfolgen (Optik!).
      Eine Alternative ist das Ausstreichen/Einlassen mit wasservrdünnter Holzleim"mlich".

      WERKZEUG
      Neben dem Üblichen, haben wir uns für den Kauf einer Unimat entschieden - die Arbeitsersparnis (Stichsäge, Schleifmaschine, Drehbank) war mir das Geld wert; vor Allem, alles kindersicher, damit kann mein Sohn besser mithelfen.
      Ich war erststaunt, wie schnell er damit umgehen konnte, und welchen Spass ihm das macht!
      thecooltool.com/produktgruppe.php?language=d&pg_id=1

      Fehlt noch ein Arbeitsplatz - meine umsichtige Frau hat uns gleich einen gemacht :)

      FERNSTEUERUNG
      Für unsere vielen Funktonen (Ruder, 2 Segelgruppen, Reffen, Geschütze ausfahren, abfeuern) machen eine Fernsteuerung mit mindestens 6 Kanälen notwendig.

      KLEINTEILE
      Weitere Möglichkeiten, die Optik zu verbessern, bzw. sich Arbeitszeit zu sparen (unter Kosten), ist die Verwendung von vorgefertigten Kleinteilen, wie sie diverse Webshops bieten wie der von Krick, z.B. Kanonen, Grätings, Anker, Blöcke usw.
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      Grüße aus Wien!
      -Roman

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    • Die "Zeta" - 4. BERECHNUNG

      4. BERECHNUNG
      Die Durchrechnung des Schiffs ist aufwendig, aber lohnt sich.
      In unserem Fall wollte ich insbesondre wissen, wie die Krängungseigenschaften aussehen, und ob wir ohne einen Aussenballast auskommen.

      Hierbei habe ich mich an dieser ausgezeichneten Anleitung orienteirt:
      minisail-ev.de/mb/mb-07-10/mb-07-10.htm

      Hilfreich auch
      Stoffe für Segel minisail-ev.de/mb/mb-02-24/mb-02-24.htm
      Winddruck mtvi-segeln.de/htm/sonstiges/wind1.html

      und Holzgewicht in g/cm3
      Flugzeugsperrholz 0,66
      Pappelsperrholz 0,39
      Balsa 0,2-0,3
      Abachi 0,42
      Ramin 0,62
      Kiefer 0,51


      Fazit:
      Maßstab 1:26,666

      Länge über alles 1350 mm
      Länge Deck 985 mm
      Länge KWL 855 mm
      Breite Hauptspant KWL 235 mm
      Niedrigste Stückpforte über KWL (~Spant VIII) 63 mm
      Tiefgang (Spant XV) 83 mm

      Lateralschwerpunkt hinter VS (KWL) 425 mm
      Lateralschwerpunkt Tiefe unter KWL 43 mm
      Segelfläche 0,57 m²
      Segeldruckpunkt hinter VS (KWL) 345 mm
      Segeldruckpunkt Höhe über KWL 390 mm

      Verdrängungsschwerpunkt hinter VS (KWL) 450 mm
      Verdrängungsschwerpunkt unter KWL 33 mm
      Verdrängung 9,4 Liter
      Geschätztes Gewicht Rigg 0,5 kg
      Geschätztes Gewicht Rumpf 2,5 kg
      Geschätztes Gewicht RC 1 kg
      Ballast ~6 kg

      Metazentrum Höhe über KWL 51 mm
      Gewünschte maximale Krängung 21 °
      Maximale Krängung vor Wassereinbruch 30 °
      Maximale Segelstellung (0° = quer zur Längsachse) 60 °

      Stabilität bei gewünschter Krängung mit Bleiinnenballast bei vollen Segeln bis ~2,5 Bft
      Stabilität bei maximaler Krängung mit Bleiinnenballast bei vollen Segeln bis ~3 Bft
      *) VS = Vordersteven

      Segeldruckpunkt liegt 9,3% der KWL hinter Lateralschwerpunkt und ist somit nahezu ideal.


      (Bemerke: Ursprünglich wollte ich das Modell kleiner bauen, die jetztige Fassung ist um 20% länger. Alle Flächen sind somit um 1,2² und alle Volumina um 1,2³ größer; die Verdränung ist somit 9,6 anstatt nur 5,6 Liter! Vorher wäre das Modell nur am Limit irgendiwe stabil gewesen. Nachteil: Wir brauchen un einen einklappbaren Bugspriet, damit das Modell ins Auto passt!)
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      Grüße aus Wien!
      -Roman

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    • Die "Zeta" - 5. TECHNIK

      5. TECHNIK

      Die Frage war, würde sich die aufwendige Steuerung der Segel (inklusive Reffen) im Schiff unterbringen lassen?
      Der größte ordentlich zugängliche Raum befindet sich bei der Zeta im Laderaum, d.h. zwsichen Haupt- und Fockmast, und misst bei uns ca. 160x240mm.

      Würde dies für die Schienen der Reffmechanik (Schotzugabe) reichen?
      Hierfür musste ich sämtliches trigonometrische Wissen wieder auspacken, um anhand der Pläne die Schotwege auszurechnen.

      SCHOTWEGE
      Abmessen der Schotwege laut Takelageplan Draufsicht für Ausgangsstellung (0°) und maximale Stellung (60°). Die gemessenen Längen entsprechen der vertikalen Projektion.

      Abmessen der Schotenwinkel zur KWL-Ebene am Takelageplan (=laterale Projektion), Segelstellung ist hier ~30°, sowie für 0° (Schothörner/Rahende in Deckung mit Mast angenommen).

      Berechnung der Schotenwinkel für Segelstellung von 60°. Da der Takelageplan eine laterale Projektion darstellt, verlängert sich die Schot in der Projektion beim Übergang von Segelstellung von 30° zu 60° wie das Verhältnis von cos 30° zu cos 60°, d.h. ~1,73. Damit ist der Schotwinkel bei 60° gleich dem bei Segelstellung 0° plus der Differenz aus Segelstellung 30° und 0° mal 1,73.

      Umrechnen auf effektive Längen der Schoten mithilfe der Daten aus vertikaler und lateraler Projektion mittels Cosinussatz, Tangenssatz, Pythagoras.

      Differenz Der Schotlängen für Segelstellung 0° und 60° ergibt den maximalen Schotweg pro Schiffsseite; mal 2 den insgesamten (relevant für Servo) – Ausnahme Besansegel, welches anders gebrasst wird.

      Maxmialer Schotweg 397mm.

      Bemerkung: Rahsegler wurden mit „Twist“ gesegelt, d.h. je weiter oben ein Segel war, umso stärker wurde es angebrasst. Dies lässt sich durch Reduktion der Schotwege (aus obiger Berechnung) für die tiefer liegenden Segel erreichen.

      FALLWEGE
      Zum Reffen der Segel. Marssegel werden durch Herablassen der Rah gerefft (historisch; senkt Segeldruckpunkt!). Die restlichen Segel werden durch Raffung des Segeltuches „hochgezogen“.

      Abmessen der Segelhöhen; Annahme, Segel werde nicht mehr als 90% ihrer Höhe gerefft (sich zusammenbauschender Stoff). Marsegel können wenig als das gerefft werden, weil die Mastkörbe ein weiteres herablassen der Rahen verhindern.
      Abmessen der Winkel der betroffenen Schoten in der lateralen Projektion (=Takelageplan) für Segelstellung 0° (Segelstellung de facto egal, da –Rahsegel– symmetrisch).

      Berechnung der realen Schotlängen gemäss oben.
      Die Differenz der Schotlängen bei vollen und gerefften Segel ergibt die notwendige Schotzugabe beim Reffen, jeweils backbord- und steuerbordseitig (bemerke: bei manchen Segeln müssen Schoten gerafft werden, z.B. beim Großmars).
      Größte Schotzugabe: 209mm.

      Fazit: Maximale Schienenlänge für die Schotzugabe beim Reffen passt in den vorgebenen Raum.

      FERNSTEUERUNG
      Die vielen Segel, das Reffen, die Kanonen, würden einige Servos bedeuten, und auch einige Kraftaufwand. Segelwinden gibt es günstig bei HobbyKing (weniger als die Hälfte im Vergleich zu Conrad!), ziehen ca. 10kg bei ca. 20€ Stückpreis.

      Als Fernsteuerung haben wir uns für die robbe Futaba F14 Navy entschieden - sie ist verhältnismässig günstig auf die Zahl unserer benötigten Kanäle ausbaubar, und sie bietet einen Twinstick, welcher zur gemeinsamen/getrennten Steuerung der Segelgruppen (Manöver!) ideal ist.
      (Bemerke: Der Twin-Stick wird noch um 90° im Sender gedreht werden)

      Diese haben wir auf ebay halbwegs günstig erstehen können, und die fehlenden Kanäle ausgebaut (war einfach).


      Die genaue Erklärung der Mechanik folgt, wenn sie gebaut wird.
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      Grüße aus Wien!
      -Roman

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    • Die "Zeta" - 6. RUMPF (1)

      6. RUMPF (1)

      Spanten, Kiel habe ich aus der vergrößerten Kartonmodellbauvorlage entworfen.
      (Mit IrfanView um 360% gestreckt, mit Paint.NET rearrangiert, mit ImageMagick in pdf konvertiert, im Copyshop ausdrucken lassen, Format 91x150cm).

      Dabei wurde die Unterbringung der Technik, Decksstützen, Masthalterungen, Schiffsschraube (für den Hilfsmotor) vorgesehen. Vorder-, Achersteven müssen, da sichtbar, aus Edelholz gefertig werden, und daher hier noch ausgespart werden.
      Ritzen für die Blanken am Bug und Heck Des Kiels (Sponung) müssen vorgesehen werden.

      Dann wurden die Teile ausgeschnitten, mit Stecknadeln auf das Holz genagelt, abgezeichnet. Leichter wäre es, die Papiervorlagen direkt auf das Holz zu kleben und so auszuschneiden - in unserem Fall wollte ich sie jedoch aufheben, da sie mein einziger Entwurf waren.

      Besonders hilfreich beim späteren Zusammensetzen war die Konstruktion eines Längsspants basierend auf der Kartonplatte, welche auf der KWL parallel zum Deck verlaufen wäre.
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      Grüße aus Wien!
      -Roman

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    • Die "Zeta" - 6. RUMPF (2)

      6. RUMPF (2)

      Für den Rumpf haben wir uns für 6mm Birkensperrholz (Kiel, Spanten), sowie 2mm Kiefer/1mm Nuss (Unter-, Oberbeplankung), bzw. 2mm Linde (Decks) entschieden.

      Im Nachhinein könnte ich mir auch 4mm Sperrholz für das Gerippe vorstellen; 6mm war vermutlich nicht notwendig. Immerhin wird diese Breite das Beplanken erleichtern, und die einzelnen Teile sind so stabil, daß damit leicht gearbeitet werden kann - d.h. daß auch mein Sohn die Teile z.B. ohne besondere Vorsicht schleifen kann.

      Übrigens, unsere Unimat hatte mit dieser Holzstärke Probleme - ich musste einen Haltering für den Sägeschlitten, aus Plastik, gebrochen, durch Beilagscheiben aus Metall ersetzen. Jetzt klappt aber alles gut.

      Hier der aktuelle Stand. Gewicht des Gerippes: 1,2kg.
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      Grüße aus Wien!
      -Roman

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    • Vielen Dank!

      Wir haben 3 Wochenenden gebaut/gesägt, netto so ca. 10, 12 Stunden.
      (Für das Recherchieren/Planen/Berechnen/Zeichnen/Einkaufen hab ich allerdings netto sicher 50, 60h aufgewendet. Schätze ich, plus/minus.)

      Ja, die Erfahrung kommt mit der Sache, ist unser erstes Schiff. Aber ich lerne schnell :)

      Zur Zeit ist das Schiff wieder zerlegt, weil noch ein paar Kleinigkeiten am Kiel fehlen (Sponung noch nicht ganz fertig, z.B.); kommendes WE habe ich keine Zeit, aber ich hoffe, daß wir das drauf das Gerippe verleimen können, dann wird geschliffen, dann geht's mit dem Beplanken los.

      Hier schon ein Teaser, wie die Planken in etwa aussehen werden (Papiervorlage).
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      Grüße aus Wien!
      -Roman

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    • RE: Die "Zeta"-1.Einleitung

      Hallo Roman und Sohn,
      bin bei eurem Bericht hin- und hergerissen, was zu schreiben oder nicht. Die Berechnungen und sonstige Theorie - alle Ehren. Denke aber, das ist zu viel des Guten. Die Praxis wird es beweisen.
      Jetzt mein ABER. Ihr baut schon jetzt bei dem Gerippe viel zu schwer und toplastig. Wozu diese vollen Spanten und dann auch noch so weit über die Wasserlinie hinaus? Bringt nur den Schwerpunkt unnötig nach oben. Wenn es über Deck geschlossene Schotten sein müssen, dann aussägen und dünn beplanken. Auch sehe ich keinen Sinn in den vollen Spanten und Verstrebungen am Bug. Auch dort geht weniger und hohl. Auch die beiden Längsspanten in Wasserlinienhöhe - viel zu viel Material. Eine Leiste 5x5mm hätte es auch getan. Auch verstehe ich hier nicht, warum ihr so frei schwebend baut? Ein ordentliches Helingbrett, Kopfüber gebaut und alle Spanten bis zur Heling verlängert und alles sicher befestigt. So kann man ordentlich beplanken und richtig schleifen. Ihr macht es euch unnötig schwer. Und über allem muss immer der Spruch schweben - baut leicht!!!!
      Die Technik und der Balastkiel wird noch schwer genug.
      Oder wollt ihr mit den Kanonen echt in die Schlacht und als letzter vom Felde ziehen?
      Gruss Micha
    • RE: Die "Zeta"-1.Einleitung

      Halllo Micha,

      Danke für Deine Tipps. Ein Hellingbrett haben wir, was auf den Fotos zu sehen ist, ist nur zur Präsentation - wir haben die Spanten noch gar nicht verleimt. Wenn wir dies tun, bzw. dann Schleifen, werden wir Deinem Rat folgen.

      Die Spanten sind deshalb hochgezogen, weil das Schiff bis dort beplankt wird, und so die Form fehlerfrei(er) vorgegeben wird. Die Stabilität wird so ebenfalls sehr hoch sein.

      Der nach Plan konstruierte Längsspant hilft uns massgeblich, den korrekten Sitz der Spanten in 2 Achsen sicherzustellen, und soll deshalb nicht durch Biegen hergestellt werden. Hier wirkt die Gewichtsersparnis durch Reduktion wenig relevant (machbar in Summe etwa 60g), noch dazu ist dieses Gewicht ja auf der KWL.

      Die vollen Flächen über Deck sind "Schotten" gegen Wasser. Ich habe bereits überlegt, sie durch dünneres Holz zu ersetzen, allerdings würde ich in Summe hier nur etwa 100 Gramm sparen, was bei einem (gut) geschätzten Ballast -siehe Kapitel Berechnungen- von 6kg wenig relevant erscheint, und die zusätzliche Arbeit evtl. nicht rechtfertigt.

      In diesem Sinne frage ich mich, ob "Baut leicht" nicht in ein "Baut leicht genug" relativiert werden sollte :)

      Die volle Fläche am Bug soll den korrekten Sitz der Arkassen/Worpen sicherstellen - es gibt hier 8 schmalflächige Verbindungen mit solchen. Der korrekte Sitz Ersterer stellt die korrekte Form des Bugs sicher.

      Außerdem, der Bug vor dem Spant I wird mit Balsa gefüllt, und hohlraumfrei gebaut; so kann keine Feuchtigkeit eindringen bzw. sich dort bilden (später so gut wie nicht zugänglich), und ist somit wartungsfrei.
      Dazu muss er aber vom Rest des Innenraums abgetrennt sein.
      Dennoch könnten auch hier ca. 40-50 Gramm über KWL eingespart werden - werden wir überlegen.

      Übrigens, zum Thema Hohlräume: Wir werden auch alle anderen, unbenötigten, Hohlräume gegen Feuchtigkeit, aber vor Allem als Sinkschutz, mit Styropor füllen. Wird später noch dokumentiert.

      Liebe Grüße!

      -Roman
      Grüße aus Wien!
      -Roman

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Metaspace ()

    • Hallo Tobias!

      Vielen Dank :)
      Ja, die Segel-/Reff-/Kanonensteuerung wird spannend, und sehr herausfordernd. Ich freue mich darauf. Ein wenig müsst Ihr Euch noch gedulden!

      Hoffentlich kommen endlich mal die Segelwinden von HobbyKing, auf die warten wir schon geraume Zeit.
      Erst wenn ich die in der Hand habe und sie getestet sind, kann ich die Konstruktion am Papier finalisieren - zZ gibt es nur Konzeptskizzen.

      Liebe Grüße!
      Grüße aus Wien!
      -Roman

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    • Die "Zeta" - 6. RUMPF (3)

      6. RUMPF (3)

      Michas Rat folgend haben wir die hohen Spanten leichter gestaltet - einiges weggeschnitten, und durch 1mm Sperrholz ersetzt (Ritzen mit Kitt abgedichtet). Spant I hat besonders profitiert, von 180 auf 60 Gramm reduziert.

      Ausserdem haben wir die Sponung angefertigt - in diese Schlitz im Kiel nahe dme Bug und dem Heck werden die Planken, zwecks schönerem (und stabilerem, wasserdichterem) Übergang, "verschwinden".

      Beim Bug haben wir einen Teil des Kiels und den Vordersteven abgetrennt, in diese Stücke eine 2mm Leiste (für die Unterbeplannkung) auf einer etwas breiteren 1mm Leiste (für die Oberbeplankung) hineingebogen und dort verleimt (erst eine Leiste, später die zweite).

      Dann haben wir den Kielteil, bzw. Vordersteven (nun inklusive Sponung) wieder mit dem Kiel verleimt. Dazu haben wir den Kiel hingelegt, damit alles gerade wird; mit einer Klarsichtfolie darunter verklebt Kiel beim Verleimein nicht mit dem Hellingbrett. Gut funktioniert auch eine Glasplatte (wenn man eine hat).

      Beim Heck haben wir eine Schicht des Kielsperrholzes mit Schraubenzieher als Meissel per Hammer weggestemmt - was überraschend einfach ging (Umrisse vorher mit Stanleymesser eingeschnitten, damit nicht zuviel weggestemmt wird).
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      Grüße aus Wien!
      -Roman

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    • Die "Zeta" - 6. RUMPF (4)

      Die "Zeta" - 6. RUMPF (4)

      Als nächstes haben wir aus ein paar Leisten eine Halterung für den Kiel auf unserem Hellingbrett angefertigt.

      Nun haben wir das Gerippe noch einmal zusammengesetzt, uns nochmal des korrekten Sitzes aller Teile versichert, und dann - endlich!- das Verleimen!

      Zuerst haben wir Leim (Ponal Wasserfest) auf alle Spantenverbinder am Kiel aufgetragen. Danach Spant für Spant selbige an der Verbindung zum Kiel sowie an den Verbindungen zu den Längspanten eingeleimt und in den Kiel eingepasst.

      Während ich einen neuen Spant vorbereit habe, hat mein Sohn den überschüssigen Leim mit einem Taschentuch entfernt.
      (Wenn alle Spanten montiert sind, sind die Verbindungsstellen schwerer zugänglich.)

      Dann folgten (ebenfalls nach Einleimen ihrer Verbindungen) die Längsspanten, und letztendlich deren Abschlussstücke am Bug und achtern. Hier wurde es bereits ein wenig schwierig, die Längsspanten in die finale Position zu zwingen - denn wir hatten bisher bald 15 Minuten gebraucht, die Anpresszeit des Leims. Aber geschafft!

      Abschliessend noch einmal Kontrolle des korrekten Sitzes aller Teile; mit Gummiringen, und Draht haben wir die korrekte Position sichergestellt, wo nötig, bis der Leim voll ausgehärtet ist (12h).

      Spant I mit der Bugform (Arcassen/Worpen) haben wir separat verleimt (dieser ist nicht mit den Längsspanten verbunden). Um diesen Teil leichter und ohne Beeinträchtung des Kiels zurechtschleifen zu können (Hebelkräfte), werden wir diesen erst danach mit dem Kiel verleimen.
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      Grüße aus Wien!
      -Roman

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    • Hallo Metaspace,


      sehr saubere Arbeit, weiter so, :resp:
      Und immer schön den Sohnemann beschäftigen, damit er dabeibleibt :)
      Ich freue mich schon auf die Fortsetzung des Berichtes ( und Bilder natürlich)

      Das Auffüllen der Hohlräume mit Styro würde ich lassen, soviel bekommst du nicht rein das es unsinkbar wird und etwas Wasser wirst du immer im Schiff haben (z.B. erhöhte Krängung bei Böen) welches dann schlechter abtrocknet....

      Grüsse aus Thüringen
      Ralph
      Grüsse aus Thüringen
      Ralph