Die "Zeta" - Pinasse ~1620 (Papegojan)

  • Hallo Iring,


    voll nett, Dass Dui Dich meldest! :)
    Dadurch zusätzlich motiviert, hab ich am Wochenende und heute die Segelsteuerung fertig umgebaut.
    War ein fitzlige Sache :)


    Morgen bei Tageslicht werde ich ein paar Fotos schiessen, und dann gibt's wieder einen Baubericht.


    Liebe Grüße!

  • Die "Zeta" - 8. TECHNIK (30)


    So, nur mäßig motiviert haben wir nun doch endlich die Umbauarbeiten an der Segelsteuerung abgeschlossen.


    Es ging ja darum, die Segelsteuerung von...
    Reffen Heck.jpg Reffen Bug.jpg Technik_298a.jpg
    ..auf diese Version zu korrigieren:
    Reffen Heck (neu).png Reffen Bug (neu).png


    Dies ist nun geschehen:
    Technik_301.JPG Technik_300.JPG


    Knifflig war hier dreierlei.


    Die Achsen für die kleinen Umlenkrollen teilweise mit Superkleber im Holzrahmen verklebt; Iring's Rat folgend, nachdem Superkleber nicht hitzebeständig ist, haben wir die Achsen mittels eines Lötkolbens erhitzt, und konnten sie so erfolgreich lösen (Danke nochmal!)


    Dann musste im oberen Teil der Segelsteuerung (der mit den Gegenlagern der Brass-, Reff-, Übersetzungswinden) Platz für eine Umlenkrolle zur Steuerung der Großtoppnannt geschaffen werden.


    Und letztendlich war es an einigen Stellen ziemlich knifflig, die kleinen Umlenkrollen (Durchmesser 4mm) samt ihren Beilagscheiben wieder auf die Achsen zu bekommen - an manchen Stellen war das Herankommen schwer:


    Technik_299.JPG Technik_302.JPG
    (die 4mm Umlenkrollen sind hinten, im Vordergrund die unveränderten 6mm-Rollen für die Segelschoten)


    Aber: geschafft!


    Jetzt gilt es, die Schotkanäle im Schiff (also die Rohrleitungen samt zugehörigen Halterungen) dort anzupassen, wo die Segelsteuerung is Bezug auf's Reffen geändert wurde. Danach endlich können wir die Takelung der Zeta fortsetzen.

  • Super gemacht, ohne die Details zu verstehen, kann man die Unterschiede von vorher zu nachher gut erkennen. Und dass das eine Fummelei war, ist klar. Der komplette Block ist ja nicht groß, das sieht man an den Servosteckern.
    Ich freue mich, dass der Umbau geklappt hat.
    Und natürlich auf die Fortsetzung :clap:

  • Die "Zeta" - 8. TECHNIK (31)


    So, Urlaub, Zeit zum Basteln! Nachdem wir zuvor die Segelsteuerung bezüglich des Reffens korrigiert haben, gilt es nun, die Schot- und Fall-Adapter im Rumpf anzupassen.
    Diese "Adapter" sind Halterungen für das Ende der Rohrleitungen, durch welche die Leinen von der Takelage kommend durch den Rumpf geführt werden. Je nach Winkel laufen die Schnüre vom Adapter direkt oder über eine Umlenkrolle in die Segelsteuerung.


    Nachdem wir nun die Leinen für das Reffen der Marssegel sowie Blinde mit der Reffwinde am hinteren Ende der Segelsteuerung durchführen werden, müssen die Rohre für die Spriet- und Vormarsfallen, Vormarstoppnannt, dorthin verlegt werden.


    Nach Einsatz von einigem Hirnschmalz und ein paar Stunden Tüfteln war klar, das dies backbord sowie steuerbord entlang des Rumpfes erfolgen muss. Die Rohre werden auf Höhe des Haupmastes sich biegend auf diesen zulaufen, und per Adapter dort fixiert. Umlenkrollen werden die Leinen um 90° in die Segelsteuerung leiten:


    Technik_309.JPG Technik_307.JPG Technik_308.JPG


    Das Problem: für die folgende Montage der Adapter mit seinen Umlenkrollen ist zuwenig Platz. Da ist mal der Hauptmast selbst, sowie seine Halterung im Rumpf - ein anderthalb Zentimeter breiter Steg des Kiels hinter dem Mast führt bis unter das Großdeck, und der Mast ist nahe am Kiel noch zusätzlich durch einen Ring eingefasst. Beides ist im Weg, den weiter in Richtung Heck ist der Platz bereits durch den Akku für Empfänger, Motor, und Servos belegt:


    Technik_310.JPG Technik_312.JPG Technik_314.JPG



    Also muss der Steg hinter dem Mast weg, und auch die ringförmige Mastfusshalterung muss tiefer neu montiert werden. Aber wie dort rankommen? Kein Platz für eine Säge, nicht mal für die stiftgroße Handsäge, noch ein Messer. Hätten wir doch einen teilbaren Rumpf!


    Mein Sohn hatte die zündende Idee - wir haben durch die Schmalseite gebohrt, und so "geschnitten". Zum Glück war genau Platz für unsere Unimat!
    Nachdem deren 12V mit 6mm Holzbohrer nicht wirklich ausreichende Power gegen 6mm bootslackbehandeltes Birkensperrholz mitbringt, in mehreren Etappen - 1mm, 2mm, 4mm, 5mm, und letztendlich mit dem 6mm Bohrer.


    Technik_316.JPG


    Jetzt ist der benötigte Platz vorhanden:


    Technik_317.JPG Technik_318.JPG



    Nun werden wir die benötigten Adapter fertigen - für das vordere Ende der Segelsteuerung ist das relativ einfach, hier braucht es nur ein neues Loch für ein Rohr an einer neuen Stelle; für die hinteren wie beschrieben (siehe Konstruktionszeichnug am karierten Papier) wird das etwas mehr Aufwand.

  • Hallo Roman

    Was macht euere Zeta? Habe schon lange nichts mehr von euch gelesen. würde mich interessieren wie weit der Bau fortgeschritten ist.


    Grüße aus Nürnberg

    Jürgen

    MOBILES IN MOBILEM ELEMENT


    Einsatzbereit
    Dampfschlepper ANTARES, RC-Modell in 1:33, freier Nachbau eines englischen Hafenschleppers auf Basis der Kalle von Aeronaut
    Offshoreversorger TS-41 ROUGH RC-Modell in1:50
    R.M.S. TITANIC RC-Modell in 1:200
    Zur Zeit in der Werft :
    USS Monitor, Eigenbau nach Plan in 1:50
    Langzeitprojekt :
    Deutsches Konvoischiff WAPPEN VON HAMBURG von 1669 Standmodell in 1:50

  • Hallo Jürgen!

    Eieiei...wir sind nicht viel dazugekommen und waren etwas faul, aber es gab dennoch Fortschritt. Ich bin definitiv einen Baubericht schuldig!

    Zur Zeit arbeite (im Wesentlichen nur ich) an der im letzten Bericht erwähnten Anpassung der Schotführung, die vermutlich 75% abgeschlossen ist.
    Leider nicht wenig Aufwand, den ursprünglichen Konzeptionsfehler zu korrigieren, danach sollte es dann aber tatsächlich zügig mit der Takelage weitergehen.

    Dieses Wochenende sollte sich ein Baubericht ausgehen :)

    Liebe Grüße aus Wien,


    -Roman

  • Die "Zeta" - 8. TECHNIK (32)


    So, jetzt ist es aber soweit - ein Jahr kein Baubericht, Schande!! Aber der Weg ist das Ziel.

    Beim letzten Mal habe ich den nötigen Adapter für den hinteren Teil der Segelsteuerung erwähnt - also Halterungen, Umlenkrollen für die Schoten der hinteren Segelgruppe, sowie Fallen der Mars- sowie des Sprietsegels.


    Ursprünglich hatten wir geplant, mit den hinteren beiden Servos Groß-, Großmars-, und Besansegel zu brassen; mit den vorderen beiden wiederum Vor-, Vormars- und Sprietsegel.

    Irrtümlich habe ich die Segelsteuerung sowie die Rohre für das Reffen auch für diese beide Gruppen ausgelegt - dabei wollten wir beim Reffen die Segel ja in die unteren und die Marssegel gruppieren!
    (Bei zunehmenden Wind macht es ja Sinn, die oberen Segel zuerst zu reffen, war mein Gedanke.)


    Daher ist der Umbau nötig - die Brass- und Reffwinden der Segelsteuerung müssen anders angeordnet, und manche der Rohre neu verlegt werden.
    In Sachen Reffen werden die hinteren Servos nun die Mars- sowie das Sprietsegel reffen; die vorderen Besan-, Groß-, Focksegel.
    Dass das Sprietsegel bei den Marssegeln dabei ist, war ein leider notwendiger Kompromiss - für die Segelsteuerung ist leider nicht genug Platz für ein vier Segel in einer Gruppe :-/


    Hier die Konzeptskizze der nötigen Änderungen:

    Technik_320.jpg


    Neue Rohre sind nötig, welche z.B. die Sprietfall anstatt zum vorderen, nun zum hinteren Teil der Segelsteuerung bringen.

    Um für die neuen Rohre Platz zu schaffen, war es wiederum nötig, in bestehende Teile Lücken zu fräsen, um die Rohre dort entlangführen zu können.

    Konkret ging es um die Schotumlenkadapter backbords- und steuerbords, vor und hinten bei der Segelsteuerung.
    Technik_304a.jpg


    Ich hab dies zuerst noch erfolgreich mit einem Bohrer in die Schmalseite der Brettchen versucht - dann bin ich abgerutscht, und hab eines der bestehenden Rohre (ein noch dazu knifflig verlegtes) zerstört - dar war die Motivation erstmal für eine Weile dahin :-/

    Außerdem haben wir dann noch ein anderes Problem entdeckt....mehr dazu unten.


    Ich hab mir dann von einem Freund einen Dremel geliehen - eine Mini-Fräsemaschine, damit ging das dann - mit Trennscheiben - deutlich einfacher!

    Hier sieht man mich in Aktion beim Ausschleifen der zuvor gefrästen Schneisen. Leider nicht fotografiert die flexible Verlängerung des Dremels (wie ein Schlauch, einen Meter oder so lang), mit dessen Hilfe man mit dem Fräsewerkzeug auch an schwer zu erreichende Stellen kommt.
    Ich trage übrigens mein Headset aus meiner eigentlichen Arbeit mit Active Noice Cancelling - das war eine Wohltat, den der Dremel mit Trennscheibe plus Resonanzkörper des Schiffs ist extrem laut, und nichts für meinen Tinnitus :)
    Technik_324.jpg

    Und hier das Ergebnis (inklusive des zerstörten Rohrs):

    Technik_328a.jpg

    Bei der Untersuchung des Schadens haben wir dann noch festgestellt: ein Problem kommt selten allein.
    Bei der Konstruktion der -bei uns funktionsfähigen- Speigatten gab es undichte Stellen!

    Was dazu geführt hätte, dass vom Großdeck ablaufendes Wasser überwiegend in den Rumpf und damit die Segelsteuerung gelaufen wäre!

    Hier ein Foto von einem der Spalten, und die Abdichtung mittels Holzkitt:

    Technik_330a.jpg Technik_331.jpg

    Dies sieht nicht weiter spektakulär aus, den Kitt dorthin zu bekommen (insbesondere bei den hinteren der sechs, hier nicht fotografierten Speigatten), hat einige Geduld gekostet.

    Dabei habe ich übrigens den eigentlichen Abflusskanal mit einem hineingesteckten Wattestäbchen freigehalten.


    Dann galt es, das zerstörte Rohr zu reparieren. Dieses ist für die Großhals, war direkt unter dem Großdeck gebrochen (und der Rest zersplittert), was genau genommen ein Glück war - denn oberhalb des Decks wäre das Rohr sehr schwierig zu tauschen gewesen, da es dort mit verleimten Holz eingefasst ist (siehe Fotos unten), und durch die Bordwand nach aussen führt.
    Dadurch, dass es recht sauber auf der Unterseite des Decks endet, gibt es auch keine scharfen Kanten, welche später das Seil aufscheuern könnten.


    Ich habe einen kleinen Holzwürfel mit mit einer Bohrung versehen, als Halterung für ein neues Rohrstück, und diesen an der Deckunterseite verleimt - auch keine ganz einfache Sache, erst beim dritten Leimversuch (endlich wieder Superkleber auf den Fingern, hurra!), hat es dann geklappt. Danach, nach Langem wieder, neue Rohrstücke fertigen und mit dem Fön biegen - unser alter Reisefön hat inzwischen das Zeitliche gesegnet, blöd, der Salonfön meiner Frau ist nicht so heiss. Ein neuer Billigfön muss wohl her.
    Technik_333.jpg Technik_335.jpg Technik_334.jpg


    Und hier das fertige, wieder mit Styropor (Sinkschutz) verkleidete Resultat:

    Technik_336.jpg

  • Die "Zeta" - 8. TECHNIK (33)


    So, und ein zweiter Post für unsere treuen Leser :)

    Nachdem die zusätzlichen Probleme gelöst sind, zurück an das Hauptproblem mit dem Umbau der Segelsteuerung.

    Stehengeblieben waren wir hier, hintern dem Großmast, wo wir einen Teil das Kiels, einen Teil der Masthalterung, weggefräst haben, um Platz für den Falladapter zu schaffen.
    Technik_318.jpg



    Dieser neue Adapter ist zur Umlenkung z.B. der Seile nötig, welche wie die Sprietfall von vorne kommen, zusätzlich zur Großmarstoppnant sowie den beiden Großmarsfallen.
    Der aufmerksame Leser hat die Konstruktionsskizze vielleicht schon auf dem Plan im letzten Post erspäht, rechts unten ;)
    Hier das fertig gebaute und bereits lackierte Teil:
    Technik_329.jpg


    Um dies am Mast befestigen zu können, waren wiederum neue Halterungen nötig. Dazu habe ich entschieden, die bereits vorhandene, vor dem Mast befindliche Halterung für die Rohre zu verbreitern (6mm dickes Sperrholz, dick genug, um dran was anzuleimen).

    Mithilfe von Kartonschablonen habe ich die entsprechenden Teile links und rechts vom Mast gefertigt, verleimt, und lackiert:

    Technik_321.jpg Technik_322.jpg


    Die bisherige Rohrhalterungen wurden um einige (präzise zu positionierende!) Löcher für die hinzukommenden Rohre ergänzt, und dann haben wir den oben gezeigten Adapter von hinten an den neuen Holzstücken verschraubt:
    Technik_337.jpg Technik_338.jpg Technik_339.jpg


    Das ganze ist übrigens auch hier wieder fitzliger, als es wirkt, denn direkt hinter dem neuen Adapter befindet sich normalerweise die Ruder- und Motorsteuerung, sowie der Akku - das ist sich auf den Millimeter ausgegangen (nachdem an dem Steuerblock eine Blende abgebrochen ist, die auch wieder repariert werden muss, aber dies ist eine andere Geschichte!).


    Nächster Arbeitsschritt wird das Verlegen der neuen Rohre zu diesem Adapter hin; von oberhalb, dem Großdeck, bzw. von back- und steuerbord, aus dem Vorschiff kommend (durch die im letzten Bericht neu gefrästen Lücken).

    Fortsetzung folgt!

  • Hallo Roman

    Sieht ja aus als hättet ihr nochmal die Technik ausgebaut. Sieht sehr aufwendig aus das Ganze. Ich hoffe, ihr könnt nun die letzten Schwierigkeiten beseitigen. Bei mir war auch ein wenig Flaute in der Werft.

    Die Black Pearl bekommt zur Zeit die Takelung für die Marsrahen und auch sonst geht es mit der Pearl wieder weiter. Zwischendurch hab ich ein Fahrmodell gebaut, den Dampfschlepper ANTARES, ein freier Nachbau eines englischen Hafenschleppers aus der Zeit um 1930.

    Und zum Start in die neue Modellbausaison musste meine TS-41 Rough zur Überholung in die Werft. Wird mich auch noch ein wenig beschäftigen.

    Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es bei euch weitergeht.


    Grüße aus Nürnberg

    Jürgen

    MOBILES IN MOBILEM ELEMENT


    Einsatzbereit
    Dampfschlepper ANTARES, RC-Modell in 1:33, freier Nachbau eines englischen Hafenschleppers auf Basis der Kalle von Aeronaut
    Offshoreversorger TS-41 ROUGH RC-Modell in1:50
    R.M.S. TITANIC RC-Modell in 1:200
    Zur Zeit in der Werft :
    USS Monitor, Eigenbau nach Plan in 1:50
    Langzeitprojekt :
    Deutsches Konvoischiff WAPPEN VON HAMBURG von 1669 Standmodell in 1:50

    Edited once, last by Hawkeye ().

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