Meine Pearl

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    • Hallo liebe Schiffsmodellbauer,

      seit nun mehr sechseinhalb Jahren betreibe ich den Schiffsmodellbau. Sechs Boote nach Bauplan sind in der Zeit entstanden und zwei fertige Spielzeugrennboote wurden auch von mir umgebaut.

      Lange schon wohnt der Wunsch in mir, mal einen richtigen alten Rahsegler zu bauen. Aber wo bekommt man bloß einen vernünftigen Plan bzw. Spantenriss her???
      Vor ca. anderthalb Jahren habe ich mir dann mal den Plan von Mellpapas Black Pearl runtergeladen. Aber so richtig hat mir das alles noch nicht gefallen. Der Ausdruck im Copyshop war mir letztendlich doch noch zu klein.

      Animiert durch meine liebe Frau und den Rest der Familie "Bau doch endlich mal die Black Pearl", habe ich jetzt endlich angefangen die Pearl zu bauen!!!

      Ich glaube, das ist jetzt wirklich die hohe Schule, mein Meisterstück (wenn alles gut geht). Nur manches möchte ich schon anders machen. Ich mag sie auf keinen Fall so schwarz gestalten, wie es die meisten gemacht haben. Die es so gemacht haben mögen es mir verzeihen, es gefällt mir so einfach nicht richtig. Ich möchte sie als schöne Holzarbeit gestalten.

      Den Plan habe ich noch einmal vergrößert und zwar so, dass das Deck eine Länge von einem Meter haben wird. Das hat mich dann gleich nochmal 35 € im Copyshop gekostet ( 7 große Blätter). Den Spantenriss musste ich auch noch einmal komplett überarbeiten, denn die Vollspanten sind für meine Zwecke so nicht brauchbar.
      Die Gesamtlänge wird dann ca. 1,25 Meter haben und somit noch ganz gut in den Kofferraum des Autos passen. Die Masten werde ich unbedingt abnehmbar machen, wie gesagt, wegen des Transports.

      Ja und da werde ich wohl noch so einige Ratschläge von Euch brauchen. Bei der Takelage werde ich wahrscheinlich einige Kompromisse eingehen müssen.
      Wie eingangs erwähnt habe ich mir schon lange meine Gedanken zur Umsetzung des Baus gemacht. Ich bin trotzdem offen und dankbar für jede konstruktive Kritik, Vorschläge und Ideen, die Ihr mir geben könnt.

      Selbstverständlich werde ich jede Menge Bilder machen und vielleicht Morgen schon die ersten rein stellen.

      Mfg Siggi
      Scheint die Sonne auf Kiel und Schwert, macht der Segler was verkehrt.
    • Hallo
      Willkommen im Club, das wird def. ein Meisterstück.
      Es gibt ja schon einige Bauten der Pearl, dort läßt sich einiges entnehmen, aber abnehmbare Masten bei einem Rahsegler . . . das sollte knifflig werden.
      mfg HF
      [IMG]http://www.godfligher.de/bilder_neu/roc_logo_black.jpg[/IMG]


      Telemetrie?
      "Ich FASSTe so lange, bis Sender die gecrashten Teile online bestellen können!"
    • Hallo,

      also diesmal habe ich die Spantenrisse nicht direkt mit Sprühkleber aufs Sperrholz geklebt, wie ich es sonst immer gemacht habe, sondern habe mir die Mühe gemacht, Schablonen anzufertigen. Das spätere Abgefummel des Papiers ist nämlich eine unangenehme Arbeit.

      Nach dem die Spanten auf das 6mm Pappelsperrholz mit Hilfe der Schablonen übertragen wurden, legte ich gleich los und schnitt sie mit der Dekupiersäge aus.

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      Die Wasserlinie wurde auch gleich auf jeden Spant eingezeichnet.
      Diese Linie ist sogleich mein Bezugspunkt, um die Stützen der Spanten für die Helling festzulegen. Es waren immer 230mm von der Wasserlinie zur Helling.

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      So sieht dann die Helling aus. Anschließend wurden die Spanten an die Querhölzer der Helling befestigt. Einfach mit einem Tropfen Ponal, das reicht.

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      Jedes Hilfsmittel ist dabei recht. Da wo es zu eng für die Klammern wurde, habe ich Keile genommen.

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      Sorry, leider etwas unscharf geworden.

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      Die Löcher in den Spanten habe ich schon vorab gebohrt, da befestige ich später mit kleinen Kabelbindern die Kabel . Später bohrt sich das so schlecht.

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    • Den Kiel habe ich aus 10mm Kiefernsperrholz hergestellt.
      Die Frage stand nun im Raum, ob ich ein Schwert dran hänge oder lieber einen Langkieler entstehen lasse.

      Meine Entscheidung fiel auf Langkiel. Ich weiß, die meisten machen das mit Schwert und einer fetten Bleibombe.

      Ich habe aber mit einem Langkiel schon recht gute Erfahrungen gemacht.
      Zum einen bleiben die Wasserpflanzen nicht so gut daran hängen wie bei einem Schwert und zum anderem erhoffe ich mir, dass das Boot sich bei Kränkung nicht so schnell in den Wind dreht. Es müsste so ein schönerer Geradeauslauf möglich sein.

      Die Bleibombe werde ich dann versuchen möglichst schlank zu machen, also mir nicht ganz ähnlich. Aber so weit bin ich noch lange nicht.

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      Hier sieht man den bereits mit den Spanten verleimten Kiel. Die Bohrung für das Stevenrohr habe ich auch schon vorher gemacht. Sagte ich schon, das ein Flautenschieber vorgesehen ist?

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      So sieht das dann von innen aus. Immer wieder schön anzusehen, wie ein Walfischskelett. :juhu:
      Ach ja, Spant Nr. 9 hat mich später noch ganz schön geärgert.

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      Hier mal im ganzen zu sehen mit dem Langkiel. Ich hoffe nur, dass ich Verlängerung nach unten hin nicht zu sehr übertrieben habe. Ich denke aber, dass ich so die nötige Stabilität bekomme.
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    • Jetzt kommt etwas was ich eigentlich hasse. :bw: :gr: :bw:

      Das sogenannte Straken. Ich weiß nicht ob Ihr wisst was ich damit meine?

      Man versucht jetzt die Spanten so anzuschleifen, dass sie fluchten zueinander. Also, dass wenn man eine dünne Leiste über das Gerippe biegt, keine Lücken zu den einzelnen Spanten entstehen bzw. kein Spant zurücksteht. Ich habe dafür ein 3mm Messingrohr genommen.

      Man sollte doch denken, dass wenn man vorher genau gearbeitet hat, diese blöde Arbeit entfällt. Aber Pustekuchen.

      Die kleinsten Abweichungen in der Zeichnung werden dann beim Vergrößern schnell bis zu 5mm groß.

      So war dann später Spant Nr. 9 viel zu groß und musste extrem nachgearbeitet werden. Manchmal muss man auch etwas drauf bringen.

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      Hier schön zu sehen.

      Im Bugbereich und auch bei den anderen Spanten muss auch gut angeschliffen werden, damit die Planken später schön anliegen.

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      Das Teil vorne am Bug wo die Galionsfigur ran kommt ( ich weiß jetzt nicht, wie das richtig heißt ) habe ich gleich abgeschnitten vom Kiel. So erspare ich mir dann eine Sponung einzuschneiden. Das Teil wird dann nach dem Beplanken wieder drauf geleimt.

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    • Moin,
      du legst ja eine Geschwindigkeit an den Tag (oder äh Nacht?).
      Ein schöner Gedanke das Modell nicht so schwarz zu sehen wie viele andere, gibt es doch durch solche Unterschiede immer wieder neue Variationen und lassen ein Vorbild immer wieder neu erstrahlen.
      Bin schon gespannt wie du das mit den Masten zu lösen gedenkst.

      Gruß Sven
      Gefion (Freier Nachbau einer Kapitänsbarkasse der Tirpitz)
      Mjölnir ein Segelboot (Miramare)
      Morgana eine Pirol aus dem Hause Robbe

      Werft:
      Eisbrecher Stettin

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    • Als das Straken nun endlich erledigt war :juhu: :juhu: :juhu:, wurde auch schon die Helling für mich überflüssig.

      Brauche ich sie jetzt wirklich nicht mehr? :kratz: Nein. Also abtrennen.

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      Und gleich mal die Schablonen fürs Deck probehalber drauf legen.

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      Natürlich stellte sich gleich heraus, dass diese Schablonen auch noch gründlich nachgebessert werden müssen. War ja klar.
      Die obere Unterbeplankung aus 1mm Birkensperrholz habe ich aus lauter Neugierde mal provisorisch drangepappt. Jetzt kann man schon ganz gut sehen, was es mal werden soll. Oder?

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      So sieht nun mein heutiger Baustand aus. Baubeginn war Anfang Oktober. Jetzt gibt es kein zurück mehr.
      Bei weiterem Fortschritt werde ich es Euch wissen lassen.

      MfG Siggi
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    • Ach so, noch was. Ich habe sonst immer zum verkleben der Spanten mit dem Kiel meistens PU- Kleber genommen. Der hat eine Konsistenz wie Honig und quillt ganz langsam auf, ähnlich wie Bauschaum, ist absolut Wasserfest und braucht aber leider ca. 12 Stunden zum aushärten. Eigentlich nichts für Ungeduldige wie mich. Und, alles was PU ist steht unter dem Verdacht Krebs zu erregen.

      Diesmal habe ich alles einfach trocken zusammengesteckt und dann in jede Verbindungsfuge einen Tropfen Sekundenkleber gegeben und anschließend Aktivatorspray drauf gesprüht. Das geht wunderbar und schnell.
      Scheint die Sonne auf Kiel und Schwert, macht der Segler was verkehrt.
    • Hallo,
      bin wieder etwas weitergekommen.

      Um vom Schraubstock und anderen ähnlichen Befestigungsmaterialien weg zu kommen, habe ich mir aus einem Stück Spanplatte, einer älteren Helling und einem Aluwinkel entsprechender Länge, einen Ständer angefertigt.
      So kann ich das alles drehen und hinstellen, wie und wo es mir gefällt.

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      Da ich diese Woche mal wieder bei Werken, Spielen, Schenken rein gegangen bin und einiges an Geld ausgegeben habe, konnte ich am Wochenende schon mal mit dem mühseligen Beplanken anfangen.

      Übrigens, bin ich dabei eine ziemlich verrückte Sache zu machen. Ich schreibe nämlich mit, wie viel ich für was ausgegeben habe. Ob ich das bis zum Schluss durchhalte? Wenn ja, werde ich zuletzt diese Einkaufsliste hier reinstellen.

      Um die Planken biegen zu können, habe ich mir für den Lötkolben solch einen Biegekopf selber gebaut. Irgendwo im Internet gibt es das Teil natürlich auch fertig zu kaufen.

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      Zuerst werden die Leisten da, wo sie gebogen werden sollen, ca. 5 Minuten gewässert. An dieser Stelle wird auf der Innenseite des zu biegenden Bereichs der Planke, der heiße Lötkolbenkopf gedrückt. Nach ca. 60 Sekunden wird das Holz ganz weich und lässt sich leicht aber trotzdem vorsichtig biegen.
      Ab und zu muss auch die eine oder andere Planke mit einem kleinen Hobel spitz zugehobelt oder auch mittendrin etwas hohl gehobelt werden. Je nach dem.
      Für die unteren sichtbaren Planken habe ich mich für Nussbaum 1000 x 8 x 2 mm entschieden. Bei dem oberen Bereich, bei der ersten Reihe der Stückpforten, werde ich etwas helleres nehmen. Darüber wahrscheinlich wieder eine dunklere Holzart. Da habe ich mich noch nicht so genau fest gelegt.

      Als Dübel benutze ich Zahnstocher, wovon ich noch etliche brauchen werde. Ich bohre vorher mit einem 2mm- Bohrer vor. Das Praktische ist daran, dass diese Zahnstocherdübel mit etwas Leim versehen, eine wirkliche Art der Befestigung darstellen. Das lästige vorübergehende Festhalten der Planken mit Klammern an den Spanten entfällt somit auch. Die fliegen mir immer irgendwie weg.

      Und so sieht das dann aus.

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      Nur mal grob angeschliffen.

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      So meinte ich das mit der Sponung.

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      Für heute ist es erst einmal genug, jetzt habe ich mir ein Bockbier verdient.

      MfG Siggi
      Scheint die Sonne auf Kiel und Schwert, macht der Segler was verkehrt.

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    • Hallo Sigi
      Sieht sehr gut aus was du da baust. Aber wird das nicht eher die Flying Dutchman? Der Heckspiegel erscheint mir für die Pearl etwas zu hoch und zu schmal. Außerdem hat die Pearl im Zwischendeck nur eine Stückpforte pro Seite.
      Uberprüf das mal, ich glaub nicht das ich da falsch liege.
      Soll aber keine Kritik sein, nur ein Hinweis.
      Mach weiter so, ich bin gespannt auf die Fortsetzung

      Gruß
      Jürgen
      MOBILES IN MOBILEM ELEMENT

      Einsatzbereit
      Dampfschlepper ANTARES, freier Nachbau eines englischen Hafenschleppers
      Offshoreversorger TS-41 ROUGH RC-Modell in1:50
      R.M.S. TITANIC RC-Modell in 1:200
      Zur Zeit in der Werft :
      Black Pearl auf der Basis des Hachette-Bausatzes
      U.S.S. ARROW Modell eines Kanonenbootes aus dem Jahr 1814
      Langzeitprojekt :
      Deutsches Konvoischiff WAPPEN VON HAMBURG von 1669 Standmodell in 1:50
    • Hallo Sigi

      Die Pläne hab ich auch, aber nur in verkleinerter Form. Aber ich denke ich hab mich geirrt. Hab meine Pläne noch mal rausgesucht und stelle fest das ich falsch lag.
      Bin gespannt wie deine Pearl wird.

      Gruß
      Jürgen
      MOBILES IN MOBILEM ELEMENT

      Einsatzbereit
      Dampfschlepper ANTARES, freier Nachbau eines englischen Hafenschleppers
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      Deutsches Konvoischiff WAPPEN VON HAMBURG von 1669 Standmodell in 1:50
    • Es geht mir nicht darum die Black Pearl ganz genau in allen Einzelheiten nachzubauen. Ich will nur einen schönen Rahsegler bauen. Die Pläne von Mellpapa sind eigentlich die brauchbarsten, die ich finden konnte.
      Vielleicht nenne ich sie wenn sie fertig ist: " Pearl". Ich weiß noch nicht so genau.
      Scheint die Sonne auf Kiel und Schwert, macht der Segler was verkehrt.
    • Hallo Siegfried,

      ich finde diese Pläne völlig ausreichend.
      Habe die Black pearl auch nach diesen Plänen gebaut.
      Allerdings als Standmodell so ca 60 - 65 cm lang.
      Ich habe ca 80 % Balsaholz verwendet.
      Mit ging es auch darum ein schönes Schiff zu bauen.
      Soweit es ging habe ich mich an das Original gehalten, es aber nicht als muss vorgenommen.


      Wünsche Dir viel Spaß und Erfolg beim Bau

      Gruß Kurt