PS Fräsen

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    • Hallo Gemeinde.

      Habe eine Stepcraft 600 angeschaft. Das Problem dabei ist dass ich mit PS keine Erfahrung habe. Das Material schmilzt mir weg. Hat jemand Erfahrung mit Fräser Durchmesser und Geschwindigkeit. Die Materialstärke liegt zwischen 1.5 bis 3.0 mm.
      Um eure Ratschläge wäre ich Dankbar.

      Grüsse aus der Schweiz René
      Viele Leute sind Schlau. Die einen vorher die andern nachher.

      Fahrbereit Versorger TS 41 Rough
      Im Bau Maersk Dee
    • Das weiße PS ist sehr weich (im Gegensatz zu z.B. dem Transparenten).
      Insofern machen wenig Schneiden am Fräser (also größere Span-Nuten) Sinn.
      Ich nehme gerne Einschneider, maximal Zweischneider mit Fishtail. Wo es möglich ist 3mm Aufwärts, wo kleinere Fräser gefragt sind nicht unter 1mm. Und da dann auch nur 1mm Z zustellen.

      Abhängig von der Materialstärke eher wenig Drehzahl und viel Vorschub.

      Leider habe ich meine Drehzahlanzeige (nur Stufen 1-5) an meiner Spindel (Kress), da dann Stufe 2-3.

      Vorschub um 600-800.

      Aber um das Rumprobieren kommst Du nicht rum! Und kurte Stücke Testen hilft auch nicht, da die Temperatur des Fräsers auch wichtig ist.

      Wegen der Schweinerei gehe ich gleich beim Fräsen dem Fräser mit dem Staubsauger hinterher. Mag sein, dass das auch schon was hilft bei der Kühlung.
      Thomas ...viel zu viel im Regal, und noch mehr Baustellen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Bogomir67 ()

    • Je größer die Spannut, desto besser. Kleiner Fräser - kleine Spannut.

      Es gibt sicher ne Tabelle, wie tief man reinstechen kann bei gegebenem Fräserdurchmesser, aber am Ende macht eh jeder Hersteller in das PS, was er für richtig hält. Kreide, Titandioxid, ein Gemisch davon.

      Somit ist das thermische Verhalten mit jeder Platte, die von einem anderen Hersteller stammt, anders.

      Also:
      1mm geht, ist aber schon mit viel rumgeteste verbunden. Weniger als 0,8 - ich kann's nicht.

      Das war auch mit der Grund, warum ich mittlerweile beim Methodenmix angekommen bin.

      Plattenfräsen (selber)
      Wasserstrahl schneiden lassen
      Dito, mit Laser
      Resin-Teile gießen
      Tiefziehen (ABS, PET und PS)
      Fotoätz (für ganz kleinen Kram)


      EDIT:
      und versuch, möglichst Fräser mit steilem Schneidwinkel zu bekommen. Also für weiches Alu oder so.
      Thomas ...viel zu viel im Regal, und noch mehr Baustellen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Bogomir67 ()

    • Hi,

      ich fräse PS bis zu einem Fräserdurchmesser von 0,3mm.

      Am meisten setzte ich Schwalbenschwanzfräser mit einem Durchmesser von 1mm und 0,5mm ein.

      Der Vorschub liegt bei ca. 600- 800 und die Drehzahl so um die 5000-8000 1/min je nach Vorschub. Die Abnahme ist bei mir ca. die Hälfte des Fräserdurchmessers.

      Ich habe zu Anfang bei PS auch mal mit Fräserdurchmesser Material abgenommen, dabei kam es bei mir doch schon mal zum Fräserbruch, wenn die Richtungsänderung zu schnell war. Über die Bewegungsrampen lässt sich das wohl kompensieren, habe hier aber keine weiteren Tests gemacht.

      Viele Grüße,

      Jörg
    • Also es geht auch mit kleinerem Durchmesser, aber halt mit deutlich mehr Fräserbrüchen und scharfen Einzahnfräsern mit großer Spannut.
      Da muss nur irgendwo eine "harte" Stelle drin sein, dann ist der 0,5er Fräser weg.

      Original von Paul
      Die Abnahme ist bei mir ca. die Hälfte des Fräserdurchmessers.


      Das hatte sich bei mir auch bewährt, bei kleinen Fräserdurchmessern < 1mm.
      Bei 2 mm Fräser kann man ruhig auch 2 mm ins Volle gehen.

      Was sich bei mir rausgestellt halt, was für PS extrem hilft ist ordentlicher Vorschub bei relativ niedrigen Drehzahlen. Wobei ich 0,5er Fräser auch mit 20.000 1/min und Druckluftkühlung gefahren bin.
      Vorschub mind. 0,05 besser 0,1 mm Vorschub pro Zahn und lieber in 2 Durchgängen durchfräsen.
      Bei 10000 1/min und Einzahnfräser also Vorschub mind. 500-1000mm/min.
      Wenn der Vorschub niedriger als 0,03 ist bricht jeder Fräser, weil der Fräser nur noch rumschmiert und keinen Span nimmt.
      Druckluft hilft weil die Späne wegtransportiert werden und nicht in der Spannut rumschmieren.
      Grüße

      Tobias
    • Der Fräserbruch kommt eher daher, dass sich da ein Span um den Fräser wickelt und dann asymmetrisch drückt. Bei den Drehzahlen ist das wie ein ganz kurzer 5000er Vorschub, und weg ist der Fräser.

      Es gibt übrigens extra Fräser für Kunststoff, mit polierter Spannut usw. Ich habe keine solchen Fräser, hatte aber heute Abend Modellbaustammtisch und das Thema mal angesprochen. Ein Freund dort fräst 5mm Acryl in einem durch mit 1mm und das klappt gut. Ohne Kühlung oder Absaugung.

      Kühlung hilft eh nicht, da das PS die Wärme eh nicht leitet (nicht wie Metall).
      Die Kühlung wäre eher wie eine Spülung, und "Späne wegbekommen" ist genau der Punkt. Weg damit, bevor sie so warm werden, dass sie sich drumwicklen.

      Die Kohlefaserplatten von
      <- dem da
      in 1,5 und 2mm waren dagegen kein Problem, nicht mal viel Schweinerei. Selbst mit einem 0,8mm-Fräser nicht.
      Alles unter 1mm muss aber absolut zentrisch gespannt sein!
      Also lieber nochmal die Spannklauen am Futter reinigen (keine Späne dazwischen!)
      Thomas ...viel zu viel im Regal, und noch mehr Baustellen.

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    • Hallo zusammen

      Besten Dank für euere Ratschläge. Ich sehe die Probleme sind vielfältig.
      Da gibt's nur probieren , probieren und nochmals probieren.

      PS Was heisst Vorschub 600 bis 800, Millimeter können das wohl nicht sein ???

      Grüsse von der Arbeit René
      Viele Leute sind Schlau. Die einen vorher die andern nachher.

      Fahrbereit Versorger TS 41 Rough
      Im Bau Maersk Dee
    • Original von rene58
      Hallo zusammen

      Besten Dank für euere Ratschläge. Ich sehe die Probleme sind vielfältig.
      Da gibt's nur probieren , probieren und nochmals probieren.

      PS Was heisst Vorschub 600 bis 800, Millimeter können das wohl nicht sein ???

      Grüsse von der Arbeit René


      Jop, du musst das für deine Fräse ausprobieren oder von Daten von Leuten mit der gleichen Fräse versuchen zu profitieren.

      Vorschübe werden in mm/min angegeben, kommt aus der CNC-Programmierung wo F4000 eben Vorschub 4000 mm/min bedeutet.
      Grüße

      Tobias
    • Ich habe die SC 300, ist ja bis auf die Grüße baugleich und fräse fast nur PS.

      Ich habe die Erfahrung gemacht: bei hohen Drehzahlen (ich habe Proxxon IBS/E) und tiefen Einschnitt schmilzt das Material und ich habe hinterher einen dicken Klumpen PS am Fräser.

      Die Fräser lege ich immer in Verdünnung, dann geht der Klumpen restlos wieder ab.

      Ich fräse mit 0,2 mm Eintauchtiefe 5000 Umdrehungen und 5 mm/sek Vorschub.

      Dann mußt Du bei 1 MM PS zwar 5 mal fräsen, aber sp gehts reibungslos.
      Grüsse Dietmar

      Modell z. Zt. in Planung: Stromaufsichtsboot Fulda
      ________________________
      zur Zeit in Bau: Damen Stan Tug 1606 von Harztec
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      zuletzt fertiggestellt: Hafenaufsicht ARGUS Lotsenboot Schnatermann (Sievers)
      Schubschiff American Beauty Dumas
      AHTS Versorger Pacific Buccaneer 1 : 50 (Kagelmacher)
      Smit Nederland (Billing Boats) Schottelschlepper Karl (Hegi)
      Kleinschubschiff 2230, Schlepper Damen Tug 1907
      Opduwer Klorus, Festmacher L&R6
      Polizeiboot WSP 3 von Sievers
      Hafenschleppeer TORBEN Aeronaut
      Schlepper Bogdan, Sea Helper ModelMast
      KÜMO Geundiek
      __________________________________
    • Die "Downcut" ( linksgewendelten ) Fräser sind ausschliesslich für dünnstes Material ( 0.3 - 0.5 mm ) ! Dieses kann sich am Fräser hochziehen, deshalb die Linkswendel, die das Material runter drückt.
      Hier wird aber fast immer in einem Durchgang das Teil herausgeschnitten.

      Man kennt den Effekt auch beim Bohren in dünnes Blech, das ja auch gern am Bohrer hochgezogen wird. ( weshalb es dafür ja auch besondere Bohrer gibt... ) :nick:
      Michael

      Schiffsregister:
      Einsatzbereit: Z13, Z20, S13, S100, Tön12, Wiesel
      Im Bau: M43, Kreuzer Karlsruhe, Z5, Z24, Z32, U202, U5070 noch ein Wiesel, ein Dachs , und unendlich viele Plastikbausätze ... :s:
    • DAS ist ein Fall für Downcut Fräser !

      Die "falsche" Wendel drückt das 0.3 mm ABS beim Fräsen nach unten, so dass KEIN Niederhalter gebraucht wird. Die Spänemenge ist gering, da staut sich nichts.
      Dateien
      • IMG_3887.JPG

        (103,78 kB, 32 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      Michael

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    • @ Manfred:
      Es gibt Fräser mit Rechtsdrall und Linksdrall. Da sich der Fräser im Uhrzeigersinn dreht, drückt ein Linksdrall- ( Google mal nach DOWNCUT-Fräsern ... ) Fräser die Späne und das zu fräsende Material nach UNTEN. Da änderst Du auch mit anderem Vorschub nichts dran.
      Der entscheidende Vorteil ist, dass man damit OHNE NIEDERHALTER dünnes Material fräsen kann.
      Eine 2 mm tiefe Nut von 0.8 Breite fräst man damit aber sicher nicht....
      Michael

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