Traxxas Spartan

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Traxxas Spartan

      Liebe Modellbootfreunde.
      Da ich die Traxxas Spartan besitze, und diese sich nach den Umbauten unproblematisch gegenüber Überhitzung verhält möchte ich euch meine Traxxas kurz etwas näher bringen. Klar, sie ist kein Scaleschiff, macht aber unter 6S verdammt viel Spaß. Dass sie von einigen als überteuerter Joghurtbecher abgestempelt wird kann ich nicht nachvollziehen. Ok, sie besteht aus einem Plastikrumpf, aber die Luke ist derart groß, dass man an sämtliche Bauteile rankommt, ohne sich einen Finger ausreißen zu müssen. Auch ist der Rumpf für 6S ausreichend stabil und zeigt bislang keine Abnützung oder Risse obwohl die Traxxas bereits zweimal nach einem Ausheber hart ins Wasser einschlug.
      Als Vergleich hatte ich auch die Jetstream 888VE von Kyosho, ein für mich unbegreiflich teurer Haufen GFK mit Minizugang zu den einzelnen Komponenten. Ebenfalls war es bei der Jetstream für mich unmöglich, ein passendes Setup zu finden, um sie rasch ins gleiten zu bekommen. Fakt war, dass die Fahrt nach nichtmal 5 Minuten bereits zu Ende war, mit heißem Motor und Regler – Akku leer.
      Aber zurück zur Spartan. Auch sie hat natürlich Bauteile, die ein wahrer FauxPas sind. Beispielsweise war die Motorkühljacke aus Gummi nie absolut dicht und das Wasser war nach dem es den Regler passierte bereits zu warm um den Motor noch zu kühlen. Ihr hört richtig, die Spartan hat werksseitig einen Kühlwasserkreislauf. Mit diesem Setup in Kombination mit 6S ist eine Überhitzung vorprogrammiert. Aber mit etwas Geschick und ein paar Tuningteilen ist auch die Traxxas ein Ernstzunehmender Konkurrent – zumal sie mit knapp 500 EUR nicht zu teuer ist.
      So, nun aber zu meinen Umbauten:
      Wie bereits beschrieben ist die Wasserkühlung für 6S etwas unterdimensioniert. Von daher habe ich mich auf eine Trennung der Kühlkreisläufe von Motor und Regler entschieden. Im Internet liest man viel von Modellbaukollegen, die einfach ein Y-Stück verwenden um getrennte Kreisläufe zu erhalten. Die Wasseraufnahme wird deshalb aber nicht wirklich gesteigert. Deshalb habe ich bereits 2 getrennte selbstgemachte Wassereinlässe mit komplett getrennten Kreisläufen - sprich: auch 2 Auslässe.
      Die Gummikühljacke habe ich gegen ein Alupendant ausgetauscht um absolute Dichtigkeit zu erhalten.
      Mit diesen Änderungen sind die elektrischen Komponenten nach einer 6S Fahrt gerade mal etwas wärmer als die Hand - ordentliche Akkus vorausgesetzt…
      Da die Spartan auch über einen Rückwärtsgang verfügt, schaufelt sie gerne Wasser ins Bootsinnere. Hierfür gibt es bei bullet-rc eine Heckstrebe, die das verhindern soll. Außerdem habe ich normale Dichtgummis entlang der Luke verklebt und den Eintritt von Wasser über die Luke zu verhindern. Am Eintritt der Flexwelle in den Rumpf habe ich einen Vergasergummibalg montiert, der mit Fett gefüllt jegliches Wasser abhält.
      Verstellbare Trimmklappen erleichtern ein passendes Setup fürs Boot zu finden.

      Leider ist die Umdrehungszahl der Schraube so hoch, dass es zu einem merklichen Chine-Walk bei hoher Geschwindigkeit kommt - den auszugleichen habe ich bislang noch nicht geschafft. Aber damit lässt es sich auch leben. Was nimmt man für Geschwindigkeit nicht alles in Kauf…
      Anbei noch ein paar Fotos, die den Umbau der Spartan zeigen.
      (Bilder reiche ich noch nach.)