Reisebericht Malta - Hamburg an Bord der CMA CGM TOSCA

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    • Reisebericht Malta - Hamburg an Bord der CMA CGM TOSCA

      Moin in die Gemeinschaft!

      Auf der CMA CGM TOSCA bin ich im Frühjahr 2016 als Passagier mitgefahren, fast genau ein Jahr später gehe ich - wenn denn Alles klappt - wieder an Bord. Die Tosca ist so mittlerweile zu "meinem Schiff" geworden was mich auch dazu bewogen hat Sie nachzubauen. Den Baubericht findet Ihr hier Baubericht CMA CGM TOSCA in 1:150. Dort kam auch die Frage auf, ob ich nicht noch Etwas mehr von meiner Reise erzählen kann. Kann ich!
      In der Hoffnung dass es vielleicht noch ein paar mehr Leute interessiert, und dass es hier im richtigen Forum steht, veröffentliche ich hier nochmal meinen Reisebericht, den ich ursprünglich mal für unsere Vereinszeitung geschrieben hab. Den Part über Malta am Anfang habe ich mal rausgeschnitten, ist schließlich schon lang genug. Falls Jemand sich für so eine Reise interessieren sollte/bzw. Fragen zum Thema hat, kann er mich gerne ansprechen!

      Aus: Kreuzfahrt einmal anders: Mit dem Containerschiff von Malta nach Hamburg (Mai 2016)


      [...] Nach fünf abwechslungsreichen Tagen war es dann Zeit, von viertakt auf Zweitakter, und von 75 PS auf 84.000 Pferdestärken umzusteigen. Das Auto gaben wir am Airport ab, dort hatten wir auch die Abholung mit dem Hafenagenten arrangiert, der uns zum Containerhafen in Marslaxlok am anderen Ende der Insel bringen sollte. Wir fanden den mit einem Schild mit unseren Namen, sowie dem Namen des Schiffes ausgestatteten Agenten, und keine fünfzehn Minuten später fuhren wir direkt auf das riesige Containerlager zu.

      An der Schranke hieß es wie erwartet Aussteigen, unsere Pässe wurden kontrolliert, und mit der Crewliste des Schiffs abgeglichen. Auf diesen Moment hatte ich mich innerlich lange vorbereitet, versucht mir vorzustellen, wie es wohl sein würde, am Kai zu stehen, in den riesigen Schluchten zwischen den Containertürmen zum Schiff zu fahren um an Bord zu gehen.
      Nachdem man unsere Namen auf der Liste gefunden hatte war es so weit, und plötzlich ging Alles ganz schnell. Wir stiegen wieder ins Auto, fuhren an den Kais entlang, bis wir direkt vor der CMA CGM TOSCA hielten. Um uns rum die vielen Containerlader und Lastwagen, über uns die riesigen Containerbrücken und vor uns dieses gewaltige Gerät, 334m lang, 42m breit und beladen bis zu 100.000 Tonnen schwer. Doch es war wenig Zeit zum Philosophieren, noch nicht. Der Agent wollte seine € 23,00 haben, stieg in sein Auto und bretterte davon. Vor uns die kleine klapprige Gangway, um uns rum fiepten die Sirenen und polterten die Container.

      Wir schnappten also unsere sieben Sachen und stiegen die Gangway empor. Oben angekommen trugen wir uns ins Schiffsbuch ein, wurden im Generalbüro fotografiert, die Pässe wurden eingezogen, und wir bekamen einen Crew Ausweis. Anschließend drückten Sie uns noch einen Flyer mit den wichtigsten Informationen in die Hand, und der Steward führte uns auf unsere Kabine.

      Die Kabine war die erste große Überraschung. Über 30 Quadratmeter groß, auf dem F-Deck gelegen, nur noch ein Deck zwischen uns und Brücke, mit unverstelltem Blick über das Vorschiff und zur Steuerbordseite. Obwohl das Schiff 2005 gebaut war, und somit schon ein paar Jahre unterwegs war, waren wir beide von der Sauberkeit überrascht. Besonders das geräumige Bad und die Nasszelle waren wie neu, von den Fugen in der Dusche hätte ich auch mein Frühstück zu mir genommen. Erwartet hatten wir bestenfalls eine Jugendherberge auf See, doch die Kabine war wirklich wohnlich eingerichtet, alte Reedereiplakate sorgten für den Seemannsflair. Also richteten wir uns in aller Ruhe ein. Um 19:00 Uhr gab es Essen, danach, also gegen 20:00 Uhr sollten wir auslaufen. Beim Essen lernten wir die anderen zwei Deutschen Passagiere kennen, ein älterer Mann - ehemals Lehrer - und ein selbstständiger Steuerberater aus Berlin, der trotz Familie zwei solcher Reisen jedes Jahr alleine macht. ,,Er brauche das", sagte er nur. Soso...

      Dann die nächste Überraschung, das Essen: Dass der Koch immer der wichtigste Mann auf einem Schiff ist, hatten wir bereits gehört. Gerechnet hatten wir mit bodenständiger, rustikaler Verpflegung. Was uns dann die nächsten 10 Tage vom Steward serviert werden sollte, hat erneut all unsere Erwartungen gesprengt: Morgens ein gutes Continental Breakfast, mit Toast, Brötchen, Obst und diversem Aufschnitt. Mittags und abends drei oder vier Gänge, zzgl. Käse und Obst. Und immer steht eine Karaffe mit zum Essen passendem Wein bereit; den konnte man auch tatsächlich gut trinken. Los ging es am ersten Abend mit Muscheln unter einer Salbeikruste zur Vorspeise, zum Hauptgang gab es einen Lammlachs, und eine Pfirsich-Nuss Tarte zum Dessert... in diesem Stil ging es dann auch die nächsten Tage weiter.
      Wir aßen in der Offiziersmesse, anfangs an einem separaten Tisch zu viert, gegenüber von uns die Offiziere, etwa 12 an der Zahl. Der Rest der Mannschafft, insgesamt bestand die Crew aus 29 Seeleuten, hatte ihre eigene Messe, und ihren eigenen Aufenthaltsraum. Hier die dritte Überraschung: Anders als sonst heutzutage fast überall in der Seefahrt üblich, waren bei uns keine Philippinos an Bord, sondern ausschließlich Franzosen und Rumänen. Alle, wirklich Alle waren während unserer gesamten Reise immer außerordentlich freundlich und zuvorkommend zu uns.
      Direkt nach dem Abendessen folgten wir einigen Offizieren auf die Brücke, der Lotse war schon an Bord, stellten uns an den Rand, und folgten leise, ohne zu Stören, dem beschäftigten Treiben da oben. An der Bordwand hatten bereits die Schlepper festgemacht, und zogen uns dann ganz behutsam von der Kaimauer weg. Wie in Zeitlupe entfernt sich das Schiff anfangs vom Kai, macht eine 180° Drehung auf der Platte und beschleunigt dann langsam Richtung Hafenausfahrt. Die Sonne war mittlerweile untergegangen, das Schiff hatte auf über 14 Knoten hochbeschleunigt und der Kamin war schon mächtig am Bollern.
      Auf der Brücke war es mittlerweile dunkel, die Tür ins Treppenhaus ist extra mit einem Kontaktschalter ausgestattet, der das Licht ausschaltet wenn die Tür aufgeht, damit die Offiziere deren Augen sich an die Dunkelheit gewöhnt haben auf der Brücke nicht geblendet werden und etwas erkennen können. Bevor wir ins Bett gingen stellte sich der Kapitän noch kurz vor, und erklärte dass wir auf der Brücke immer willkommen seien, und gerne auf See auch viel Fragen dürfen. Die Brücke haben wir in den folgenden Tagen immer mehrfach am Tag besucht, das erste Mal meistens schon vor dem Frühstück, um zu sehen, wo wir uns befinden, wie das Wetter werden würde, und ob es interessanten Schiffsverkehr gab.

      Nach zwei Tagen luden uns die Offiziere abends in ihren Aufenthaltsraum ein, der Kapitän schmiss eine kleine Party, es gab erst einen kleinen Champagner-Empfang (Ja, wirklich!), kleine Häppchen, und man kam mit den Offizieren und Ingenieuren ins Gespräch. Von da an saßen wir mit den Offizieren mit am Tisch. Außerdem nutzten wir diese Gelegenheit um beim Chief Engineer unsere Führung durch den Maschinenraum klarzumachen. Der Chief Engineer war selbst erst 35 Jahre alt, und gerade auf diesen Posten befördert worden. Er führte uns fast 3 Stunden durch das "kleine Großkraftwerk": Der Hauptantrieb (etwa 84.000 PS) ist ein 12-Zylinder Zweitakt Dieselmotor mit vier Turboladern von MAN B&W (Burmeister & Wain), der aber bei der Bauwerft Hyundai Heavy Industries (HHI) in Ulsan, Südkorea mittlerweile vor Ort in Lizenz gefertigt wird. Für die Stromerzeugung stehen insgesamt fünf Generatoren zur Verfügung. Da ein Großteil der Elektrischen Energie für die Kühlcontainer (Reefer) verwendet wird, liefen während unserer Reise nie mehr als zwei Generatoren, da wir nur wenige, beladene Reefer an Bord hatten. Die Schiffswelle verläuft achtern frei im Schiff und ist gefühlt etwa 80cm dick, weil der Propeller einen Durchmesser von über 6 Metern hat... Nach dem Ausbau des vierten Turboladers lag die Höchstgeschwindigkeit bei voller Leistung bei rd. 85 rpM, was eine Geschwindigkeit von etwa 25 Kn bringt. Minimalgeschwindigkeit "Dead slow ahead" sind 23 rpM (etwa 6 Kn). Mindestens so eindrucksvoll wie die Dimensionen des Motors selbst waren die schiere Größe des Maschinenraums und des davor liegenden Engine Control Room.


      Vor der Reise hatten wir uns noch extra reihenweise Folgen unserer Lieblingsserien auf iPad und Notebook überspielt, am Ende haben wir keine einzige davon angesehen. Einen Teil unserer Zeit haben wir an Aktivitäten der Crew teilgenommen, also Notfallübungen und Sicherheitsmanöver. Teilweise war das Pflicht, teilweise hat es uns einfach nur interessiert.

      Auch auf dem Hauptdeck (Upper Deck) konnten wir uns bei ruhiger See, frei aufhalten, mussten nur einen Schutzhelm und Arbeitsschuhe tragen. Mein Lieblingsplatz war eine Bank ganz vorne am Bug, die man direkt in den schmalen gang in der Schanz eingebaut hatte. Anders als im Heckbereich war hier kein Motor, keine Maschine zu hören oder zu spüren. Komplett lautlos, und völlig mühelos gleitet das Schiff hier durch das Wasser. Wenn wenig Wind war, konnte man sich hier problemlos für zwei Stunden hinsetzen und in seinem Buch lesen. Jede Ebene im Brückenhaus - auch unser F-Deck - hatte seinen Außenbereich. Die Decks sind miteinander verbunden, sodass man also auch außen über die Niedergänge vom Hauptdeck bis ganz nach oben auf die Brücke gelangen kann. Weil das Brückenhaus mehrere Winkel hat, ist eigentlich immer eine Seite windgeschützt, sodass man viele Stunden draußen verbringen kann. Zum Musik hören, meditieren, lesen oder sich unterhalten. Es ist im Prinzip völlig egal, hier stört man keinen.
      Aktuelles Bauprojekt: CMA CGM TOSCA in 1:150

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    • Natürlich durfte bei dem guten Essen auch die Bewegung nicht fehlen. Das Schiff verfügt über ein recht ansehnliches Fitnessstudio, mit Tischtennisplatte, Laufbändern, Fahrrädern und einigen kombinierten Kraftgeräten. Der Besatzung schien es offenbar zu gefallen, dass endlich mal ein paar jüngere Passagiere an Bord waren, denn wir wurden laufend zu Tischtennisduellen herausgefordert und haben so jeden Tag mindestens 1 1/2, oft auch mehr Stunden intensiv Sport gemacht und um Siege gekämpft. Nur den Koch haben wir aus Angst, unser Essen könnte plötzlich nicht mehr schmecken, immer knapp gewinnen lassen... Ein Schwimmbad gibt es übrigens auch an Bord. Da dieses allerdings mit Seewasser befüllt wird, welches für unser Befinden noch nicht ganz Badetemperatur hatte, haben wir in ritterlicher Bescheidenheit auf eine Benutzung verzichtet.

      Auch wenn wir mit Tanger Med, Southampton und Rotterdam gleich drei Zwischenstopps auf unserer Route hatten, war die Route seitens der Agentur von Anfang an als Reise deklariert worden, bei der das See-Erlebnis im Vordergrund steht. Aber auch das ist ein Stück moderne Seeschifffahrt. In Tanger Med kamen wir mitten in der Nacht an; Obwohl ich anders als mein Kollege noch wach geblieben war, weil ich das Anbord gehen des Lotsens sowie das Anlegemanöver verfolgen wollte, schliefen wir bereits, als mit dem Laden begonnen wurde. Da in Tanger Med, ähnlich wie auf Malta fast ausschließlich umgeladen wird, blieben wir insgesamt nur etwa 12 Stunden dort, und legten gegen Mittag bereits wieder ab. Desweiteren ist Tanger Med nur ein Hafen, die Stadt Tanger noch einmal fast 45 Km entfernt.
      In Southampton war das anders, hier ist man in der EU und kann vergleichsweise problemlos an Land. Direkt nach dem Festmachen haben wir uns vom Agenten abholen lassen, sind mit dem Taxi zum Bahnhof, und mit dem Zug nach London gefahren. Da ich fast acht Jahre dort gelebt habe, sind dort immer noch viele gute Freunde von mir mit denen wir uns dort in einem Pub zum Abendessen getroffen haben. Diese hatte ich schon Tage zu vor über unsere Ankunft in Kenntnis gesetzt, auch die Zugverbindungen hatten wir uns bereits vorher herausgesucht, um keine Zeit zu verlieren. Nach einem schönen London-Ausflug kamen wir trotz des Angebots, über Nacht dort zu bleiben, gegen 02:00 Uhr wieder ans Schiff, weil wir eigentlich gegen Mittag auslaufen sollten. Da aber wegen eines Defekts nur drei statt wie sonst üblich vier Containerbrücken zur Verfügung standen, konnte der Ladevorgang nicht rechtzeitig zum Hochwasser beendet werden, und unser Aufenthalt verlängerte sich um 12:00 Stunden bis zum Abend. Die Zeit nutzten wir für einen weiteren Landgang in Southampton.
      In Rotterdam dann ähnliches Spiel wie in Tanger Med; zwar wäre es regulatorisch hier kein großes Problem gewesen hier an Land zu gehen, nur gelohnt hätte es sich wohl kaum: Weil der Hafen in den letzten Jahren immer "weiter ins Meer hineingewachsen ist" und wir am neuesten, vollautomatischen Terminal ganz weit draußen lagen, blieben wir lieber an Bord.
      Aus Rotterdam auslaufend, neigte sich unsere Reise langsam aber sicher dem Ende entgegen. Wie schon in der Meerenge von Gibraltar, der Hafeneinfahrt nach Southampton und Rotterdam, verbrachte ich auch einen Großteil unserer Fahrt auf der Elbe zwischen Cuxhaven und dem Anlegemanöver am Burchardkai beim Kapitän auf der Brücke. Unser letztes Frühstück nahmen wir bereits fest vertäut im Hafen ein. Dann packten wir alle unsere Sachen zusammen und gingen - etwas wehmütig - von Bord. Ja, gingen, den unsere Sachen wurden diesmal von einem der Proviantkräne von Bord gehoben und am Kai abgestellt.
      Damit war das große Abenteuer beendet. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich mich das letzte Mal auf eine Urlaubsreise so sehr gefreut habe, wie auf diese. Und trotzdem sind wir nicht enttäuscht, sondern sehr positiv überrascht worden. Entspannt, um viele Erfahrungen und Eindrücke reicher, können wir uns jetzt wieder dem Alltag widmen. Und dem Schiffsmodellbau! Denn zum Abschluss hat auch der Chief Engineer noch ein paar Daten und Informationen für einen guten Nachbau des Schiffes übergeben.

      Was bleibt? Das kameradschaftliche Miteinander und der Team Spirit, der diese Mannschaft zusammenhält. Wir sind froh, dass wir für 10 Tage ein Teil davon sein durften. Auf See muss man sich nicht nur auf den Anderen verlassen können, man muss auch lernen miteinander auszukommen. Das haben uns die Offiziere erklärt. Denn wirklich aus dem Weg gehen kann man sich an Bord nicht. Der Kapitän - in unserem Fall im Übrigen auch erst 39 Jahre alt - ist nicht einfach nur Chef der Truppe, sondern vor Allem Motivator. Mal autoritär und hochkonzentriert, dann wieder lustig und viel mehr Entertainer.Verständigungsprobleme hatten wir während der ganzen Reise nie, kein einziges Mal. Viele Crew-Mitglieder haben uns im Laufe der Reise viel über ihr Leben, ihre Familie und ihren Karriereweg auf See erzählt.
      Anders als wir ist die Crew nicht zum Spaß an Bord, was aber nicht heißt, dass sie nicht auch einmal welchen haben darf. Wir haben gelernt, dass die Seefahrt nicht mehr das ist, was sie einmal war, was nicht zwangsweise heißt, dass sie so wie sie ist, schlecht ist. Wer in Tanger, Southampton und Rotterdam war, hat eben nicht Marokko, England und Holland gesehen, ist nicht zwangsweise "auch rumgekommen". Für die sehr speziellen Arbeitszeiten - bei Offizieren 2 Monate auf See - muss man wohl gemacht sein, nicht jeder Mensch kann das. Wahrscheinlich gibt es aber auch Menschen, die genau das brauchen.
      Als Passagier kann ich mir jedenfalls sehr gut vorstellen, eine solche Reise noch einmal zu machen. Es war ein unvergessliches Erlebnis.
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    • Danke für diese sehr lesenswerte Geschichte Fabian :)

      Das ist genau der Stoff, den ich mir immer wieder gerne reinziehe. Spannend die Abläufe, informativ ohne langweilig zu sein. Könnte mich reizen, sowas als Rentner-Alternativurlaub zu machen.
      MfG, Ernst
      (Moderator)

      Das Vorteilhafte an Standmodellen ist, dass sie selten absaufen...

      IG-Yachtmodellbau seit 1996

      Under Construction: Riva Iseo 1/10 - Range Rover Projects 1/10 - diverse Sunseeker-Yachten

      MFC Ikarus Kempten - Modellfliegen auf 895,2m Starthöhe :)
    • Vielen Dank, freut mich dass es gefällt ;)

      Vielleicht noch ein paar praktische Fakten dazu für die, die es interessiert:

      Kosten sind so grob zwischen EUR 95 und EUR 105 am Tag, aber all-inclusive. Buchen kann man das im Prinzip auch direkt, da die Reedereien aber nicht auf den Kontakt zum Endkunden spezialisiert sind empfiehlt sich hier schon eine der zwei, drei Agenturen zu benutzen die man auch schnell über die Internetsuche findet. Von den großen Reedereien bieten das nicht alle an - obwohl die Schiffe baulich natürlich prinzipiell dieselben sind und die Kabinen vorhanden sind. CMA CGM, MSC, Hamburg Süd machen es beispielsweise, Maersk und Hapag verkaufen es offiziell nicht, sondern bieten es nur konzernintern an. Wir wollten auf einem großen Schiff mitfahren, was mehr Besatzung, größere Kabinen und mehr Ausstattung hat. Man kann aber beispielsweise auch Feeder fahren, bspw. in 5 Tagen Hamburg - NOK - Scandi - NOK - Hamburg und ähnliche Variationen. Macht die An -und Abreiselogistik einfacher, ist von der Fahrtstrecke sicherlich auch reizvoll. Da sind die Kabinen dann etwas kleiner, das Essen "rustikaler" und der Kapitän übernimmt auch selber auf der Brücke. Man ist also vielleicht noch etwas näher dran. Ansonsten, 2 Wochen Südamerika finde ich unheimlich spannend, weil man alle 2 Tage einen Hafen, und oft längere Aufenthalte hat, das Schiff dient dann mehr als eine Art begleitendes Basislager. Haken an dieser Form des Reisens ist dass man ein paar Tage Flexibilität vorne und hinten mitbringen muss, und man sich bis kurz vor Reiseantritt nicht ganz sicher sein kann, ob es auch tatsächlich stattfindet. Die Reiseverträge werden nicht auf eine bestimmte Route, sondern ein bestimmtes Schiff abgeschlossen - Heißt, wenn auf dem einen Schiff ein Teil des Routing gestrichen oder nicht verlängert wird, dieses aber auf einem anderen Dienst hinzugefügt wird, und man diesen dann als Alternativreise angeboten bekommt, muss man den sehr umfassenden Papierkram wieder von vorne ausfüllen. Da ich aber erst durch diesen Umstand auf der Tosca gelandet bin, kann ich mich wohl nicht beschweren... :clap:

      LG und ein Schönes Wochenende!
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    • Habe deinen Bericht bis eben gelesen und auch jetzt erst entdeckt.

      Schön das es Dir gefällt!

      Aber leider ist es außerhalb von Reederein/Schiffen, auf denen solche Reisen angeboten werden anders, aber das ist ein anderes Thema.

      Wenn Du mal etwas außerhalb von Europa fahren möchtest, nehm Südamerika. Ich hatte das Glück, auf meiner letzten Ausbildungsfahrt zum (angehenden) Nautiker 6 Monate in Südamerika im Feeder Dienst fahren zu dürfen. Ein Kontrast zu Europa, aber ein guter. Alternative ist Asien, welches auch super spannend ist.

      Wenn Du Fotos oder Hilfe für Detail-Fotos benötigst, kannst Du mich gerne anchriben, ich helfe Dir da gerne, da ich Dein Projekt sehr spannend finde!
      Grüße von der schönen Ostsee
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      VO 65 "Arktica"
      Force2 Cat
      Dampfpinasse "Freja"
      ...und ein paar in der Werft.
    • Hallo Ralph,

      Vielen Dank!

      Da ich endlich meinen USB Stick mit den vielen hunderten von Fotos wiedergefunden habe die ich ja bald noch brauche (Ich wurde schon etwas nervös...) poste ich hier nochmal ein paar ausgewählte Bilder von der Reise / vom Schiff.
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    • Hallo Fabian,
      Sehr schöner Reisebericht,über welche Agentur hast du das gebucht?
      Ich habe für November eine Reise von Hamburg-NOK-östliche Ostsee auf der Vera Rainbow geplant und bin schon heute ganz hibbelich darauf.
      Cousteau

      Der mit der lustigen roten Mütze :pf:

      Im Heimathafen: Calypso
      Ausrüstungskai: Kutter Elke
      Vom Stappel gelaufen: Fischereihilfsschiff Robert Koch
      Im Karton: HMS Hood