Funktionstüchtige Schleppwinde: Ableiten der Kräfte

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    • Funktionstüchtige Schleppwinde: Ableiten der Kräfte

      Werte Forengemeinde und Leidensgenossen,
      ich baue gerade an meinem ersten Schlepper, einer SEA BUFFALO. Das ist ein Delta Tug ähnlich der SMIT BRONCO.
      Da ich die Schleppwinde funktionstüchtig machen bzw. auch Pontons oder andere Modelle in Schlepp nehmen möchte, bin ich gerade dabei, mir den Kopf darüber zu zerbrechen, wie ich die Schleppwinde am besten so auf dem Deck befestige, ohne dass sie gleich beim ersten mal abgerissen wird.
      Ich dachte dabei z.B, an eine massive Aluschiene unter der Winde, auf der sie verschraubt wird. Diese massive Schiene läuft unter Deck von Back- nach Steuerbord und ist an den Rumpfwänden innen festgeharzt.

      Wie leitet Ihr eigentlich die Kräfte, die beim Schleppen auf der Winde bzw. dem Deck lasten, ab? Ist es ausreichend, die Schiene nur an den Rumpfwänden mit 5-Minuten Epoxy zu befestigen, oder sollte ich noch zusätzliche senkrechte Streben einbauen? :kratz:

      Vielen Dank schon mal im Voraus.

      Grüße


      Matthias
      Geduld, Beharrlichkeit und eine gewisse Frusttoleranz zeichnen einen guten Schiffsmodellbauer aus.

      SMC Weiden
    • Guten Morgen Matthias,

      eine gute Frage.
      Es kommt immer darauf an, wie stabil die Befestigung der Winde ist und die das Material bzw. der Bau ist, wo die Kräfte eingeleitet werden sollen.
      Rumpf, Deck und Verbindung.
      Also Materialstärke, welches Material?
      Ferner die Frage, wie gross (Gewicht) ist der Kahn?

      LG Martin
      Lieber 60 Jahre gelebt als 80 nur da gewesen sein 8)
    • Moin Matthias,
      die Zugkraft der Schleppleine ist doch hauptsächlich nach achtern gerichtet (mit gelegentlichen seitlichen Komponenten).
      Also sollten zusätzliche Versteifungen unter Deck eher in Schiffslängsrichtung angebracht werden (Länge etwa das zwei- oder dreifache des sichtbaren Windenfundamentes an Deck).
      Letztendlich wird aber die tatsächliche Seilkraft im Wesentlichen von Deiner Fahrweise (und der Elastizität der Trosse) abhängen und wenn Du Dir selbst nicht traust, dann wäre eher über eine Rutschkupplung an der Windentrommel nachzudenken, die dann bei ruckartiger Überlastung eher "ein paar Zentimeter Leine gibt" anstatt Dir die Winde aus dem Fundament zu reissen.
      So weit 5 Cent von mir dazu

      Gruß Gerrit
      Oft ist es in der Werkstatt einfach produktiver als hier am "Daddelkasten" :pf: :wink:
    • hallo Matthias,
      wie auch von anderen schon geschrieben, kommt es natürlich auf die Materialstärke des Decks an, wo die Winde aufgeschraubt ist. Ich habe bei meinem Schwimmkran und bei den beiden Pontons alle Befestigungen so ausgelegt, dass sie "viel Kraft" aufnehmen und ableiten können. Mein Deck ist allerdings auch aus 8 mm Sperrholz, darunter noch 2 mm Aluplatten, z.B. bei den Füssen vom Turm und den Kranschienen an Deck. So bin ich auf der sicheren Seite, da enorme Kräfte auf die Turmfüße einwirken, die ihn nach oben aus dem Deck ziehen wollen. Wenn es nur Kräfte sind, die parallel zur Wasseroberfläche ziehen, würde ich unter Deck auch auf jeden Fall eine Aluplatte oder verstärkte Holzplatte (Fläche doppelt so groß wie die Winde) kleben und dann mit mind. 4 mm Schrauben in allen Ecken die Winde befestigen. Die Poller bestehen bei mir aus 5 bzw.6 mm Schrauben, die tief in die Seitenwände eingeharzt sind. Dort sind die Wände ebenfalls verstäkt. Hier ein paar Bilder
      [img]http://www.rc-modellbau-schiffe.de/wbb2/index.php?attachment/70427-ah2-010065-003-jpg/[/img]

      [img]http://www.rc-modellbau-schiffe.de/wbb2/index.php?attachment/71174-ah2-010068-129-jpg/[/img]

      [img]http://www.rc-modellbau-schiffe.de/wbb2/index.php?attachment/72166-ah2-010070-049-jpg/[/img]


      so hatte ich noch nie Probleme bei den bisherigen Testfahrten. Wie schwer wird dein Schlepper? Wie dick ist das Deck ?

      Wolfgang
    • Hallo

      wenn man das Seil über/unter einer Attrappenwinde führt und die eigentliche Winde unter Deck steht, dann hätte man das Problem nicht.
      Je nach Schleppertyp, Antrieb hinten, ist es wichtig, dass ein Beistopper installiert wird, damit der Schlepper nicht umkippt beim Schleppen.

      Viele Grüße
      Gabi
      In Betrieb:
      - Saugbagger "Josef Möbius"
      - Rotor Tug RT80-28 "Geeste"
      - ASD-Schlepper "Fairplay X"
      - Seenotrettungskreuzer "Vormann Leiss"
      - Seenotrettungsboot "Siegfried Boysen"
      - Voith-Schneider-Schlepper "Weser"
      - Schlepper "Zimbrul"
    • Das Deck ist eine 2mm Polystyrolplatte. Das Modell wird zwichen 3 und 4kg schwer werden. Die Idee mit der Winde unter Deck ist an sich genial. Dummerweise liegen da die Motoren und dazwischen der Akku. Somit scheidet diese Variante aus. Ich werde mal den Rat von Gerrit befolgen und unter der Winde das Deck massiv verstärken. Die Winde hätte ich so oder so auf dem Deck verschraubt, um sie für Wartungszwecke leicht demontieren zu können.

      Vielen Dank für die Hilfe.


      Matthias
      Geduld, Beharrlichkeit und eine gewisse Frusttoleranz zeichnen einen guten Schiffsmodellbauer aus.

      SMC Weiden
    • Hallo Matthias,

      Du solltest Doch in Deinem Verein mitbekommen haben, wie man die Schlepper vermisst. Jong hat doch die Zugkraftmess Einrichtung. Typische Zugkräfte liegen im Bereich bis 2 kg. Oder baust Du einen FAIRPLAY V Killer.
      Wichtig ist eigentlich der Recker, der den Ruck dämpft, denn der reisst die Winde ab. Ich habe mir mit so einem Ruck den Aufbau zerlegt.
      Wenn Du also ne Rutschkupplung vorsiehst, sollte das reichen.
      Meine Winde wird unter Deck festgeschraubt. Sie ist auf ner 5mm Hart PVC Platte befestigt
      DSC05599a.jpg

      Grüße Martin,
      SMG Klabautermann
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