aero-naut Ramborator 2-motorige Antriebsauslegung

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    • aero-naut Ramborator 2-motorige Antriebsauslegung

      Hallo zusammen,

      als RC-Flieger ist mein Wissen im Schiffsbereich ziemlich begrenzt. Ich hätte da ein paar Fragen zur Antriebsauslegung für einen aero-naut Ramborator, den ich mir als Rettungsboot für "unorthodox gelandete" Wasserflieger bauen möchte. Aus meiner Erfahrung mit nem selbstgebauten Sumpfboot, das aber zur Bergung nie richtig getaugt hat, ergeben sich für mich folgende Wünsche:
      • optimale Manövrierbarkeit
      • preiswerte Lösung (wird ja nur sporadisch zum Bergen eingesetzt)
      • Auslegung für 2 x 6V Bleiakkus oder 2-4s Lipos (alles vorhanden)
      • preiswerte FPV-Cam mit Sender und ne Brille oder nen Monitor
      Da ich keinen blassen Dunst von Schiffsantrieben habe, dachte ich, zwei Bürstenmotore (vielleicht sowas wie Speed 400 oder Permax 480) und zwei Schiffs- oder Auto-Regler (vorwärts/rückwärts), die ich dann per Mischer differenziert
      steuern kann, wären optimal um auch auf der Stelle drehen und langsam manövrieren zu können. Ich hab natürlich fleissig gesucht und bin platt wieviel Springer Tugs es hier gibt, aber so'ne Antriebsauslegung hab ich nicht wirklich über die Suche gefunden.

      Aber vielleicht ist ja auch ein Einschrauben-Schottelantrieb oder was anderes besser/billiger?

      Was meint Ihr als Springer Tug-Experten?

      Vielen Dank schon mal für Eure Ideen!

      gruß,
      Jochen
    • Hallo Jochen,

      Speed 400 ist zu klein, auch bei zweimotorig.
      Speed 480 ginge da eher, dreht aber für vernünftige Schrauebn zu hoch. Mit Schottel- oder Beckerruder muss zweimotorig auch nichts sein.
      Für einmotorig und 45-50er Schraube mit Steigung um/unter 1 passt der hier hobby-lobby-modellbau.com/onli…2f37e72377924428d8fd817a2
      gewichtsmäßig geht das auch mit zweien von denen. Strom ist kein Problem für den Akku. die sind genügsam.

      Gruß Heiko
    • Antriebswelle 4mm mit Gewinde an einem Ende. Länge weiß ich jetzt nicht aus dem Kopf. Muss man ggf. etwas kürzen, auch das Stevenrohr und das Lager neu einsetzen. Ist aber alles kein Thema
      Bei 2 mot Antrieb so was verwenden modellbau-regler.de/shop/produ…iq5oli1th5j3n8gma3d1mlfi0
      Als Regler sollte der reichen modellbau-regler.de/shop/produ…iq5oli1th5j3n8gma3d1mlfi0.

      Da berät Dich der Micha aber auch.

      passende Motoren hat er auch im Programm

      Heiko
    • In der Beschreibung des Motors steht "Im Direktantrieb ohne Probleme bis 50mm Dreiblattpropeller"

      Das Boot ist ja nur 45cm lang, ich denke das 2 mal 40er oder 45er Dreiblatt völlig ausreichen.

      Genügend Schub ist mit den 2 Motoren allemal vorhanden.

      Natürlich sind Durchmesser/Steigung/Blattanzahl auch bei Schiffen wichtig.
      Für einen Schlepper nimmt man eine flache Steigung und möglichst viel Blattfäche.

      Beispiel: Klick und Klick als 3-Blatt

      Oder Raboesch Typ D : Klick und Klick als 3-Blatt

      Eine edlere Motorvariante wäre das hier, wie Heiko schon erwähnt hat: Klick
      Ist ausgesprochen günstig für einen Bühler und kein Vergleich mit den China-Blechdosen.
      Dazu sehr sparsam und leise sowie langlebig. Schraubengröße/Ausführung wie oben.
      Leider ist die stirnseitige Befestigungsmöglichkeit anders als bei den Chinamotoren, 3-Loch statt 2-Loch.
      Die Verwendung an einer Kompaktwellenanlage geht daher nicht ohne weiteres.
      Auch der Wellendurchmesser ist anders, 3mm statt 3,17mm. Aber dafür gibt es passende Kupplungen.
      Gruß
      Hermann
    • Hallo Hermann,

      danke für die Links!
      Wenn ich die Bühler-Motoren nehme könnte ich doch einfach deren Lochbild für die Befestigung auf den Flansch der Welle übertragen und bohren, oder geht das nicht so einfach?
      Und was die Kupplung betrifft, muss ich dann ne 3mm Kupplung nehmen und auf der Wellenseite auf 3,2mm aufreiben um von 3mm (Motor) auf 3,3mm (Welle) zu kommen?
    • Die 600er Kompaktwellenanlage hat eine 4mm Welle.
      Dafür gibt es auch Kupplungen von 3mm auf 4mm. Klick oder Klick

      Dabei die Länge beachten.


      Wenn Du die Möglichkeit hast, absolut präzise zu bohren, kannst Du natürlich ein anderes Lochbild realisieren.
      Oder eine Adapterplatte aus Alu anfertigen, 3 durchgehende Bohrungen für den Motor (Senkkopfschrauben verwenden) und 2 Gewinde für die Wellenanlage. Der Motor muß perfekt zentriert sein.

      Lochkreisdurchmesser für diesen Motor ist 22mm, die Löcher sind jeweils um 120° versetzt.
      Der Lagerschilddurchmesser stirnseitig ist 13mm.

      Typische 600er Motoren haben einen Lochkreisdurchmesser von 25mm, der Lagerschilddurchmesser kann variieren.
      Gruß
      Hermann
    • Letztendlich bleibt ja immer noch die Möglichkeit eine "normale" Wellenanlage zu nehmen und den Motor auf einem Haltewinkel zu befestigen. Die Verbindung zur Welle trotzdem starr ausführen, macht deutlich weniger Geräusche.
      Allerdings sollte die Welle im Rumpf nochmal abgestützt werden.

      Dafür den Motor an den Halter schrauben und die Welle per Kupplung mit dem Motor verbinden.
      Dann erst die Welle mit dem Rumpf verkleben.
      Gruß
      Hermann
    • Falls Du bei der Helgoland neue Wellen einbauen willst: Welle aus dem Stevenrohr entfernen und mit einem von ausserhalb des Rumpfes in/an (je nach verfügbarer Spitze) das Stevenrohr gehaltenen Lötkolben das Stevenrohr erwärmen bis der Kleber weich wird. Funzt wunderbar, aber nicht zu heiss werden lassen. Geduld ist angesagt. Das Stevenrohr nach innen herausziehen.
      Gruß
      Hermann
    • Hab ich selbst schon genau so bei Stabilit und anderen Verklebungen gemacht.
      Aber wie gesagt: Aufpassen muß man schon.

      Also aufheizen und immer etwas Drehung auf das Stevenrohr geben.
      Man kann es gut spüren wie der Kleber weich wird.

      Sobald sich die Klebestelle unter Drehung gelöst hat, den Lötkolben wegnehmen.
      Der Rest ist dann ganz einfach. Drehen und ziehen.

      Handschuh oder Zange verwenden, besser ist das :pf:
      Gruß
      Hermann
    • Danke für die super Tipps!

      Für den Ramborator werde ich die genannten Regler, den Kettenmischer, die 45er Schrauben und die Bühler-Motoren bestellen. Die Idee mit dem Adapterstück zwischen Motor und Wellenflansch werde ich umsetzen. Ruder und Kompaktwellenanlage mit Kupplung kommt dann später wenn ich den Bausatz habe und weiß welche Ruderform, -größe und Wellenlänge passt.

      Muss man die Bürsten eigentlich immer noch mit Kondensatoren entstören wie früher? Und welche Werte nimmt man da?

      Gruß,
      Jochen
    • Enstören bei Blechdosen ist Pflicht, bei Bühler kann man ohne Entstörung den Empfänger direkt neben den Motor legen.
      Denn der Motor ist schon ab Werk vorentstört und er macht auch sehr wenig Bürstenfeuer. Einfach ein guter Motor.

      Wobei mit 2,4GHz Anlagen keine Probleme zu erwarten sind, denn in diesem Frequenzbereich stört ein Bürstenmotor nicht.

      Allerdings sollte man auch an seine Umwelt denken (Radio/TV etc.).
      Und tatsächlich gibt es in D auch Vorschriften dazu. Klick

      Schließlich wurden die ersten den Atlantik überquerenden Funksignale von Guglielmo Marconi durch einen sogenannten Knallfunkensender erzeugt. Daher auch die Bezeichnung "Funk" oder "Funkwelle" usw. bis hin zu "Telefunken".

      Wenn man unbedingt entstören will (oder muss), dann so: Klick (Ich verwende allgemein die Robbe Version).

      Die Entscheidung für eine Adapterplatte zw. Motor und Wellenanlage ist die beste Wahl. :thumbup:

      Aluminium in 5mm Stärke reicht hier völlig aus. Vorsicht bei den Schraubenlängen für den Motor!
      Bühler macht Angaben von 5mm Gewindelänge im Motor. Zu lang kann den Motor beschädigen.

      Für den Bühler Motor und bei einer 5mm Adapterplatte sollten als Senkkopschrauben M3 x 8mm oder M3 x 10mm reichen.
      Die Platte nicht mit dem Bohrer ansenken sondern mit einem 90° Kegelsenker nach DIN 335 C.
      Für M3 Senkkopfschrauben hat dieser Senker einen Kopfdurchmesser von 6,3mm.

      Siehe hier: Klick

      Gibt es in verschiedenen Ausführungen auch in der Bucht: Klick
      Gruß
      Hermann
    • Schon wieder was gelernt, danke für den Entstör-Link!

      Kegelsenker hab ich und M3 Senkkopf auch, die richtige Länge lässt sich ja passend abnagen :thumbup:

      Danke, dass Du hier dein Fachwissen teilst, Links lieferst und auch Dinge beleuchtest, die nicht sofort offensichtlich sind, sowas hilft enorm wenn man in dem Bereich noch neu ist :pr:
    • Kein Problem, mach ich gerne. :pr:

      Ich komme auch aus der Fliegerecke und mußte mich zunächst umstellen.
      Viele Dinge sind aber vergleichbar oder ähnlich, nur das Medium in dem sich das Modell aufhält ist anders und verhält sich dementsprechend.

      Was ich noch sagen wollte: Je eine rechtlaufende und eine linkslaufende Schraube nehmen.
      Zweischraubenantriebe drehen üblicherweise nach außen, von hinten in Fahrtrichtung gesehen.
      Also rechte Schraube im Uhrzeigersinn, linke Schraube entgegen Uhrzeigersinn.

      Grundsätzlich kann man sagen: Bei Schleppern usw. sollten die Schrauben "über oben nach außen" laufen , das bringt etwas bessere Wendigkeit.

      Bei Schnellbooten usw. laufen die Schrauben "über oben nach innen, das bringt etwas mehr Geschwindigkeit und Stabilität beim Geradeauslauf.
      Gruß
      Hermann