unbekanntes Kriegsschiff

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    • unbekanntes Kriegsschiff

      Moin,
      heute konnte ich auf einem Trödelmarkt ein mir nicht bekanntes Kriegsschiffe erwerben.
      Es ist ca. 106cm lang und der Rumpf ist in Holzschichtbau entstanden. Die fehlenden Teile fanden sich unter dem Deck an,
      Mittschiffs ein Flakstand, Davids mit Beibooten, Geschützturm und drei weitere Flakstände sind vorhanden.
      Angetrieben wurde das Schiff durch zwei Wellen, die über ein Getriebe auf einen Motor wirkten, der nicht mehr vorhanden ist.
      In meinen Augen ist es kein Fantasiemodell. Vielleicht nach Plan? Aber wahrscheinlich sind die Schornsteine vertauscht worden.
      Ähnlichkeiten mit Zerstörern oder Torpedobooten der Kriegsmarine sind zu erkennen, Das Heck ist aber anders geformt...
      Könnt Ihr mir helfen?

      [img]http://up.picr.de/29942421qb.jpg[/img]
      [img]http://up.picr.de/29942422oc.jpg[/img]

      [img]http://up.picr.de/29942656gq.jpg[/img]

      Gruß Hans
    • Moin nochmal,
      schade, dass ihr auch keine Antworten habt.
      Noch eine Ergänzung: der Rumpf ist auf Spant gebaut mit Balsaklötzen am Bug und Heck.
      Hab ich erst jetzt gesehen. Sorry..
      Verbaut sind viele Fertigteile, so dass ich beinahe eher an ein Baukastenmodell denke, Maßstab zwischen 1:100 bis 1:150. Dann kann es auch der Nachbau eines leichten Kreuzers sein, aber welcher?
      Gruß Hans
    • Hallo Hans,

      so schnell geht das aber nicht.
      Ich habe mir gestern die beiden Bände von Harald Fock "Z-Vor!" angesehen.
      So richtig habe ich nichts passendes gefunden.
      Für die Erkennung halte ich die beiden verschiedenen Schornsteine für wichtig. Interessant ist, dass der erste Schornstein kleiner und rund ist. Der zweite ist dann sehr voluminös. Es gibt nicht viele Zerstörer, die so gebaut sind.
      Was die Schornsteine angeht, wenn sie denn überhaupt richtig gebaut wurden, kommt eigentlich nur die englische V/W Klasse (gebaut 1916-1918) in Frage. Aber so richtig passt der dicke Schornstein bei Deinem Modell nicht dazu.
      Vielleicht gibt es ja noch andere Meinungen?

      Gruß
      Martin

      Quelle: Die Skizze stammt aus dem Heft von Alan Raven und John Roberts: V and W class destroyers, 1979, Reihe: man o' war 2, Arms and Armour Press.
      engl V_W Klasse 1916-1918.jpg
    • Hallo Martin,
      Danke für Deine Antwort. An ein britisches Schiff hatte ich auch schon gedacht. Dann kommt natürlich sofort der Gedanke an die "Hermes" auf. Die Aufbautenform am Heck der V W Typen sind anders. Typ H erscheint mir ähnlicher. Die Schornsteine lassen wir mal außen vor...
      Inzwischen habe ich festgestellt, dass die meisten Aufbauten sich leicht lösen lassen. Ich kann also alles neu "zusammenstellen". Wenn ich dann schon beim Neuaufbau bin, stellt sich mir die Frage, ob die großen Bullaugen so bleiben sollten. Ich möchte schon das Modell grundsätzlich nicht völlig aufpimpen, man soll schon das Alter sehen können. Normalerweise werden alle Holzrümpfe bei mir mit Glasfaser außen laminiert. Da der Rumpf keine Risse hat und offenbar auch kein Wasser zieht, werde ich wohl hier keine Matte aufbringen. Damit ist aber ein Verkleinern der Bullaugen auch schwieriger. Was die 11 soll, ist mir auch nicht klar. Auch die sind leicht abgegangen.
      Ich werde also im Winter wieder eine Aufgabe haben, und hoffentlich bis dahin wissen, was genau ich da baue...
      Gruß Hans
    • Hallo Hans,
      habe die Pläne von Graupner (G. Thiele und Leberecht Mass) / Volckmann und Matthiesen zu deutschen Zerstörern durchgesehen und nichts will so recht zu Deinem Modell passen.
      Würde sagen, da war jemand mit sehr viel Phantasie am Werk.
      Hast Du mal ein Bildchen von dem Getriebe?
      Solche Teile gab es in den 50'er / 60'er Jahren mal zu kaufen (wenn auch eher für kleinere Modelle)

      Gruß Gerrit
      Oft ist es in der Werkstatt einfach produktiver als hier am "Daddelkasten" :pf: :wink:
    • Hallo Hans,
      das Getriebe sieht wie die Wellenanlagen auch nach kreativem Eigenbau aus.
      Die Bauart der Kupplung war zur Mitte der 50'er Jahre des letzten Jahrhunderts noch durchaus verbreitet, es gab sogar vorgefertigte Wellenanlagen mit dem einseitig gekröpften Mitnehmerhaken (Unwucht war wohl damals noch weitgehend ein Fremdwort).

      Also leider immer noch kein Hinweis auf den Urheber des Planes

      Gruß Gerrit
      Oft ist es in der Werkstatt einfach produktiver als hier am "Daddelkasten" :pf: :wink:
    • Hallo Hans,

      hab mal ein bisschen bei Google rumgespielt und bin dabei auf folgendes Schiff gestoßen:

      Könnte dein Schiff sein



      Gruß Johannes
      In der Werft :

      Blue Hunter (Umgebaute Vegesack in Thw Stil)

      Forenmodell Schubi + Leichter

      Umgebaute Wsp 14 in Thw Stil ( hat noch keinen Namen)

      Drumbeat of Devon

      Das Leben ist wie Windows, immer wenn man meint, es läuft, stürzt es ab. ;)
    • Hallo zusammen, hallo Johannes,
      auch die polnischen Schiffe haben gewisse Ähnlichkeiten, abgesehen von Doppeltürmen und nur einem Schornstein.
      Die oben angesprochenen V bzw. W Typen haben genau so einen vorderen Schornstein wie bei meinem Modell, der hintere sieht wiederum völlig anders aus.
      Mal sehen was ich bauen werde. Jetzt habe ich erstmal die Bullaugen raus und die ganze Farbe ist vom Rumpf runter. Interessant ist schon wieviel Mühe sich der Erbauer gemacht hat um so ein Schiff herzustellen. Viele Details zeugen von Kenntnissen und Unterlagen. Interessant sind auch die Schienen für Wabos incl. Werfer mittig am Heck. Bisher habe ich aber noch keinen Zerstörer mit so einem runden Heck gesehen....
      Gruß Hans
    • Hallo Hans,

      Ich freu mich schon auf einen tollen Baubericht von dir ;) :juhu:

      Wird interessant zu sehen, was du aus dem Schiffchen machst... :bd:

      Gruß

      Johannes
      In der Werft :

      Blue Hunter (Umgebaute Vegesack in Thw Stil)

      Forenmodell Schubi + Leichter

      Umgebaute Wsp 14 in Thw Stil ( hat noch keinen Namen)

      Drumbeat of Devon

      Das Leben ist wie Windows, immer wenn man meint, es läuft, stürzt es ab. ;)
    • der polnische Museumszerstörer BLITZ ist zu groß,aber die Polen hatten in den Dreißigern den BURZA mit 107 m Länge,hergestellt in Frankreich als SIMOUN-Typ.Der hat größere Ähnlichkeit.Dann hatten die Niederländer zu der Zeit den 99 m-MARNIX,der hat größere Ähnlichkeit und ist als britischer GARLAND in Glasgow von Stapel gelaufen.
      Im Weyers Flottentaschenbuch 1956/57 zu sehen.Dein Modell ist ein Geleitzerstörer mit der schwachen Bewaffnung gewesen.
      Den BLITZ-Zerstörer bei Danzig habe ich schon besichtigt und das Museum in der Nähe,beides recht interessant,vor allem die Geschütze und Aufbauten usw im Museumsgarten.

      Gruß aus Hamburg

      edmondo
    • Hallo Hans,nach längerem Überlegen ist mein Rat:setztedas Modell vorsichtig instand,es ist ein wunderbares Zeugnis der Modellbauzeit vor etwa 50-60 Jahren.Da hat ein Bastler für frühere Verhältnisse ein schönes Modell mit viel Liebe fachmännisch gebastelt.
      Ich würde mit dem Schiff ,neuen Antrieben,Akku und RC-Anlage damit zum See gehen und es wird ein HINKUCKER,glaube es mir.Ich habe früher alle Modelle verkauft und bedaure es heute,obwohl etliche Urlaube mit dem Erlös möglich waren.
      Vor einiger Zeit hatte ich zwei Modellbauern zu sanften Renovierungen geraten und beide haben sich später bedankt.
      Beim Zerstörer bringt zB.ein mattroter oder dunkelgrüner Unterwasseranstrich Leben ins Outfit und dann einen Wasserpaß nicht vergessen....alte selbstgebaute Beschläge haben ihren Charme.

      edmondo
    • Hallo Edmondo,
      Danke für Deine Infos zu den möglichen Vorbildern. Auch von der Garland habe ich für wenig Geld einen Papierbogen bestellt. Den 1956 er Weyer habe ich nicht, nur den 1953 aus diesem Zeitfenster...
      Wie geschrieben sind alle Aufbauten sehr leicht demontierbar gewesen. Auch wenn ich das Schiff im gezeigten Zustand gelassen hätte, die Bullaugen sind so nicht mein Ding. Die sehen zu spielzeughaft aus. Ich werde passende Teile einsetzen und dann eventuell nach einem Vorbild. Dazu werde ich dann den Rumpf doch laminieren, auch um den Spalt zum Deck weg zu bekommen. Auch kommen Schlingerkiele ran.Auf jeden Fall möchte ich die alten Beschlagteile und Geschütze wieder einsetzen...
      Gruß Hans
    • falls das Thema noch aktuell ist - ich habe ein Schiff gedunden welches den Fotos sehr nahr kommt und welches auch schon erwähnt wurde: ORP Burza

      wenn du die Zeichnung vergleichst dann sind echt viele Details wieder zu finden: ORP Burza Blueprints
      Als Hobby bezeichnet man eine Arbeit, die zwar Spaß macht, für die man aber dank einer anderen Arbeit zu wenig Zeit hat und für die man sogar unter anderem Geld ausgeben muss. Sprich ein Hobby ist was was jeder hat und keiner braucht. Quelle: Stupidedia
    • Hi Hans ,

      zu Zerstörern habe ich ein klasse Buch , in dem alle jemals gebauten Einheiten jedes Landes mit Bild und Seitenriß abgebildet sind. Ich gebe meinen Vorschreibern recht, es handelt sich um die ORP Burza. Und die Ähnlichkeit mit britischen Zerstörern kommt nicht von ungefähr , sie wurde , ebenso wie die ORP Blyskawica in England gebaut.
      Die Blyska war übrigens von der Artillerie her einer der kampfstärksten Zerstörer ihrer Zeit.
      Deutsche Einheiten hatten zwar das 15 cm Geschütz, welches sich in der Realität als zu schwer händelbar erweis, nicht die erforderliche Kadenz erbrachte sowie vom Gewicht her das Schiff sehr stark beeinträchtigte.

      Wenn du versuchst, die ORP Burza möglichst vorbildkonform zu restaurieren fände ich das klasse !!!
      Ich persönlich mag nämlich Schiffe , die es nicht auf jedem Teich 3 mal gibt.
      Und ja, ich oute mich mal als Zerstörerfan....auch wenn meine beiden etwas moderner sind ( Arleigh Burke + Spruance )

      Gruss
      Micha

      P.S. Wenn es einen Baubericht gibt , will ich einen Liegestuhlplatz in der ersten Reihe :bitte:
      Plankenanarchist