Baubericht Steve Irwin 1/50

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    • Baubericht Steve Irwin 1/50

      Hallo zusammen

      Wie in der Vorstellung angekündigt, folgt hier ein kleiner Baubericht meiner Steve Irwin, dem Flaggschiff der Sea Shepherd Conservation Society. Zum Original brauche ich wohl nicht allzu viel zu schreiben - das Schiff ist nicht zuletzt durch die Doku Whale Wars recht gut bekannt. Als RC-Modell hingegen ist sie nach wie vor ein Exot.. vielleicht lässt sich der/die eine oder andere durch diesen Baubericht inspirieren, selber eine zu bauen.

      Ende 2015 beschloss ich, nach längerer Schiffsbau-Abstinenz wieder eines zu bauen. Die SI kam da relativ schnell ins Visier.. Unser Verein führt jeden Sommer eine Bodenseeüberquerung von Arbon CH nach Langenargen D durch. Bei den meisten teilnehmenden Modellen handelt es sich um Segler, einige Mutige wagen die gut 12 km (Luftlinie) auch mit motorisierten Modellen. Das soll die SI auch schaffen! Daneben soll sie auch bei Regen an (Nacht-)Schaufahren und an Alemannen-Regatten eingesetzt werden können.

      Es ergab sich folgendes Pflichtenheft (in dieser Priorisierung):

      1. Hochseetauglichkeit
      - hohe Wasserdichtigkeit (Regen, Wellen)
      - gute Stabilität im Wasser, auch bei Wellengang
      - sehr lange Fahrzeit / Telemetrie
      - robuste Konstruktion (GFK-Rumpf)

      2. Vorbildtreue
      - man soll sie nicht nur auf den ersten sondern auch auf den zweiten Blick als SI erkennen
      - sie muss nicht irgendwelche Juroren überzeugen (keine Nietenzählerei) aber mir soll sie gefallen

      3. Gute Langsamfahreigenschaften
      - QR

      Zusatzfunktionen, Wartungsfreundlichkeit und der 'Selberbau-Anteil' standen weniger im Fokus. Auf der Suche nach einem geeigneten Rumpf stiess ich auf den Bausatz eines Küstenfrachters von Model Slipway. Abgesehen vom Wulstbug passte der Rumpf recht gut. Im Januar 2016 stand der Bausatz in der Stube.
      Gruss Maddin

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      U-Boot SSBN-624 Woodrow Wilson 1/100 (Lafayette Alexander Engel)
      Steve Irwin 1/50 (Model Slipway / scratch)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Skipper75 ()

    • Der Rumpf ist zwar sehr stabil aber leider.. naja von englischer Qualität. Als erstes erfolgte wie immer der Bau des Ständers. Schablonen sind im Bauplan enthalten. Um später den Lack nicht zu verletzen musste ein altes Mouse-Pad über die Klinge springen. Bilder folgen.. (sind noch zu gross).
      Gruss Maddin

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    • Die SI soll im aktuellen Anstrich daherkommen.
      Vorbild1.png

      Der aus dem Bausatz verwendete Rumpf ist eher zu voluminös - ist ja auch ein Frachterrumpf. Um die Konturen hinzubekommen, ist noch einiges zu dremeln..
      Rumpf2.png
      Als Auflage für das Deck müssen 3mm-Kunststoffstreifen (auf der Innenseite) des Rumpfes eingeklebt werden. Damit die Streifen (und später das Deck) richtig platziert werden können, sind gemäss Bauplan alle paar cm Pins aus Kupferdraht zu platzieren. Hier lohnt es sich besonders, die Bohrungen für die Pins genau zu vermessen..Rumpf3.png
      Dateien
      • Rumpf4.png

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      • Pins.png

        (643,92 kB, 7 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      Gruss Maddin

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    • Als Motor entschied ich mich für einen 12V brushed-Motor von Bühler. Obwohl es ein Langsamläufer ist, ist das Schiff immer noch übermotorisiert. Einen passenden Motorträger habe ich nirgends gefunden aber ein Clubmitglied bot mir freundlicherweise an, einen passenden aus Alu zu fräsen. Dank dem passenden Lochbild kann der Motor mit 4 Schrauben mit dem Motorträger fest montiert werden (iPhone4 als Grössenvergleich).
      Motor.png

      Der Antrieb muss so leise wie möglich laufen. Dafür muss die Ausrichtung von Motor und Stevenrohr exakt passen. Ein lauter E-Motor-Antrieb klingt nicht nur :thumbdown: , er führt auch zu einem erhöhten Stromverbrauch und bei längerem Betrieb zu Undichtigkeiten.

      Charakteristisch für die SI ist das Speigat, welches praktisch durchgehend entlang des Oberdecks verläuft. Das Schanzkleid fertigte ich aus einem 16mm hohen und 1mm starken ABS-Streifen, einem 3mm-Winkelprofil und einem 2mm Halbrundprofil (Evergreen models). Damit das 3mm-Winkelprofil nach unten nicht über die 2mm-Halbrundleiste hervorragt, musste ich auf der ganzen Länge etwa 1mm abschneiden.
      Schanzkleid.png

      Am Bug sieht man die bereits gebohrten Ankerklüsen. Leider sahen sie nicht nur auf dem Bild sch** aus - sie waren es auch.

      Der Spant ist bewusst etwas dick geraten, dadurch drückt er aber auch nicht zu punktuell auf den Rumpf. Man sieht immer wieder Modelle, bei denen im Inneren ein Rahmen eingebaut wurde, der auf die Aussenschale drückt und diese so verformt. 'Ideal' sind Alu- oder Plexiglasspanten in ABS-Rümpfe.. Der Servo - ein wasserdichter 12-kg-Savöx - mag etwas übertrieben sein aber ich hatte gerade keinen anderen rumliegen (der war eigentlich für einen 1/10 Offroad-Defender vorgesehen). Am Stevenrohr habe ich einen Schmiernippel angelötet. So bleibt das Stevenrohr auch nach jahrelangem Betrieb 100% wasserdicht. Gefüllt ist es mit handelsüblichem Mehrzweckfett ('Karrenschmiere').
      Servo.png

      Alle Holzteile sind mit Epoxidharz eingepinselt und eingeklebt. So bleibt das Holz auch später - sollte es einmal nass werden - in Form.
      Rahmen.png
      Gruss Maddin

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    • Der Schmiernippel besteht aus einem am Stevenrohr angelöteten Messingröhrchen worauf ein Silikonschlauch steckt. Über diesen Schlauch kann ich mit einer Spritze jederzeit Fett nachspritzen.
      schmiernippel.png

      Die Kunststoffstreifen werden entlang der Pins eingeklebt und dienen später als Auflage für das Deck. Die vermurksten Öffnungen für die Ankerklüsen habe ich so gut es ging korrigieren können. Sie stehen jetzt etwas zu nahe beieinander. Naja, muss ich ja niemandem sagen; bleibt ja unter uns..
      Streifen.png

      Die Ankerklüsen habe ich aus einem Kunststoffröhrchen (Evergreen Models) gefertigt. Zuerst erwärmen und rundbiegen. Anschliessend flachschleifen. Ich brauchte mehrere Anläufe, um 4 gleichmässige Biegungen hinzukriegen..
      Ankerklüsen.png

      Die Kante (nächstes Bild) besteht aus einem halbrunden Streifen und 2mm-Halbrund-Profile. Der halbrunde Streifen (1 durchgehendes Teil aus 1mm ABS) nahm etwa 2.5 Stunden Arbeit in Anspruch.
      Kante.png

      Das Deck (aus dem Bausatz) ist mal eingesetzt aber noch nicht eingeklebt. So komme ich noch besser an alle Stellen ran. Auch hier zeigte sich die doch eher rustikale Qualität des Bausatzes.. die hintere Öffnung ist vorgegeben und muss für mein Modell noch verkleinert werden. Die vordere Öffnung ist bereits für mein Modell angepasst. Ein 2cm hoher Süllrand sollte reichen, damit auch bei grösseren Wellen kein Wasser eindringt. 20mm-Querstrahlruder von Rabösch ist bereits eingebaut, ebenso die Bullaugen.
      Deck1.png
      Gruss Maddin

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    • Habe noch ein Foto vom Bau der Ankerklüsen gefunden..
      Bau-Ankerklüsen.png

      Die hintere Öffnung ist bereits meinem Modell entsprechend verkleinert. Auf der vorderen Öffnung ist der Deckel bereits aufgesetzt. Er stellt quasi das Fundament des Aufbaues dar. Das massstäbliche Männchen (auch aus dem Mouse-Pad rausgeschnitten) half mir bei der Grössenorientierung.
      Fundament-Aufbau.png

      Der hintere Deckel lässt sich später vielleicht mit Fässer kaschieren. Da ich ja keinen Plan der Steve Irwin habe, musste ich hunderte Fotos, Videos und Filme der Steve Irwin studieren.
      Fässerhinten.png
      Achterdeck.png
      Gruss Maddin

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    • Nun geht es an den Aufbau. Klar, es gibt anspruchsvollere Aufbauten aber der der Steve Irwin ist nicht ganz ohne. Vorne leicht gerundet und leicht nach hinten geneigt, im hinteren Bereich durch die vielen Umbauten und das Helideck recht verschachtelt.
      Vorbild2.png

      Ein Freund bot mir seine Hilfe an. Er ist von Beruf Metallbau-Konstrukteur und betreibt ebenso das Modellbau-Hobby. Am CAD konstruierten wir den Aufbau, nach ein paar Versuchen frästen wir die Teile in 1mm-ABS-Platten.
      CAD.png

      Der Zusammenbau ging dann recht flott.
      Aufbau.png

      Siedendheisses Erschrecken als ich feststellte, dass der Aufbau zu niedrig ist! Mit ca. 1.5 cm breiten ABS-Streifen habe ich den Aufbau erhöht. Die Handläufe kaschieren die Übergänge (die Platten zwischen Handlauf und Aufbau halfen mir, den Handlauf mit gleichmässigem Abstand einzukleben und kamen anschliessend wieder weg).
      Aufbau2.png

      Als nächstes ist das Heli-Deck dran. Hier zeigte sich, dass mein Rumpf etwas zu breit ist. Die schlussendlich gewählte Form des Heli-Decks ist ein Kompromiss zwischen Vorbildtreue und Passung zu meinem Rumpf.
      Heli-Deck-Vorbild.png

      Das Heli-Deck ragt wie beim Vorbild deutlich über das Heck hinaus. Es ist auf dem folgenden Foto noch zu breit, im Original läuft es spitzer zu und muss also noch korrigiert werden.
      Heli-Deck-Modell.png
      Gruss Maddin

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    • So passt das Heli-Deck doch deutlich besser. Der Baukasten-Rumpf wies unter den Bullaugen einen deutlichen Wulst auf und zwar fast auf der ganzen Länge. Da auch die Steve Irwin solche Wülste aufweist dachte ich, dass dieser passt. Denkste! Viel zu dick, viel zu lang und zu tief unter den Bullaugen. Also weg damit! Dremeln, Spachteln, Schleifen..
      Heli-Deck-Modell2.png

      Das Schanzkleid wird eingebaut, zumindest auf etwa 2/3 der Länge.
      Schanzkleid2.png

      Nochmals zu den Wulsten am Rumpf, auf dem folgenden Foto klar zu erkennen:
      Wulste.png

      Dieses charakteristische Detail darf nicht fehlen. Ich fertigte die aus 1.5mm Halbrund-Leisten (Evergreen Models).
      Wulste-modell1.png
      Wulste-modell3.png
      Gruss Maddin

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    • Hallo Maddin,

      der Rumpf ist ja auch nicht original. Ich würde das Helideck so lassen, so passt es zu der Form vom Rumpf.
      Falls du den Bericht noch nicht kennst..
      Baubericht Forenmodell 2014 "Steve Irwin"

      Vieleicht ist dir der Bericht etwas hilfreich

      Gruß Kurt
    • Nach etwa 8 Monaten Bauzeit ging es ans 'Eingemachte' sprich: Elektrik/Elektronik.

      Fahrakku: 3S-Lipo mit 8'300 mAh, von Swaytronic, mit 4mm-Goldstecker + Telemetrie-Modul von Graupner
      Empfängerakku: 3S-Lipo mit 5'200 mAh von Graupner, speist via Akkuweiche ein separates Castle BEC pro
      Zusatzfunktionsakku: 2S-Lipo mit 4'500 mAh von nVision, befeuert den Wasserwerfer sowie das Querstrahlruder

      Bevor ihr mich jetzt für unrechnungszufähig (oder so) haltet: Den Empfängerakku habe ich von einem Clubmitglied geschenkt bekommen; der Zusatzfunktionsakku versieht sonst seinen Dienst in 1/10 Offroad-Fahrzeugen. Ausserdem stand ich vor der Wahl: Blei reinhauen oder Akkus, schliesslich soll der Pott gut 10 kg wiegen! Ich entschied mich für letzteres. Der Senderakku ist definitiv der erste, der schlapp macht - oder ich.

      Für den Wasserwerfer verwende ich die 12V-Zahnradpumpe von Graupner, das QR wird über einen feinfühligen RockCrawler-Regler Speed2Star von Robitronic angesteuert.

      Da ich von LED's nicht allzu viel verstehe, habe ich es mir einfach gemacht:
      Für die Innenbeleuchtung verwendete ich diese Lichteinheiten von Carson (rote LED's mehrheitlich abgeklemmt). Diese können direkt am Empfänger angestöpselt und via Funke ein-/ausgeschalten werden. Für die Positionslampen verwendete ich 2 dieser Bausteine von Multiplex:
      LED.png

      Als Sender habe ich mir die MC-20 von Graupner gegönnt, finanziert durch einen unerwarteten Einsatz als Fachreferent an der Fachhochschule St. Gallen.
      MC20.png

      LEDs.png
      Gruss Maddin

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    • @Kurt: Ja dein Baubericht habe ich mit Interesse gelesen. Da ich noch diverse Details zu realisieren habe, habe ich dort viele Anregungen gefunden. Das Helideck habe ich bereits realisiert, es kommt dem Original recht nahe und passt trotzdem noch zum Rumpf.
      Gruss Maddin

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    • Auf dem letzten Bild sind auch die Querstreben aus Tannenholz (mit Epoxidharz eingepinselt) zu sehen. Die sind zwar in der Bauanleitung nicht zu sehen, sie verleihen dem Modell und auch dem Oberdeck die nötige Stabilität. An diesen hängen auch viele Kabel für die Beleuchtung.

      Es folgte die erste Trimmung des Modelles. Ganz ohne Blei ging es dann doch nicht. Kleinere Stücke hatte ich noch auf Lager. Da Blei mittlerweile immer schwerer zu bekommen ist, bin ich in einen Taucherladen im Nachbardorf fündig geworden. Dort gibt es 2-kg Bleistücke oder auch 0.5-kg Bleisäckchen für wenig Geld. Der Wasserwerfer ist erst mal provisorisch eingebaut.
      Trimmung1.png

      Ach ja der liebe Wasserwerfer.. die 12V-Zahnradpumpe ist im vorderen Teil des Rumpfes liegend eingebaut (stehend hätte er keinen Platz gehabt). In der Anleitung steht dazu, dass er nicht selbstansaugend sei. Sklavisch habe ich mich daran gehalten und den Wasseranschluss leicht erhöht am Rumpf eingebaut (auf dem obigen Bild unter dem vordersten Bullauge, knapp unter der Wasseroberfläche zu erkennen). Das führte aber dazu, dass das Schiff relativ tief im Wasser liegt. Erst später (zu spät) habe ich erfahren, dass die 12V-Zahnradpumpe von Graupner sehr wohl selbstansaugend ist.. :gr:

      Das nächste Problem war, dass der Pumpenmotor massiv störte. Im Einsatz blinkten alle eingeschalteten LED's und das Ruder zuckte hin und her. Dies obwohl ich den Motor vorschriftsgemäss entstörte. :devil: Bei einem Kurzurlaub in München stattete ich Conrad einen Besuch ab und bekam tatsächlich Kondensatoren, die den Pumpenmotor zu entstören vermochten. Phu, dass ging also nochmals gut! :whistling:

      War übrigens gar nicht so einfach, einen passenden Wasserwerfer zu finden..
      Wasserwerfer.png

      Ein Freund half mir aus und opferte einen von seiner Seabex :thumbsup:

      Nachdem ich also die gröbsten Hardwareprobleme gelöst hatte, machte ich mich an ein Detail, welches mir schon länger Kopfzerbrechen machte. Nämlich die Geländer am Heli-Deck.
      Geländer.png

      Dafür opferte ich die viel zu klobigen Leitern aus dem Bausatz und gönnte mir bei meinem letzten Besuch der Modellbaumesse in Friedrichshafen (unter anderem) ein feines Netz aus gummiähnlichem Kunststoff (ein passendes Fliegengitternetz habe ich keines gefunden).

      Zuerst die Leitern der Länge nach halbieren, Sprossen entfernen. Es verbleiben zwei Vierkantprofile. Diese werden mit Sekundenleim zu passenden Rahmen verklebt und schwarz lackiert. Aus dem Gumminetz (weiss lackiert) habe ich passende Stücke herausgeschnitten (oben im Bild)...
      Geländer-modell.png

      ...und an einigen dunklen Winterabenden auf die Rahmen genäht. Faden anschliessend mit Sekundenleim tränken, so dass er auch hält.
      nähen.png
      Gruss Maddin

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    • Mit dem Ergebnis des Geländers bin ich zufrieden.
      Geländer-modell2.png

      Ein auffälliges Detail sind die vielen grünen und roten Öl-Fässer, die entlang der Seitenwände und auf dem Achterdeck platziert wurden.
      Vorbild1.png

      Fündig geworden bin ich nach längerer Suche bei GB-Modellbau. Dem habe ich seinen ganzen Vorrat an Ölfässer aufgekauft - und es hat doch nicht ganz gereicht. Vor allem, weil ich eines beim Aufräumen eingesaugt habe.. :pf: Lackiert habe ich die mit Spraydose, maskiert je nach dem mit Malerband von Tesa (für empfindliche Untergründe) oder mit Maskol von Humbrol. Ich weiss nicht, wie viele Rollen Tesa-Abdeckband verwendete.. wenn ich das von Tamiya gebraucht hätte, wäre das Schiff fast doppelt so teuer geworden :D
      Fässer2.png

      Als Kran zum Aussetzen der RIB's verwendete ich den Hydraulikkran von Graupner. Ein häufig verwendetes Teil, das wohl keiner weiteren Beschreibung bedarf.
      Kran.png
      Die Ankerwinde baute ich aus Kostengründen aus Teilen des Bausatzes zusammen. Gemäss Bauanleitung wäre die viel zu gross geworden aber man ist ja Modellbauer..

      Der Bausatz weist keine Ankertaschen auf. Ein Detail, was ich aber nicht missen möchte.
      Ankertaschen1.png

      Die Ankertaschen habe ich aus 1.5mm ABS-Platten gefertigt und der Grösse der vorhandenen Anker angepasst.
      Ankertaschen3.png

      Beim 'Einbetonieren' aufpassen, dass kein Harz in den QR-Motor tropft/fliesst.
      Ankertaschen5.png

      und fertig!
      Ankertaschen2.png

      Im Februar 2017 (nach etwa 13 Monaten Bauzeit) nahm das Modell langsam Formen an. Mit den Fässer konnte ich auch den hinteren Revisionsdeckel kaschieren. Er erlaubt den Zugang zu Servo, Ruderanlenkung, Schmiernippel und zum Empfänger.
      februar-2017.png
      Dateien
      • Ankertaschen4.png

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      Gruss Maddin

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    • Nachdem das Deck eingeharzt war, ist wieder mal Planen angesagt.. Brücke, Heli-Hangar, hinterer Teil des Aufbaues etc. Geplant habe ich die Teile auf Millimeterpapier.
      Planen2.png

      Anhand dieser Pläne konstruierte mein Freund die Teile auf CAD und fräste alles in 1mm ABS. Das Warten auf die Teile dauerte länger als der anschliessende Zusammenbau..
      Hangar4.png

      Ein Rahmen aus Balsaholz gibt die Form, insbesondere die Rundung der Brücke vor.
      Brücke.png

      Da ich noch eine uralte Neptun von Graupner rumstehen habe für die ich keine Verwendung mehr habe, musste die ihren Schornstein opfern. Der passt erstaunlich gut. Einzig die Rückseite ist bei der SI nicht rund sondern abgeplattet. Mit dem Millimeterpapier markierte ich die Linien, wo geschnitten werden musste.
      Schornstein2.png

      Die einzelnen Segmente des Hangars sind zusammengebaut.
      Hangar2.png

      Mit dem Einbau der neuen Teilen geht der Bau schon bald dem Ende zu!
      juni.png

      juni2.png

      Auf der nun flachen Rückseite des Schornsteins kommen noch Sprossen dran.
      Schornstein.png

      Im Juni 2017 war der Bau schon fast abgeschlossen, Technik funzt ja auch schon:
      Juni4.png

      Nun geht es für Test- und Trimmfahrten das erste Mal an den Weiher, ihr zukünftiges Revier (12.06.2017):
      Testfahrt.png

      Sie lag spontan gut im Wasser und blieb auch bei kleineren Wellen in der Längsachse stabil - nix toplastig! Einzig der Geradeauslauf war noch nicht akzeptabel. Viel zu agil bzw. instabil in der Hochachse. Später habe ich dann auf etwa 2/3 der Länge einen Kiel aus 2x 2mm Messingprofile angeklebt. Mit dieser Längsführung schiebt sie nun nicht mehr aus der Kurve (ein Fahrverhalten, das man leider bei vielen Modellen beobachtet).

      Im Juli 2017 war dann Lackieren angesagt, dazu später mehr!
      Gruss Maddin

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    • Hallo Udo

      Vielen Dank, auch für den Tipp mit den Kartonmodellen :2: Beim nächsten Modell lohnt es sich vielleicht, sogar ein Kartonmodell als Vorlage zu kaufen/bauen. Die Bilder vom Kartonmodell aus dem Internet waren mir beim Bau und bei der Lackierung in der Tat eine grosse Hilfe.

      Zunächst noch ein paar Bilder des Baues. Die Steve Irwin hat am Heck auffällige Schweissnäte.

      heck.png

      Vor dem Verschleifen:
      Heck2.png

      Nach dem Verschleifen:
      Heck3.png

      Am 12. Juli 2017 erfolgte die zweite Testfahrt, dank der Messingleisten als Kiel hat das Schiff eine deutlich bessere Längsführung. Bis das Schiff am Samstag, 19. August 2017 durch Poseidon persönlich (Fridolin Märk) getauft werden kann, ist noch einiges zu tun..
      Testfahrt2.png

      Wie man sieht, ist der Hangar bereits lackiert.. à propos Lackierung.. die machte mir schon etwas Kopfzerbrechen. Mit einer schlechten Lackierung kann man das schönste Modell zerstören. Aber einem Profi konnte ich sowas nicht zumuten. Entweder wäre es viiiiel zu teuer geworden und / oder viiiel zu zeitaufwändig (abkleben - zum Lackierer - abholen - abkleben - zum Lackierer - abholen usw). Da ich von früheren Modellen etwas Airbrush-Erfahrung hatte, wagte ich es selber.

      Klingt profan aber beim Brushen muss alles passen: Ausrüstung + Farben + Abdecken + Führung der Pistole + Sauberkeit der Pistole. Sonst ist Nacharbeit angesagt.. Die Ausrüstung habe ich mir hier geholt. Für die Grundierung benutzte ich Grau von Vallejo (73.601), mit den übrigen Farben von Vallejo habe ich schlechte Erfahrungen gemacht. Vor allem das Blau (Andreablau) deckte nicht und zog sich beim Auftragen zu Tropfen zusammen. Mit den Wasserfarben von Tamiya (Himmelblau und Schwarz) war ich hingegen auf Anhieb zufrieden. Um sauber brushen zu können, müssen die Farben genügend mit Verdünner verdünnt werden (Deckel weg, auffüllen bis fast zum Rand). Die Konsistenz sollte ähnlich wie die von Milch sein - je flüssiger desto besser. Damit Verdünner und Farbe sich gleichmässig vermischen, habe ich in jedes Farbtöpfchen eine (rostfreie) M4-Mutter reingegeben und das Döschen geschüttelt. Mit der Double-Action-Pistole kann man dann Luftdruck und Farbe fein dosieren. Wichtig ist, dass sämtliche Teile der Airbrush-Pistole stets sauber sind, sonst beginnt sie zu spucken (dann sofort Brushen beenden und Pistole reinigen)!

      So genug gequatscht, hier kommen weitere Bilder:
      Deck-Airbrush.png
      Die Wolken auf dem Deck (Bild oben) stellen den Rost dar, der ständige Begleiter der echten Steve Irwin.

      So oder ähnlich sah das Schiff bis Mitte August aus. Stets waren grosse Flächen abgeklebt und ich war echt gespannt, wie das Schiff befreit von Abdeckband aussieht..
      Airbrush-blau.png

      Grosse Erleichterung am Abend des 16. August 2017 (3 Tage vor der Taufe), das Unterwasserschiff ist erst grundiert:
      Heck5.png
      Gruss Maddin

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    • Bis zum Schaufahren des SMC Goldach / Taufe vom 19.08. schaffte ich es nicht mehr, das Schiff fertig zu lackieren. Auch fehlen noch diverse Details aber immerhin, sie ist schon als Steve Irwin zu erkennen!
      jungfernfahrt.png

      Bei viel Verkehr auf dem Weiher bin ich froh um das QR!
      Schaufahren.png
      Hafen.png

      Anhand der Wellen sieht man, dass das Schiff auf der Stelle drehen kann!
      Abend.png

      SI.png

      Taufe1.png
      SI2.png
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