Hedonist Hardtop - eine Mahagoni-Superyacht

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    • Hallo Leute,
      danke für euer Lob. Das motiviert für den Weiterbau und zur Berichterstattung über die Entstehung der Hedonist.

      Jetzt kommt die vordere Auflage/Befestigung des Hardtops (Dach) an die Reihe.
      Das Hardtop liegt vorne am Rumpf und auf dem Vorderdeck auf. Befestigt wird es vorne (ebenso wie bei den hinteren Stützen) durch 3,5mm Goldkontaktstecker. Diese halten sehr gut und liefern gleichzeitigt die Stromversorgung für die Scheinwerfer und Positionslichter.

      Auf dem Foto seht ihr die eingebaute Steckerbuchse in der Rumpfseitenwand.
      Das Stück Maghagoni simuliert die Dicke der Maha-Beplankung damit ich die Steckerbuchse in der richtigen Höhe einkleben konnte. Das Holzstück kommt wieder weg und wird durch die richtige Edelholz-Beplankung ersetzt.
      hedonist-154-hardtop.jpg


      Ein Teil, das "from scratch" am Modell entsteht, ist der vordere Querträger des Hardtops.
      Links und rechts sind die Goldstecker zur Befestigung und Stromzufuhr.
      Dieser Querträger zwischen den beiden Seiten muss ziemlich stabil werden, da er an der Bugseite des Hardtops die einzige stabile Verbindung bildet.
      Sonst ist im Hardtop nur die riesige Glasscheibe bis zur Dachplatte. Ohne Möglichkeit, die beiden Seitenträger des Hardtops zu verbinden.
      Der Querträger wurde direkt auf der Krümmung des Rumpfes und des Vorderdecks aufgebaut. Kleine Holzstreifen und Bretter simulieren während des Trägerbaues die fertige Edelholzbeplankung am Deck und Rumpf.
      hedonist-155-hardtop.jpg hedonist-156-hardtop.jpg



      Mit den ertsen zwei Längsträgern und den Querspanten (deren Mittelteil wird noch entfernt) kann man die Kontur des Hardtops bereits erkennen.
      hedonist-157-hardtop.jpg



      Nach dem Steckereinbau habe ich die Rumpfinnenseiten mit der Grundbeplankung versehen.
      Danach kann mit der Edelholzbeplankung fortgesetzt werden.
      Bei der Verklebung der Innenwände mittels Harz leisten die alten Bleiakkus zum Beschweren/Pressen gute Dienste.
      Die Bleiakkus tauchen auf vielen meiner Bilder auf, da ich sie für alle möglichen Stabilisierungen, Beschwerungen und Fixierungen verwende. Einfach in den Rumpf gelegt, stabilisieren sie diesen in gewünschter Seitenlage oder verhindern ein leichtes Verrutschen desselben.
      hedonist-158-rumpfbeplankung.jpg hedonist-159-rumpfbeplankung.jpg


      Auch im Heckbereich wurde die Mahagonibeplankung aufgebracht.
      Da es sich hier um gerade Flächen handelt, konnten mit ganzen Mahagonibrettchen gearbeitet werden.
      hedonist-160-rumpfbeplankung.jpg hedonist-161-rumpfbeplankung.jpg
    • Weiter gings mit der Edelholzbeplankung.
      Im Gegensatz zum Heck muss im Bugbereich mit schmalen Leisten gearbeitet werden.
      So entstand die Mahagonibeplankung der vordenen Bordwand aus 4mm Mahagoni-Leisten.
      hedonist-163-rumpfbeplankung.jpg hedonist-164-rumpfbeplankung.jpg


      Das seitliche Deck wird mit 3mm Ahornplanken belegt. Außen bildet eine Mahagoniplanke den Abschluss zur Rumpfseitenwand.

      hedonist-165-rumpfbeplankung.jpghedonist-166-rumpfbeplankung.jpg


      Auch auf der zweiten Seite wurde das Deck belegt.
      Danach gab es einen groben Schliff und eine erste Versiegelung mit Eposeal.
      hedonist-167-rumpfbeplankung.jpg hedonist-168-rumpfbeplankung.jpg

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Herbert-P ()

    • Kabinendeck/-leuchten

      Im Weihnachtsurlaub besuchte ich Rainer und erhielt von ihm die Deckenlampen für die Kabine.
      Herzlichen Dank!

      Die Deckenleuchten bestehen (analog zum Original) aus jeweils 3 Lampen. Im Modell sind es 3 SMD-Leds (warme Lichtfarbe) die zu einer Leuchtengruppe auf einer Mini-Platine zusammengelötet wurden.
      Die LEDs werde ich mit geringem Strom betreiben, um die Leuchtkraft auf das richtige Maß zu reduzieren.
      Der geignete Strom bzw. der richtige Vorwiderstand wird erst bei der Fertigstellung der Kabine eingestellt.
      Hier seht ihr die Deckenleuchten im Original und die winzigen Lampen für's Modell. Zum Größenvergleich eine 1 Euro Münze beigelegt.
      hedonist-170-deckenleuchten.jpg hedonist-171-deckenleuchten.jpg


      Die ersten Leuchten habe ich gleich in die Kabinendecke eingebaut.
      Zur Befestigung und zur Verhinderung einer Licht-Abstrahlung nach oben, habe ich über die Leuchten ein Brett mit einer entsprechenden Nut geklebt.
      Hier seht ihr den Einbau und die Verkabelung.
      Dann gab es ein erstes Probeleuchten.
      hedonist-172-deckenleuchten.jpg hedonist-173-deckenleuchten.jpg
      Die Leuchten sind noch mit einem Transparent-Klebeband vor Verunreinigungen geschützt. Sie werden nach der Deckenlackierung noch mit einem Chrom-Rahmen eingefasst.



      Nachdem die Elektro-Installation in der Hohldecke der Kabine fertig war, konnte das Kabinendeck mit der Unterbeplankung geschlossen werden.
      Erst jetzt habe ich die Aussparung für das Kabinenfenster im Deck vollständig ausgeschnitten. Vorher traute ich mich nicht die Decksspanten durchzutrennen, da ich befürchtete, dass sich die Kabinendecke verziehen könnte.
      hedonist-174-kabinendeck.jpg hedonist-175-kabinendeck.jpg
    • ein tolles neues Modellbauerjahr wünsche ich allen Modellbaukollegen hier :wink:

      und Dir mein Freund ein dickes Dankeschön für deine wundervolle Arbeit.

      es ist jedes mal eine Freude wenn ich sehe was Du uns hier zeigst. :clap:

      ich bin wieder mal fasziniert mit welch genialen Ideen Du hier Lösungsmöglichkeiten präsentierst.

      Dir noch viele solche tollen Ideen und allen anderen viel Spaß beim weiterbauen Euerer Modelle.

      Grüße aus Nürnberg
      Robert
      viel Spaß am Bauen und Fahren euerer Modelle :bd: ob nun Originalgetreu oder wie es Euch gefällt
    • Edelholzbeplankung Kabinendeck

      Nach der Grundbeplankung des Kabinendecks ging es mit Edelholz weiter..

      Begonnen habe ich mit den Randplanken/-leisten.
      Die Randleisten zum Kabinenfenster wurden 3mm versetzt aufgeklebt. Dieser 3mm Rand dient zur Verklebung des Acrylglases.
      Das 1mm Acrylglas + doppelseitiges Klebeband ergibt ziemlich genau die Beplankungsstärke (1,5mm Arhornfurnier abzüglich Grob-/Feinschliff), so dass im Endausbau die Glasscheibe bündig mit dem Holzdeck abschließen sollte.
      Die Kleberänder sind grob gespachtelt. Sie werden noch schwarz eingefärbt, damit sie beim dunkelgrauen Fensterglas nicht durchscheinen.

      Danach kamen noch die Randleisten zur schrägen Fläche des Decks drauf.
      hedonist-176-rumpfbeplankung.jpg


      Jetzt wurde der waagrechte, innere Decksteil mit Ahorn/Mahagoni-Planken belegt.
      Das Verlegemuster habe ich möglichst originalgetreu ausgeführt.
      hedonist-177-rumpfbeplankung.jpg


      Das innere Kabinendeck wurde fertig belegt und gleich grob geschliffen.

      Nun kam der schräge, gebogene Teil mit der Trennfuge dran.
      Zuerst habe ich außen (fixer Rumpfteil) mit Mahagonistreifen belegt.
      Passend dazu wurde die Ahorn-Randleiste des abnehmbaren Deckteils angeklebt.
      Am Foto seht ihr, wie in bewährter Manier die Decks-Trennfuge mit Klebeband vor unerwünschten Verklebungen geschützt wurde.
      hedonist-178-rumpfbeplankung.jpg


      Der schräge Decksteil wurde nun zwischen den Randleisten mit den Edelholzplanken belegt.
      Das ging leichter bei abgenommenen Deck. Das Deck ist schon so stabil, so dass es sich nicht mehr verziehen sollte.
      Die Herausforderung war dabei, dass bei jeder Planke lange spitz zulaufende Passungen - manchmal sogar an beiden Enden - notwendig waren.
      hedonist-179-rumpfbeplankung.jpg

      Nachdem die Planken aufgebracht waren, wollte ich die schrägen Flächen verschleifen.
      Da rannte ich in das Problem, dass ich exakt bis zum Knick zum waagrechten Teil schleifen durfte.
      Mit dem Schleifklotz einmal 1mm drübergefahren und man hat eine Schleifgrube im waagrechten Decksteil.
      Meine Lösung war, dass ich mit meiner Schleiffeile - eines meiner meistgenutzten Werkzeuge - geschliffen habe.
      Das waagrechte Deck habe ich mit Abdeckband und mit einer Eisenspachtel geschützt.
      Das Foto soll das andeuten. Die zweite Hand hält natürlich die Spachtel, statt dem Fotoapparat.
      Für den letzten Schliff des Knicks habe ich ein kleines, angeschrägtes Holzstück mit Schleifpapier beklebt.
      hedonist-180-rumpfbeplankung.jpg hedonist-181-rumpfbeplankung.jpg

      So sieht das fertig belegte Kabinendeck aus. Es ist grob geschliffen und mit einer ersten Harz-Versiegelung geschützt.
      hedonist-182-rumpfbeplankung.jpg hedonist-183-rumpfbeplankung.jpg
    • Genial Herbert :)

      Hast 'ne "Konversation" von mir >>> Heft gefunden >>> Boat International vom May 2011 mit vielen Fotos vom Original, die es so nicht zu finden gibt :)
      MfG, Ernst
      (Moderator)

      Das Vorteilhafte an Standmodellen ist, dass sie selten absaufen...

      IG-Yachtmodellbau seit 1996

      Under Construction: Wider 32 in 1:10 - diverse Sunseeker-Yachten - und das Dauerthema bei mir: Riva Aquariva 33' Variationen :bd:

      MFC Ikarus Kempten - Modellfliegen auf 895,2m Starthöhe :)
    • @Ernst: Danke für den interessanten Zeitschriftenartikel über die Hedonist.


      Ich hatte zwei Anfragen, welche Holzleisten ich für die Beplankung verwende und woher ich sie beziehe.

      Wenn ich das notwendige Furnier habe bzw. bekomme, schneide ich mir die Beplankungsleisten selbst.
      Falls ich Holzleisten kaufe, dann nur Leisten mit Sonderholzsorten oder Sondermaßen.

      Für die Beplankung meiner Modelle hole ich mir 1,5mm dickes Furnier vom Holzhändler. Die Furniere gibt es meist in ca. 12-15cm breiten Streifen, in unterschiedlichen Längen.
      Aus dieser Furnier schneide ich mir die Leisten auf der kleinen Proxxon-Tischkreissäge.

      Den saubersten Schnitt erziele ich mit dem Metallsägeblatt. Es hat kaum eine Schränkung und verläuft sich nicht so leicht wie z.B das Super Cut-Holzsägeblatt.
      Es liefert einen perfekten Schnitt, ohne Ausfransungen oder Splitterungen.
      Allerdings muss es neu sein. Ein altes Sägeblatt (es genügen ein paar Schnitte durch Messingblech) klemmt permantent und läuft heiß.
      Ich habe ein eigenes Metallsägeblatt nur für Holz! Eigentlich paradox.

      Den kleinen Aufwand, die Leisten selbst zu schneiden, betreibe ich weil,
      - ich Leisten in unterschiedlichen Breiten und Längen herschneiden kann,
      - weil aus dem gleichen Holz (Maßerung, Holzfarbe) Beplankungsbretter für gerade Flächen schneiden kann
      - und weil es um Vieles billiger kommt als die käuflichen Leisten.

      Ein neues Sägeblatt "flutscht" richtig durch die Furnier und man hat in 1/2 Std alle Leisten für ein Modell.
      Aber meistens schneide ich die Leisten in der passenden Breite erst, wenn ich an der Stelle zum Beplanken beginne.
    • Hardtop - one

      Wegen einer Anfragen - ein Nachtrag zu meiner Leistenschneiderei :
      Ich säge meine Leisten mit der ganz kleinen Proxxon Tischkreissäge (KS230). Mit dem Metallsägeblatt hat man dann eine Schnittbreite unter 1mm.

      Jetzt geht's aber an's Hardtop!

      Die vier Goldkontaktstecker zur Fixierung des Hardtops sind in der Bordwand verbaut.
      Der Rumpf ist soweit beplankt, dass alle Auflagen mit ihren entgültigen Maßen vorliegen.

      Um das Hardtop genau zu platzieren, benötige ich neben den vier Befestigungspunkte am Rumpf, auch einen Anhaltspunkt beim Dach.
      Das Hinaufmessen von den Befestigungspunkten zum Dach ist bei den schrägen und gebogenen Linien nicht exakt möglich.
      Daher habe ich mit Klammern und Leisten ein Gerüst aufgebaut, mit dem der zentrale Dach-Spant des Hardtops genau positioniert und festgeklemmt wurde.

      Von diesem Dachspant gehen die beiden Längsträger in einem Bogen bis zur vorderen Auflage.
      Diese Längsträger das tragende Element des Daches und müssen die Formstabilität des Hardtops gewährleisten. Daher habe ich sie aus mehreren Lagen dünnen Flugzeugsperrholz verleimt. So erreichte ich eine wesentlich höhere Festigkeit, als wie bei einem 3normalen 6mm Sperrholz.

      Zwischen die Längsträger kommen die Spanten des Daches. Im Bereich der großen Frontglasscheibe sind diese Spanten in rechtes und linkes Segment geteilt. Für den Aufbau und genaue Ausrichtung werden sie mit Leisten verbunden, welche später wieder herausgebrochen werden.
      hedonist-185-hardtop.jpg



      Nach der Positionierung des vordere Grundgerüst, passte ich die beiden hinteren Steher/Stützen ein.
      Mit diesen habe ich schon vor einiger Zeit einiges herumprobiert, so dass ich bereits Rippen und Seitenteile dieser Stützen mit groben Abmessungen hatte.
      Trotzdem habe ich lange gebraucht, bis die ersten Teile der Stützen eingepasst und am Hardtop (noch punktuell) angeklebt worden sind.
      hedonist-186-hardtop.jpg


      Somit hatte ich ein Grobgerüst vorliegen. Jetzt ging es an die Stabilisierung desselben mit Segmenten der Grundbeplankung und dem sicheren, stabilen Verbinden der hinteren Stützen mit dem Grundgerüst.
      Vor den Beplankungen des Hardtops habe ich die entsprechenden Verdrahtung für die Beleuchtungen eingezogen.
      Solche Drähte/Leitungen fixiere ich im Inneren der konstruktion immer mit einzelnen Tropfen Superkleber. So können sie im fertigen Zustand nicht herumfliegen und klappern.
      hedonist-187-hardtop.jpg hedonist-188-hardtop.jpg


      Dann kamen die ersten Segmente der Oberseite des Daches dran.
      Übrigens: Das Aufkleben von Beplankungselementen, Versteifungen und sonstigen konstruktiven Elementen erfolgt immer wenn das Hardtop am Rumpf befestigt ist. So kann es sich nicht verziehen und wird in gewünschten Form immer stabiler.

      In der Mitte des Daches werden alle Leitungen des Daches und des Radarmastes zusammengeführt und verschaltet.
      Für eine spätere Erreichbarkeit, kommt an der Unterseites ein verschraubbarer Deckel.
      hedonist-190-hardtop.jpg hedonist-191-hardtop.jpg hedonist-192-hardtop.jpg
    • Hardtop - die Zweite

      Weiter gings mit dem Hardtop.
      Auf der Oberseite wurden die Anschlüsse an die hinteren Stützen verkleidet. Vorher habe ich aber noch zwei kleine Spanten eingebaut, um den Übergang vom Dach zu den Stützen möglichst stabil hinzubekommen.
      hedonist-194-hardtop.jpg hedonist-195-hardtop.jpg


      Jetzt ging es weiter nach vorne.
      Zuerst kam die Beplankung auf die Ober- und Unterseite an die seitlichen Streben.
      hedonist-196-hardtop.jpg


      Außen an den seitlichen Streben ist ein längslaufender Absatz, in den später ein verchromter Handlauf kommt.
      Im Sinne der Stabilität machte ich keinen Einschnitt in die Beplankung, sondern klebte außen an die Längsträger einen niedrigeren "Leimbinder".
      Dieser "Leimbinder" entstand aus fünf Schichten Sperrholz, die nacheinander im Bogen an den Längsträger und die Beplankung geklebt wurden.
      So erhielt ich neben dem Absatz für den Handlauf auch eine super Verstärkung der filigranen Konstruktion.
      hedonist-197-hardtop.jpg hedonist-198-hardtop.jpg


      Dann wurde auch die restlichen Flächen mit Sperrholz verkleidet.
      An der Unterseite des Daches kam ein verschraubbarer Deckel um die Verkabelung zu erreichen.
      hedonist-200-hardtop.jpg hedonist-201-hardtop.jpg
    • Hardtop - die Dritte

      Der Rohbau mit der Grundbeplankung ist steht.
      Jetzt kommt die Edelholzbeplankung, die allerdings teilweise zu sehen sein wird.
      Ich ziehe die Mahagonibeplankung auch auf jene Dachteile die später lackiert werden.
      Das hat den Vorteil, dass automatisch vertiefte Klebestreifen für die Glasscheiben entstehen, wenn die Maha-Beplankung einen 4mm Streifen frei lässt.
      So können die Glasscheiben ziemlich bündig zur Dachoberfläche verklebt werden.

      hedonist-203-hardtop.jpg hedonist-204-hardtop.jpg

      hedonist-205-hardtop.jpg hedonist-206-hardtop.jpg
    • Echt genial was ich da sehe :) Das wird ein weiteres Highlight in deiner Sammlung :resp:
      MfG, Ernst
      (Moderator)

      Das Vorteilhafte an Standmodellen ist, dass sie selten absaufen...

      IG-Yachtmodellbau seit 1996

      Under Construction: Wider 32 in 1:10 - diverse Sunseeker-Yachten - und das Dauerthema bei mir: Riva Aquariva 33' Variationen :bd:

      MFC Ikarus Kempten - Modellfliegen auf 895,2m Starthöhe :)
    • Das Hauptdeck

      Weiter geht es mit dem Rohbau. Das nächste Teil ist das Hauptdeck.

      Hier seht ihr die Sperrholzgrundplatte des Hauptdecks.
      In die Öffnung kommt das Beiboot der Hedonist.
      Auf der Unterseite sind der "verkehrte" Sülrand und einige Leisten aufgeklebt damit die Sperrholzplatte eine Stabilität bekommt und sich nicht verzieht.
      hedonist-209-hauptdeck.jpg


      Jetzt geht es an die Beplankung des Decks.
      Wie aus der Skizze hervorgeht, hat die Hedonist Bodenklappen mit runden Ecken in das Deck eingearbeitet.
      Das Verkompliziert die Verlegung der Planken mit der Kalafaterung doch um einiges.
      Die Rundungsplanken habe ich aus der Ahorn-Furnier gebohrt (mit passendem Stufenbohrer) und dann mit einer feinen Goldschmiedelaubsäge ausgesägt.
      So erhielt ich die runden Plankenstücke.
      Da die filigranen Holzstücke leicht brechen, habe ich einige in Reserve ausgesägt.
      hedonist-210-hauptdeck.jpg hedonist-211-hauptdeck.jpg


      Dan begann ich von der Mitte beginnend das Deck mit den Planken zu belegen.
      Hier sieht man auch schon die ersten, abgerundeten Bodenklappen.
      hedonist-212-hauptdeck.jpg hedonist-213-hauptdeck.jpg


      Die Belegung des Decks mit einzelnen Planken ist bei dieser geringen Plankenbreite ein gewaltiger Aufwand.
      Da muss man wirklich überlegen, ob nicht eine ganze Ahorn-Furnierplatte mit aufgezeicheten Trennfugen fast den gleichen Effekt erzielt, aber um Dimensionen weniger Arbeit verursacht.
      Aber jetzt habe ich so damit begonnen und werde es auf diese Art fertig machen.


      Noch ein Zusatz:
      Von Kollegen bin ich gefragt worden, wie ich denn die dünnen Furnierstreifen für die Kalafaterung schneide.
      Diese Leisten sind aus 0,6mm Mahagonifurnier in einer Breite zwischen 1,5 bis 2mm.
      Ürsprünglich haben Roman und ich überlegt, die Streifen mit eine Schlagschere für Papier- oder Kartonzuschnitte zu schneiden. Da ich aber keine geeignete Schlagschere in meinem Bekanntenkreis fand, schnitt ich die Leisten mit einem Cuttermesser.
      hedonist-214-hauptdeck.jpg
      Das Stahllineal habe ich mit 2 Furnierreststücken auf eine Schnittunterlage gespannt.
      Das Furnierblatt wird unter dem Lineal durchgeschoben und klemmt schon von selbst recht gut.
      Dann das Lineal noch zusätzlich mit der Hand niedergedrückt und mit dem Cuttermesser die Furnier durchschnitten.
      Wichtig dabei ist, dass das Cuttermesser sehr scharf ist und nur mit leichtem Druck geschnitten wird. Lieber 2-3 mal das Messer drüberziehen. Wenn man fester drückt wird die Furnier nicht sauber geschnitten sondern vom Messer "gesprengt" und das Holz bricht entlang des natürlichen Fasernverlaufs.
    • Das Hauptdeck - die Zweite

      Beim Deck habe ich Planke für Planke, Fugenleiste für Fugenleiste angepasst und aufgeklebt.
      Wie Jens richtig anmerkte: Eine Sisyphusarbeit!

      Seitlich im Bereich des Fensterbandes erweitert sich das Hauptdeck bis in die Mitte der Rumpfseitenwand als Fensterlaibung.
      Die seitlichen Teile des Hauptdecks in der Rumpfseitenwand müssen vom mittleren Decksteil getrennt werden, sonst kann man das Deck nicht aus dem Rumpf herausnehmen.

      Damit die Beplankung mit den ihren Fugen von Hauptdeck und Seitenteilen zusammenpasst, habe ich die diese mit dem mittleren Hauptdeck mitbeplankt und später mit der Säge wieder abgetrennt.

      Auf dem Foto sieht man, wie das Hauptdeck seitlich erweitert und beplankt wurde.
      Dann drehte ich das Deck um und trennte mit einer feinen Säge die seitlichen Teile wieder vom mittleren Teil.
      hedonist-215-hauptdeck.jpg hedonist-216-hauptdeck.jpg


      Hier das fertige Hauptdeck und die vier seitlichen Decksstücke, die in die "Fensterlaibung" des seitlichen Fensterbandes in die Bordwand ragen.
      hedonist-217-hauptdeck.jpg


      Das fertige Hauptdeck im Rumpf.
      hedonist-218-hauptdeck.jpg


      Und hier noch das Detail der Decksteile in der Fensterlaibung des Rumpf-Fensterbandes.
      Mit eingelegtem und herausgenommenen Mitteldeck.
      hedonist-219-hauptdeck.jpg hedonist-220-hauptdeck.jpg
    • Liegefläche und Bootshangar - Die Erste

      Auf das Hauptdeck kommt der Hangar für das Mini-Beiboot mit einer gepolsterten Liegeflächen drauf.
      Der Bootshangar lässt sich nach oben klappen.
      Davor ist eine Sitz-/Liegekombination mit einer kleinen Bar angebracht.


      Nach Plan wurden die Teile für den Bootshangar ausgeschnitten und Schritt für Schritt zusammengeklebt.
      Am Foto seht ihr wieder meine alten Bleiakkus als Fixier- und Beschwerungswerkzeug im Einsatz.
      Um eventuell das Beiboot unterzubringen, habe ich beim Hangar keine durchgehenden Spanten verbaut, sondern den Innenraum möglichst frei gehalten. Das hat einen stabilen Aufbau natürlich etwas erschwert.
      hedonist-222-bootshangar.jpg hedonist-223-bootshangar.jpg



      Jetzt kam die Sitz- und Liegekombination an die Reihe.
      Am zweiten Foto seht ihr, wie die gesamte Einheit auf das Hauptdeck plaziert werden wird.
      Das spitze Ende des Hangars wurde mit Sperrholz stabilisert und dann mit Balsholz ausgeformt.
      Mit Folienstift habe ich die Konturen des Holzes eingezeichnet. Leider ist der Stift vom Balsaholz aufgesaugt worden und die Striche sind verlaufen. Macht aber nichts, da kommt Blech bzw. Mahagoni drüber.
      hedonist-224-bootshangar.jpg hedonist-225-bootshangar.jpg



      Jetzt kam die Mahagonibeplankung an die Reihe.
      Die Oberseite des Hangars und teilweise auch bei der Liegecouch wurde mit der Ahorn/Mahagoni-Decksbeplankung versehen.
      hedonist-226-bootshangar.jpg hedonist-227-bootshangar.jpg hedonist-228-bootshangar.jpg