Hedonist Hardtop - eine Mahagoni-Superyacht

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    • Hallo Leute,
      danke für euer Lob. Das motiviert für den Weiterbau und zur Berichterstattung über die Entstehung der Hedonist.

      Jetzt kommt die vordere Auflage/Befestigung des Hardtops (Dach) an die Reihe.
      Das Hardtop liegt vorne am Rumpf und auf dem Vorderdeck auf. Befestigt wird es vorne (ebenso wie bei den hinteren Stützen) durch 3,5mm Goldkontaktstecker. Diese halten sehr gut und liefern gleichzeitigt die Stromversorgung für die Scheinwerfer und Positionslichter.

      Auf dem Foto seht ihr die eingebaute Steckerbuchse in der Rumpfseitenwand.
      Das Stück Maghagoni simuliert die Dicke der Maha-Beplankung damit ich die Steckerbuchse in der richtigen Höhe einkleben konnte. Das Holzstück kommt wieder weg und wird durch die richtige Edelholz-Beplankung ersetzt.
      hedonist-154-hardtop.jpg


      Ein Teil, das "from scratch" am Modell entsteht, ist der vordere Querträger des Hardtops.
      Links und rechts sind die Goldstecker zur Befestigung und Stromzufuhr.
      Dieser Querträger zwischen den beiden Seiten muss ziemlich stabil werden, da er an der Bugseite des Hardtops die einzige stabile Verbindung bildet.
      Sonst ist im Hardtop nur die riesige Glasscheibe bis zur Dachplatte. Ohne Möglichkeit, die beiden Seitenträger des Hardtops zu verbinden.
      Der Querträger wurde direkt auf der Krümmung des Rumpfes und des Vorderdecks aufgebaut. Kleine Holzstreifen und Bretter simulieren während des Trägerbaues die fertige Edelholzbeplankung am Deck und Rumpf.
      hedonist-155-hardtop.jpg hedonist-156-hardtop.jpg



      Mit den ertsen zwei Längsträgern und den Querspanten (deren Mittelteil wird noch entfernt) kann man die Kontur des Hardtops bereits erkennen.
      hedonist-157-hardtop.jpg



      Nach dem Steckereinbau habe ich die Rumpfinnenseiten mit der Grundbeplankung versehen.
      Danach kann mit der Edelholzbeplankung fortgesetzt werden.
      Bei der Verklebung der Innenwände mittels Harz leisten die alten Bleiakkus zum Beschweren/Pressen gute Dienste.
      Die Bleiakkus tauchen auf vielen meiner Bilder auf, da ich sie für alle möglichen Stabilisierungen, Beschwerungen und Fixierungen verwende. Einfach in den Rumpf gelegt, stabilisieren sie diesen in gewünschter Seitenlage oder verhindern ein leichtes Verrutschen desselben.
      hedonist-158-rumpfbeplankung.jpg hedonist-159-rumpfbeplankung.jpg


      Auch im Heckbereich wurde die Mahagonibeplankung aufgebracht.
      Da es sich hier um gerade Flächen handelt, konnten mit ganzen Mahagonibrettchen gearbeitet werden.
      hedonist-160-rumpfbeplankung.jpg hedonist-161-rumpfbeplankung.jpg
    • Weiter gings mit der Edelholzbeplankung.
      Im Gegensatz zum Heck muss im Bugbereich mit schmalen Leisten gearbeitet werden.
      So entstand die Mahagonibeplankung der vordenen Bordwand aus 4mm Mahagoni-Leisten.
      hedonist-163-rumpfbeplankung.jpg hedonist-164-rumpfbeplankung.jpg


      Das seitliche Deck wird mit 3mm Ahornplanken belegt. Außen bildet eine Mahagoniplanke den Abschluss zur Rumpfseitenwand.

      hedonist-165-rumpfbeplankung.jpghedonist-166-rumpfbeplankung.jpg


      Auch auf der zweiten Seite wurde das Deck belegt.
      Danach gab es einen groben Schliff und eine erste Versiegelung mit Eposeal.
      hedonist-167-rumpfbeplankung.jpg hedonist-168-rumpfbeplankung.jpg

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Herbert-P ()

    • Kabinendeck/-leuchten

      Im Weihnachtsurlaub besuchte ich Rainer und erhielt von ihm die Deckenlampen für die Kabine.
      Herzlichen Dank!

      Die Deckenleuchten bestehen (analog zum Original) aus jeweils 3 Lampen. Im Modell sind es 3 SMD-Leds (warme Lichtfarbe) die zu einer Leuchtengruppe auf einer Mini-Platine zusammengelötet wurden.
      Die LEDs werde ich mit geringem Strom betreiben, um die Leuchtkraft auf das richtige Maß zu reduzieren.
      Der geignete Strom bzw. der richtige Vorwiderstand wird erst bei der Fertigstellung der Kabine eingestellt.
      Hier seht ihr die Deckenleuchten im Original und die winzigen Lampen für's Modell. Zum Größenvergleich eine 1 Euro Münze beigelegt.
      hedonist-170-deckenleuchten.jpg hedonist-171-deckenleuchten.jpg


      Die ersten Leuchten habe ich gleich in die Kabinendecke eingebaut.
      Zur Befestigung und zur Verhinderung einer Licht-Abstrahlung nach oben, habe ich über die Leuchten ein Brett mit einer entsprechenden Nut geklebt.
      Hier seht ihr den Einbau und die Verkabelung.
      Dann gab es ein erstes Probeleuchten.
      hedonist-172-deckenleuchten.jpg hedonist-173-deckenleuchten.jpg
      Die Leuchten sind noch mit einem Transparent-Klebeband vor Verunreinigungen geschützt. Sie werden nach der Deckenlackierung noch mit einem Chrom-Rahmen eingefasst.



      Nachdem die Elektro-Installation in der Hohldecke der Kabine fertig war, konnte das Kabinendeck mit der Unterbeplankung geschlossen werden.
      Erst jetzt habe ich die Aussparung für das Kabinenfenster im Deck vollständig ausgeschnitten. Vorher traute ich mich nicht die Decksspanten durchzutrennen, da ich befürchtete, dass sich die Kabinendecke verziehen könnte.
      hedonist-174-kabinendeck.jpg hedonist-175-kabinendeck.jpg
    • ein tolles neues Modellbauerjahr wünsche ich allen Modellbaukollegen hier :wink:

      und Dir mein Freund ein dickes Dankeschön für deine wundervolle Arbeit.

      es ist jedes mal eine Freude wenn ich sehe was Du uns hier zeigst. :clap:

      ich bin wieder mal fasziniert mit welch genialen Ideen Du hier Lösungsmöglichkeiten präsentierst.

      Dir noch viele solche tollen Ideen und allen anderen viel Spaß beim weiterbauen Euerer Modelle.

      Grüße aus Nürnberg
      Robert
      viel Spaß am Bauen und Fahren euerer Modelle :bd: ob nun Originalgetreu oder wie es Euch gefällt
    • Edelholzbeplankung Kabinendeck

      Neu

      Nach der Grundbeplankung des Kabinendecks ging es mit Edelholz weiter..

      Begonnen habe ich mit den Randplanken/-leisten.
      Die Randleisten zum Kabinenfenster wurden 3mm versetzt aufgeklebt. Dieser 3mm Rand dient zur Verklebung des Acrylglases.
      Das 1mm Acrylglas + doppelseitiges Klebeband ergibt ziemlich genau die Beplankungsstärke (1,5mm Arhornfurnier abzüglich Grob-/Feinschliff), so dass im Endausbau die Glasscheibe bündig mit dem Holzdeck abschließen sollte.
      Die Kleberänder sind grob gespachtelt. Sie werden noch schwarz eingefärbt, damit sie beim dunkelgrauen Fensterglas nicht durchscheinen.

      Danach kamen noch die Randleisten zur schrägen Fläche des Decks drauf.
      hedonist-176-rumpfbeplankung.jpg


      Jetzt wurde der waagrechte, innere Decksteil mit Ahorn/Mahagoni-Planken belegt.
      Das Verlegemuster habe ich möglichst originalgetreu ausgeführt.
      hedonist-177-rumpfbeplankung.jpg


      Das innere Kabinendeck wurde fertig belegt und gleich grob geschliffen.

      Nun kam der schräge, gebogene Teil mit der Trennfuge dran.
      Zuerst habe ich außen (fixer Rumpfteil) mit Mahagonistreifen belegt.
      Passend dazu wurde die Ahorn-Randleiste des abnehmbaren Deckteils angeklebt.
      Am Foto seht ihr, wie in bewährter Manier die Decks-Trennfuge mit Klebeband vor unerwünschten Verklebungen geschützt wurde.
      hedonist-178-rumpfbeplankung.jpg


      Der schräge Decksteil wurde nun zwischen den Randleisten mit den Edelholzplanken belegt.
      Das ging leichter bei abgenommenen Deck. Das Deck ist schon so stabil, so dass es sich nicht mehr verziehen sollte.
      Die Herausforderung war dabei, dass bei jeder Planke lange spitz zulaufende Passungen - manchmal sogar an beiden Enden - notwendig waren.
      hedonist-179-rumpfbeplankung.jpg

      Nachdem die Planken aufgebracht waren, wollte ich die schrägen Flächen verschleifen.
      Da rannte ich in das Problem, dass ich exakt bis zum Knick zum waagrechten Teil schleifen durfte.
      Mit dem Schleifklotz einmal 1mm drübergefahren und man hat eine Schleifgrube im waagrechten Decksteil.
      Meine Lösung war, dass ich mit meiner Schleiffeile - eines meiner meistgenutzten Werkzeuge - geschliffen habe.
      Das waagrechte Deck habe ich mit Abdeckband und mit einer Eisenspachtel geschützt.
      Das Foto soll das andeuten. Die zweite Hand hält natürlich die Spachtel, statt dem Fotoapparat.
      Für den letzten Schliff des Knicks habe ich ein kleines, angeschrägtes Holzstück mit Schleifpapier beklebt.
      hedonist-180-rumpfbeplankung.jpg hedonist-181-rumpfbeplankung.jpg

      So sieht das fertig belegte Kabinendeck aus. Es ist grob geschliffen und mit einer ersten Harz-Versiegelung geschützt.
      hedonist-182-rumpfbeplankung.jpg hedonist-183-rumpfbeplankung.jpg
    • Neu

      Genial Herbert :)

      Hast 'ne "Konversation" von mir >>> Heft gefunden >>> Boat International vom May 2011 mit vielen Fotos vom Original, die es so nicht zu finden gibt :)
      MfG, Ernst
      (Moderator)

      Das Vorteilhafte an Standmodellen ist, dass sie selten absaufen...

      IG-Yachtmodellbau seit 1996

      Under Construction: Riva Iseo 1/10 - Range Rover Projects 1/10 - diverse Sunseeker-Yachten

      MFC Ikarus Kempten - Modellfliegen auf 895,2m Starthöhe :)
    • Neu

      @Ernst: Danke für den interessanten Zeitschriftenartikel über die Hedonist.


      Ich hatte zwei Anfragen, welche Holzleisten ich für die Beplankung verwende und woher ich sie beziehe.

      Wenn ich das notwendige Furnier habe bzw. bekomme, schneide ich mir die Beplankungsleisten selbst.
      Falls ich Holzleisten kaufe, dann nur Leisten mit Sonderholzsorten oder Sondermaßen.

      Für die Beplankung meiner Modelle hole ich mir 1,5mm dickes Furnier vom Holzhändler. Die Furniere gibt es meist in ca. 12-15cm breiten Streifen, in unterschiedlichen Längen.
      Aus dieser Furnier schneide ich mir die Leisten auf der kleinen Proxxon-Tischkreissäge.

      Den saubersten Schnitt erziele ich mit dem Metallsägeblatt. Es hat kaum eine Schränkung und verläuft sich nicht so leicht wie z.B das Super Cut-Holzsägeblatt.
      Es liefert einen perfekten Schnitt, ohne Ausfransungen oder Splitterungen.
      Allerdings muss es neu sein. Ein altes Sägeblatt (es genügen ein paar Schnitte durch Messingblech) klemmt permantent und läuft heiß.
      Ich habe ein eigenes Metallsägeblatt nur für Holz! Eigentlich paradox.

      Den kleinen Aufwand, die Leisten selbst zu schneiden, betreibe ich weil,
      - ich Leisten in unterschiedlichen Breiten und Längen herschneiden kann,
      - weil aus dem gleichen Holz (Maßerung, Holzfarbe) Beplankungsbretter für gerade Flächen schneiden kann
      - und weil es um Vieles billiger kommt als die käuflichen Leisten.

      Ein neues Sägeblatt "flutscht" richtig durch die Furnier und man hat in 1/2 Std alle Leisten für ein Modell.
      Aber meistens schneide ich die Leisten in der passenden Breite erst, wenn ich an der Stelle zum Beplanken beginne.