Hedonist Hardtop - eine Mahagoni-Superyacht

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    • @Rene: Danke für deine Suche!!!

      @Sven: Hi Sven.
      Die Monitore auf deiner Homepage schauen ja mega aus. Wahnsinn!
      Die wären sicher ein Highlight in meiner Hedonist.
      Da geh ich doch gleich in die Werkstatt und messe mal die Dimensionen der Anzeige im Cockpit und welche Raum ich zum Einbauen habe.
      Sven, ich schreibe dir eine PN oder besser gesagt eine Konversation.
      Vielleicht wird das was.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Herbert-P ()

    • schön zu sehen dass der Sven auch hier dabei ist :h:

      ich hab vor einiger Zeit zwei deiner Monitore erworben und bin nach wie vor begeistert davon.
      Ich hoffe dass ich die wie geplant in meine Yacht integrieren kann.

      Herbert beim Sven bist Du richtig !!! :clap:

      Grüße aus Nürnberg
      Robert
      viel Spaß am Bauen und Fahren euerer Modelle :bd: ob nun Originalgetreu oder wie es Euch gefällt
    • Hallo

      bezüglich der Monitore bin ich mit Sven in Kontakt. Es wird sich zeigen, ob es klappt.


      Inzwischen habe ich mit den Beschlagteilen weitergemacht.

      Hinter dem Bugblech kommen zwei Tankdeckel in das Deck.
      Zuerst habe ich die Deckel gedreht.
      Aus dünnen Kuüferdrähten modellierte ich die Scharnierimitiation und steckte sie in die zwei 0.6mm-Löcher, die ich vorher in die Tankdeckel bohrte.
      Jetzt müssen sie noch verlötet und mit (Silber-)Lötzinn "gefüllt" werden, damit es einem Scharnier ähnlich sieht.
      Übrigens: Die dünnen Drähte sind lackisolierte Wickeldrähte aus alten Trafos bzw. Spulen.
      hedonist-290-tankdeckel.jpg hedonist-291-tankdeckel.jpg



      An beiden Seiten des Decks hat die Hedonist mehrere Poller mit jeweils einer Seilführung schräg vom Deck in die seitliche Bordwand.
      hedonist-130-hardtop.jpg

      Zwei dieser Poller sind extra groß. Deren Entstehung möchte ich hier beschreiben.

      Ich habe vorher lange überlegt wie ich diesses Teile fertigen soll. Ich kam auf bis zu 5 Blechteile die miteinander zu verlöten sind.
      Meine letzte Variante benötigt nur zwei gebogene und ineineinander geschobene Messingbleche.
      Diese klemmen bereist von selbst und können einfach verlötet werden.

      Aus Papier fertigte ich mir ein Urmodell der Seilführung. So erhielt ich die genauen Maße und Biegekanten für das Messingblech.

      Nach dem Grobverputz kamen decksseitig zwei Bohrungen für den Poller, der aus einfachen Messingteilen verlötet und gefeilt wurde.
      Hier seht ihr den Werdegang der beiden Poller mit Seilführungen.
      hedonist-293-poller.jpg

      Hier seht ihr noch wie der Rumpf aufgeschnitten werden musste und wie der Poller dann am Rumpf aussieht.
      hedonist-294-poller.jpg hedonist-295-poller.jpg
    • Hallo Herbert,

      wie immer ist es ein Hochgenuss, Dir beim bauen zuzusehen!

      Beim Begriff "Poller" für diese formschönen "Klampen" rollen sich aber dem Wassersportler die Fußnägel hoch :S . Ein Poller ist meist zylindrich und hat manchmal rechts und links Stege, die ein Belegen erleichtern sollen. Es gibt ihn einzeln oder als Doppelpoller. Eine Klampe ist flach und hat einen durchgehenden Steg, der rechts und links übersteht. Darauf wird im Kreuzschlag und abschließendem Kopfschlag belegt.

      "Poller" wird Deiner filigranen und überaus originalgetreuen Arbeit überhaupt nicht gerecht :no2:
    • So, jetzt habe ich wieder was gelernt.
      Meine "Poller" sind eigentlich Klampen. :id:
      Danke an Tim für die Richtigstellung.
      Man sieht daraus, ich bin kein Nautic-Spezialist.


      Als nächste Bau-Aufgabe kamen die sechs Lufteinlässe in der Rumpfseitenwand beim Heck an die Reihe.
      Ich bin mir nicht klar darüber, ob es sich hierbei nur um die Luftansaugungen für die Motoren handelt, oder ob auch die Abgasrohre dort nach außen geführt werden.
      Am Foto des Originals sieht man die drei Luftein-/auslässe an der Backbordseite.
      hedonist_hardtop_3_20170913_1665206183.jpg


      Ausgehend von meiner Konstruktionsskizze (siehe Foto) habe ich zunächst ein Papiermodell des oberen Lufteinlasses angefertigt.
      hedonist-296-lufteinlaesse.jpg


      Das Papiermodell wurde aufgeschnitten und daraus die Blechteil-Schablonen erstellt.
      Mit Hilfe der Schablonen entstanden die Blechteile, die gebogen und mit Silberlot zusammengelötet wurden.
      Zwei Seite der geköpften Pyramide hängen am Blechrahmen und werden scharfkantig in die richtige Position gebogen.
      Das hat den Vorteil, dass das Anlöten der restlichen beiden Seiten etwas einfacher von der Hand ging.
      In der Mite seht ihr den ersten grob verputzten Lufteinlass.
      hedonist-297-lufteinlaesse.jpg



      Nach dem gleichen Prinzip entstanden auch die unteren Lufteinlässe.
      Wobei hier wegen der Größenverhältnisse nur eine Seite direkt am Blechrahmen hängt und kantig gebogen werden kann.
      hedonist-298-lufteinlaesse.jpg


      Mir tat es im Herzen weh, als ich zum Bohrfräser griff und begann die Ausnehmungen im Rumpf herauszufräsen.
      Sicherheitshalber fräste ich ein zu kleines Loch und tastete mit durch Feilen an die notwendige Größe heran.
      Wenn man die Fräser freihändig führt, ist eine gewisse Ungenauigkeit vorprogrammiert.
      hedonist-299-lufteinlaesse.jpg

      Da fällt mir die (Scherz)-Frage ein:
      "Was wird größer, wenn man etwas wegnimmt?"
      --> Ein Loch!


      Nachdem die Löcher im Rumpf passend ausgearbeitet worden sind, konnten die halbfertigen Lufteinlässe probesitzen.
      hedonist-300-lufteinlaesse.jpg



      Der nächste Schritt war der Einbau der Luftleitbleche in die Lufteinlässe.
      Dazu fräste und feilte ich die Aufnahmeschlitze für die Luftleitbleche in die gelöteten Lufteinlässe.
      Doch bevor ich die Luftleitbleche einlötete, mussten ich alle Teile polieren. Mit den Leitblechen ist es unmöglich die inneren Teile der Lufteinlässe zu polieren. So kleine Polierstifte habe ich nicht.
      Umso vorsichtiger erfolgte dann das Einlöten der Leitbleche, damit kein Lot hervorquillt bzw. die Oberfläche beschädigt wird.


      Am Foto seht ihr - vor dem Polieren - wie die Leitbleche probehalber eingepasst worden sind. Ganz links bekommt man einen Eindruck, wie es fertig aussehen wird. An der Rückseite wird ein schwarz lackiertes Abschlussteil (wahrscheinlich aus Polystyrol) aufgeklebt. Hier habe ich ein schwarzes Isolierband angeklebt.
      hedonist-301-lufteinlaesse.jpg


      Jetzt seht ihr noch die sechs fertigen Lufteinlässe (ohne rückseitigen schwarzen Abschluss) auf der blauen Unterlage und im Modell eingesteckt.
      hedonist-302-lufteinlaesse.jpg hedonist-303-lufteinlaesse.jpg


      Diese sechs Teile habe ich unterschätzt.
      Sie verursachten doch einiges an Aufwand.
      Außerdem gab es verbrannten Finger und einige Wutausbrüche über meiner Unfähigkeit bzw. Ungeschicklichkeit.
      Aber zu guter Letzt habe ich es geschafft.
    • Herbert Herbert :no1: Du machst mich feddich

      Deine UNFÄHIGKEIT und UNGESCHICKLICHKEIT hätte ich liebend gerne

      mir fällt grad nicht einmal ein Wort ein für das was Du hier zeigst
      :w1:

      Grüße aus Nürnberg
      Robert
      viel Spaß am Bauen und Fahren euerer Modelle :bd: ob nun Originalgetreu oder wie es Euch gefällt
    • Gebe meinen Vor-Schreibern absolut Recht Herbert. Du bist echt geschickt und setzt deine Ideen genial um :)

      Früher wurde teilweise mein Selbstwertgefühl durch solche Leistungen bös negativ beeinflusst. Aber das muss es bei Keinem. Jeder Modellbauer erbringt die Leistung, die er gewillt ist umzusetzen, wenn er denn kann. So entstehen Kunstwerke zum Betrachten und lernen, dass diese Leistung möglich ist. Es ist nun am Betrachter, ob er dieses Ergebnis auch nachmachen möchte. Irgendwann wird er es schaffen. Ich übe, so oft ich kann :)
      MfG, Ernst
      (Moderator)

      Das Vorteilhafte an Standmodellen ist, dass sie selten absaufen...

      IG-Yachtmodellbau seit 1996

      Under Construction: Wider 32 in 1:10 - diverse Sunseeker-Yachten - und das Dauerthema bei mir: Riva Aquariva 33' Variationen :bd:

      MFC Ikarus Kempten - Modellfliegen auf 895,2m Starthöhe :)
    • Chrom-Seitenblenden

      Hi,
      es freut mich, dass der Bericht bei euch ankommt.

      Weiter geht es mit Beschlagteilen:
      Die Chrom-Seitenblenden und die Handläufe/Reling.
      Am Foto des Originals seht ihr die Chromblenden an der Rumpfseitenwand als Abschluss des Fensterbandes und ein paar Handläufe.
      hedonist-304-reling.jpg

      Die Chrom-Seitenblende ist eigentlich ein einfaches 2mm Messingblech, welches an den Rändern in unterschiedlichen Winkel angeschrägt wird.
      Das sollte schnell erledigt sein.
      Allerdings tüftelte ich ziemlich lange, bis ich eine Methode gefunden habe, wie ich die Schrägen mit meinem Werkzeugen exakt im Winkel und geradelinig anbringen konnte.
      Das Teil mit der Hand in Form feilen ist ausgeschieden. Auch kleine Ungenauigkeiten wirken sich bei der langen Schräge sofort in einem scheußlichen Gesamteindruck aus.

      Ich begann ich mit den 45Grad-Schrägen. Mit der Tischkreissäge und einer 45Grad-Unterlage konnte ich das gröbste Material abtragen. Siehe Foto.
      Diese Methode ist aber nicht ungefährlich. Man kann leicht abrutschen und einige Cuts in das Werkstück schlagen oder man kann sich sogar verletzen.
      Aber mit "Engelsgeduld" und extremer Vorsicht schaffte ich es.
      Die genaue Schräge habe ich dann mit Metalschleifblättern am Bohrständer geschliffen.
      hedonist-305-seitenblende.jpg hedonist-306-seitenblende.jpg


      Bei den langen 20Grad-Schrägen ging diese Methode jedoch nicht mehr. Hier habe ich die Schräge zur Gänze herausgeschliffen.
      Das erforderte viel Geduld und Zeit. Noch dazu musste ich immer wieder Pausen einlegen, damit das Werkstück abkühlen konnte.
      Übrigens: Das Blech habe ich mit Superkleber auf ein Holzstück geklebt, welche ich dann am Kreuztisch fixierte. So konnte ich die Schräge exakt mit dem Kreuztischvorschub herausschleifen.
      hedonist-308-seitenblende.jpg

      Und so sieht die Blende am Modell aus.
      hedonist-310-seitenblende.jpg
    • Handläufe/Reling

      Die Reling bzw. die Handläufe der Hedonist bestehen aus einem rechteckigen Metallband, welches mit quadratischen Stützen am Deck/am Hardtop befestigt werden. Am Metallband sind die halbrunden Köpfe der Befestungsnieten/-schrauben zu sehen.
      Hier seht ihr ein fertiges Relingstück und die Einzelteile aus denen sie entstanden ist.
      hedonist-312-reling.jpg


      Die 1,5x1,5mm Stützen wurde der Länge nach durchbohrt. So konnte ein Messingnagel durch das Relingband und die Stützen geführt werden.
      Damit beim Verlöten der Stützen und Nägel kein überschüssiges Lot den Eindruck schmälert, bin ich folgendermaßen vorgegangen:
      Zuerst wurde der Nagel durch das Metallband gesteckt und an der Unterseite verlötet. Dieses Lot genügt, dass dann die übergeschobene Stütze ohne Zugabe von weiterem Lot mit Nagel und Metallband verlötet werden kann.
      hedonist-313-reling.jpg hedonist-314-reling.jpg


      Hier noch Bilder der fertigen Handläufe (ohne Politur und Verchromung)
      hedonist-315-reling.jpg hedonist-316-reling.jpg
    • Hallo Leute,

      ich melde mich mal wieder.
      Momentan finde ich kaum Zeit, an der Hedonist weiterzubauen. Der Beruf ....

      Im letzten Monat habe ich nur ein paar kleine Poller mit Seilführung gebaut.
      Diesmal sind es wirklich Poller und keine Klampen??? :pf:
      hedonist-317-poller.jpg hedonist-318-poller.jpg
      Bei der Seilführung kommt wieder das gleiche System, wie bei den großen Klampen zum Einsatz.
      Abgekantetes MS-Blech mit Ausschnitt und einem eingeschobenem Füllblech.


      Dann habe ich begonnen die Holzteile zu schleifen und mit Eposeal zu versiegeln.
      Dieser Prozess wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen.
      Das Harz für die darauffolgende "Füllschicht" ist bereits bestellt.
      hedonist-319-schleifen.jpg


      Außerdem sind die Monitore von Sven eingetroffen. Danke Sven!!!
      Einmal das Radar und einmal die Landkarte.
      Sie funktionieren prächtig.
      hedonist-320-monitore.jpg hedonist-321-monitore.jpg
      Leider haben die Displays der Monitore unterschiedliche Abmessungen.
      Am Instrumentenboard muss aber der Ausschnitt bzw. Monitorgröße identisch sein.
      Hier hatte Robert eine prima Idee mit konischen Acrylglasscheiben. Aber davon mehr, wenn's soweit ist.