Hedonist Hardtop - eine Mahagoni-Superyacht

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    • Hi,
      danke für euer positives Feedback. Das motiviert ungemein, um mit Geduld und Ausdauer weiterzumachen.

      Was hat sich getan?
      Um die (hoffentlich) letzten Chrombeschläge zu erstellen, widmete ich ich mich weiter dem Cockpit der Hedonist..

      Als Erstes fertigte ich die Chrom-Frontschürze des Fahrstandes in bewährter Weise.
      Schablonen mittels Karton und Abdeckband erstellt.
      Danach das Messingblech ausgesägt, gebogen, verlötet und veschliffen.

      hedonist-358-cockpit.jpg hedonist-359-cockpit.jpg
      Die Holzkonstruktion ist mit Epsoeal versiegelt. Die Harzschicht und der Lack fehelen noch.

      Auf gleiche Weise entstand auch die Chrom-Abdeckleiste zwischen den Cockpit-Segmenten.
      hedonist-360-cockpit.jpg


      Jetzt ging es an die Regler, Schalteelemente und Anzeigen des Cockpits.

      Hier seht ihr die Entstehung der Gashebel für die drei Motoren und den Joystick.
      hedonist-361-cockpit.jpg hedonist-362-cockpit.jpg


      Die beiden Monitore von Sven (Radar und Seekarte) die ich einbauen möchte, haben unterschiedliche Abmessungen. Im Original der Hedonist sind die beiden Bildschirme aber gleich groß.
      Der Übergang zwischen den sichtbaren Bildschirmen am Cockpit und den eingebauten Monitoren erfolgt mit einer zusätzlichen dicken Acrylglasplatte (Tip von Robert).

      Die eigentlichen Bildschirmabdeckungen am Cockpit bestehen aus dünnem Acrylglas (1mm) mit identischen Abmessungen. Darunter kommt jeweils ein dickeres Acrylglas, welches an den Seiten schräg geschliffen ist. Mit den Schrägen erreicht man den Übergang zu den unterschiedlichen Dimensionen der Monitore. Die schrägen Seitenflächen werden schwarz lackiert.
      Durch die konischen Seitenflächen sieht man die Monitore auch wenn man seitlich draufschaut.

      Am Foto kann man es hoffentlich erkennen.
      Bem Zusammenkleben der beiden Acrylglasscheiben brauchte ich mehrere Versuche, da ich Lufteinschlüsse auf der Klebefläche hatte. Diese Luftblasen stören gewaltig, schauen sch.... aus und behindern die Sicht auf die Monitore.
      hedonist-364-cockpit.jpg

      Dann habe ich auch noch weitere Einbausegmente mit Schalter und sonstigen Bedienelemente gestaltet.
      hedonist-365-cockpit.jpg




      Ich hoffe, dass ich jetzt alle Chrom-Beschlagteile gebaut und kein Teil vergessen habe.
      Ich kontrollierte sie alle nochmals und wenn notwendig polierte ich sie nochmals nach.
      hedonist-366-chromteile.jpg
      Und jetzt ab zum Verchromer!!! Endlich !!! :juhu:
      Ich habe sie nicht gezählt, aber es ist doch eine ganze Menge an Teilen.
    • Das Harz auf den Holzteilen hat mehrere Wochen Zeit zum Ausgehärten gehabt.
      Nun habe ich die Harzschicht glatt geschliffen. Mit Körnung 240 beginnend bis zur Körnung 400.
      Bei diesem Knochenjob merkt man erst, wie viele Ecken, Kanten und unterschiedliche Flächen die Hedonist hat.

      Als endlich die Flächen glatt waren, wurde noch mit Silikonentferner gereinigt und für die Lackierung vorbereitet.
      Hier seht ihr die ersten lackierten Teile zum Trocknen in der Garage aufgelegt.
      Die Decks werden erst nach dem Aufbringen der Chrom-Beschläge (Scharniere, Griffe) lackiert.
      hedonist-367-lackierung.jpg

      Am Rumpf wurde die Wasserlinie eingezeichnet (siehe Foto) und das Unterwasserschiff mit der Grundierung gespritzt.
      hedonist-368-lackierung.jpg hedonist-369-lackierung.jpg

      Nach einem Zwischenschliff bekam das Unterwasserschiff seine Farbe (Graubraun RAL 8019).
      hedonist-370-lackierung.jpg

      Nach einigen Tagen zum Trocknen wurde auch der Rumpf mit 2K-Klarlack lackiert.
      Hier seht ihr den Rumpf zum Trocknen in der Garage aufgehängt.
      hedonist-371-lackierung.jpg

      Leider muss ich gestehen, dass ich beim Lackieren ein Dilettant bin.
      Einmal trage ich zu wenige Lack auf und es entsteht eine eine rauhe Oberfläche weil der Lack nicht mehr verläuft.
      Dann spritze ich doch wieder mehr Lack auf die Fläche. Daraufhin verläuft der Lack auf den horizontalen Flächen super, auf den senkrechten Flächen bilden sich aber "wunderbare" Tränen.
      Eine optimale Lackierung schaffe ich nur in den wenigsten Fällen. Um die Fehler auszubügeln muss ich, wenn der Lack zwei Wochen getrocknet ist, die Oberfläche mühevoll schleifen und polieren.

      Aber die Hoffnung stirbt zuletzt: Vielleicht lern ich es doch noch. ?(
    • hallo Herbert,

      KLASSE anzusehen wie Du bei dem Superprojekt weiter machst. :h:

      Danke für deine tollen Ideen und auch bitteschön gern geschehen.

      Ich bin gespannt auf das fertige Kunstwerk.

      Bis denn und Grüße aus Nürnberg
      Robert :wink:
      viel Spaß am Bauen und Fahren euerer Modelle :bd: ob nun Originalgetreu oder wie es Euch gefällt
    • nietlogger schrieb:

      Du musst die Fläche während des Lackierens in einer Neonröhre spiegeln lassen und dann nur bis Wasserglanz Lack auftragen.
      Das hätte ich so versucht, aber leider habe ich keine Lackierkabine mit viel Licht rundherum. So habe ich öfter nicht die richtige Menge beim Lackauftrag erwischt.

      Nach dem der Lack mehrere Wochen ausgehärtet ist, konnte ich die Lackoberflächen schleifen (Körnung 2000-5000) und danach polieren. Einige Lackierfehler konnte ich dabei ausbügeln, aber leider nicht alle.

      Inzwischen waren meine Beschlagteile fertig verchromt und ich holte sie sofort vom Verchromer.
      Das war ein richtiger Motivationsschub.
      hedonist-373-chromteile.jpg
      Alle Hochachtung dem Verchromer - eigentlich seiner Frau - dass sie es schaffte, die zum Teil winzigen Teile, an einem Kupferdraht anzubinden/anzulöten.
      In einem längeren Gespräch erklärte mit der Verchromer, wie ich die Kleinteile besser vorbereiten sollte, damit man sie rasch und vor allem sicher am "Kupferdrahtgehänge" befestigen kann.
      Denn, im schlimmsten Fall gehen einzelne Teile in den Galavnikbäder für immer verloren oder es entstehen unschöne Flecken durch die Befestigung.


      Mit den Chromteilen konnte ich endlich ein paar Löcher im Rumpf stopfen.
      Zuerst baute ich die Unterwasser-LEDs mit ihren Chromfassungen ein.
      Danach kamen die Luftansaugungen und Abgaspforten seitlich am Heck an die Reihe.
      hedonist-375-LED.jpg hedonist-376-abgasoeffnung.jpg



      Mit den Chromteilen, konnte ich jetzt endlich meine Decks fertig machen.
      Vor der letzen Lackierung fehlten die "Scharniere" und "Griffe" für die Luken in den Decks.

      Dazu fräste/bohrte ich die Ausnehmungen für die Scharniere in die Decks mit 0,5mm Tiefe.
      Die Ecken wurden mit einem scharfen Cutter-Messer ausgestochen.
      In diese Vertiefungen wurden die verchromten Schanrnier- und Griffbleche eingeklebt (Tacky-Kleber).
      Bei den "Griffen" habe ich die Vertiefung schwarz lackiert, das sie durchscheint.
      Am ersten Foto seht ihr bei einer Decksluke bereits zwei Griffe eingebaut und die Vertiefung der Scharniere gefräst.
      Am zweiten Foto sind auch die "Scharniere" einer Decksluke bestückt.
      hedonist-377-deckbeschlaege.jpg hedonist-378-deckbeschlaege.jpg


      Auf diese Weise wurden alle Luken und Öffnungen der Decks mit Scharnieren und Griffen versehen.
      hedonist-379-deckbeschlaege.jpg


      Jetzt konnten die Decks mit 2K-Klarlack gespritzt werden.
      Statt der Lack-Politur wurden die Decks mit 2000-er Schleifpapier matt geschliffen. In Natura ist kein Deck hochglänzend.
      hedonist-381-deckbeschlaege.jpg hedonist-382-deckbeschlaege.jpg

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Herbert-P ()

    • :resp: oh Herbert :clap:

      Da werde ich mit meinen "Vor-Entwürfen" und "Ideenbringern" nie hinkommen.

      Kommst Du nach Nürnberg?
      MfG, Ernst
      (Moderator)

      Das Vorteilhafte an Standmodellen ist, dass sie selten absaufen...

      IG-Yachtmodellbau seit 1996

      Under Construction: Wider 32 in 1:10 - diverse Sunseeker-Yachten - und das Dauerthema bei mir: Riva Aquariva 33' Variationen :bd:

      MFC Ikarus Kempten - Modellfliegen auf 895,2m Starthöhe :)
    • Klasse Arbeit und Grüße

      Ich bin schon gespannt wenn die Yacht fertig ist.
      Engel TK208
      Gato SS212 fast fertig
      Spitfire von Aeronaut fast fertig
      Kaiser K500 xl im Bau
      MHZ Kito mit Turbine SPM 5

      Heli Sikorski S76 mit PHT3 Turbine.
      Heli Gravity mit PHT 2 Turbine.
      F16 1/8 mit 70er Kingtech Turbine.
      Tucano 1/4 mit 45er TP Kingtech Turboprop.
      BD5 1/2 mit 210 Kingtech Turbine fast fertig.
      DG 303 Acro Paritech 1/3 mit Klappimpeller 5 Meter Spannweite.
      ASG 29 Tangent 1/3 mit Klapptriebwerk 6 Meter Spannweite.
    • Neu

      promocean schrieb:

      Kommst Du nach Nürnberg?
      Wollen tät ich schon. Aber mit Corona ist da gar nix fix.
      Das wird sich daher erst kurzfristig entscheiden.

      Ein Kurzurlaub zu Hause mit ein paar Tagen Schlechtwetter sorgten dafür, dass an der Hedonist weitergearbeitet wurde.

      Obwohl schon einiges vorbereitet war, werkte ich zwei ganze Tage, um die Antriebstechnik einzubauen, .

      Als Erstes kamen noch zwei zusätzliche Löcher für die Wasserkühlung in den Rumpf.
      Der Wassereinlauf liegt neben den Jetansaugkanäle am Rumpfboden.
      Den Auslauf positionerte ich über den Jets am Heckspant, damit man den Wasserfluss kontrollieren kann.


      Hoffentlich bekomm ich den Rumpf wieder dicht, bei den vielen Löchern (2x Seitenfensterband, 6x Ein-/Auslässe der Jets, 6x Ansteuerung der Jets, 2x Wasserkühlung, 6x Luftansaugung/Abgaserohre, 4x Unterwasser-LEDS, 2x Bugstrahlruder, ...)
      Der Rumpf ist ein richtiger Schweizer Käse (Emmentaler mit vielen Löchern).

      Als Nächstes baute ich die Jetdüsen (noch ohne Ansteuerung) und die Motoren ein.

      An der rechten Rumpfseite installierte die Wasserpumpe. Es folgte die Verlegung der Schläuche für die Wasserkühlung. Das war ganz schön aufwendig. Mussten doch drei Motoren und drei Regler gekühlt werden.
      hedonist-383-technickeinbaub.jpg hedonist-384-technickeinbaub.jpg

      Nach den Installationsarbeiten ging es an die Steuerung und die Elektronik der Jets.
      Ich brauchte einigen Stunden bis alle Steuerwege der Jetgestänge passten und die Motoren-Regelung richtig funktioniert.
      Hier setze ich das Jet-Steuermodul DUKE von Lothar Löwer ein.
      Über einen einzigen Fernsteuerungs-Kanal werden die beiden äußeren Jets mit der Motordrehzahl (vor und rück(=Vorwärtsdrehrichtung)) und die Umkehrklappen gesteuert.
      Zusätzlich wird bei 3/5 Vorwärtsfahrt auch noch der mittlere Jet-Booster zugeregelt.
      Ein geniales Modul.
      Es braucht zwar einige Zeit um es richtig einzustellen. Aber im Fahrbetrieb ist es eine wesentliche Erleichterung.

      Für Empfänger und Elektronikmodul baute ich ein eingenes Brett über Motoren bzw. Regler. Auf den Fotos noch provisorisch.
      hedonist-385-technickeinbaub.jpg hedonist-386-technickeinbaub.jpg


      Nachdem ich die Antriebsstränge provisorisch eingebaut hatte, probierte ich die Wasserlage der Hedonist aus.
      Ich wollte überprüfen ob der Rumpf bis zu den Seitenfenster dicht ist und ob die Gewichtsverteilung passt.
      hedonist-387-probewasserung.jpg hedonist-388-probewasserung.jpg

      Die Trimmung der Hedonist ist OK. Die Akkus können an ihrer Position bleiben.
      Das Fahren konnte wegen der Wellen noch nicht getestet werden, da noch keine Fensterbänder an den Seite eingebaut sind.
    • Neu

      Hallo Herbert.

      Wahnsinns Teil, und dann noch vor der Kulisse.
      Traumhaft schon!
      Gruß Thomas

      Mitglied im SMC Fulda e.V.

      An der PierIm Dock
      robbe Paula BasisFairey Spearfish 30
      Barkasse "Gerlinde"Damen FCS 2710
      Springer Tug "Elefant"robbe Katja (zurück gestellt)
      Fahrgastschiff „Stadt Schlüchtern“robbe San Diego (zurück gestellt)
    • Neu

      Um mit der Elektrik weiterzukommen, widmete ich mich nun dem Hardtop mit seiner Beleuchtung.

      Meine Fluche und Verwünschungen hat man sicher bis Rom gehört, als ich die Positionslichter in das Hardtop einbaute.
      Die winzigen LED's, die ich noch extra kleiner schliff und die Abdeckungsläser wollten einfach nicht an der richtigen Stelle halten. Und der Kleber klebte auf allen Fingern, aber nicht ....
      Das kennen aber sicher alle Modellbauer.

      Aber nach mehreren Versuchen waren die Leuchten eingebaut und sie leuchteten auch noch. Also doch geschafft.
      hedonist-389-hardtop.jpg


      Jetzt ging es an die Windschutzscheibe im Hardtop der Hedonist. Diese ist für mich eine große Herausforderung, da die Scheibe in beide Richtungen gebogen (gewölbt) ist.
      Daher muss ich die Acrylglasscheibe über einer Holzform warm verformen.
      Hier seht ihr das Hartop der Hedonist in die die Windschutzscheibe hineinkommen soll.
      Im Vordergrund habe ich bereits das Grundbrett für die Holzform und mehrere Schablonen der Scheibenkrümmung liegen.
      hedonist-390-hardtop.jpg


      Auf das Grundbrett klebte ich Balsaholz unterschiedlicher Stärke und begann die Form herauszuschleifen.
      Am zweiten Foto ist die Form schon fast fertig. Es müssen noch die letzten Ecken aufgefüllt und zugeschliffen werden.
      hedonist-391-hardtop.jpg hedonist-392-hardtop.jpg


      Im Backrohr wurde das Acrylglas bei 160 Grad angewärmt bis es weich wurde und sich verformte. Dann rasch auf die Form gelegt und rundherum angepresst. Auf die Form und über das Acrylglas legte ich Baumwolltücher, damit keine Kanten oder Verletzungen der Glasscheibe entstehen. So erkaltet und verfestigt sich das Acrylglas in der gewünschten Form.
      Allerdings brauchte ich drei Verformungsversuche bis ich mit dem Ergebnis zufrieden war. Bei den ersten Versuchen hatte ich am Rand ein paar Wellen, da ich nicht ordentlich gepresst bzw. beschwert hatte. Mit den gebogenen Bleibändern (siehe Foto) klappte es.
      hedonist-393-hardtop.jpg

      Das gewölbte Acrylglas habe ich zum Schutz bei der weiteren Bearbeitung in eine Frischhaltefolie gepackt.
      Für das Verformen (Erwärmen im Backrohr) mussten die Schutzfolien des Glases entfernt werden.
      Hier seht ihr, wie ich die Glasscheibe in den Rahmen des Hardtops einpasste. Grob zuschneiden und mittels Schleifen genau anpassen. Zum Schluss wurden noch die Ränder fein geschliffen und leicht poliert.
      Gleichzeitg passte ich auch die Glasscheibe der Oberlichte an.
      hedonist-394-hardtop.jpg

      Die fertige Acrylglasscheibe klebte ich mit doppelseitigem Klebeband (3M VHB) in die vorgesehenen Vertiefungen im Hardtop.
      Mit diesem Klebeband habe ich gute Erfahrungen bei der Convertible M gemacht.
      Hier seht ihr die Windschutzscheibe vor dem Einkeben - roten Streifen sind die Doppelklebestreifen - und nach erfolgreichem Einkleben.
      hedonist-395-hardtop.jpg hedonist-396-hardtop.jpg


      Und weil sich die Optik der Hedonist durch die Scheiben sehr verändert hat, noch zwei Fotos der Hedonist mit aufgesetztem Hardtop.
      hedonist-397-hardtop.jpg hedonist-398-hardtop.jpg