Baubericht Graupner Premium Bausatz Lotsenboot Multi Jet Boat V2...gebaut vom Flieger ;)

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    • Baubericht Graupner Premium Bausatz Lotsenboot Multi Jet Boat V2...gebaut vom Flieger ;)

      Hallo.

      Kurz zu mir: ich fliege normalerweise Helis und Flugzeuge und baue diese auch (Bausätze). Mit Schiffen habe ich bis jetzt nur Erfahrung mit Plastik-Standmodellen (Revell).
      Daher bitte das hier nicht als Anleitung verstehen! Geht mit Sicherheit alles besser und "richtiger". Aber da ich gerne Bauberichte lese...vielleicht findet es ja auch jemand anderes
      interessant, wie andere etwas bauen.

      Kritik und Tipps sind gerne gesehen.

      Ok, dann fange ich mal an. Den Bausatz habe ich vor mehreren Monaten gekauft, bin aber lange Zeit nicht dazu gekommen viel daran zu machen.
      Die Tage habe ich neben dem Rohbau des Aufbaus die Elektronik und den Antrieb zusammengestöpselt und getestet.GST08017.jpg
      Die Motoren oder besser gesagt die kompletten Jetantriebe habe außerhalb montiert. Dabei habe ich alles mit Fett geschmiert, was mir schmierenswert
      erschien ;) Außerdem, wie bei Helis üblich, alle Schrauben mit Sicherungslack versehen. Die fertigen, getesteten Antriebe habe ich dann eingeklebt.

      GST08020.jpg
      Passte leider nicht wirklich gut. An der Seite hinten des Einlasses blieb ein kleiner Spalt (ca. 1mm) und die Düsenmanschetten haben nicht 100% Schluss
      mit der Wand. Beides zusammen machte es für mich unmöglich da was zu feilen. Es hätte was dazu gemusst. Ich habe das mit Opoxy abgedichtet.

      GST08021.jpg
      Empfänger und Regler. Ein 2,4 GHz Spektrum 6 Kanal, ein Hobbywing Quicrun 860 Regler für brushed Motoren und einen angelöteten XT60-Stecker
      für ein Lipo-Pack, das ich verwenden will (habe ich von den Fliegern...Bleiakkus habe ich keine).

      GST08023.jpg
      Der Ständer und die Servos in den lackierten Haltern.
    • Hier der Aufbau, den ich vor ein paar Wochen mal angefangen habe. Ging ganz gut. Nur an 2 Stellen war eine kleine Lücke, die ich mit Uhu-Hart füllen konnte.

      GST08024.jpg

      GST08026.jpg
      Geklebt mit Seku. Das Material ist für diese Aufbauten ganz gut. Für filigrane Teile, wie die Reling aber nicht, wie ich schon erfahren musste. Zu wabbelig,
      zu instabil für mich.
    • Ich habe keine Erfahrung auf dem Gebiet, aber mein Bauchgefühl hat auch gleich Alarm geschlagen. Ich habe die Gummidichtung mit Fett veredelt.
      Keine Ahnung, ob das eine gute Idee ist (Widerstand, Material könnte angegriffen werden) oder was bringt. Kugellager sind wasserdicht? Möglich, aber so wie man sie hier anbringen müsste, würde das meiner Meinung nach auch nichts bringen, da das Wasser ja schon vor dem Kugellager (oder der Gummidichtung) austreten kann.

      Meine erste Dichtigkeitsprüfung war so katastrophal, dass ich nicht sehen konnte, ob auch Wasser bei der Welle eindringen kann. Da waren die Düsen noch nicht drauf und es ist wohl (hoffentlich) durch die kleine Löcher für die Schrauben gelaufen. Jetzt ist alles zusammengebaut und verklebt (ging leider nicht anders) und ich muss noch mal schauen.
    • Dann gebe ich dir mal ein Tipp :

      ebay.de/itm/Petec-Uniplast-Dic…65479c:g:mJQAAOxy0NtTDJNF

      Das nehme ich für alle Antriebe ,Jets und alles was ich am Rumpf usw. montiere ,selbst an den Schrauben
      kommt die Dichtung dran und es ist 100% dicht und man kann es später Problemlos wieder abmontieren.
      Verwende ich selbst viel in meiner Werkstatt und das Fett könnte deine Dichtringe zersetzten ,es sei denn es
      ist Säurefreies Fett !
      Temperaturbeständig von - 50 bis 250 C ,selbst wenn man Zuviel drauf macht und die Dichtmasse quillt raus ,
      abwischen und fertig.
      Wenn ich schon sehe und höre das einige Sika Flex ,Silikon usw. dafür nehmen bekomme ich son :devil: :bw:
      Man muss auch da mal dran denken das man vielleicht eines Tages das Modell verkauft ,dann ärgert sich
      später der Käufer damit rum wenn er etwas abmontieren möchte und das muss nicht sein oder :?:
      Ist nicht gegen dich gedacht die letzten 3 Sätze.
    • Ja, die Frage kam oben auf, wie kriegt man die Welle dicht. Das sieht ja so aus: die Wellen geht durch den Kunststoff durch, ohne jede Dichtung, und tritt dann oben wieder aus. Dort sitzt die Kupplung. Zwischen der Austrittsstelle der Welle und der Kupplung zum Motor sitzt eine Gummischeibe...selbst wenn man die mit Druck
      an den Kunststoff pressen könnte, wäre das nicht dicht. Diese Gummischeibe hat unterschiedliche Seiten. Die eine glatt, die andere hat ein Lippe und Vertiefung (ganz minimal). Für mich sah das so aus, als wenn man dort Fett reinmachen sollte, damit das überhaupt ein wenig abdichtet und damit es zu keiner großen Reibung kommt.
      Ob ich da Recht hatte, wird man nach wenigen Minuten fahrt dann sehen. Entweder das Teil raucht ab und läuft voll oder es klappt so tatsächlich.
    • Guten Abend in die Runde,

      zum Einen, gute Idee mit dem Dichtzeugs :clap:
      zum Anderen, ich habe mal ein Kugellager eingepresst anstatt diese Gummidichtung zu verwenden.
      Lager haben Maße 3x10x4 (Innen x Aussen x Dicke) und Gummidichtscheiben.
      Vor der Montage des Lagers noch Wellenfett in den Lagersitz gegeben.
      Das Lager schaut jetzt zwar 1mm aus dem Sitz heraus aber da ich eh andere Motoren verwende ist das eher das kleinste Übel.

      Übrigens passen bei meinem Modell die Jetgehäuse saugend ohne Spalt hinten in den Rumpf.

      LG Martin
      Lieber 60 Jahre gelebt als 80 nur da gewesen sein 8)
    • Ich habe heute den zweiten Dichtigkeitstest gemacht und nun sieht das gut aus. Allerdings habe ich die Motoren auch noch nicht laufen lassen,
      so dass ich noch nicht weiß, ob dann Wasser durch die Welle kommen würde.

      Bei mir passte das definitiv nicht ganz. Man konnte die Antriebe nicht weit genug nach hinten bringen, so dass ein kleiner Spalt hinten blieb. Ist jetzt aber auch nicht tragisch. Hätte das sowieso mit Epoxy verstärkt, auch wenn es gepasst hätte, da die Stelle dort sehr dünn ist und schon die ersten kleinen Risse gezeigt hat.

      Als nächste baue ich jetzt die Servos ein, legen die Bowdenzüge und überlege mir, wie ich den Akku und den Regler da anständig reinkriege.
    • Wahrscheinlich werde ich jetzt aus dem Forum geworfen, aber ich habe die Servohalterung aus lackiertem Holz mit Heißkleber fixiert! Ich habe dies und das ausprobiert und überlegt
      und da ich mit Heißkleber schon andere Sachen sehr gut geklebt habe, habe ich es einfach ma versucht. Sollte sich das wieder lösen, kommt was anderes.

      GST28039.jpg

      Sitzt erstmal bombenfest...

      GST28040.jpg
      Für die beiden Züge der Umkehrklappen habe ich doch die mitgelieferten genommen. Für die Anlenkung der Steuerdüsen werde ich aber was
      aus meiner Fliegerkiste nehmen.

      GST28042.jpg
      Hier sieht man die beide Kunststoffröhrchen, in denen das Stahlseil läuft. Ich bin noch am überlegen, ob ich da Fett reinmache, damit keine Wasser
      da durchsiffen kann.

      GST28037.jpgH
      Hier die Umkehrklappen und Steuerdüsen schon mal angebaut, damit ich die Züge richtig ausrichten kann. Ich habe dann auch gleich die Funke
      programmiert. Die Klappen kann ich mit 2 Sekunden Laufzeit über eine 2-Wege-Schalter in beider Positionen fahren lassen. Gas liegt dann
      mit angepasster Gaskurve auf dem Throttle-Stick. Will man also abbremsen oder rückwärts fahren, muss man den Schalter umlegen. Ginge auch einfacher
      mit einem Mischer, aber ich bin es gewöhnt mehrere Funktionen mit der Funke im Griff zu haben...also mehrere "Kanäle" gleichzeitig benutzen zu müssen.

      Meinen Pfusch mit dem Epoxy sieht man hier übrigens auch. Hat wirklich nicht gepasst! Gab auch keine Chance Material wegzunehmen, bzw. wäre
      eventuell noch schlimmer geendet. Aber egal, sieht man nachher nicht mehr. Wenn ich Lust habe, schleife ich das mit einem Dremel noch ein wenig glatt.
      Das man das nicht mehr auseinandernehmen kann, ist mir egal...mehr als ein paar Mal werde ich das Boot sowieso nicht fahren, da sollte nichts kaputt gehen,
      was getauscht werden muss.

      Als nächstes müssen jetzt die Steuerdüsen angelenkt werden. Dazu kommt wie gesagt ein Bowdenzug aus der Bastelkiste zum Einsatz. Bammel habe ich vor
      der Querverstrebung der beiden Düsen...verdammt eng, um da so ein fitzeligen Draht reinzufummeln!
    • Hallo,

      eine Frage.....an dem Heckspiegel, an den Jets, sieht es so aus, als wäre da ordentlich Kleber
      heraus getreten......das solltest du auf jeden Fall nacharbeiten, kommt beim lackieren erst
      richtig zur Geltung und sieht dann doch unschön aus.

      Ist es dir möglich, die Düsen nochmals abzuschrauben, oder sind die mit verklebt worden...?
      Würde das bearbeiten des Heckspiegels doch vereinfachen.
      Gruß Jens
    • Als "Bauer" des alten Bausatzes ein paar Worte zu den Fragen und Kommentaren...

      Miami Dade Fire Rescue-1 (MDFR-1)

      Die Röhrchen würde ich nicht mit Fett füllen. Das verharzt mit der Zeit.
      Ich verwende ein lebensmitteltaugliches Industriefett in den "Stevenrohren". Das ist bisher dicht, trotz Originaldichtung.
      Die Passgenauigkeit bei den Jets war schon beim alten Rumpf ein Problem...
      Der neue Aufbau gefällt mir. Statt Tiefziehteil ein Klebeteil mit sauberen Kanten.

      Leo
    • Hallo Gordon,
      ich finde es toll, dass du diesen Baubericht bringst.
      Ich habe vor über 30 Jahren mein letztes Boot gebaut und mich inzwischen mit anderen Modell beschäftigt.
      Zur Zeit mach ich meine alten Schiffsmodelle wieder fit. Das wird noch einige Zeit dauern,
      doch etwa ab Weihnachten steht bei mir der Multi-Jet auf dem Plan.
      Das Boot fasziniert mich.
      Deshalb lese ich hier mit großem Interesse mit. So kann ich etl. manche Fehler vermeiden und gute Tipps bekommen.
      Ja, Leo deinen Bericht über (MDFR-1) habe ich auch gelesen! :clap:
      Gruß :wink:
      Helmut
    • Ich habe zwar Erfahrung mit Modellbau, aber nur mit Helis und Flugzeugen...und Plastikmodellen. Daher wird sicherlich nicht alles optimal sein, was ich mache.

      Für die Anlenkung der Düsen habe ich mir jetzt überlegt diese mit stabilen Karbonstäben und diesen Schraubbefestigungen zu machen, die ich auch bei Fliegern verwende. Da einen dünnen Draht
      zu verwenden, erscheint mir nicht die beste Lösung. Hoffe das passt auch...
    • GST48697.jpg
      So habe ich die Anlenkung der Düsen jetzt begonnen. Wenn die nachher montiert sind, wird die Verbindung der beiden durch ein Karbonstäbchen
      realisiert, statt durch einen Draht, den man in die Löcher steckt und umbiegt. Vorteil: man kann das noch justieren. Ebenso wird der Verbindung zum
      Servo über so ein...wie heißen die noch?...gemacht. Dabei kommt dann ein hochwertiger Bowdenzug zum Einsatz.
      Die Schrauben musste ich ein wenig kürzen, da sie sonst angestoßen wären. Die Muttern sind mit Schraubenlack gesichert. Man muss aufpassen,
      dass man nicht zu fest anzieht, sonst drehen die sich nicht leicht genug und erschweren den Servos unnötig ihre Arbeit.
    • Moin Gordon,

      auch von meiner Seite Dank für den Baubericht.
      Wenn ich mal meine Variante in Bild ohne Ton :) einstreuen darf.
      So sieht das mit dem Kugellager aus anstatt des Gummiteiles
      [img]https://abload.de/img/dsci3074t9k1l.jpg[/img]

      Übrigens ist die Anlaufscheibe für die Schraube zur Düse hin ohne Wert, habe 2mm von Schraube bis Düsenlager, also 4x Passscheiben a 0,5mm Dicke.

      LG Martin
      Lieber 60 Jahre gelebt als 80 nur da gewesen sein 8)
    • GST68699.jpg
      Hier sieht man den Ruderservo mit dem von mir verwendeten Bowdenzug.

      GST68700.jpg
      Hier noch mal beide Servos. Links Ruder, rechte der für die Beide Klappen für die Schubumkehr.

      GST68702.jpg
      Kann man schlecht erkennen, aber hier sieht man die beiden Anlenkungen für Düse und Umkehrklappe. Ich habe für die Kopplung der beiden
      Düsensteuerungen auch so ein Gestängebefestigungsdingens genommen und wie angekündigt eine Karbonstange, statt eines Drahtes.
      Man sieht auch, dass ich ein kleines Stück von der Klappe aussägen musste, da es dort sonst geklemmt hätte. Gibt vielleicht auch nicht so hohe ...DINGER,
      dann würde es auch so passen, weiß ich aber nicht, habe nur diese hier.