BL Regler ausgestiegen

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    • Nein, Impulsströme erzeugen keine Spannungsspitzen. Es ist die Induktivität der Kabel, verbunden mit einem plötzlich unterbrochenen Stromfluss, welche die Spannungsspitzen entstehen lässt.
      Und sie entstehen auch nicht etwa "auf der Leitung", sondern an dem Punkt, wo die Leitung aufgetrennt und der Stromfluss unterbrochen wird, nämlich an den Transistoren.
      Und letztlich ist eine Spannungsspitze im Kabel auch kein Problem, denn das Kabel geht davon nicht kaputt. Problematisch sind Spannungsspitzen an den Transistoren.
      Und da Spannungsspitzen sowohl an den Transistoren entstehen als auch ausschließlich dort schädlich sind, sollten sie auch dort weggefiltert werden, und zwar durch Kondensatoren möglichst nah an den Transistoren.
      Auch das von dir benutzte "argumentum ad verecundiam" zieht bei mir schon lange nicht mehr. Da hätte ich mir etwas mehr von dir erhofft, z.B. die elektrischen Grundlagen und Gedankenmodelle, auf welchen deine Meinung fußt. Kommt da noch was? Nachplappern kann schließlich jeder.

      Die beiden Leitungen zum Akku bilden durch den Akku hindurch einen geschlossenen Leiter. Der Akku selbst ist für die elektrische Betrachtung der hier diskutierten Phänomene irrelevant, kann also bei theoretischer Beurteilung entfallen. Die geschlossene Leiterschlaufe bildet also, elektrisch gesehen, eine Spulenwindung mit einer Induktivität, welche von der Länge abhängt. Mit steigender Länge steigt die Induktivität, deswegen gibt es ja auch Probleme. Lötet man jetzt Kondensatoren immer weiter weg vom Regler an, so befindet man sich irgendwann ganz am Ende der Schlaufe, mit nur noch ein paar cm Kabel auf der reglerabgewandten Seite des Kondensators. In diesen paar cm wird nichts induziert, der Kondensator ist arbeits- und wirkungslos. Je näher er wieder in Richtung Regler platziert wird, desto größer ist die Leiterschlaufe, zu deren Dämpfung auf die Induktivität bezogen er beitragen kann.

      Wenn irgendjemand empfiehlt, die Kondensatoren nicht an ihrer wirksamsten Stelle, also direkt am Regler, anzulöten, kann dies diese Gründe haben: Viele Leute haben nicht genug Plan, um an einem Regler rumzulöten, und könnten was kaputt machen. Kondensatoren an Kabel zu löten schafft jeder Depp. Braucht man viele Kondensatoren, ist es umständlich, sie alle an einen Ort zu löten, und man hat dort einen schlecht handzuhabenden Knubbel Kondensatoren. Daher sind im Zuleitungskabel verlötete Kondensatoren zwar der elektrisch schlechtere, aber mechanisch einfacherere und auch von Laien zu bewerkstelligende Kompromiss.
      Traut man es sich zu, Kondensatoren an Regler zu löten, sollte man dies tun. Zweifelt man an seinen Fähigkeiten, so sind auf das Kabel verteilte Kondensatoren immer noch besser als nichts. Aber auch hier wird die Wirkung um so besser, je näher die Kondensatoren an den Regler heranrücken.

      Eine gute Alternative sind die Kondensatorbänke von YGE:
      yge.de/zubehor/
      Die sollen übrigens nach Anleitung möglichst dicht an den Regler gelötet werden... :pf:
    • Schätze mal du hast viel studiert und wenig Praxiserfahrung.
      Das gibt sich mit der Zeit. ;)
      Ansonsten finde ich deinen Ton etwas bescheiden.
      Das gibt sich hoffentlich auch irgendwann.
      Gruß Achim

      HoTT Mx20 - Mc20 - Mc28 / Georg Breusing (Werftaufenthalt), Cap San Diego, Southampton Tug (gepimpt),
      Feuerwehrschiff (2mot. 160cm Schaffer-Rumpf), Aeronaut Victoria, Micro Magic, St.Germain, Robbe Diana und Atlantis. Ein paar Flieger.

      mfsv-bs.de/
    • So sind einige Münsteraner halt Achim :)

      Erstmal etwas überheblich, aber im Laufe der Zeit durchaus lernfähig und irgendwann wieder bodenständig. Ich weiss, wovon ich schreibe :)

      Aber es ist richtig, dass die Kondis absolut dicht am Regler angelötet werden müssen, um die beste Wirkung zu bringen. Ich bin zwar nicht der bezeichnete Depp, aber auch ich hab das bei meiner Aquariva Newson hinbekommen :)
      Dateien
      MfG, Ernst
      (Moderator)

      Das Vorteilhafte an Standmodellen ist, dass sie selten absaufen...

      IG-Yachtmodellbau seit 1996

      Under Construction: Riva Iseo 1/10 - Range Rover Projects 1/10 - diverse Sunseeker-Yachten

      MFC Ikarus Kempten - Modellfliegen auf 895,2m Starthöhe :)
    • Liebe Leute, mal ganz realistisch betrachtet: Ein Regler mit z.B. angegebenen 320A müsste bei 12V eine Leistung von fast 4000 Watt verkraften können. Damit starte ich einen dicken LKW Motor! Mal abgesehen davon, dass die Leiterbahnen und Kabel solch eines Reglers nichtmal im Ansatz die Werte bringen könnten! Und das man bei Modellbaureglern Kondensatoren als Puffer "nachrüsten" muss, ist ja eigentlich ein schlechter Witz. Besser währen EHRLICHE Herstellerangaben!
      Gruß
      Hermann
    • Sieht im Rennbootbereich ähnlich aus. Da gibt es einen SAW Wettbewerb, unterteilt in mehrere Bootsklassen, da fährt man durch eine 100m Messstrecke, wendet und fährt in Gegenrichtung nochmal durch. Der Mittelwert aus beiden Messungen wird als Geschwindigkeit gewertet.
      Da sind zB mit nur einer Lipozelle 148km/h geschafft worden. Und mit 8 Zellen Lipo 314km/h.
      Bei dem Boot waren spezielle massive Ableiter mit Goldbeschichtung am Lipo. Die Ströme gehen da im Peak Richtung 600A.
      Die Regler für so was kann man nicht kaufen, das sind spezielle Umbauten. Aber auch da sitzen die Teile auf Platinen.
      Klar ein 300A Billig Regler aus China kann vielleicht nur 200 A, aber das was hier oder in Tschechien gebaut wird, kann 300A, wenn es drauf steht. Und da ist noch Luft nach oben. Sicher das sind keine Platinen wie im Radio, die sind mehrlagig.

      Und nun noch mal zu den KOndis am Regler. Für normale Belastung reichen die bei einem vernünftig dimensionierten Regler immer aus. Da ist die gesamte Kabellänge aber meist mit 20cm definiert. Und die 20cm gelten für Plus und MInus zusammen. Jedes für sich also nur noch 10cm. Und das vom Ableiter Akku bis zur Platine Regler. bei guten Reglern ist das auch kein Problem. Aber wenn die Dinger günstig oder gar billig werden, dann schon. Dann muss man halt Kondis nachrüsten.
      Und hackt mal nicht so auf Julez rum. Der weiß genau wovon er redet. Der hat wirklich Ahnung. Gut der Ton hätte gemäßigter sein können

      Gruß Heiko

      Heiko
    • Nun, es ärgert mich halt etwas, wenn dieses Forum dazu missbraucht wird, um Fehlinformationen zu verbreiten. Es sollte doch schließlich der Wissenserweiterung dienen und nicht dazu, faktisch falsche Ansichten unter die Leute zu bringen. Im Zeitalter von alternativen Fakten und Fake News allerdings scheinen da meine Ansprüche, zumindest in Bezug auf bestimmte Individuen, wohl zu hoch zu sein. Und wenn dann statt einer belebenden, von wissenschaftlichen Argumenten getragenen Diskussion bloß sowas kommt, ist das höchst enttäuschend:

      Achim.M schrieb:

      Schätze mal du hast viel studiert und wenig Praxiserfahrung.
      Das gibt sich mit der Zeit. ;)
      Ansonsten finde ich deinen Ton etwas bescheiden.
      Das gibt sich hoffentlich auch irgendwann.
      Argumentum ad hominem, ganz großes Kino. Wem die sachlichen Argumente ausgehen, muss halt in diese Schublade greifen. Aber nun gut, die meisten scheinen ja nun verstanden zu haben, oder haben es schon vorher gewusst, wie sich der diskutierte Sachverhalt darstellt.


      BlackbirdXL1 schrieb:

      [] Und das man bei Modellbaureglern Kondensatoren als Puffer "nachrüsten" muss, ist ja eigentlich ein schlechter Witz. Besser währen EHRLICHE Herstellerangaben!
      Hallo Hermann, normalerweise muss man erstmal nichts nachrüsten. Allerdings kann der Hersteller nicht gegen alle eventuellen Anwendungsfälle ankonstruieren. Der Regler wäre größer, schwerer und teurer. Hier gilt das Sprichwort: "Jeder Depp kann eine Brücke konstruieren, die hält. Aber man braucht einen Ingenieur, um eine Brücke zu konstruieren, die so gerade eben hält."
      Über Bedarf zu konstruieren, ist wirtschaftlich nicht sinnvoll, und oft auch anwendungstechnisch nicht. Bei schweren Booten mit großen Rümpfen fällt es vielleicht nicht so in's Gewicht, aber wenn mir irgendjemand einen Regler, der aus der Packung raus ein riesiges Kondensatorpaket hat, verkaufen wollte, ich würde das Angebot nicht annehmen. Für mein leichtes Flugmodell mit engem Rumpf nämlich wäre die zusätzliche Kondensatorausstattung ein Hindernis, kein Gewinn.
      Dementsprechent ist es für alle Beteiligten gut, wenn Regler ab Werk in normalen Anwendungsfällen gut funktionieren. Wenn man sie jetzt in einem speziellen Fall, mit langen Akkukabeln z.B., einsetzen möchte, muss man halt nachrüsten.

      Nix für ungut,

      Julian :pr:
    • Ich habe hierzu auch mal eine Frage: Ich habe Regler und Akku nah zusammen. Nun wollte ich noch einen zweiten Akku parallel schalten der jedoch eine 30cm lange Zuleitung hat. Muß ich dann auch etwas beachten?
      Fahrbereit
      Bremen 9 Graupner
      Pilot von Aeronaut
      In der Werft:
      Smit Nederland Billings Boats
    • Wenn der Regler strom-oder spannungstechnisch in der Nähe seiner Grenzwerte betrieben wird, solltest du besser nachrüsten. Betreibst du aber z.B. einen 50A-Regler mit nur 25A oder einen 6s-Regler mit nur 3s, sehe ich erstmal keine konkrete Handlungsnotwendigkeit.
      Auch ich betreibe seit Jahren in meinem gelben Boot einen Regler mit verlängerten Akkukabeln. Da die Akkus aber nur 12V haben und der Regler bis 24V geht, hält alles.
    • 2/3 Regel, passt fast immer, aber NUR bei realistischen Herstellerangaben.
      Blockierstrom Motor = 20A, Regler 30A (Minimum!).

      Mit realistisch meine ich: Wenn ein Chinaregler mit 320A beworben wird, ist das schlicht und einfach Bullshit!
      Bei 12V sind das mal eben über 3800 Watt! Damit starte ich LKW oder Panzermotoren und zwar ECHTE!
      Wer hat sich mal die Kabel seines Autoanlassers angeschaut und festgestellt, dass diese so dick sind wie ein Finger?
      Dabei sind das meist Anlasser um 1000 Watt, der Strom liegt meist also unter 100 Ampere.
      Und die Chinamänner wollen 320 Ampere über ihre Leiterbahnen schicken. Na denn Prost!
      Gruß
      Hermann
    • BlackbirdXL1 schrieb:

      2/3 Regel, passt fast immer, aber NUR bei realistischen Herstellerangaben.
      Blockierstrom Motor = 20A, Regler 30A (Minimum!).

      Mit realistisch meine ich: Wenn ein Chinaregler mit 320A beworben wird, ist das schlicht und einfach Bullshit!
      Ihr macht mir langsam Angst und Bange. Ich hatte eigentlich vor, 2 dieser hobbyking.com/de_de/turnigy-d2…less-outrunner-motor.html Motoren zu kaufen und mit separaten Reglern zu betreiben...
      Die Motoren ziehen laut Angebe HK max. 14A, ergibt nach Herman Ries einen Regler mit mindestens 21A, und wenn ich die auch gleich bei HK kaufen will, muss ich dann zwei 210A-Regler ordern :?:
    • Obelix schrieb:

      BlackbirdXL1 schrieb:

      2/3 Regel, passt fast immer, aber NUR bei realistischen Herstellerangaben.
      Blockierstrom Motor = 20A, Regler 30A (Minimum!).

      Mit realistisch meine ich: Wenn ein Chinaregler mit 320A beworben wird, ist das schlicht und einfach Bullshit!
      Die Motoren ziehen laut Angebe HK max. 14A, ergibt nach Herman Ries einen Regler mit mindestens 21A, und wenn ich die auch gleich bei HK kaufen will, muss ich dann zwei 210A-Regler ordern :?:
      Wie kommst Du darauf, das die max. 14 A ziehen? Weil da steht max. 14A?
      das ist immer die max. Belastbarkeit über einen längeren Zeitraum. Ein E-Motor versucht immer so viel Strom zu kriegen, wie er braucht um die gestellte Antriebsaufgabe zu lösen. Dh, das kleine Motörchen kann sich auch 60A genehmigen, wenn zB. die Schraube viel zu groß ist.
      Nur, das macht er nicht lange mit, dann kommt die Kernschmelze. Bei korrekter Antriebsauslegung und bei Hebel auf den Tisch aus dem Stand kommen da locker mal 30A zusammen und für ein par Sekunden kann der Motor das auch.
      Bei den preisgünstigen Reglern sollte man immer das Doppelte des zu erwartenden Antribestromes zu Grunde legen. Dann hat man auch Reserven

      Heiko
    • Wenn Du Dir die Beschreibung deines HobbyKing Reglers mal ansiehst fällt auf :

      Dauerstrom belastbar : 35A
      Spitze : 190 A

      Somit weisst Du auch, wie man die 320A einstufen kann. Des is halt Marketing.
      Hier geht´s zu meiner Werftseite
      zu Martin´s Werft

      Voith-Schneiderschlepper ISAR
      Baubericht

      im Hafen liegt
      - Löschkreuzer Elbe
      - Schlepper Homer
    • BlackbirdXL1 schrieb:

      2/3 Regel, passt fast immer, aber NUR bei realistischen Herstellerangaben.
      Blockierstrom Motor = 20A, Regler 30A (Minimum!).

      Mit realistisch meine ich: Wenn ein Chinaregler mit 320A beworben wird, ist das schlicht und einfach Bullshit!
      Bei 12V sind das mal eben über 3800 Watt! Damit starte ich LKW oder Panzermotoren und zwar ECHTE!
      Wer hat sich mal die Kabel seines Autoanlassers angeschaut und festgestellt, dass diese so dick sind wie ein Finger?
      Dabei sind das meist Anlasser um 1000 Watt, der Strom liegt meist also unter 100 Ampere.
      Und die Chinamänner wollen 320 Ampere über ihre Leiterbahnen schicken. Na denn Prost!
      Du wirfst da einiges durcheinander. Ein Autoanlasser ist ein Reihenschlussmotor. Der zieht bei drehendem Automotor um die 200A, hat aber einen Anlaufstrom von zuerst 2000-3000A für Sekundenbruchteile, dann für bis zu 0,8s 300-500A, und dann die genannten ~200A.
      Und weil man durchaus schon mal länger orgeln muss, braucht es halt ordentliche Querschnitte. Es geht auch mit weniger, aber nicht unter Einhaltung aller relevanten Normen und Vorschriften. Einen startfreudigen Motor lasse ich dir auch mit 2,5mm² ganz locker an. Mein Starthilfekabel hat aber trotzdem 16mm².

      Was man im Modellbaubereich auch noch bedenken muss ist, dass im Teilllastbetrieb der Motorstrom höher als der Akkustrom ist.