Günstigere Alternative zu Ultimaker?

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    • Hallo zusammen,

      da schlagen die Wogen aber recht hoch in diesem Thread.

      Ultimaker versus Klone von irgendwas - da kann es am Ende nur Irritationen für die Einsteiger bei herauskommen. Und dann die Glaubenskrieger ... ersetzte 3D Drucker durch Automarken ... und der Thread würde an Verständlichkeit nicht wirklich verlieren :)

      Ich versuche es mal mit 4 grundsätzlichen Thesen:

      1. Wer sich einen 3D Drucker kauft muss wissen, dass es nicht bei einem Drucker bleibt. 3D Drucker bauen macht süchtig. Und besser geht immer...

      2. Unter der Chinaware ist im Segment der 3D Printer oder deren Ersatzteilen leider sehr viel Müll - aber manchmal sind auch ganz gute Kompromisse dabei -
      man muss ein wenig Risikobereitschaft zeigen.

      3. Was Qualität eines Ausdrucks heißt, kann nur derjenige wirklich beurteilen, der einen Ausdruck eines Unltimaker, Makerbots o.ä. selber mit seinem Druckwerk
      vergleicht. In dem er es anfasst, um genau zu sein.

      4. Wer sich einen 3D Drucker anschafft muss leidensfähig sein und sich darauf einstellen Stunden um Stunden an teilweise banalen Problemstellungen erfolglos
      herum zu doktern.

      Ich schlage folgende Strategie vor:

      A. Kauft Euch zuerst einen preiswerten PRUSA I3 Klone oder Derivat -> Je mehr Ihr zu einem Modell bei Youtube findet, desto einfacher die Entscheidung.
      Baut Ihn unbedingt selber auf! Keine Fertigmodelle...

      B. Sammelt Erfahrungen: experimentiert z.B. mit verschiedenen Druckköpfen - lernt die Physik des Drucken kennen - probiert verschiedene Materialen - lernt
      Objekte am Bildschirm zu konstrurieren - macht den Drucker schneller, zuverlässiger oder schöner :)

      C. Skaliert Eure Erwartungen an die Druckqualität und entscheidet:
      will ich deutlich mehr -> dann baue ich einen Ultimaker Klone ~ 800 EUR (oder kaufe das Original ~3.000 EUR oder alternativ den PRUSA I3 MK3)
      will ich nicht ganz so viel -> dann baue ich einen HyperQube oder bestelle mit einen Makerbot Clone (z.b. Fying Bear etc. aus China) ~400 EUR
      will ich nicht mehr -> dann investiere ein paar EUR in Zuverlässigkeit und kauft qualitativ besser Teile (z.B. original E3D Hotends oder Bulldog
      Extruder oder Software ~ 150 EUR)
      Quellen hier : Youtube, Openbuilds, Thingiverse, Youmagine und Aliexpress (Must See)

      D. Aus dem "alten" Drucker baut Ihr dann die CNC Fräse :)

      Also der Ralf hat an vielen Stellen recht und er wird Euch auch nicht davon abhalten können, den falschen Drucker gekauft zu haben.

      Aber: Kauf Euch auf jeden Fall so ein Ding - ich habe jetzt 4 1/2 Jahre praktische Erfahrungen mit den Dingern und ich sage Euch: Ist geil. Einfach geil.

      Für Ralf: ich fahre 2 x Ultimaker Klone, 1 x Makerbot Klone, 1 x Prusa I3 Clone und einen selbst konstruierten Openbuilds Printer für 0,1 / 0,2 mm Düsen

      Gerne Rückfragen außer von dem Type. "Wie ist denn der XYP 3000 extra plus" - Danke, wenn ich mir das erspart.

      Joerg
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      in Planung:
      3 x Forschungsschiff Calypso 1954, 1968, 1972 - 1:45
      Forschungsschiff Espadon 1968 - 1:45
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      im Bau:
      Forschungsschiff L'Alcyone 1984 - 1:45
      Forschungsschiff Calypso 1978 - 1:45
      - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
      fertiggestellt:
      Red Atao 1:50 (Bauplan), Homardier 1:50 (Bauplan), Marie Jeanne 1:50 (Bausatz), Krabbe TÖN 1:25 (Bausatz), Kutter Thorsten 1:25 (Bausatz), Kleine Hoogars 1:25 (Bausatz)
    • Derjoerg schrieb:


      ....
      Baut Ihn unbedingt selber auf! Keine Fertigmodelle...
      Ich fürchte, in diesem einfachen Satz steckt erheblich Konfliktpotenzial....

      Also ich selber hab das genau so gemacht und halte das auch für sehr sinnvoll, weil man die ganze Materie viel besser versteht und auftretende Probleme dann sehr bald selber lösen kann, ABER... ich hab in der Zeit, in der ich mich mit 3D Drucker beschäftigt habe, NICHTS im Modellbau gemacht und das war am Ende fast ein halbes Jahr!
      Ich bin mir nicht sicher, ob die Zeit hier jeder investieren wollen würde.

      Derzeit bin ich gerade wieder in so einer Phase, weil ich mich sehr stark mit DLP Druckern beschäftige - da bleibt keine Zeit für etwas anderes.

      Meine Drucker sind: 2 Stück FlashForge Creator Pro, 1 Stück selber gebauter I3 XXL mit Dual Extruder, 1 Stück Wanhao D7 und 1 Stück Photocentric LC10

      VG, Ralf
      Graupner Ti Amo 1:15

      Harro Koebke 1:25

      Graupner Multi Jet Boat V2

      Graupner Commodore
    • Ich habe mir mal ein bisschen Arbeit gemacht und einen (Bau)Bericht in der Werkstratt auf unserer Homepage geschrieben.
      mfsv-bs.de/werkstatt_achim/Wer…Drucker/3D_Drucker_1.html
      Vielleicht hilft's ja dem Einen oder Anderen bei der Entscheidung.
      Aus dem "Glaubenskrieg" halte ich mich lieber raus. ;)
      Gruß Achim

      HoTT Mx20 - Mc20 - Mc28 / Georg Breusing (Werftaufenthalt), Cap San Diego, Southampton Tug (gepimpt),
      Feuerwehrschiff (2mot. 160cm Schaffer-Rumpf), Aeronaut Victoria, Micro Magic, St.Germain, Robbe Diana und Atlantis. Ein paar Flieger.

      mfsv-bs.de/
    • Braucht man eurer Meinung nach einen Dual Extruder?

      Beim Ultimaker3 Video sieht das ja schon beachtlich aus, meines Wissens geht PVA als Stützstruktur aber nur mit PLA als Material, und ich glaube, dass ich mit meinem 3D Drucker (den ich noch nicht habe) eher ABS/Nylon drucke, um auch über Jahre Ruhe zu haben (ein Schiff sollte schon 10-15 Jahre halten). Gibt es auch wasserlösliche Stützstruktur für ABS?

      Ausserdem müssen ja die 3D Teile eh noch nachgearbeitet werden, um die Riefigkeit wegzubekommen (Füllern / Schleifen / Lackieren), da sind ein paar Macken von weggezwackten Stützstrukturen auch nicht so wild....

      Grüsse, Jan
    • Zuerst die leichte Frage: ja, es gibt wasserlösliche Stützstruktur für ABS, das nennt sich HIPS.

      Zum Dual Extruder: Es gibt gar nicht soooooo viele Objekte, die eine wasserlösliche Stützstruktur brauchen. Wenn der Drucker sehr gut kalibriert ist und präzise drucken kann, geht Stützen auch mit nur einem Extruder. Die Stützstruktur ist (zumindest bei meinem Drucker) sehr fein und dünn - sie verbindet sich gar nicht mit dem eigentlichen Objekt und läßt sich ganz leicht entfernen.

      Aber natürlich kommt es immer auf das Objekt an...

      VG, Ralf
      Graupner Ti Amo 1:15

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      Graupner Commodore
    • Ich muss dem
      ciutateivissa
      recht geben.

      Man sollte schon wissen was man mit dem Gerät eigentlich machen will. Da ich mich auch schon seit geraumer Zeit damit beschäftige weis ich um die Probleme der 3D Drucker.
      Auch die teueren Marken haben ihre Macken die man erst einmal beseitigen muss, leider fließen die Vorschläge und Verbesserungen die die User mit ihren Umbauten und Erfahrungen machen nicht in die Produktion der Geräte mit ein, schade eifach.
      Ich habe einen RF 1000 den ich auch erst einmal zu einem richtigen Drucker umbauen musste und der kostete auch mal eben 2000 Teuro. dazu kommen noch einige Hundert Euro für Verbesserungen der Maschine.
      Eine gute Führung der Achsen ist auch wichtig, deshalb habe ich mich auch für den RF1000 entschieden eine Spielfreie Kugelumlaufspindel ist allemal besser als eine Trapezspindel auch eine Kugelumlauf Führung ist besser als Gleitlager mit einer Spielzeugwelle mit 8 mm Durchmesser. Ich hatte da so schon meine Erfahrungen beim Bau meiner CNC Fräse gesammelt.
      Das fängt es schon einmal mit der Haftung der Materialien auf dem Druckbett an, nicht alles haftet auf dem mitgelieferten Bett und da wird es schon Teuer.
      Der RF1000 hat ein Problem mit den Endlagenschaltern die sollte man alle allererstes rausschmeißen denn sonst passiert es wie mir und anderen der Druckkopf rast in die teuere Keramikplatte.
      Die verbauten Endlagenschalter sind Taster aus Autoradios oder einfachen Tastaturen, das ist nur ein Beispiel von vielen. Da ich 43 Jahre in der Elektronik Technik tätig war kenne ich da so schon die Schwachstellen die so einige Elektronische Bauteile mit sich bringen.
      Das wird mir mit Sicherheit jeder bestätigen der einen Drucker gekauft hat.
      die weis aber der Käufer eines Druckers nicht da man nicht hineinschauen kann.
      Wie ich immer wieder feststellen muss, egal was man an Maschinen kauft, man muss erst einmal etwas vernünftiges daraus machen, das gild auch für die 3d Drucker.
      Da ich mich auch mit dem Prusa beschäftigt habe kann ich den auch als Einsteiger bzw. nach vielen Umbauten als ein gutes Gerät empfehlen.
      Man muss aber erst einmal viel umbauen und nach seinen Bedürfnissen verbessern, da stimmt das Preis Leistungs Verhältnis.
      In einem muss sich aber jeder im Klaren sein .... Gerät kaufen und einfach darauf los drucken geht nicht. Ohne Grundwissen über den 3D Druck sowie das Teschnische Zeichnen mit CAD geht gar nichts.
      Auch die Passende Software muss man haben um ein gutes Ergebnis zu erziehlen und da gibt es im Moment nur eine gute die kostet auch mal eben 150 Euro die kommen noch einmal oben darauf.
      Druckmaterial ist nicht Druckmaterial, wer nicht viel Lehrgeld bezahlen will sollte in den Foren zu seinem !!! Drucker nachlesen was ander da für Material verwenden.

      Vieleicht hilft es den Käufern eines 3D Drucker.
      Gruß Peter

      In Bau F123 Fregatte Bayern 1:100
      Schnellboot Klasse 143 in Bau
      GI Joe Airboat in der Entwicklung
      Erfindungen jeder Art
    • Zu den Stützkonturen:
      Ich brauche kein sonder Material da das Druckprogramm so saubere Stützen setzt das man nichts Nacharbeiten muss. Das wiederum setzt eine gute Führung der Achsen vorraus.
      Mitlerweile drucke ich ABS genau so gut wie PLA.
      Auch das setzt viel Erfahrung und Lehrgeld vorraus.
      Gruß Peter

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