Motor für 150 cm langes Modellschiff

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    • Chill schrieb:


      t. Was für ein Aufwand. Was zieht man denn da. Einen Hobel, eine Feile. Und dann das mit der Leiste? Wie ist es denn, wenn man einfach eine Feile nimmt und die Spannte nach Augenmaß einfach ein wenig an schrägt (strakt)? Ober mit einem Stecheisen? Man kann das dann doch mit der Beplankung überprüfen, ob das hinhaut? Auf der anderen Seite wenn es da eine gute Technik gibt die funktioniert, wieso nicht. Gibt es im Forum eine Art Bildanleitung? Ich habe nichts gefunden.
      Hallo Markus,

      für mich eines der wichtigsten Werkzeuge beim Modellbau aus Holz ist die "Schleiflatte".
      Man klebt mit wasserfestem Kleber (ich nehme Holzleim) ein hochwertiges Schleifpaper auf eine Leiste oder Rundholz - ich habe schon diverse Weinkorken beklebt. Das ist wie eine Feile und universell zu verwenden.
      Wasserfest das Ganze, damit man sie auch wieder unter Wasser ausbürsten kann, wenn Lack, Spachtel o.ä. geschliffen wurde.

      Länge, Form und Größe ergibt sich aus den Anforderungen; ich habe schon schräge Kanten und Enden gesägt und beklebt, z.B. für Kleinarbeit an Aufbauten o.ä.

      Viel Erfolg

      Stefan
      Stefan

      Modelle fahrbereit:
      T22, S130 (robbe), Bugsier 1, Bugsier 1 (2. Bau),
      Baustellen:
      Weselmann-Kümo, Minensucher 1943, Tor Anglia, Peniche
    • Hallo Stefan,

      auch wieder ein guter Tipp den ich umsetzen werde. Wir haben jetzt mit der Beplankung begonnen und zuvor im Bug- und Heckbereich die Spannten leicht in Form gebracht. Ich werde bald ein paar neue Bilder einstellen. Wir nehmen 1,5 mm starkes Balsaholz und bringen das in 2 Schichten auf. Wenn die Beplankung fertig ist, und der Rumpf dann auch entsprechend gespachtelt wurde, kommt dann ja die Glasfasermatte darauf. Kurt hat von 2 Lagen „ gesprochen“. Wie wird es denn in der Regel gemacht? Die Löcher für die Wellenanlage in die Beplankung vor oder nach dem Aufbringen der Glasfasermatte bohren? Ich nehme mal an danach oder? Oder anders gefragt. Wird die Wellenanlage quasi mit dem Kunstharz in den Rumpf eingearbeitet oder dann separat eingeklebt.

      Gruß, Markus
    • Hallo Markus,

      eine Regel für die Wellenanlage gibt es nicht. Bei meinem letzten Modell habe ich das Wellenrohr schon in das Rumpfgerüst vor dem Beplanken eingeklebt, das ist aber ein Spezialfall aufgrund des besonders kleinen Modells.
      Ich würde bei Mehrschraubern (also in Deinem Fall), die Wellenrohre erst später einbauen, da man sonst nicht vernünftig laminieren kann. Ich habe in dem Fall die Wellen nochmals mit Laminierharz eingeklebt und die Durchbruchstelle mit Glasfaser von innen zusätzlich laminiert.
      Ich würde den beplankten Rumpf vor dem Laminieren nicht spachteln, sondern erst hinterher. Das Epoxidharz klebt damit auf dem Balsaholz und nicht auf der Spachtelmasse. Nach dem Laminieren musst du sowieso nochmals spachteln, um die Gewebestruktur zu füllen.

      Stefan
      Stefan

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      Baustellen:
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    • Hallo Markus,

      ich würde die Stevenrohre auch erst nach dem laminieren einbauen. Ich lasse das Stevenrohr etwas aus der Öffnung rausschauen und
      schmiere es rundum mit UHU endfest ein dan schiebe ich das Rohr bis zum endgültigen Sitz in den Rumpf. So wird der Klebstoff mit in die
      Öffnung gezogen und dichtet gut ab. Von aussen schaue ich auchn daß rund um das Stevenrohr Klebstoff verteilt ist.
      Auch innen befestige ich das Stevenrohr mit UHU endfest am Stevenrohrhalter. Das reicht in der Regel. Natürlich kannst du es auch innen noch
      mit Harz und Matte einharzen. Muss aber nicht unbedingt sein.

      Das 2-lagige laminieren machst du indem du eine Matte aufbringst, sie gut einharzt und dann gleich die 2. Matte auflegst und sie auch wieder
      mit einer Rolle (ich nehme die 5cm breiten Schaumstofffarbrollen) andrückst und einlaminierst. Also nass in nass laminieren.
      Dabei arbeite ich immer von der Mitte des Rumpfes nach aussen bzw nach vorne und hinten.
      Wenn es soweit ist kjölnnen wir das nochnmal vertiefen.

      Gruß Kurt
    • Hallo,

      ich wollte ja noch ein paar neue Bilder einstellen. Die Beplankung ist angelaufen, und gleich vorne weg, das wasserfeste Flugzeugsperrholz für die Spannten ist nach Abwägung der Vor- und Nachteile ein Fehlkauf gewesen. Die Beplankung ließ sich kaum auf den Spannten fixieren. Das Holz ist so unglaublich hart, dass man die Pinnnadeln oder Nägel kaum rein bekommen hat. Und wenn man es denn mal geschafft hat, war das Loch in der Blanke ausgeleiert und die Planke nicht mehr fest auf der Spannte zu fixieren. Selbst Schrauben dreht man in dieses Holz nicht so ohne weiteres rein. Nur im Bugbereich war es möglich mit Pinnnadeln zu arbeiten, da hier der Raum zwischen den Spannten mit Balsaholz aufgefüllt war. Das Sägen dieses Sperrholzes ging hingegen sehr gut, da ist nichts ausgerissen. Ferner hat sich gezeigt, dass Balsaholz gleicher Stärke und Abmessung und mit gleichem Verlauf der Maserung, unterschiedliche Biegeeigenschaften hat. Euch ist das vermutlich schon bekannt gewesen. Wir glauben, dass es daran liegt, wie weit das gewonnene Holz im Kern liegt, bzw. am Rand des Stammes. Es ist jedenfalls nicht einfach gewesen die Beplankung aufzubringen. Mein Vater hat sich da so einiges einfallen lassen und hat Holzkeile verwendet um die Beplankung an die Spannte zu drücken. Gerade mache ich mir auch Gedanken über die Ruderanlage. Wenn ich meine Skizzen fertig habe, würde mich eure Meinung mal interessieren.

      Frohe Weihnachten, Markus
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    • Hallo Markus,

      wenn ich richtig sehe habt ihr jetzt mit Balsa beplankt. Dennoch hätte ich nicht so breite Platten gernommen
      sondern ca 10mm Streifen geschnitten. Der Titanic-Rumpf ist eigentlich nicht geeignet so breite Platten zu verwenden.
      Höchstens im Mittschiffsbereich. Naja, anscheinend habt ihr die Beplankung dran gekriegt.
      Mal sehen wie es weiter geht.

      Gruß Kurt
    • Hallo Ralph,

      für die Titanic vielleicht ein Spur zu elegant. Aber es ist ja nur ein Modell und hier geht es nicht um Rauminhalt. Ich wollte ja ein elegantes Modell bauen. Ich bin ja mal gespannt wie sich das Modell fahren lässt. Ich habe mir die empfohlene Seite angeschaut. Ziemlich beeindruckend. Sie hat auch Flugzeugsperrholz verwendet, aber nicht mit Balsaholz beplankt. Da liegt auch der Fehler, in der Kombination. Man sollte dann wohl ein festeres Holz für die Beplankung wählen. Ich wollte noch etwas zu Kurts Anmerkung schreiben. Ursprünglich wollten wir auch mit 5 mm breitem Holz beplanken. Ich habe dann aber auch noch 50 mm breites Holz bestellt und mein Vater hat dann noch 100 mm breites Holz nachgekauft. Wenn das Holz weich genug ist, lässt es sich auch an eher ungünstigen Stellen an formen ohne zu brechen. Wir werden auf die schmalen Leisten nur zurückgreifen, wenn sich die breiteren Stücke nicht mehr an passen lassen. Bisher hat es jedenfalls funktioniert.

      Gruß, Markus
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    • Hallo Markus,

      zwei Tipps:
      zum Fixieren haben sich bei mir Holz-Wäscheklammern bewährt. Ab besten sind die ganz alten von meiner Oma - haben die größte Kraft.
      Balsa-Brettchen kann man wunderbar in dünne Leisten schneiden: Schneid-Lineal (1m!) und Cutter-Messer oder Skalpell. So kannst du passend zur Krümmung breit oder schmal schneiden.

      Stefan
      Stefan

      Modelle fahrbereit:
      T22, S130 (robbe), Bugsier 1, Bugsier 1 (2. Bau),
      Baustellen:
      Weselmann-Kümo, Minensucher 1943, Tor Anglia, Peniche
    • Hallo,

      so, nun ist es endlich geschafft. Die erste Schicht der Beplankung ist fertig. Wir sind darüber ganz froh. Für das Heck haben wir Balsaholzleisten verwendet. Das ließ sich eigentlich gut machen. Die zweite Schicht wird dann diagonal beplankt. Hier sind erst einmal ein paar Bilder. Wir bauen zur Zeit noch einen kleinen Schlepper aus Holz um an ihm das Laminieren auszuprobieren. Ich bin noch am überlegen ob ich dafür einen eigenen Baubericht erstelle oder das einfach hier mit einfließen lassen soll. Es handelt sich dabei um den Schlepper "Le Remorqueur". Ich dachte mir ganz aus Holz, günstig, für Anfänger geeignet, leicht zu bauen, wieso nicht. Vorweg, es ist ein ganz schöner Reinfall gewesen. Wir haben den Rumpf zwar zusammen gebaut, aber dabei reichlich geflucht.

      Gruß, Markus
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    • Schaut schon richtig gut aus :resp:
      MfG, Ernst
      (Moderator)

      Das Vorteilhafte an Standmodellen ist, dass sie selten absaufen...

      IG-Yachtmodellbau seit 1996

      Under Construction: Riva Iseo 1/10 - Range Rover Projects 1/10 - diverse Sunseeker-Yachten

      MFC Ikarus Kempten - Modellfliegen auf 895,2m Starthöhe :)
    • Hallo Markus,

      sieht toll aus. Denke daran die 2. Beplankung diagonal auftzbringen.
      Das mit dem laminieren üben ist keine schlechte Idee. Aber du brauchst dir keine Gedanken machen,
      es ist einfacher als man denkt.

      Gruß Kurt
    • Hallo,

      danke für euren Zuspruch. Ich werde demnächst, wenn ich etwas mehr Zeit habe, auch die Bilder vom Schlepper einstellen. Wir wollen an diesem Rumpf ein paar Dinge ausprobieren. Es geht dabei um die Bullaugen und um die Plastizität des Rumpfes. Der Rumpf der Titanic wurde ja genietet und wir wollten das zumindest in Anteilen nachbilden.

      Gruß, Markus
    • Moin,
      sorry, ich war einige Wochen nicht mehr hier unterwegs.
      Anmerkung meinerseits:
      Balsa ist ein stark saugendes Material, wenn man darauf laminieren will
      empfielt es sich dem ganzen von außen vor dem Laminieren eine tief
      einziehende Imprägnierung zu geben. Also: nicht das Gewebe trocken
      auf den trockenen Rumpf legen und dann mit dem Harz anfeuchten,
      sondern erst den Rumpf mit Epoxy einstreichen und angelieren lassen,
      dann das Gewebe aufbringen und einharzen. Am besten dann mehrlagig
      nass in nass und dünne Lagen verwenden anstatt einmal eine dicke
      Gewebelage, zum Schluß mit Abreissgewebe.
      Theoretisch wäre Gewebe im Mittschiffsbereich ausreichend, an Bug und
      auf jeden Fall am Heck mit Köper, das gleiche gilt für das Abreißgewebe,
      es sollte auch Köper sein, ist zwar nicht überall leicht zu bekommen, aber
      es ist lieferbar und hier zweckdienlich.
      Stevenrohre erst nach dem laminieren/spachteln/schleifen einbauen, die
      sind vorher nur im Weg, bzw machen das Schlkeifen und spachteln nahezu
      unmöglich.

      Hey, Ihr seid ja gut voran gekommen! :resp:
      mit besten Grüßen aus der kleinen ostfriesischen Werft

      Projekte: 15er Schärenkreuzer, Riva Aquarama special 1:5, und vieles mehr

      Fahrbereit: WSP "Bremen 9", Arbeitsboot "Klaus Eugen" aus Paula 3, Tonnenleger "Ditzum", Shadow (Robbe Smaragd), Barkasse "St.Pauli" 1:15, Mooring Tug V, ....

      Fernes Ziel: Frachter "MS Odin" in 1:50
    • Hallo.

      ich hatte es ja schon angekündigt. Wir wollen ein paar Dinge ausprobieren, das Laminieren und die Imitation der Stahlplatten an der Außenseite der Titanic. Deshalb haben wir uns einen Baukasten mit einem Holzboot gekauft. Es handelt sich dabei um den Schlepper „Remorquer“ . Er hat eine Länge von 620 mm und eine Breite von 190 mm. Ein Motor, die Ruderanlage, Welle mit Schraube und Klebstoff sind enthalten. Das Ganze für 87,70 EUR inklusive Versandt. Das Modell soll angeblich von einem Schulkind mit Unterstützung eines Erwachsenen leicht zu bauen sein. Na ja. Die Ruderwelle, die Schraube und den Motor habe ich mal abgebildet. Das Stevenrohr sieht wie ein weißer Strohalm aus und ist nur etwas stabiler. Die Holzteile sind sauber und lassen sich gut auslösen, die Beplankung ist aus wasserfesten Sperrholz ( 4 Teile). Es sind auch Beschlagteile dabei. Die Baubeschreibung, 2 Seiten, beidseitig bedruckt und der Bauplan sind angemessen und aussagekräftig, allerdings für einen 10 jährigen Jungen (oder Mädchen) nicht immer eindeutig.
      Der Bau des Rumpfes hat uns echte Schwierigkeiten bereitet. Gut, es ist unser erster Baukasten, aber mit der Holzverarbeitung sind wir vertraut und hatten doch so einige Probleme mit dem Rumpf. Wir haben uns zum Teil richtig geärgert, viel mehr als bei der Titanic, da lief es im Vergleich fast reibungslos, obwohl selbst konstruiert. Die Teile für die Beplankung passten nicht. Von einem Baukasten hätte ich das eigentlich nicht erwartet. Hier musste reichlich nachgearbeitet werden, und um die Teile zu verleimen haben wir uns einiges einfallen lassen müssen. Vielleicht geht es auch so wie in der Bauanleitung beschrieben, uns war dafür allerdings die Spannung der Holzteile zu hoch. Wir haben im Bug sogar noch eine Leiste eingepasst um darauf die Beplankung zu verschrauben. Die Schraube wurde später wieder entfernt. Auch passen die Ausschnitte des Decks für die Spannten nicht. Das Deck musste entsprechend nachgearbeitet werden, damit es mit den Spannten bündig ist. Der Anteil der Spannten, der über das Deck hinaus geht ist sehr empfindlich und einige sind abgebrochen. Ich stelle jetzt erst mal ein paar Bilder ein.

      Die zweite Schicht der Beplankung der Titanic ist jetzt auch bald fertig und dann geht es mit dem Epoxidharz weiter. Wo bekomme ich den eigentlich her? Bei uns im Baumarkt ist er nicht zu bekommen und im Internet ist das Angebot groß. Kann da jemand etwas empfehlen?

      Gruß, Markus
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Chill ()