Motoryacht Albatros – Restaurierung und Vervollständigung eines 50-jährigen Schiffsmodells

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    • Beleuchtung

      Die Albatros hat nun eine ferngesteuert schaltbare Innen- und Navigationsbeleuchtung. Als Leuchtmittel dienen die bereits verdrahteten SMD-LEDs von Conrad Elektronik.

      Zunächst wurde eine Lochplatine mit entsprechenden Widerständen für die LEDs bestückt. Die Platine dient gleichzeitig als Verteilung für die Kabel der Beleuchtung und ist in der Achterkajüte verschraubt.
      Anschließend wurden gelbe LEDs (zwei in der Hauptkajüte, eine im Fahrstand und eine in der Achterkajüte) als Innenbeleuchtung an die Decken geklebt. Auch in der offenen, aber überdachten Plicht kamen zwei gelbe LEDs als Deckenleuchten zum Einsatz. Warum gelb? Die weißen LEDs werden einer „gemütlichen“ und warmen Innenbeleuchtung nicht gerecht.
      Für die zwei LEDs in der Plicht baute ich Messinglampen. Als Sockel dienen aus Messingblech ausgesägte Scheiben und Ringe, die von einem Messingrohr abgesägt wurde. Die Schutzbügel bestehen aus Messingdraht und die Verglasungen sind Kunststoff-Blister einer Verpackung von Mini-Magneten.

      Zwei weitere Lampen in anderer Form wurden aus einem halbierten Stück Messingrohr als Lampenkörper, Messingdraht als Halterungen und Stücken einer leeren Kugelschreibermine als Verglasungen gefertigt. Diese beiden Lampen wurden mit je einer weißen LED bestückt und sind außen an den Längsseiten des Fahrstandes ungefähr mittschiffs angebracht. Warum genau dort und welche Aufgabe diese zwei Lampen haben werden, wird in einem späteren Bericht erläutert :)

      Die original Gehäuse der Positionslampen waren nur noch teilweise vorhanden, sodass ich sie nicht verwendet habe. Statt dessen fand ich in einer meiner Grabbelschubladen Messingrohlinge, die sich sehr gut als Gehäuse für Navigationslampen im korrekten Maßstab eigneten. Für die Seitenlichter fertigte ich hölzerne Lampenborde, die auf dem Dach des Fahrstandes angeklebt wurden. Das Hecklicht fand Platz auf dem hinteren Ende der Achterkajüte und das Toplicht wurde mittels einer kleinen Plattform aus Messingblech am zuvor gesetzten Mast befestigt. Das Kabel des Toplichtes wird durch eine Decksdurchführung aus einem Messingrohr und einem Stück Schrumpfschlauch in das Deckshaus geführt. Die Decksdurchführung ist mit Ticky Glue Kleber gegen Wassereintritt abgedichtet.

      Laut des Bauplanes von Robbe sollen alle vier Navigationslichter auf dem Dach des Fahrstandes montiert werden. Diese Anordnung gefällt mir nicht, sodass ich die Lampen an den oben beschriebenen Positionen angebracht habe.

      Der letzte Arbeitsschritt bestand darin, einen einfachen ferngesteuerten Ein-Aus-Schalter zwischen Empfänger und Verteilerplatine zu setzen. Die Stromversorgung erfolgt direkt über den BEC aus dem Empfänger.

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      Gruß Ruben
      Aus Fehlern wird man klug, drum ist einer nicht genug!

      Fahrbereit: MY Albatros (Motoryacht 1:20), MS Neptun (Stückgutfrachter 1:100), MS Toro (Assistenzschlepper 1:100), CMS Bremen Express (Containerschiff 1:700)

      In der Werft: MS Bugsier 3 (Hafenschlepper 1:33)
    • Moin Gerrit,
      danke für den Link. Hatte ich vor einer Weile schon mal gesehen.
      Ich glaube bei der Albatros II ist einfach nur das Vorschiff etwas weniger schlank.

      Gruß Ruben
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    • Sound

      Ursprünglich wollte ich lediglich den Sound eines Signalhorns verwirklichen.
      Vor kurzem hörte ich jedoch im USCG-Rettungsboot eines Modellbaukollegen das Motorsoundmodul OnRoad-Fahrzeug von Reely. Dieses Modul erzeugt den Sound eines großen V8-Benzinmotors. Dies ist ein authentisches Geräusch für eine Motoryacht aus einem Zeitalter, in dem anstatt Dieselmotoren häufig große Benziner verbaut wurden. Da das Modul bei Conrad gerade stark reduziert war, musste ich nicht lange überlegen.
      Das Modul wurde nach Anleitung angeschlossen und möglichst hoch im Boot positioniert, damit der Sound möglichst ungedämpft durch das Deckshaus nach außen dringen kann. Mehr war nicht zu tun, da sogar ein Lautsprecher bereits im Gehäuse des Moduls integriert ist. Die Stromversorgung erfolgt direkt über den Fahrakku.
      Das Modul bewährt sich gut. Bei kurzem Antippen des Steuerknüppels für Vorwärtsfahrt hört man ein paar Umdrehungen des Anlassers, bevor dann der V8 blubbernd erwacht und im Standgas läuft. Gibt man Gas, so passt sich das Geräusch automatisch an die jeweilige Drehzahl an.
      Da es sich eigentlich um ein Soundmodul für Straßenmodelle handelt, hört man bei schnellem Beschleunigen Getriebeschaltgeräusche. Dies ist bei einem Boot natürlich nicht erwünscht und kann einfach vermieden werden, indem man langsam beschleunigt.

      Das Soundmodul für das Horn ist ebenfalls von Conrad. Es handelt sich um eine kleine Platine ohne Gehäuse. Hier musste noch ein ferngesteuerter Ein-Aus-Schalter und ein Lautsprecher angelötet werden. Ursprünglich setzte ich den Lautsprecher (10 Watt, 4 Ohm) nur in einen Holzrahmen, da ich annahm, dass der Holzrumpf des Bootes ein geeigneter Resonanzkörper sei. Der Einfachheit halber speiste ich das Horn über den Empfänger (BEC).
      Es stellte sich jedoch heraus, dass der Sound etwas krächzend und zu leise war. Darum fertigte ich aus acht Millimeter starkem Multiplex ein Lautsprechergehäuse und schloss den Ein-Aus-Schalter des Horns direkt an den Fahrakku an. Das Gehäuse dient als Resonanzkörper und die höhere Spannung des Fahrakkus vermeidet eine Unterversorgung. Nun sind Lautstärke und Klang deutlich besser.
      Betätigt wird das Horn über den rechten Steuerknüppel in Vorausrichtung. Ich stellte die Neutralstellung des entsprechenden Kanals im Programmiermenü des Senders so ein, dass das Horn nur bei nach vorne gedrücktem Hebel ertönt. Lässt man den Hebel los und wird er über die Rückstellfeder in Mittelstellung gebracht, so stoppt der Sound des Horns automatisch.

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      Gruß Ruben
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    • Radar

      Eine von Beginn an eingeplante Funktion für die Albatros war ein Radargerät mit drehendem Radarbalken.
      Nun stand die Frage im Raum, ob ein altes Radar aus den 60er Jahren oder ein modernes Gerät (der heutige Eigner der Yacht könnte ja ein modernes Radar auf der klassischen Yacht nachgerüstet haben) gebaut werden sollte.
      Ich entschied mich für ein altes Radar, das bereits in den 60er Jahren so existiert haben könnte. Zwar waren zu der Zeit Radargeräte in der Marine und z.T. auch schon in der Berufsschifffahrt verbreitet, in der Sportschifffahrt aber vermutlich eher nicht. Deshalb war nun etwas Phantasie gefragt.
      Beim Recherchieren im Internet stieß ich auf ein 1963 von Phillips entwickeltes 9mm-Radar für die Binnenschifffahrt. Das Aussehen gefiel mir auf Anhieb und die Abmessungen des Binnenschiff-Radars eignete sich schon fast für Sportboote. Damit das Radar auf der Albatros die Optik nicht zu sehr dominiert, habe ich es allerdings mit dem Recht der künstlerischen Freiheit noch etwas „schrumpfen“ lassen. Auch beim weiteren Aussehen des Radars hielt ich mich eher grob an das Vorbild. Das Ziel war es, ein Radar zu bauen, das so in den 60er Jahren auf Yachten hätte eingesetzt werden können.

      Der Korpus des Gerätes besteht aus einem auf Maß geschliffenem Stück Kiefernleiste, die Kühlrippen werden durch ein aufgeklebtes Stück zehnadriges Flachbandkabel dargestellt. Der Radarbalken besteht aus Messingblech, die Teile wurden mit der Laubsäge ausgesägt, gefeilt und mit Sekundenkleber zusammengesetzt. Die Antriebsachse des Balkens und die Durchführung bestehen aus Messingdraht und einem Stück Schrumpfschlauf. Der „Bügel“, der um den Balken herumführt, wurde ebenfalls aus Messingdraht hergestellt. Nach dem Zusammenbau wurde das Gerät matt weiß lackiert. Das Kabel, das durch das Dach des Steuerhauses zum Radargerät führt hat keine Funktion, es dient lediglich der Optik.

      Der Antrieb wurde aus einem Micro-Servo hergestellt. Das Servo wurde geöffnet und zerlegt. Das Poti wurde abgelötet und durch zwei Widerstände ersetzt, die in der Summe dem Widerstand des Potis in Neutralstellung entsprechen. Außerdem wurde der mechanische Anschlag an einem Zahnrad entfernt. Das Servo wurde wieder zusammengesetzt und war nun in der Lage, als Getriebemotor zu wirken und konnte 360 Grad drehen.
      Der so hergestellte Antrieb wurde von innen unter das Dach des Steuerhauses geklebt und per Schrumpfschlauch mit der Antriebsachse des Radargerätes verbunden.
      Da ein Servo zum Schalten direkt an den Empfänger angeschlossen wird, ist kein zusätzlicher Ein-Aus-Schalter nötig. Nach dem Verlegen des Kabels zum Empfänger kann das Radargerät nun ferngesteuert ein- und ausgeschaltet werden.

      Das komplette Radar inklusive Antrieb wurde aus Gegenständen gefertigt, die in der Werkstatt vorhanden waren. Nichts wurde extra gekauft.

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      Gruß Ruben
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    • Messingschilder

      Im Thread „Beleuchtung“ wurden bereits die beiden länglichen Deckslampen an den Außenseiten des Steuerhauses erwähnt.
      Zweck dieser Lampen ist es, die beiden nun angebrachten Namensschilder zu beleuchten. Die Schilder wurden per Laubsäge aus Messingblech gesägt, gefeilt und gebohrt. Nach dem Gravieren und einer Oberflächenbehandlung zur langfristigen Vermeidung von Grünspahn und sonstigen Witterungserscheinungen wurden sie mit Sekundenkleber aufgeklebt und zusätzlich mit jeweils zwei Kupfernägeln gesichert.

      Später folgen natürlich noch die obligatorischen Beschriftungen des Schiffsnamens beidseitig am Bug und Name nebst Heimathafen am Heck. Die Messingschilder sind nur ein schönes zusätzliches Detail.

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      Gruß Ruben
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    • Mal wieder Bauunterbrechung

      Urlaub ist wieder einmal zuende und es geht zurück auf See.
      Großes Schiff fahren, anstatt an kleinem Schiff zu bauen.
      Darum Bauunterbrechung bis Anfang 2019.

      Gruß Ruben
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    • Moin Moin Ruben,
      Wirklich sehr schön bis hier hin, vor allem dein Ideenreichtum und deine Recherche zum Thema Radar. Obwohl ich glaube zu dieser Zeit hatten wirklich nur sehr wenige ein Radar auf einen privaten Boot.
      Ansonsten wünsche ich dir für deinen nächsten Törn alles Gute.

      Grüße aus Cottbus
      Piet
      Cousteau

      Der mit der lustigen roten Mütze :pf:

      Im Heimathafen: Calypso
      Ausrüstungskai: Kutter Elke
      Vom Stappel gelaufen: Fischereihilfsschiff Robert Koch
      Im Karton: HMS Hood
    • Damals hatte niemand ein Radar, selbst heute in den wenigsten Fällen. Heute hat man AIS , das mir den Schiffsverkehr mit Kursen und Geschwindigkeiten, sowie Schiffsnamen und Zielhafen auf der Karte darstellt.
      aber nettes Gimmik!

      PS: Es ist deutlich zu klein! Das sind auch heute noch ziemliche Brocken!

      svb.de/de/raymarine-hd-digitale-schlitzantenne-ra1048hd.html

      Man beachte die maße!

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von AxelF ()

    • Jawohl, ihr habt beide Recht Trotzdem wollte ich ein Radar haben :juhu:

      Danke für die guten Wünsche Piet!
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    • Moin und verspätetes frohes Neues.
      Ab nächster Woche werde ich endlich wieder Zeit zum Bauen haben.
      Als letzte Funktion an dem Modell soll ein Suchscheinwerfer gebaut werden.
      Der Scheinwerfer soll drehbar sein, aber nur um die vertikale Achse.
      Das werde ich natürlich ganz simpel durch ein kleines Servo betätigen. Da aber nur noch ein freier Kanal am Empfänger vorhanden ist, muss über denselben Kanal auch das Licht des Scheinwerfers ein- und ausgeschaltet werden.
      Anders formuliert: Wenn das Servo den Scheinwerfer schwenkt, schaltet im selben Moment das Licht des Scheinwerfers an. Geht der Scheinwerfer zurück in die Neutralstellung, so schaltet das Licht wieder ab.

      Frage an die Elektronikexperten:
      Kann ich Plus und Minus des Servomotors einfach parallel an die LED des Scheinwerfers löten (natürlich mit entsprechendem Vorwiderstand)?
      Dann sollte doch, sobald der Servomotor geschaltet wird, auch die LED schalten.
      Möglich, oder stelle ich mir das zu einfach vor?

      Freue mich über Tipps!
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    • Moin Ruben,

      so wie Du denkst wird das leider nicht funktionieren.
      Der Servomotor erhält ja nur für den kurzen Moment der Schwenkbewegung Spannung (und das in sehr schnell wechselnder Stärke und Richtung).
      Ich würde die beiden Funktionen wie folgt kombinieren:
      - Suche Dir eine Scheinwerferrichtung aus, in der der Scheinwerfer abgeschaltet sein soll (eine Endlage der Servobewegung z.B.).
      - Auf die Stellscheibe des Servos kommt eine zusätzliche Nockenscheibe
      - diese schaltet einen Mikroschalter, der in Deiner Wunschposition den Scheinwerfer abschaltet, in jeder anderen Position hat die Leuchte jedoch "Saft" und Du kannst Deinen Teich ausleuchten.

      Alle Klarheiten beseitigt?

      Gruß Gerrit
      Oft ist es in der Werkstatt einfach produktiver als hier am "Daddelkasten" :pf: :wink:
    • Moin Gerrit,
      danke für deine Hinweise.
      Ursprünglich hatte ich überlegt, dass der Servoarm in "Neutralstellung" den Mikroschalter nicht betätigen soll und der Scheinwerfer somit aus ist.
      Dreht der Servo den Scheinwerfer, so sollte der Servoarm gleichzeitig den Scheinwerfer per Mikroschalter einschalten.
      Das kam mir dann nicht so optimal vor, da der Scheinwerfer ja nicht nur in eine Richtung drehen soll. Darum hatte ich über eine möglichst simple elektronische Lösung nachgedacht.
      Dein Prinzip hat mich dann aber sofort überzeugt überzeugt. Es ist ja die umgekehrte Variante meines ursprünglichen Ansatzes. Das macht deutlich mehr Sinn und so habe ich es nun auch umgesetzt.
      Funktioniert einwandfrei!

      Gruß Ruben
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    • Suchscheinwerfer

      Der Korpus des Scheinwerfers wurde aus der Messing-Glocke eines Schokoladenosterhasen hergestellt (was der Modellbauer doch alles so gebrauchen kann...).

      Die Glocke wurde am Bandschleifer vorsichtig bis zum gewünschten Öffnungsdurchmesser aufgeschliffen. Die Ösen des roten Umhängebändchens wurden entfernt und es wurde ein Loch in die Unterseite gebohrt.
      In das Bohrloch wurde dann ein 1,5 mm starker Messingrundstab als Achse eingelötet. Nachdem der Scheinwerfer mit vier weißen vorverdrahteten SMD-LEDs bestückt war, wurder er mit einer Scheibe Kunststoffglas verglast. Die Kabel der LEDs wurden gebündelt und durch die alten Bohrungen der entfernten Ösen der Glocke geführt.
      In das Dach des Steuerhauses wurde eine Bohrung gesetzt, in die ein Messingrohr eingeklebt wurde. Das Rohr dient als Duchführung für die Kabel und die Achse des Scheinwerfers. Als weitere Führung der Achse baute ich aus einem Vierkantholz und einem Stück Messingband ein Lager für das untere Ende der Achse. Unterhalb des Lagers wurde die Achse rechtwinklig umgebogen und ich lötete eine Öse zur Aufnahme des Schubdrahtes an.
      Anschließend wurde ein Miniservo unter das Dach des Deckshauses montiert. Das Servo dreht per Schubdraht über das angewinkelte Achsenende den Scheinwerfer.
      Auf die andere Seite des Servos plazierte ich einen Mikrotastschalter. Der Schalter ist als Öffner angeschlossen, d.h. bei unbetätigtem Taster ist der Stromkreis geschlossen, bei betätigtem Taster ist der Stromkreis unterbrochen.
      In "Neutralstellung" des Scheinwerfers (ungefähr Vorausrichtung) betätigt der Servoarm den Taster und unterbricht somit den Stromkreis des Scheinwerfers. Sobald das Servo den Scheinwerfer in die eine oder andere Richtung dreht, wird der Taster nicht mehr betätigt, sodass der Stromkreis geschlossen ist und der Scheinwerfer leuchtet.
      Gesteuert wird das Ganze über die Horizontalbewegung des linken Kreuzsteuerknüppels des Senders.
      Es ist aber auch möglich, den Scheinwerfer dauerhaft in Vorausrichtung leuchten zu lassen, indem man einfach den Trimmtaster des Steuerknüppels so weit betätigt, dass der Servoarm gerade so eben den Mikrotaster freigibt, ohne den Scheinwerfer nennenswert zu drehen.
      Nahe des Mikroschalters wurde noch eine Lochplatine mit den Vorwiderständen für die LEDs des Scheinwerfers platziert und zu guter letzt wurde alles verkabelt. Die Stromversorgung des Scheinwerfers kommt nicht über BEC sondern direkt vom Fahrakku.

      Die restliche Beleuchtung des Bootes wird natürlich unabhängig vom Scheinwerfer ein- und ausgeschaltet (siehe Thread "Beleuchtung").

      Der Suchscheinwerfer war die letzte geplante Funktion, die umgesetzt wurde. Technisch ist das Boot nun komplett.

      Im Laufe der nächsten Zeit werden noch optische Details wie z.B. Reling, Poller, Ankerwinsch, Beiboot etc. hergestellt und angebaut.

      Gruß Ruben



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    • Schriftzüge

      Ein wichtiges Detail sind die Beschriftungen des Schiffsnamens und des Heimathafens.
      Netterweise erstellte mir Modellbaukollege Ralf (nochmal vielen Dank!) hervoragende Schriftzüge aus selbstklebender Folie am Plotter.
      Bei einer klassischen Holzyacht mit weißem Rumpf fand ich goldene Schriftzüge in einer eleganten Schriftart sehr passend.

      Gruß Ruben

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      Aus Fehlern wird man klug, drum ist einer nicht genug!

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    • Weitere Detaillierung

      Scheibenwischer
      Die drei Frontscheiben des Deckshauses erhielten je einen Scheibenwischer. Die Scheibenwischerarme sind aus Relingstützen (Ätzteile) gefertigt und die Wischblätter aus dünnen Gummistreifen.
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      KW-Antennen
      Im Bauplan sind zwei Drähte eingezeichnet, die zwischen den Masten gespannt sind. Ich vermute es handelt sich dabei um Draht-Antennen, evtl. Kurzwelle. An der Saling des vorderen und der Vorderseite des achteren Mastes habe ich aus Rundholz gefertigte Isolatoren angebracht. Die Antennen selbst sind aus Draht gefertigt. Die Enden der Antennen sind mit Schrumpfschlauch zu einem Auge geformt. Auf dem Dach des Deckshauses sind die Zuleitungen zu den beiden Draht-Antennen angebracht, die durch jeweils eine Kabeldurchführung (Messing-Rohr) ins Innere geführt werden.
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      UKW-Antenne
      Aus Messing-Rohr, Schrumpfschlauch und einem Stück Draht fertigte ich zusätzlich eine Peitschenantenne für den UKW-Funk

      Achterer Mast
      Der achtere Mast aus Mahagoni wurde angebaut. Die Herstellung beider Masten wurde bereits weiter oben erläutert.
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      Flaggen
      Die Flaggenfalle am achteren und vorderen Mast verfügen über Blöcke, die aus Nussholz (Backen) und Messing (Scheiben und Aufhängung) gefertigt wurden. Die kleinen Doppelpoller zum Belegen der Flaggenfalle fertigte ich aus Messing-Blech und Messing-Drahtstiften.
      Die Nationalflagge am achteren Mast besteht aus einem dünnen, aber festen Tuch und wurde in meiner Grabbelkiste gefunden. Die Flagge am vorderen Mast unter der Steuerbordsaling zeigt das Symbol des Deutschen Motoryachtverbandes. Die Flagge wurde auf Papier gedruckt und dann mit Klarlack versiegelt.
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      Horn
      Das Horn auf dem Dach des Deckshauses wurde aus einem Messing-Rundstab gedreht. Anschließend wurde ein Fuß aus Messing-Blech und Messing-Rohr angelötet und das Ganze in einer Bohrung im Dach eingeklebt.

      Reling
      Die Reling wurde aus Messing-Rundstab gefertigt. Alle Teile der Reling wurden mit Silberlot hart verlötet. Anschließend wurde die Reling blank geschmirgelt, per Sprühdose grundiert und lackiert. Es kostete etwas Überwindung, das mühsam verlegte Stabdeck mit 38 Bohrlöchern zu malträtieren um die Relingstützen einzukleben.
      Die Einstiege zwischen den Segmenten der Reling sind mit in meiner Grabbelkiste gefundenen Ketten gesichert.
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      Davits
      Die Davits für das Dingi (Beiboot) wurden aus Messing gefertigt. Zunächst musste der Rundstab geglüht werden, damit er weich genug wurde um ihn in Form zu biegen. Die beiden Davits wurden dann auf ein U-Profil gelötet. Die Stirnseiten des U-Profils wurden mit Blech verschlossen, das ebenfalls angelötet wurde. Alle Lötungen sind harte Lötungen mit Silberlot. Nach dem blank Schmirgeln wurden die Davits grundiert, lackiert und per 2K-Kleber und Drahtstiften am Deck befestigt. Zu guter Letzt fertigte ich aus Holz die beiden Klampen für das Bootsfall. Die beiden Blöcke an den Nocken der Davits bestehen aus Messing und fanden sich in meiner Grabbelkiste.
      Das Bootsfall besteht aus Garn. Es ist durch die Blöcke geschoren und auf den Klampen belegt. Die langen Enden sind „vorbildgetreu“ aufgeschossen (und mit Sekundenkleber fixiert).

      Dingi
      Das Dingi ist aus einem Bausatz von G.K. Modellbau in hölzerner Spantbauweise kieloben auf einer Positivform aus Gips entstanden.
      Die beiden Blöcke für das Bootsfall fertigte ich zusammen und identisch mit den Blöcken für die Flaggenfalle (siehe oben).
      Die beiden Fender, die die Bordwand des Dingis vor den Davits schützen, sind Plattinge, die per Kronenknoten aus Paketschnur gesteckt wurden.
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      Poller
      Die Fundamente der vier Doppelpoller auf Vor- und Achterschiff bestehen aus Messing-Blech. Die Poller selbst bestehen aus Messing-Rohr, das am oberen Ende mit kleinen Scheiben aus Messing-Blech verschlossen wurde. Alle Teile der Poller wurden mit Silberlot hart verlötet, blank geschmirgelt, grundiert und lackiert.
      Die beiden Doppelpoller mittig an den Längsseiten des Schiffes sind alte original Beschlagteile aus dem Baukasten der Albatros.
      Alle Doppelpoller wurden mit dem Deck verklebt und zusätzlich mit je zwei Drahtstiften angebracht.
      Zusätzlich stellte ich noch einen Kreuzpoller aus Holz und Messing her, der per Drahtstift und Kleber am Bug angebracht wurde.

      Ankerwinde
      Das Gehäuse der Ankerwinde wurde aus Messing-Blech gelötet. Die Achsen und Bolzen bestehen aus Messing-Rundstab. Die Fußbremse wiederum aus Messing-Blech. Die Montagefüße wurden aus einem Messing-Vierkantrohr gesägt. Die Teilweise sichtbaren Zahnräder im Inneren wurden aus einem defekten Servo ausgeschlachtet.
      Die Ankerkette fand sich in meiner Grabbelkiste. Klüsenrohr und Kettenfallrohr bestehen lediglich aus Ringen, die von einem Messing-Rohr abgesägt und auf das Deck geklebt wurden. Das Innere wurde dann matt schwarz ausgemalt, um Tiefenwirkung zu erzielen.
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      Alle weiteren Details wurden bereits während der entsprechenden früheren Arbeitsschritte weiter oben beschrieben.

      Gruß Ruben
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    • Die Albatros ist in diesem Zustand fertig. Ein sehr schönes und interessantes Modell ist entstanden, bzw. wiederauferstanden.
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      Anschließend werde ich noch eine Vitrine aus Holz und Plexiglas bauen, um das Modell repräsentativ und staubgeschützt aufzubewahren.

      Demnächst folgen noch Bilder der ersten Fahrt in fertigem Zustand, sozusagen die Jungfernfahrt.

      Gruß Ruben
      Aus Fehlern wird man klug, drum ist einer nicht genug!

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      In der Werft: MS Bugsier 3 (Hafenschlepper 1:33)
    • :clap: Von mir eine Runde Applaus! Super schönes Schiff, toll gebaut...

      Freu mich schon/noch auf Fahrbilder.
      in der Werft:
      Thunfischfänger Trevignon II 1:87
      Forenmodell Fast Crew Supplier 1:87
      Shrimp Boat (Lindberg-Bausatz) 1:60

      einsatzbereit:
      Graupner Lotse (als Polizeiboot), griechisches Fischerboot, Springer Tug (im Tim & Struppi Design), Frachtschiff Santa Teresa, Bugsier 18 Kuhwerder, LEGO Frachter City 7994, Hansajolle, Motoryacht Mistral, Seenotrettungskreuzer Theodor-Heuss
    • Catti schrieb:

      Mir steht mit meiner Admiral ja was ganz Ähnliches bevor.
      Admiral sagt mir nichts. Auch eine klassische Motoryacht?
      Auf jeden Fall schon mal viel Spaß und Erfolg!


      Jay1893 schrieb:

      Freu mich schon/noch auf Fahrbilder.

      Hoffen wir auf gutes Wetter für kommenden Sonntag am See... :)
      Aus Fehlern wird man klug, drum ist einer nicht genug!

      Fahrbereit: MY Albatros (Motoryacht 1:20), MS Neptun (Stückgutfrachter 1:100), MS Toro (Assistenzschlepper 1:100), CMS Bremen Express (Containerschiff 1:700)

      In der Werft: MS Bugsier 3 (Hafenschlepper 1:33)