Multi Jet Boat V2 von Graupner

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Multi Jet Boat V2 von Graupner

      Hallo zusammen,

      ich möchte hier im Forum meine Erfahrung vom Bau des Multi Jet Boat V2 weitergeben. Ich habe das Boot bei einem Schaufahren kennengelernt und bin auch damit gefahren. Das Fahrverhalten hat mich doch etwas überrascht. Bis jetzt bin ich nur Schiffe mit normalen Schraubenantrieb gefahren. Das Lenkverhalten des Jets ist ganz anders, man muss viel früher reagieren, da das Boot bei schneller Fahrt driftet.
      Nun bin ich Besitzer eines Jet-Bootes!

      Ich möchte hier keine ausführliche Bauanleitung schreiben sondern nur aus meiner Sicht wichtige Details.

      Nach einer ersten Durchsicht des Baukasten war ich überrascht, keine Bauanleitung bzw. Stückliste.
      Die vorhandenen Pläne sind soweit in Ordnung.


      Der Rumpf

      Der Jet-Antrieb war das erste was ich mir genauer angeschaut habe.
      Alle Teile nachgearbeitet (Entgratet)

      Die Antriebswellen waren nicht zu gebrauchen. Auf der Kupplungsseite waren sie eingefräst (ca. 1mm, 1/10 bis 2/10 reichen auch), damit sie nicht durchdrehen, wenn sich die Schrauben der Kupplung lösen. Dadurch war die Welle auch leicht verbogen.
      IMG-20171121-WA0003.jpg
      Habe diese Problem an Graupner weiter gegeben, hier kennt man das Problem nicht. Schauen wir mal wie es weitergeht. Ich erwarte einwandfreie Wellen, die die gerade sind und ohne Unwucht drehen.

      Wie sieht es bei den anderen Jet-Booten aus???

      Ich habe von Graupner neue Wellen bekommen die einwandfrei sind. Fräsung ca. 5/10mm und Wellen gerade.

      Einpassen des Antriebes
      Rumpf entgratet. Der Antriebskanal passte nicht direkt in die Ausschnitt. Grund dafür war die Klebenaht im Rumpf am Heckspiegel und leichte Korrekturen am Ausschnitt.
      IMG_5102.JPG
      Aus diesem Grund habe ich an den hinteren Ecken der Kanäle etwas abgenommen, siehe Bild.
      IMG_5103.JPG
      Die Antriebskanäle passen dann in den entsprechenden Ausschnitt und liegen innen sauber am Heckspiegel an.
      IMG_5104.JPG IMG_5118.JPG
      Das Strömungsrohr steht dann ca. 2,1mm heraus, das muss so sein, damit die Düse sauber aufsitzt.Es entsteht ein Abstand von ca. 1mm.
      IMG_5105.JPG
      In der Düse ist das Gegenlager der Antriebswelle, es sollte alles in der Flucht sein.

      Damit später auch der Motor leicht ausgebaut werden kann, habe ich zwei zusätzliche Bohrungen am Heck vorgesehen. Durch diese können mit einem entsprechenden Kugelimbus, die Schrauben vom Motor gelöst werden. Verschlossen werden die Löcher mit einem Blindstopfen aus Gummi. (Schalterloch-Abdeckkung von der Fernsteuerung)
      IMG_5100.JPG
      Durch diese Löcher kommt man an die Befestigungsschauben der Motoren.
      IMG_5106.JPG
      Der Antriebe wird später eingebaut, wenn ich neue Antriebswellen habe und ich die Abdichtung der Wellen geklärt habe. Ich habe schon andere Beiträge zu diesem Thema gelesen und werde mir schonmal entsprechende Kugellager besorgen. (Dispatcher).
      Kugellager sind bestellt.
      in der Zwischenzeit habe ich den Antrieb zusammengesteckt nun geht es mit dem nächsten Problem weiter.
      Irgendetwas ist nicht richtig berechnet worden.
      Es ist alles zu lang.
      20171205_201656.jpg
      Es sind ca. 2,5mm zu viel.
      Motorachse zu lang, Kupplung zu lang, Impellerwelle zu lang oder sogar der Antrieb falsch?????
      Ich glaube bei Graupner wird nichts kontrolliert.
      Werde das Problem weitergeben.

      Wie sieht es bei anderen Jet-Antrieben aus???
      Meldet ihr die Probleme auch weiter an Graupner oder nehmt ihr das einfach hin???

      Ich habe mich dazu entschlossen die Kupplungen zu durchbohren( 3mm und 3,2mm)



      Aufbau

      Nun möchte ich mit dem Aufbau weitermachen.

      Es sollten sechs Teile ausgeschnitten werden.
      IMG_5119.JPG
      Beim Bearbeiten dieser Teile sollten danach auch nur sechs Teile vorhanden sein.
      Knickstellen auch reinigen bzw. vorsichtig nachbearbeiten.
      Wenn die Teile zusammenbleiben gibt es saubere Kanten.

      Dieser Beitrag wurde bereits 28 mal editiert, zuletzt von mibemamaju ()

    • HI,

      interessanter Bericht ... Freue mich mal mehr davon zu lesen !
      Viele Grüße

      AStreety

      --------------------------------------------------------------------------------------------------

      :welcome: save the date --> Forentreffen 2019 vom 30.08. - 31.08.18 :welcome:


      Hier auch meine Facebook Seite wo ich Infos streuen werde --> facebook.com/rc.modellbau.schiffe
    • Danke für euer Interesse.
      Die schriftliche Antwort von Graupner auf meine Wellenproblem/Fräsung ist nicht zufriedenstellend. Ich habe wie schon erwähnt neue Wellen bekommen aber lt. Graupner habe nur ich das Problem. Also ein Einzelfall !!!
      Das Problem, das irgend etwas zu Lang ist, werde ich nicht weitergeben. Konstruktive Kritik ist nicht erwünscht.
    • Hallo,

      die Qualität der Jets ist für mich noch nicht so richtig einzuschätzen.
      Die Dichtigkeit der Impellerwelle wird das Hauptproblem sein. Die Gummidichtung zwischen Kupplung und Lager ist nicht vertrauenserweckend. Die Lösung mit einem Lager ist aus meiner Sicht die bessere Wahl. Es gibt in anderen Berichte die fast gleichen Aussagen.
      Bei Verwendung eines Lagers ist natürlich auf gerade Wellen zu achten, siehe mein Bericht.
      Die Lager habe ich schon eingepresst und jetzt warte ich nur noch auf meine Kupplungen, die ein Modellbaukollege durchbohrt, damit ich das Gesamtlängenproblem löse.

      Das ganze ist sicher auch eine Preisfrage. Es gibt hochwertigere Jets, aber da habe ich keine Erfahrung.

      Gruß
      Harald
    • Ich habe mit den "alten" Graupner 19mm Jets in meinen verschiedenen Bootsmodellen immer gute Erfahrung auch bezüglich der Dichtigkeit gemacht. Später habe ich auch, z.B. bei den Polaris Jetbikes statt der Gummilager Kugellager eingesetzt. Das war zugunsten der Laufeigenschaften viel besser, musste aber häufiger mit Teflonfett abgeschmiert werden.
      Alternativ sind die kleinen Jets von Harztec sehr zu empfehlen. Das ist dann aber auch Ermessenssache, ob man den finanziellen Mehraufwand durch Austausch der Jets machen möchte.
      MfG, Ernst
      (Moderator)

      Das Vorteilhafte an Standmodellen ist, dass sie selten absaufen...

      IG-Yachtmodellbau seit 1996

      Under Construction: Riva Iseo 1/10 - Range Rover Projects 1/10 - diverse Sunseeker-Yachten

      MFC Ikarus Kempten - Modellfliegen auf 895,2m Starthöhe :)
    • So, nun möchte ich beim Aufbau weitermachen, da noch ein paar Teile für den Antrieb fehlen.
      Die Reihenfolge der Schritte ist nicht wichtig, jeder wird einen Weg finden. Ich habe den folgenden beschritten, zuerst habe ich den Dachrahmen entsprechend zusammen geklebt, danach die Seitenteile. Wichtig dabei war, das die Fräsungen sauber ausgearbeitet werden, damit sich alles leicht in Position bringen lässt.
      IMG_5123.JPGIMG_5124.JPGIMG_5125.JPG
      Ein paar Beispiele für die Fixierung.
      IMG_5127.JPGIMG_5126.JPG
      Im Inneren habe ich einige Versteifungen eingeklebt, das muss jeder für sich entscheiden, mir war es labbrig.
      Das Wichtigste ist die Position des Aufbaues auf dem Rumpf und damit auch die Anpassung des Aufbaues an das Deck. Damit sollte man sich etwas Mühe geben. Ich habe mich an den Plan gehalten.
      Über die Befestigung und Führungen werde ich noch mal schlafen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von mibemamaju ()

    • Die Feiertage habe ich nun genutzt um den Antrieb einzubauen.
      Die Kupplungen wurden nun durchbohrt. Nun stellte sich heraus, das sie nun auch zu lang sind (das Kugellager steht etwas heraus, habe sie um 1mm gekürzt.
      Nun habe ich alles außerhalb des Rumpfes zusammen gebaut und die Motoren an einem Netzteil laufen lassen. Es lief soweit alles rund. Die neuen Impellerwellen liefen soweit rund, haben aber immer noch einen kleine Unwucht. Ich hatte noch neue Wellen ohne Anschlief zur Verfügung, siehe da die laufen Rund.
      Wenn Ersatz benötigt wird, bitte ohne Anschlief bestellen, diese können mit einer Feile leicht selbst bearbeitet werden.
      Das Einkleben der zusammengebauten Jet´s, ohne Düse, lief ohne Probleme. Als Kleber habe ich Stabelit 60min verwendet.
      Die Düsen passen ohne anzuliegen auf das Rohr, bitte kontrollieren. Siehe auch meinen ersten Beitrag.

      Beim Einbauen der Steuergestänge und der Rudermaschinen hatte ich die gleichen Probleme wie Andere zuvor auch schon. Es ist alles zu knapp bemessen.
      IMG_5205.JPG
      Bei der Lenkung hat es gepasst. Die Anlenkung der Umkehrklappen ist zu kurz. Werde mich mal wieder an Graupner wenden.
      Das sollte eigentlich Jeder tun, damit sie merken was da falsch läuft.