85ft Army ST Tug XXL in 1:25

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    • So, nun endlich war es an der Zeit, das Teil von der Trennebene zu lösen. Ging ganz einfach, zum Glück. Doch was zu Tage trat jagte mir einen höllen Schreck ein ( was ganz einfach ist). Am Bug hatte sich eine Hinterschneidung gebildet. Scheinbar hatte ich wohl zu stark getupft, oder gepennt beim Einrichten, oder, ... oder,.....oder. Darauf erst einmal ein Eis.


      Nach dem zweiten Eis war das Zittern verflogen. Wie sagen doch die Amis so treffend: now we have the salad, ich stehe aber mehr auf französisch in solchen Sache: Grande Malheur de la kack, oder um es auf den Punkt zu bringen,....FücK. Nun gut, es ist eine Hinterschneidung. Jedoch eine, welche beim genaueren Betrachten zu kompensieren ist. Frage an mich selbst: Bedeutet kompensieren das Vertuschen von Pfusch? Wenn ja: Chapeau. Nun ja, wer es kann....
      Aber, ein Bild sagt natürlich mehr als tausend Worte:

      rumpf31.jpg

      Ich denke, von der Leiste am Bug kann ich mich gedanklich schon mal verabschieden. Kumpel, genieße die verbleibede Zeit, deine Tage sind gezählt.

      Von nun an ging alles seinen Gang und alles wie gehabt:

      Alles Poliert, Trennmittel aufgebracht, Fromharz drüber. Glafaserschnitze und Baumwollflocken sowie Kopplungsschicht drauf

      rumpf32.jpg


      Dann Glasgelege drauf

      rumpf33.jpg


      Alles mit Harz einsauen:

      rumpf34.jpg

      Und warten, dass alles durchtrocknet. Und warten. Und warten. Und..... Zeit ist ja so relativ.
      Gruß
      Olli


      Olli, also ich, ist nur verantwortlich für den Inhalt SEINER Gedanken. Sollten sich ob des geschriebenen, irgendwelcher Bilder im Kopf des Lesers bilden, so lehnt Olli, also ich, jegliche Verantwortung ab.

      Und übrigens: Wenn man weiß wo man ist, kann man sein wo man will !
    • Judgementday


      Ich möchte zu Beginn noch einmal die dritte Textzeile von The Bug zitieren: Manchmal bist du ein Diamant und dann bist du wieder ein Stein. Heute ist ganz eindeutig DIAMANTENTAG!


      Denn, heute war es so weit. Es stand der Rückkampf von Olli vs Urmodell und den Zwillingen an. Der letzte Kampf verlief, sagen wir mal unsauber (Olli, also ich, hatte beschissen). Jedoch hoffte ich, das die Jungs nicht nachtragend sind; schließlich sind sie nun groß (Na? Gemerkt? Anspielung auf die Modellgröße!? Cool, näh?) Aber nun los:

      In der roten Ecke (unterstreicht meine femenine Seite) Olli, der bezwinger von Lack und Leder, Einöler von Fahrradketten und Eintänzer in der Fischbratküche,....noch immer.
      In der blauen Ecke: Das Urmodell mit seinen Zwillingen rechte und linke Formenhälfte.

      Olli, also ich, setzte den ersten Hebel in Form von klitzekleinen Keilen an und bei den Jungs aus der blauen Ecke war ein leises Knacken zu vernehmen. Ha, (dachte ich wenigstens) habe euch. Aber wider allen Erwartungen, wollten oder konnten die Jungs nicht los lassen. Männerbande können ja so tief und fest sein. Nun gut, also wieder in die Trickkiste gegriffen und den fetten, also so ein richtiges Männerteil von Keil gegriffen und in die Form gezimmert.

      rumpf38.jpg

      Ein Raunen ging durch die Menge, bei den Jungs ächste und knacke es an allen Enden, aber dann war der Kampf gelaufen. Die Menge tobte, die Frauen warfen Olli, also mir, Unterwäsche zu,..... was für ein Augenblick innerhalb der Weltgeschichte. Wieder einmal ging Olli, also ich, aus diesem Kampf, über den noch Generationen sprechen werden, als Sieger hervor. Danke, Sie waren ein fantastisches Publikum, mal wieder.


      Tja, und da ist sie nun; so wie Olli die Form schuf und nur wenige Augenblicke alt, lag sie vor mir. Entgegen ALLER Erwartungen gab es, bis auf Spuren bei den Blechstößen, keinerlei Blessuren. Innerlich hatte ich mich ja schon von der Bugsektion verabschiedet (ihr wisst schon, wegen der Hinterschneidung), aber auch die wieß keinerlei Beschädigungen oder gar Probleme beim Entformen auf.

      Tatatataaaaa:

      rumpf35.jpg

      Profil ist auch nicht schlecht:

      rumpf36.jpg

      Hier und da blieb etwas Farbe im Rumpf und hier besonders in den dünne Fugen der Blechstöße. Mit einem Stück Kunststoff war dieses Problemchen innerhalb von 10 Minuten Geschichte.

      rumpf37.jpg

      Auf dem Bild kann man auch gut Rückstände vom Folientrennmittel erkennen, welche sich später am abgeformten Rumpf widerspiegeln werden. Aber nach einem Auftrag von Grundierung wird sich das dann auch wieder erledigt haben. Irgendwann bekomme ich das mit dem Folientrennmittel sicherlich in den Griff. Beim Polieren musste ich aber Zugeständnisse an das Chart Pack Tape machen.


      Zu diesem Zeitpunkt ist die Form besser geworden als ich es gehofft hatte. Ganz, GAAAANZ sicher nicht perfekt,aber für meine Zwecke perfekt. Für die erste Form in dieser Größe, bin ich super zufrieden. Darauf erst einmal ein Eis,....oder auch zwei. Hatten wir nicht noch Königsrolle? Geht die als ein Eis durch?

      Am Wochenende wird dann der Decksrumpf abgeformt. Ich glaube, dass nennt mal einen Lauf haben :D
      Gruß
      Olli


      Olli, also ich, ist nur verantwortlich für den Inhalt SEINER Gedanken. Sollten sich ob des geschriebenen, irgendwelcher Bilder im Kopf des Lesers bilden, so lehnt Olli, also ich, jegliche Verantwortung ab.

      Und übrigens: Wenn man weiß wo man ist, kann man sein wo man will !
    • Hallo Jens.

      Klar, der Aufwand ist etwas größer, aber ich finde es klasse wenn man einen Rumpf hat, wo einen keinerlei Teile, wie z.B. Spanten, beim Einbau von Motor, Akku, etc. stören. Und ganz ehrlich: Als ich gestern das Urmodell annähernd problemlos aus der Form gezogen hatte und da dieses schwarze Teil von mir lag: Das war ein unbeschreibliches Gefühl. :thumbsup: Auch ohne GFK muss ich ja einen Rumpf bauen. Der Mehraufwand besteht natürlich im Formenbau, aber der machte 4 Tage aus. Also kein wirkliches Argument. Finanziell? Je Seite:

      Glasgelege (320g/m²) 9 Euro (waren knapp 3m²)
      Epoxy 11 Euro
      Formenharz 6 Euro

      Wobei jede Seite 5 Stunden Arbeit (laminieren) in Anspruch genommen hatte. Also ist Zeit hier der größte Kostentreiber; theoretisch. ;)

      Für mich ist der Weg das Ziel und bis jetzt hat er unsagbar viel Freude bereitet. Manchmal ist der Weg etwas steinig, aber das ist er bei anderen Bauweisen z.T. auch :D Wir sind doch ohnehin alles Masochisten :D :D :D :D
      Gruß
      Olli


      Olli, also ich, ist nur verantwortlich für den Inhalt SEINER Gedanken. Sollten sich ob des geschriebenen, irgendwelcher Bilder im Kopf des Lesers bilden, so lehnt Olli, also ich, jegliche Verantwortung ab.

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    • Hallo.

      taucher mobil schrieb:

      Das ist ne Form zur Serienfertigung ?

      Nö, Eigenbedarf. Gips? Wäre mir zu viel Schweinkram, und zu brüchig, und trocknet schlecht,...und,..und. aber ernsthaft: Jeder hat hier seinen Weg. Ich habe mich bewusst, OHNE Hintergedanken, für diese Variante entschieden. Und die Kosten sind absolut überschaubar. Klar wäre die Form dafür geeignet, reichlich Abzüge zu machen. Aber will ich das? Da ich auf Diskussionen keinen Bock habe, wohl eher nicht.
      Gruß
      Olli


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    • So, Eis ist weg, weiter geht's.

      Zwischenzeitlich hat die Rumpfform schon mal sechs Durchgänge mit Trennwachs und Polieren hinter sich. EIGENTLICH hatte ich beabsichtigt, eine M5 Welle mit 8mm Außendurchmesser zu verwenden. Durch Zufall bin ich auf Edelstahlwellen gestoßen, welche nicht rosten (hoffentlich wissen die das auch) Nun, dachte ich so bei mir, beim Einsatz in Salzwasser, sicherlich nicht die schlechteste Überlegung. Zwar hat das Stevenrohr nur 6mm Durchmesser, also setze ich es in ein Rohr mit 8mm Außen- bzw 6mm Innendurchmessser. Eine Wellenlänge von 152mm (warum sind die Maße eigentlich immer so komisch?) wird wohl zum Einsatz kommen. Damit kann ich den Antrieb recht weit hinten einbauen und den Ballast schön zentriert lagern.

      rumpf39.jpg

      Im Fundus In der Grabbelkiste hatte ich noch 750er Mabuchi. Da werde ich mal einen Versuch mit wagen. Austauschen gegen einen Bühler kann ich dann ja jederzeit. Ich hätte ja gerne einen 12V Decaperm gehabt. Die sind ja aber leider so schwei... teuer. Die 6V Variante ist in meiner Hamburg der optimale Antrieb. Als Schraube kommt eine 3 Blatt mit max 60mm zum Einsatz. Die Plastikvariante habe ich hier schon liegen, soll aber denneoch eine aus Messing werden.

      rumpf40.jpg
      Gruß
      Olli


      Olli, also ich, ist nur verantwortlich für den Inhalt SEINER Gedanken. Sollten sich ob des geschriebenen, irgendwelcher Bilder im Kopf des Lesers bilden, so lehnt Olli, also ich, jegliche Verantwortung ab.

      Und übrigens: Wenn man weiß wo man ist, kann man sein wo man will !

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von rifuku ()

    • Hey Olli,

      das Zeugs, das vor dem schreiben von #23 hattest....hätte ich dann auch gern :lol:

      Gut von den Kosten her....tatsächlich überschaubar und bezüglich Serienproduktion...
      hätte da auch keine Lust auf Diskussionen. Einzig, wenn man das noch nie gemacht
      hat, hätte ich etwas Angst, den Urrumpf zu verlieren...wenn dann die Form nix wird :S
      Aber bei dir schein ja dies geklappt zu haben :2: ... da du dir ja ein schwarzen
      Rumpf laminiert hast, kauf die ne schwarze GfK Platte für den weitern RC Ausbau...
      hab ich bei meiner Tümmler auch gemacht, sieht dann klasse aus :nick:
      Gruß Jens
    • Hallo Jens

      JB007 schrieb:

      das Zeugs, das vor dem schreiben von #23 hattest....hätte ich dann auch gern
      Zuckerschock?! :pr: :D

      Der Rumpf ist noch nicht laminiert, man sieht jetzt nur die Form! Den Rumpf zum Erstellen des Decks mache ich am Wochenende, denn das (also das Deck natürlich) wird ja auch GfK. Dann kann ich auch gleich mal schauen, welche Gewebestärken ich nutzen will. Da tue ich mich immer etwas schwer, aber Gewicht ist hier ja zum Glück zweitrangig. Ziel ist ein Rumpf der OHNE Spanten stabil ist. Da habe ich schon einen materialmix im Kopf, mal schauen ob sich das ausgeht. Das Deck trägt ja auch seinen Teil dazu bei. Ich finde immer witzig wenn ich Verkaufsanzeigen lese, wo dann von einem super leichten Rumpf die Rede ist. Bei einem 30cm Teil kein Problem bei 100cm muss ich ihn dann aber erst mit Spanten verstärken, damit ich den Rumpf gefahrlos greifen kann.

      Das Urmodell zu verlieren ist natürlich immer möglich, aber wenn man sich Zeit lässt bei der Vorbereitung ist das weniger wahrscheinlich, solange man keine Hinterschneidung hat :whistling: . Gut, die Ängste hatte ich bei meinem ersten Rumpf auch, aber wenn du einmal selber eine Form gebaut und daraus einen Abzug erstellt hast dann wirst du feststellen, dass erheblich mehr Lärm um die Geschichte gemacht wird, als da tatsächlich dran ist. Man muss sich nur mal einen Ruck geben. ;) Das Urmodell des kleinen ST Tugs hat beim Entformen zwar gelitten, die Scheuerleisten hatten sich gelöst, aber die Form war gut. Wenn dann das Urmodell zerstört worden wäre, hätte ich eine funktionierende Form und das Urmodell hätte seinen Zweck erfüllt. Form unbrauchbar UND Urmodell kaputt, wäre natürlich Weltuntergang Szenario :gr:
      Gruß
      Olli


      Olli, also ich, ist nur verantwortlich für den Inhalt SEINER Gedanken. Sollten sich ob des geschriebenen, irgendwelcher Bilder im Kopf des Lesers bilden, so lehnt Olli, also ich, jegliche Verantwortung ab.

      Und übrigens: Wenn man weiß wo man ist, kann man sein wo man will !

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    • Also ährlich, dieser Job ist gefährlich!!!!

      N'Abend.

      So, es geht voran. Gestern wurde der Decksrumpf laminiert. Bei dieser Gelegenheit bin den Tod nur ganz knapp von der Schippe gesprungen! Man kann hier mit ruhigem gewissen von einer Nahtoderfahrung sprechen! Was war geschehen? Ich hatte mich dazu entschlossen, noch einmal Hand an das Laminat zu legen und bin mit dem Arm an dem überstehendem Laminat entlang geratscht.

      nahtoderfahrung.jpg

      Blut BLUT, überall Blut. Es floss nur (annähernd) so in Strömen. Mein leben zog wie in einem (viel zu kurzem) Film an mir vorbei (und das auch nur in s/w) Zum Glück zwingt mich mein Arbeitgeber dazu, jedes Jahr einen Kurs in letzter Hilfe zu tätigen (oh, wieder diese geschwollene Ausdrucksweise, aber es qualifiziert dich wenigstens zum anerkannten Letzthelfer). Dank diesem Umstand war es mir möglich, diese klaffende Wunde zu schließen. Die Schmerzen wurden mittels einem Eis gestillt. Männers, mal ganz ährlich: Dieser Job ist gefährlich :D

      Aber hier ist erst einmal der Sachstand. Im Rumpf geht es etwas wüst zu, weil ich mal meinen Bestand an Resten von Glasgelege verbraten hatte, der sich in Form von Abfallstücken angesammelt hat. Man muss ja nix von dem Zeugs vergeuden ;) Weiterhin hatte ich zwei Stücke Holz mit eingeklebt, damit sich der Rumpf später beim Befüllen mit Gips nicht weitet

      rumpf41.jpg

      Morgen in der Früh, werde ich dann mal das Überraschungsei öffnen. :thumbup: Ich weiß zwar jetzt schon, wo ich bei diesem Abzug Mist gebaut habe, aber ich hoffe, es ist nicht zu übel. Das ist mein erstes Bauteil in dieser Größenordnung und ich muss gestehen, die Geschichte ist nicht so einfach wie gewünscht, aber genau so fordernd wie erwartet. :whistling:
      Gruß
      Olli


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    • Hallo.

      Tja, hätte ich sicherlich tun können, aber ich hänge am roten Lebenssaft :D Es gibt halt Momente, da muss man sich etwas zurück nehmen :bhi:
      Gruß
      Olli


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    • Hallo.

      Hat jemand Erfahrungen mit einem 750er Mabuchi? Oder sollte ich mich bei einer 60er Schraube auf einen anderen Motor konzentrieren? Wenn ja, was wären die Alternativen?
      Gruß
      Olli


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      Und übrigens: Wenn man weiß wo man ist, kann man sein wo man will !
    • Hallo Oliver,

      zum Glück bist du dem Tod nochmal von der Schippe gesprungen! :fr:

      Abgesehen davon, dass mir dein Projekt gefällt, mag ich auch die Art, wie du darüber berichtest ;)

      Gruß
      Chris :)
      Mein aktuelles Projekt:

      Umbau und Wiederinbetriebnahme meines Bergungsschleppers "Poseidon"


      ***Erst wenn man weiß, was man vorher nicht wußte, weiß man, was man alles nicht gewußt hat, als man noch glaubte, alles zu wissen***


      ***Alles zu Ordnen ist der Rettungsanker derer, die Angst haben, sich im Chaos nicht behaupten zu können!***
    • Guten Morgen.

      Danke für die Antwort auf die Motorfrage. Da hat sich meine Hoffnung ja bestätigt. :thumbup:

      Tja, man(n) muss sich seinen Ängsten stellen und bei diesem gefährlichem Hobby auch mit den Schattenseiten leben können. :D Vielen Dank für den Zuspruch. Ich hatte mich gestern noch mal selber in den Arm genommen, dann war auch schon wieder (fast) alles gut ;)

      So, aber nun steht Ernst wieder vor der Tür. Zeit, die Kleine aus der Form zu schälen. Ein kleiner Hieb, ein kurzer Schrei, da rollt auch schon ein halbes Ei. Und die Moral von der Geschicht? Halbe Eier rollen nicht. Auch keine zauberhaften Rümpfe, welche sich elfengleich aus der Form erheben (Anmerkung an mich selber: EHRLICH?!)

      Das ich gestern noch einmal Hand an das Laminat gelegt hatte war goldrichtig. Der Decksrumpf ist (annähernd) perfekt geworden und für die kommende Aufgabe eigentlich schon zu stabil. Aber so besteht wenigsten nicht die Gefahr, dass er sich bei der kommenden Aufgabe weitet. Kleinigkeiten gibt es beim Finalen Abzug zu verbessern, aber der Weg war schon richtig. Auch die Blechstöße wurden prima auf das Modell übertragen bzw. abgeformt. Auch wenn ich zur Verstärkung 320er Gelege verwendet hatte, habe ich nun schon mal eine Vorstellung, was ich beim Endprodukt an Gewebe einplanen kann. Gewicht spielt ja zum Glück keine Rolle :thumbup: Und Stabilität ist hier ja das gesteckte Ziel.

      rumpf42.jpg

      Und ein Blick auf die Unterseite:

      rumpf43.jpg

      Weiterhin hat das mit der Aufnahme für das Stevenrohr ebenfalls gut funktioniert. Bis zu diesem Punkt ist der Plan vollends aufgegangen. Alle Aufgaben aus dem Lastenheft konnten bis dato so umgesetzt werden, wie ich mir das gewünscht hatte. Bin mal gespannt, was der Rumpf so an Zuladung verträgt. Nächster Schritt ist dann die Erstellung des Decks. Das wird aber nur eine ganz simple Form. Dazu dann aber später mehr.
      Gruß
      Olli


      Olli, also ich, ist nur verantwortlich für den Inhalt SEINER Gedanken. Sollten sich ob des geschriebenen, irgendwelcher Bilder im Kopf des Lesers bilden, so lehnt Olli, also ich, jegliche Verantwortung ab.

      Und übrigens: Wenn man weiß wo man ist, kann man sein wo man will !
    • Moin Oliver Der Rumpf ist ein Traum.
      Wieder ne Frage.: Irgendwo hab ichs überlesen, ist da als erste Lage Gelcoat in die Form gekommen ? Und wenn ja warum nicht gefärbt ?

      Da Rümpfe ja meist dunkel gemalt sind ist es praktisch wenn dieser auch dunkel ist = man sieht nicht so augenfällig jeden Kratzer.


      Und man sieht nicht jeden Blutfleck

      Ralph
    • Hallo Ralph.

      Nein, Gelcoat wurde nicht verwendet. Das hat zwei Gründe:

      1. Hatte ich das mal bei einer anderen Form versucht. Irgendetwas hat da nicht funktioniert und ich hätte beinahe die Form zerstört, weil das Gelcoat teilweise in der Form festklebte. Seit dem traue ich mich nicht mehr an Gelcoat. :( War ganz sicher ein Fehler in der Handhabung meinerseits.

      2. Durch das Weglassen des Gelcoats kann ich Markierungen die ich aussen gemacht habe besser erkennen. Wenn ich das Deck einlasse, konnte ich beim kleinen ST dieses aussen markieren und hatte so einen super Anhaltspunkt. Bisschen blöd zu erklären. :whistling: Ich habe mir jetzt aber mal Pigmentpulver (weiß) bestellt, dass in das Harz gemischt wird. Mal schauen wie die Handhabung ist. Farbpaste wäre auch eine Möglichkeit gewesen.

      Mit den Kratzern hast du sicherlich Recht. Als Grundierung verwende ich aber 2K Spritzplastik. Der ist super stabil und hält eine Menge ab bzw aus. Ich tue mich immer etwas schwer was neues zu probieren, wenn ich ein für mich funktionierendes System gefunden habe. Ich hab's nicht so mit Veränderungen :D

      taucher RALPH schrieb:

      Und man sieht nicht jeden Blutfleck

      :thumbsup:
      Gruß
      Olli


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    • N'Abend.

      So, der geneigte Leser erinnert sich vielleicht noch an:

      rifuku schrieb:

      Gips? Wäre mir zu viel Schweinkram, und zu brüchig, und trocknet schlecht,...und,..und

      Hehehe witzige Geschichte. Was verwende ich zur Erstellung des Decks?.......... Röchtich: GIPS Ach, ich Schelm ich :saint:

      Im nächsten Schritt wurde das Schanzkleid abgeschnitten, denn nun sollte es an die "Form" für das Deck gehen. Nachdem das Teil weg war, wurde die Schnittstelle geschliffen und der Rumpf mit Styroporresten und Handtüchern (in Platikbeuteln) gefüllt. Das hat nur den Zweck, dass ich nicht so viel Sand benötige. Dann wurde darauf selbiger gestreut und gleichmäßg verteilt. Der Sand hat drei Funktionen:

      1. Soll dadurch eine gleichmäßige Oberfläche entstehen
      2. Leitet der Sand die Feuchtigkeit vom Gips ab und
      3. Dient er als Trennmittel

      rumpf44.jpg

      Und wenn alles verschlossen ist, dann schaut es so aus:

      rumpf45.jpg

      Anschließend wurden noch ein paar mal mit einem Stück Holz in den Gips gestochen, damit sich die letzte Schicht besser verbindet. Dabei bemerkte ich aber leicht aggresive Tendenzen und kam mir ein wenig wie Norman Bates vor. Ist zwar nicht ganz so wichtig, beruhigt aber (also das mit dem Verbinden, nicht die aggresiven Tendenzen! ;) ) Wenn diese Schicht getrocknet ist, geht es weiter mit der finalen Schicht.

      Danach wurde eine Schablone mit dem Radius für die Balkenbucht erstellt und in die Mitte ein Schlitz gesägt. Dieser dient als Führung für einen Stahldraht, damit die Balkenbucht wenigstens so einigermaßen zentral verläuft


      rumpf46.jpg


      Auf dem wenigen Bildmaterial das es gibt scheint es fast so, als wäre gar keine Balkenbucht vorhanden. Der Plan schweig sich da aus, oder ich habe da Probleme diesen zu interpretieren. Ok, letzteres ist zwar unwahrscheinlich aber ganz ausschließen kann man das natürlich nicht. Ich hatte mich für 1,8678 mm entschieden. Ist 'ne schöne runde Zahl. Damit kann man arbeiten :D Morgen gibt es dann noch einen dünnen Gips Überzug und dann geht es weiter mit der eigentlichen Form. Es sei denn, der Herr vom Paketdienst hat Lust auf eine Tour aufs Land und ich bekomme den ersehnten Nachschub an Harz, dann geht's vielleicht doch an den Rumpf.
      Gruß
      Olli


      Olli, also ich, ist nur verantwortlich für den Inhalt SEINER Gedanken. Sollten sich ob des geschriebenen, irgendwelcher Bilder im Kopf des Lesers bilden, so lehnt Olli, also ich, jegliche Verantwortung ab.

      Und übrigens: Wenn man weiß wo man ist, kann man sein wo man will !