Rudergaleone im Maßstab 1:20

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    • Rudergaleone im Maßstab 1:20

      Dieses Projekt habe ich bereits bei meiner Neuvorstellung beschrieben:
      Matrose Karl bedankt sich für die Erlaubnis an Bord kommen zu dürfen
      Bin für konstruktive Vorschläge zu meinem Projekt jederzeit dankbar! :id2:

      Rudergaleone„Schaumblüte“ im Maßstab 1:20
      Vorbild: Gemälde von Olaf Rahhardt auf derVerpackung der "Spanish Galleon" von Revell

      Rudergaleone.jpg


      Bauabschnitte

      Die Liste ist nur eine erste Übersicht und wird ständig erweitert.

      • Unterschiff
        • Rumpf
          • CAD-Konstruktion
            • Bau (Helling, Mallen, Spanten, Planken)
        • Ruderantrieb
          • CAD-Konstruktion
          • Rudergetriebe
          • Motor
          • Akku
          • Riemen
        • Steuerruder
        • Lenzpumpe
        • Hilfsantrieb
      • Oberschiff
        • CAD-Konstruktion
        • Aufbauten
        • Rigg
        • Besegelung
        • Bemalung
      • Steuerung
        • Funkfernsteuerung
        • Autonome Steuerungen (Segelstellungen, Autonavigation)
        • Sensoren (Windstärke- und Richtung, Krängung)
        • Toneffekte
      • Ausrüstung
        • Anker
        • Kanonen
        • Beiboote
        • Flaggen, Banner, Abdeckungen
        • Einrichtung
        • Ladegut
        • Besatzung
      • Slipwagen
      • Transportanhänger
      • Stapellauf
      • Logbuch
      • Foto- und Filmaufnahmen



      „Ein Mensch ohne Träume ist wie ein Boot ohne Segel.“
    • Ich wollte Robinienleisten 5x15 mm nehmen. Davon wurde mir aber abgeraten, weil es wohl recht grob gemasert ist und Gallerteinschlüsse hat, die dann Vertiefungen in der Oberfläche geben. Aber es ist sehr widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse und auch sehr stabil.

      Nun bin ich auf der Suche nach einem guten Holz. Eine feine (maßstabsgerechte) Maserung wäre schon schön.
      „Ein Mensch ohne Träume ist wie ein Boot ohne Segel.“
    • Hallo Karl,

      oder du machst es so wie bei GK Modellbau, gk-modellbau-shop.de/epages/61…ps/61220080/Products/2900 der Link ist ein Einführungsvideo. In kleineren Maßstab hat es bei mir super funktioniert, ist vielleicht mal eine Überlegung wert. Bei der Größe des Rumpfes würde ich auf alle Fälle mit einer zweiten Beplankung arbeiten, als Unterbeplankung, z.B. mit Abachi und als sichtbaren Beplankung dann mit dünnen Leisten , z.B. Nussbaum.

      Gruß Udo
    • Nein, die Spanten bleiben alle drin! - So waren diese Schiffe eben gebaut. Bei Kriegsschiffen war der Abstand zwischen den Spanten sogar noch kleiner als die Spantenbreite selbst. Bei neuzeitlicheren Holzbooten gab auch doppelte Beplankungen. Die Mallen werden natürlich wieder entfernt, sie sind nur ein Hilfsgerüst für den Bau.

      Auch bei der Beplankung möchte ich mich weitgehendst an die Vorbilder halten und mir ist eine zweite Beplankung nur als billiges Opferholz gegen Bohrwürmer bekannt oder es wurde auf der Innenseite der Spanten nochmals beplankt. Darauf verzichte ich lieber, um Hohlräumen mit Faulwasser vorzubeugen. Jede Planke wird einzeln genau zugerichtet und der Aufwand, das Ganze zweimal zu machen, wäre mir zu groß. Die Planken will ich mit rostfreien Spaxschrauben an den Spanten befestigen. Den Kopf der Schrauben schleife ich so klein wie möglich, versenke die Schraubenköpfe in den Planken und setze einen Holzstopfen davor. Dann sieht es aus, als wären sie wie im Original mit Holznägeln befestigt, aber ich habe eine sehr hohe Stabilität! Die Stoßkanten der Planken werden konkav und konvex ausgefräst, so dass sie sich auch in den Rundungen aneinander schmiegen und abdichten. Diese Methode wird im Holzbootbau angewendet.

      Die Fotos zeigen den zweiten Nachbau der Susan Constant von 1605. Mit diesem Schiff wurde im Verband zweier weiteren kleineren Schiffen die erste bleibende englische Siedlung in Nordamerika gegründet, nämlich Jamestown in Virginia. Die Replkik liegt dort im Freilichtmuseum.

      A Goodly Ship.jpgSusan Constant Spanten.jpg
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    • Leimen natürlich auch!
      Die Schrauben ersetzen die Klammern. Hatte ich mir so gedacht. Ich bin Mechaniker, traue Schrauben mehr zu als Leimen.
      Auf See gibt es eine dynamische Belastung und Witterungseinflüsse. Und ich hoffe, dass dieses Schiff über Generationen weitergegeben wird ...
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    • Wie wär's mit Birke?

      Da es für mein Schiff kein historisches Vorbild gibt und ich mir auch einige Fantasy-Freiheiten herausnehmen will, soll es den Namen "Schaumblüte" bekommen, die deutsche Übersetzung von Vingilot, dem Elbenschiff aus J.R.R.Tolkiens Silmarillion.

      "Das Holz der Planken war weiß und stammte aus den Birkenwäldern von Nimbrethil."

      ardapedia.herr-der-ringe-film.de/index.php/Vingilot

      "Birkenholz ist ein leichtes, elastisches und hartes Holz.
      Für Konstruktionen unter Wasser eignet sich Birkenholz aufgrund seiner großen Wassertoleranz hingegen sehr gut. "

      baubeaver.de/birkenholz/

      Klingt doch nicht schlecht und hat eine schöne helle Farbe. Und die Massivholz-Werstatt kann entsprechende Leisten liefern.

      modellbau-holz.jimdo.com/startseite/zum-shop/holzleisten/
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    • Hallo Karl!

      Spannendes Projekt! Wow, Dein Modell wird fast 3m lang!

      Da wird der Preis des Holzes schon ein ziemlicher Faktor. Im Buch vom Krick bzw. Mondfeld werden Hölzer gelistet, welche sich von der Maserung her für den Modellbau eignen.

      Bei unserer Zeta verwenden wir (afrikanischen) Nussbaum, der hat eine passend sehr feine Maserung; das Holz selbst ist dunkelbraun, finde ich für historische Modelle sehr geeignet, und ist leicht zu bekommen. Ist aber eines der teureren Hölzer. Deshalb haben wir den Rumpf auch aus Kieferplanken gebaut, und mit 1mm Nussbaum eine zweite Beplankung darüber gemacht.

      Die Erstbeplankung haben wir übrigens mit Holzleim fixiert, hält bombenfest. Die dünnen Zweitplankung mit Superkleber. Ist unser erstes Modell. hatten damit allerdings keinerlei Probleme :)

      Wir haben dann alles mit Bootslack lackiert (und gedichtet), daher waren die Wassereigenschaften des Holzes egal.
      Willst Du nicht lackieren? Wie sieht es dann mit der Lebensdauer aus? Die echten Schiffe waren ja nur 20 Jahre oder so im Einsatz (Holz ist verrottet - natürlich waren die auch die ganze Zeit im Wasser. Jedenfalls solltest Du nicht damit rechnen, dass der Rumpf ohne Fugenfüllung dicht sein wird (meine Erfahrung).

      Zu Deinem Spanten-CAD-Modell - die schrägen im Bug(?)bereich, ist das historisch? Mir sind nur Spanten geläufig, die parallel zueinander montiert sind.

      Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt, und hoffe auf Bilder! :)
      Grüße aus Wien!
      -Roman

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Metaspace ()

    • Hallo Karl,

      das ist ja ein sehr spannendes Projekt! Ich komme aus dem 1:1 Segelsport und habe mit Holzjollen begonnen. Wenn Du etwas stabiles haben möchtest, dann sorge für vernünftige Leimflächen und leime die Planken an die Spanten. Ein vernünftiger PU-Leim ist wasserfest und leimt gut. Die Schrauben zum Anpressen würde ich nach dem Abbinden des Leims wieder herausschrauben und die Löcher mit Holzdübeln füllen. Das spart Gewicht, ist historisch korrekt(er) und Du hast keinen schlummernden Materialmix in der Rumpfschale. Schraubverbindungen können sich lockern, weil Holz ein lebender Werkstoff ist und "arbeitet". Eine gute Leimung macht das problemlos mit.

      Du musst Dir auch Gedanken zur Kalfaterung machen. Zwei Planken konvex und konkav aneinanderzusetzen reicht nicht, den erstens hast Du dann immer noch Kapilarkräfte und zweitens quellen/schrumpfen Deine Planken je nach Umgebungsfeuchte. Holzboote sollten ganzjährig im Wasser liegen. Auf manchen Revieren ist das nicht möglich, weil Vorschriften dagegen stehen. Dann werden die Boote zu Saisonbeginn mehrere Tage im Kran hängen gelassen und permanent leer gepumpt - bis die Planken soweit zugequollen sind, dass der Pott nicht gleich auf Grund geht. das ist im Modellbau eher nicht praktikabel - also brauchst Du eine wasserdichte Verbindung der Planken. Etwas flexibles, das die Breitenänderung der Planken mitmacht. Sika hat das sehr gute Produkte im Angebot. Mit Sika könntest Du auch die Planken an die Spanten kleben.

      Ich wünsche Dir in jedem Fall viel Freude an Deinem Projekt!

      Viele Grüße
      Tim
    • Hallo,
      nur mal was am Rande.

      Ich als Tischler habe letztens von einem Nichttischler erfahren, dass man Holz was Kammergetrocknet worden ist, nicht zum biegen geeignet ist. Sie wollten bei einem echten Boot ein paar Planken erneuern. Ich glaube es war sogar Mahagonie, wovon es wiederum ca. 50 Sorten Weltweit gibt, welches immer wieder trotz einweichen usw. immer wieder gebrochen ist oder zurück in seine Ausgangsposition wollte.

      Der Grund dafür ist, dass es Kammergetrocknet wurde. Nun bekommt man allerdings kaum noch natürlich getrocknetes Holz mehr im Handel.

      Natürlich getrocknet? Früher wurde das Holz säuberlich mit Stapelhölzer, rechte Seite nach oben, nach Hauptwindrichtung ausgerichtet gestapelt und musste pro Zentimeter Stärke ein Jahr lang trocknen.

      Das würde nun bedeuten, dass man sich sein Holz selbst fangen müsste und wie früher selber trocknen.

      Habe ich aber auch nie gemacht. Wichtig ist, dass es schönes, geradliniges und astfreies Splintholz ist. Das Splintholz befindet sich direkt unter der Rinde. Am besten bei Kiefer zu erkennen. Kiefer lässt sich sowieso am besten biegen wenn es ausreichend gewässert wurde und mit ordentlich Hitze vorsichtig gebogen wird. Ich nehme immer ein 100 Watt-Lötkolben mit einem entsprechendem Aufsatz zum biegen. Nachdem man den Lötkolben so ca. 30- 60 Sekunden auf das Holz gehalten hat ( bei 3mm Holzstärke ) wird das Holz butterweich und man kann es biegen.
      Warum schreibe ich das hier? Weil du kurz oder lang an diesem Punkt ankommen wirst!
      MfG Siggi
      [IMG]http://www.gifmix.de/gif.php?bild=schiff-gifs/BOOT3.GIF[/IMG]

      Scheint die Sonne auf Kiel und Schwert, macht der Segler was verkehrt.