Schneckenantrieb im Rc-Schiffsbau

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    • Schneckenantrieb im Rc-Schiffsbau

      Hallo zusammen,

      ich bin auf der Suche nach einem alternativen Schiffsantriebssystem auf die Idee gekommen einen Schneckenantrieb umzusetzen. Allerdings bräuchte ich mal kurz Denkhilfe von euch.

      Schneckenantriebe wurden bereits in Amphibienfahrzeugen wie z.B. de.m.wikipedia.org/wiki/ZIL-2906 eingesetzt.
      In Schiffen hab ich jetzt nur diesen Vertreter gefunden.
      de.m.wikipedia.org/wiki/General-Admiral

      meine logik sagt mir dass ich 2 Schrauben mit gegenläufiger Drehrichtung benötige. jeweils mit eigenem motor und dann über nen V-mischer angesteuert. richtig?

      Warum das ganze?
      ich bau mir ein Vermessungschiff zur Unterwasserkartographie und die Gewässer auf denen das Schiff eingesetzt werden soll weisen starken Kraut/Seerosenbewuchs auf. Da das Schiffchen (länge ca 80cm, Katamaran ) autark fahren wird, muss es so robust wie möglich angetrieben werden.

      so, jetzt zur eigentlichen Fragerunde ;)
      lieg ich mit gegenläufigen Schrauben richtig?
      gibt es irgendwo weiterführende literatur, gerne auch print ?
      mit welchen umdrehungsgeschw. muss ich rechnen?
      ich dachte an eine langsamdrehende bürste mit ca 300-500 u/min, 12v , an bleigel.

      danke falls jemand nen tip hat!
      gruss chris
    • Hallo Chris,
      ich fürchte mit deinem "Schneckenantrieb" im Seerosenteich wirst du auf Dauer keine Freude haben. Du verlängerst lediglich die Manövrierfähigkeit geringfügig, bis sich auch die Antriebsschnecken festgewickelt haben und das Boot möglicherweise unter Wasser ziehen.

      Aus diesem u.a. Gründen wurden die Sumpfgleiter mit Luftschraubenantrieb erfunden :nick: .
      Alternativ zum Sumpfgleiter wäre auch ein Luftkissenboot möglich.

      M.f.G. Jörg
    • @veitha, danke für den link, da wühl ich mich mal durch ;)

      @jörg, luftkissen ist mir zu laut und zu -unmanövrierfähig- ;)
      das mit dem kraut wollte ich dadurch lösen dass ich einen eng anliegenden ring in der mitte der welle einbau, so dass das kraut dort abgeschert wird. evtl ne scharf geschliffene schnecke einsetzen. hmmmm jetzt komm ich ins grübeln ;)
      danke für den hinweis aber schon mal!

      grüssle chris
    • Falls Geschwindigkeit nur bedingt wichtig ist, könntest du auch mit einem Wasserstrahl gesteuertem Boot arbeiten. Im Prinzip eine Bugstrahlrudersteuerung. Wenn du in die Mitte einen großen gefilterten Seekasten setzt aus dem die Pumpen betrieben werden, dann könntest du wie ein Satellit im Weltall manövrieren. Du hast halt keine Sprengladungen/Raketen/Druckluft sondern diverse Wasserstrahle. Auf dem Bild unten sieht man ganz gut was ich meine.

      [img]https://www.hjkc.de/atv-5-node-full-image-2.jpg[/img]

      Wenn du ausreichend viele Einlässe lässt, dann ist es auch egal, wenn mal einer zu ist durch ein Blatt oder so. Vor allem, wäre die Ansauggeschwindigkeit so gering, dass sich kaum etwas verfängt.

      Wenn du auf den Link klickst, dann siehst du meinen Seekasten (siehe Bild unten). Sowas würde ich mir auch bei dir vorstellen können.

      [img]http://www.rc-modellbau-schiffe.de/wbb2/gallery/userImages/44/1897-44673b04.jpg[/img]

      Besten Gruß,

      Burkhard
    • Hallo Burkhard,

      dein Lösungsansatz ist vom Prinzip nicht schlecht. Aber Strahlantriebe haben den Nachteil einer sehr hohen Strömungsgeschwindigkeit bzw. hoher Volumenstrom. Um dann eine Verstopfung im Seekasten durch den Sog zu vermeiden, müsste dieser aber einen sehr großen Nettoquerschnit als Einstromöffnung haben.

      Alternativ würde ich dann doch eher zu einem Ruderpropellerantrieb in einem Drahtkorb raten. Vorteil: Durch eine niedrige Prop-drehzahl kann man hier den Sog sehr gering halten.
      M.f.G. Jörg
    • Hallo Chris,
      also Wasserstrahlantrieb ist eine wirklich praktikable und robuste Alternative (s. mein SBY); das ist zwar ein relativ kleines Modell, aber mit leistungsstärkeren Pumpen geht da noch einiges . Seerkasten ist dann natürlich unabdingbar, besonders unter Deinen speziellen Randbedingungen.
      Kreative Grüße
      Hermann


      Aedifico ergo sum

      fahrbereit:
      Playmobil-FK, Expeditionsfloß, SBY, Vegesack, Silver Surferine

      In Arbeit: Bermpohl, Anna2
    • das Problem an den leistungsstarken Pumpen liegt m.E. an dem erhöhten Stromverbrauch, bzw in der Wärmeabgabe. grmml ;)
      an Geschwindigkeit brauch ich 7 km/h, also nicht wirklich die Welt.
      Ich hab mir grad eure Modelle angeschaut. schöne Arbeiten, steckt ne Menge arbeit drin.

      der Gedanke meinerseits war möglichst wenig bewegliche Teile unter Wasser zu haben. somit fällt n Ruderpropeller im Kasten für mich aus.

      Die Wasserstrahler schau ich mir morgen nochmal genauer an. Mein Hirn schaltet grad ab ;)

      Wie schauts denn mit einem Kettenantrieb ala Panzer aus, der über die komplette Rumpflänge läuft? Also mit -Paddeln- an der Kettenaussenseite?

      kurz zum Gewässer: das ist irgendwie kein normales kraut ;) ab mitte des Jahres treiben Krautfahnen von bis zu 5m Länge über den See. Stängeldurchmesser schätz ich mal grob auf 6mm. das zeug lässt sich relativ leicht zerpflücken, aber da es so in menge auftritt ist alles was ins wasser ragt gefährdet ;)

      danke für eure gedanken!
      gruss chris
    • Bliner schrieb:

      kurz zum Gewässer: das ist irgendwie kein normales kraut ab mitte des Jahres treiben Krautfahnen von bis zu 5m Länge über den See. Stängeldurchmesser schätz ich mal grob auf 6mm. das zeug lässt sich relativ leicht zerpflücken, aber da es so in menge auftritt ist alles was ins wasser ragt gefährdet
      Hallo Burkhard,

      wenn dein Wasserfahrzeug bei solch schwierigen Bedingungen mit ca. 7 km/h unterwegs sein soll, bleibt eigentlich nur ein Luftkissenboot oder eine Drohne übrig.

      Wenn es auch langsamer gehen darf käme evt. noch ein Kanu mit 2 oder 4 Paddlern in Betracht. klick

      Alle anderen Antriebe mit drehenden Teilen im Wasser, oder im Boot (Jet-Antriebe, Pumpen, Schaufelräder u.ä.), werden von Schwebeteilchen in Punkt- o. Fadenform in kürzester Zeit durch die Sogwirkung verstopft und blockiert werden. Egal, ob mit oder ohne Sieb/Gitter.

      p.s. Luftkissenboote können auch geräuscharm konstruiert und betrieben werden, wenn es nicht auf hohe Geschwindigkeiten ankommt.

      M.f.G. Jörg

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Käptn Graubeer ()

    • so, liebe leute, ich hab mich entschieden ;)

      es werden 2 schaufelräder. somit wirds ein trimaran mit innenliegenden schaufelrädern. da kann ich langsläufer als motor nehmen, was sich sehr positiv auf die fahrzeit auswirken sollte. die einzelnen schaufeln werden exzentrisch gelagert so das ein- und austauchverhalten auch bei krautigem wasser kein problem werden sollte. beide räder werden einzeln angetrieben, zusätzlich gibts auch noch n ruder.sollte eines der räder blockieren bleibt die steuerung erhalten.
      werd mich die woche mal an den rechner setzen und was zeichnen. evtl schaff ihs dann nächstes wochenende die fräse anzuschmeissen ;)


      vielen dank für eure bisherigen gedanken!
      gruss chris

      achso,
    • muss erstmal gucken wie komplex und vor allem robust so ein schaufelrad ist/wird. ich geh mal von 8 blättern/rad aus. das boot wird in etwa ein gewicht von ca 8 kg haben. 8/4=2kg pro rad im günstigsten fall. ich glaub nicht dass ich damit aufs land kann ;)
      und wies mit dem wirkungsgrad aussieht wenn da 4 motoren mit weniger last laufen . grübel.

      achso, steuerung wird vermutlich n ardurover bzw arduboat.