Ein Unimog sollte es sein

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    • Ein Unimog sollte es sein

      Hier wird es einen kleinen Bau und Erfahrungsbericht über mein neues Projekt geben, ein Unimog 425 von Tamiya.

      Die Vorgabe war Geländegängigkeit, keine Rennsemmel, naturgetreues Aussehen ohne Anspruch auf Perfektion, gute Ersatzteilversorgung sowie großes Zubehörangebot. All das zu einem erschwinglichen Einstiegspreis und ohne den Anspruch irgendwelche Wettbewerbe zu gewinnen. Letztendlich soll das Spaßgerät auch ein Modellboot ins Wasser bringen können. Beinahe zwangsläufig kommt man dann zu einem Fahrzeug auf Basis des alten Tamiya CC-01 Chassis (frühere Bezeichnung XC, 80er/90er Jahre), welches aktuell wieder in einer Neuauflage produziert wird.

      Also den Unimog 425 für rund 210 Eus portofrei bestellt und schon nach 24 Std hatte ich ihn in den Händen. Der große "C" hatte das beste Angebot und lieferte im Turbomodus. Ein recht kleiner Karton, aber proppenvoll mit Beuteln, in denen sämtliche Teile nach Baugruppen sauber sortiert waren. Sehr gut gemacht von Tamiya. Bei der Bauanleitung braucht man sich eigentlich nur die Bilder anschauen, alle Skizzen haben linksseitig eine Liste mit den dazu nötigen Teilen und Nummern und die Skizze selbst hat diese Teilenummern ebenfalls. Ebenso ist jeder der Teilebeutel gekennzeichnet. Bemerkenswert der beiliegende Regler, welcher sowohl Brushless als auch Bürstenmotoren ansteuern kann (Brushless mit Sensor), sowie die fertig verkabelte Lichteinheit (LED's mit Kabeln und Stecker, das Modul ist eine Konstantstromquelle). Zieht man den Preis für diese Teile ab, ist man bei 150 Euro, abzüglich der Karosserie bekommt man für rund 100 Euro ein wirklich brauchbares Chassis. Preis/Leistung ist meiner Meinung nach sehr gut. Dieses Chassis gibt es auch mit anderen Karossen, die Preise fangen bei rund 160 Euro an. Allerdings dann ohne Lichteinheit.

      Eine Enttäuschung gibt es aber: Eigentlich wollte ich nur alle Teile sichten, aber plötzlich war das Ding nach rund 3 Stunden als "Rolling Chassis" zusammengebaut, es hat mich einfach gepackt. Möglicherweise habe ich auch von meinem alten Job an echten Fahrzeugen profitieren können, ein Anfänger benötigt sicher länger. Das ist auch der Grund warum es keine Bilder gibt, Fotopausen waren nicht vorgesehen. Doch Bilder werden folgen, weil ich die Karre nochmal zerlegen werde um einige Details zu verbessern die mir überhaupt nicht gefallen. Diesbezüglich ist mir auf der Suche nach "Tuningteilen" allerdings nach kurzer Zeit die Kinnlade im offenen Zustand eingerastet. Es gibt gerade für dieses Chassis eine fast unüberschaubare Menge an Zubehör!

      So, wen es interessiert, hier geht es die Tage weiter, Heute schon kommt die erste Teilelieferung. Fotoknips liegt diesmal bereit. :yes3:

      Vorab zwei Links, welche maßgeblich zu meiner Entscheidung für dieses Chassis und den Unimog beigetragen haben: Klick und Klack

      Und ein Testbericht: Klick
      Gruß
      Hermann
    • Hallo Hermann,

      der Unimog ist schon ein tolles Gefährt, reizt glaube ich jeden RC Modelbauer irgendwann mal.
      Die Videos, die Du verlinkt hast, machen natürlich noch zusätzlich Appetit. Die Videos sind aber schon mit etwas Vorsicht zu genießen...
      Ich habe insgesamt 7 RC Fahrzeuge im 1:10er Maßstab, darunter auch ein vollgetuntes CC-01 Fahrzeug. Und ein solches Volltuning wirst Du brauchen, wenn Du an die Fahreigenschaften im Video herankommen willst, abgesehen davon, dass der weiche Sand am See im ersten Video dem CC-01 Chassis extrem schmeichelt. So ruhig läuft das sonst nicht mal auf Asphalt.
      Vermutlich hat der Unimog im Video die weichsten Federn, die Du für Geld bekommen kannst und kein Öl in den Stoßdämpfern - anders geht´s nicht. Deshalb liegt die Karosserie auch so schön tief auf den Rädern, das ist so nicht serienmäßig. Ein Untersetzungsgetriebe im Antrieb dürfte er auch haben, abgesehen von den "Stroke Extension Links", die es ermöglichen, die Hinterachse etwa 3 cm mehr aus den Federn zu heben als vorgesehen.
      Wir haben im Rockcrawler Forum einen Tuning Thread für das CC-01 Chassis, und da sind natürlich vorrangig die Lenkung, die vorderen Radaufhängungen, Getriebeabdeckung vorne und Motorisierung ein heißes Thema, abgesehen von den oben bereits erwähnten Dingen. In Summe hat mich das vollgetunte CC-01 Chassis etwa 480,- EUR gekostet - ich wollte es aber auch so, einfach mal ausprobieren, wie weit das geht. Fahren tue ich damit nicht mehr, da sind einfach die "üblichen Verdächtigen" wie RC4WD, Axial und allen voran MST wesentlich realistischer und angenehmer. Vor allem das MST CFX Chassis kostet knapp 200 ,- EUR und man muss praktisch nichts mehr machen als Elektronik einbauen. Karosserie kann man am Ende ja jede draufpappen.

      Aber ich setze mich hier gerne in die erste Reihe dazu und guck mal wie weit Du es treibst... :bild:
      VG, Ralf
      Graupner Ti Amo 1:15

      Harro Koebke 1:25

      Graupner Multi Jet Boat V2

      Graupner Commodore
    • Moin Ralf,

      Das MST Chassis liegt bereits auf einer zukünftigen Planungsebene, weil ich es einfach toll finde. :thumbup:

      Aber dieses Jahr nicht mehr. :no1:

      (Vor ein paar Tagen habe ich es für 140 Euro gesehen, dummerweise lag das Porto bei knapp 60 Euro und Zoll käme auch dazu).

      Mir gehts nicht um extreme Bedingungen wie im Video, aber der Clip hat mich vom Fahrzeug überzeugt.
      Sozusagen ein Machbarkeitsnachweis. Letztendlich wird der Unimog aber ein Fahrzeug für den Bootstrailer.

      Die Sendungsverfolgung hat meine Teile für Heute angekündigt, schaumerma. Bisher liegen die Kosten bei 67 Euro.
      Dafür gibts die Lenkung, 18 Stk vollgekapselte Kugellager (2RS), Stoßdämpferhalter oben, Servohorn sowie Radmitnehmer.
      Der Motor kostet nochmal 20 Euro, ein zusätzliches Untersetzungsgetriebe werde ich nicht einbauen.

      Was noch kommt, keine Ahnung, liegt an meiner Verrücktheit. :saint:
      Gruß
      Hermann
    • Hallo Hermann,
      ich komme auch dazu.
      Nach dem Osterurlaub werde ich wohl meinen Axial SCX10 Dingo zum UNIMOG umbauen.
      Und ein 3-Achser MAN KAT steht auch auf der Wunschliste....

      Also zeig mal, wie toll du das umsetzt! :D

      Übrigens. Einen Tamiya-Chassis in 3h zusammenzuschrauben ist auch für Ungelernte kein Problem!
      Ich brauch nur immer Wochen dazu, weil ich auf Tuningteile warten muss...... selbst, wenn ich im Vorfeld schon die PDF-Anleitung runtergeladen hatte.
      Rechtschreibfehler sind beabsichtigt und dienen zur Kontrolle der Aufmerksamkeit! :chat:
    • Hallo Gero,

      Wenn man die Übersicht behält und konzentriert arbeitet, kein Problem, sehe ich genauso.
      Etwas Fingerspitzengefühl bei den Schraubverbindungen in den Kunststoff schadet allerdings nicht.

      Toll umsetzen .......... naja, sagen wir besser nach meinen Vorstellungen hinbasteln.
      Die Lackierung schiebe ich aber vorerst ganz weit ans Ende, hab ich noch nie so gemacht (Polycarbonat von Innen lackieren) und habe davor ein wenig Bammel.
      Leider stehen mir auch weder ein Bastelkeller noch sonst was an ähnlichen Räumlichkeiten zur Verfügung, nur der Balkon. Da ist es aber ein wenig zu kalt mit 3°C derzeit.
      Gruß
      Hermann
    • Hast Recht mit der Temperatur, aber vor dem Spritzen an sich brauchst du keinen Bammel zu haben.
      Die Maskierfolien sind bei Tamiya in den meisten Fällen schon vorgeschnitten und lassen sich INNEN gut anbringen.
      Wenn du dann mit den PS-Farben in ganz dünnen Schichten arbeitest (die Folie aussen bleibt dran!), wird das gut.

      Wenn die Farbe deckt, kannst du die Maskierfolien abziehen und die Scheiben rauchgrau spritzen, wenn du magst. Auch ne PS-Farbe. Aber vorsicht! Das Zeug löst an! Sehr dünn auftragen und jede Schicht gut trocknen lassen!

      Wenn du ne matte Optik möchtest, wird das Ganze etwas aufwendiger, aber da gibt es in den einschlägigen Foren genug Tipps (z.B. matten Klarlack für Polycarbonat / LEXAN von aussen aufbringen. Dann aber die Fenster von außen maskieren).

      Ich sitze jedenfalls gespannt dabei und schaue zu :D
      Rechtschreibfehler sind beabsichtigt und dienen zur Kontrolle der Aufmerksamkeit! :chat:
    • Auf Ideen kommt man .................... die Lenkung wird funktionsfähig. Ich meine das noch einzubauende Lenkrad.

      Parallel zum Lenkservo angeschlossen kommt ein Mikroservo unter die Haube, dieses dreht das Lenkrad, evtl. mit ner Übersetzung..

      Mal sehen was mir noch einfällt während ich hier aufs Paket warte. :id2:

      @Gero: Mach mich nur fertig, jaja! :/

      :D
      Gruß
      Hermann
    • Also wenn man das Lenkrad beim UNIMOG sieht, dann ist "rauchgrau" ja vom Tisch. Dafür suchst du dann ewig nach ner Biegepuppe, die den Kram mitmacht .... *kicher*
      Hat der Matteo, der die Videos bei Youtube einstellt (ein Schweizer, denke ich), nicht ne BRUDER-Puppe drin?
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    • @Hermann: Bezüglich lackieren hat Gero völlig recht. Das wird einem von Tamiya recht einfach gemacht. Ich habe anfangs auch auf `nem Balkon lackiert. Das erste Mal auch bei ca. 5 Grad. Es hat ewig gedauert, bis es trocknete. War im Endergebnis nicht so gut. Aber so lernt man.

      Hier übrigens ein nicht ganz so gutes Bild von meinem Jeep in der Urform. War 1995 ein Angebot, statt 425 DM, 350 DM.CIMG3149.JPG