Baubericht 58FM2o18

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    • Hallo in die Runde,

      die Idee ein Antirollsystem im Schiff umzusetzen ist echt klasse.
      Warum ich meinen Senf dazu gebe?
      Kurz erklärt, hatte vor Jahren mal versucht eine Art Turmstabi für einen Kampfpanzer zu realisieren.
      Dazu habe ich einen U-Boot-Regler von Brüggen, einen Driftregler für Modellautos und einen Heckgyro vom Hubi probiert.
      Vom reinen Prinzip her funktionierten alle 3 Varianten.
      Leider war der Turmantrieb zu träge und für die Rohrwiege lässt sich Massenträgheit des Modells leider nicht erschwindeln.
      Sah einfach schei**e aus und somit wieder aus dem Modell (Tamiya Leo2) entfernt.
      Für das Boot ist dies aber sicher eine Option, da der Regelkreis und die Trägheit eine andere Welt sind als beim 1:16 Panzer.
      Aber auch feste Flossen bringen etwas (mal vor ca. 32 Jahren bei einer 1:144 Fregatte verbaut) brachten etwas.

      LG Martin

      PS.: Tamiya hat die Turmstabi mittlerweile in der MFU implementiert (Typ10 und M1), funzt aber leidlich, trotzdem nettes Gimmick und abschaltbar.
      Lieber 60 Jahre gelebt als 80 nur da gewesen sein 8)
    • Tolle Idee, die auch schon vorgemerkt ist Georg. Aber das mit der Lieferung des Lagereglers in 7 Tagen muss ein Witz sein. Mir wird Mitte Juni als pünktliche Lieferung genannt :) Egal, hab sowieso noch 3 andere Baustellen und baue mein FoMo derzeit nur im Kopf :)
      MfG, Ernst
      (Moderator)

      Das Vorteilhafte an Standmodellen ist, dass sie selten absaufen...

      IG-Yachtmodellbau seit 1996

      Under Construction: in 1:10 - Baby Horace III - 37' Midnight Express Center Console :bd:

      MFC Ikarus Kempten - Modellfliegen auf 895,2m Starthöhe :)
    • Na dann, hier meine News:

      Der Rumpf ist jetzt soweit grundiert und vorher gespachtelt, dass ich mich traue Propeller, Ruder und Finnen einzubauen. Irgandwann wars gut und das Orginal hat ohnehin sichtbare Stahlplattenschweißnähte... (baut die jemand in 1:50?)

      IMG_4872.JPG
      Die Propeller sind auf 36 mm Durchmesser reduzierte Porps von Graupner, 35 in Messing darf mir gerne Santa Claus schicken, erstmal sehen, was das hier gibt.

      Motoren:
      Statt der unschlagbar preisgünstigen sub 2€ DC Motoren von Pollin (Tipp von Wolfgang) hab ich mir die und die nötigen 2 Regler gespart:
      ich hatte noch einige Brushless-Paare in meiner immer größer werdenden Testkiste - und da mein Controller mir früher immer in den Ohren lag, dass das Lager soundsoviel turns machen muss, habe ich einfach recycled. 2 Brushless Motoren mit 2 Vor- und Zurückstellern dazu machen den Pott hoffentlich schön manövrierfähig. Mein Happy Hunter (Baujahr 82) hat letztes Jahr zwei neue große Bühler-Motoren bekommen plus je ein Regler pro Motor. Das Bugstrahlruder hat jetzt so gut wie nichts mehr zu tun, da ich beide über ein V-Leitwerkmischer ansteuere. Linker Hebel nach vorne = Gas für beide vorwärts (hinten = rückwärts), linker Hebel nach links = Backbord rückwärts + Steuerbord vorwärts (Hebel rechts = anders rum) Steuern geht jetzt auch mit Ruderblättern geradeaus...

      IMG_4866.JPG
      2,5 A @ 7,2V für einen Motor bei Volllast... Das macht > 1h Jagdzeit unter Volldampf wenn jede Maschine einen eigenen Akku bekommt.
      Jedenfalls gefällt mir die Elektromobilität doch sehr und ich freue mich schon jetzt auf die Akkus in 10 Jahren!!!

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    • Die Finnen

      Die mittleren Finnen sind die gleichen Ruderblätter wie das Pärchen hinten. Bloß unter einem anderen Winkel eingebaut, da der Rumpf hier laut Spantenriss einen anderen Winkel hat.

      IMG_4874.JPG
      Hier sind rechts die Schutzrohre vor dem Einkleben zu sehen. Ich nehm weiterhin Stabilit Express, nach dem Ausbau der alten Motorhalterung aus meinem '82er Happy Hunter sehe ich keine signifikanten Alterungserscheinungen... (des Klebers - im Gegensatz zu mir...). Wenn der H2O dicht und UV versiegelt ist...

      Erstes Schaukeln in der Wanne


      IMG_4887.JPG. . . . IMG_4888.JPG

      Mittlere Finnen mit Linksausschlag .... . . . . . . Mittlere Finnen mit Rechtsausschlag . . .,
      wenn das Boot nach links schaukelt, .... . . . . . und wenn das Boot nach rechts schaukelt.

      Beim Hin-und Herzappen zwischen beiden Bilder kann man Youtube von 1984 simulieren...

      Wenn sich jetzt noch hinreichend schnelle Vorwärtsfahrt dazugesellt, sollten die Rückstellkräfte das Boot schön gerade im Wasser halten.
      Da beide unter ~ grob 30° aus der Senkrechten sind, gehe ich von einem klaren Effekt bei Speed und dem hier eingeschalteten Gyro aus. Hoffentlich dreht es mir den Spieß nicht um.
      Wenn morgen Nachmittag das Wetter mitspielt mach ich Urlaub im Tiergarten...

      To Do's:
      Gain optimieren,
      Nullpunkt sauber einstellen, damit der Pott nicht krängt
      eventuell über einen weiteren Mischer die Kurvenlage speedabhängig dynamisch dazu regeln. Das macht die Steuerung (wenn ich es richtig eingestellt bekomme...)

      Ideen very welcome.
    • Erste Ausfahrt


      Heute war es dann soweit. Die erste Ausfahrt mit dem Rumpf fand auf stürmischer See und in Boen bei (angeblichen) WIndstärke 9 statt.
      Das Vergnügen war leider nur kurz.
      Was funktioniert:
      Die Ruder funktionieren und die Motoren auch, allerdings wurde ich den EIndruck nicht los, dass die beiden bei unterschiedlichen Umlauffrequenzen drehen...
      Im Fahrbild war das an einer leichten Steuerung nach Backbord erkennbar.
      Da ich die Motoren über die zwei Kanäle des linken Sticks mische, klappts aber mit dem Manövrieren auch so ganz gut.
      Das Boot war mit einem 7,2 V Akku recht gemütlich unterwegs und wirkte eher behäbig.

      Trimmung mit den Finnen
      Ohne Gyro konnte ich über einen freien Kanal die beiden mittleren Finnen synchron nach links/rechts einstellen.
      Bei moderatem Tempo zeigt sich das geringfügig aber sichtbar im Fahrbild. Als ob die Decksschafherde einmal in Lee oder einmal in Luv sitzt.
      Allerdings ziehen die Finnen - vermutlich wegen der seitlichen Montage - Luft. Die Folge ist ein speedabhängiger Strömungsabriss, der alle Trimmung vereitelt und eigentlich nur bremst.
      Mit Gyro wurde es dann spannender, allerdings waren auf dem eher kleinen Becken vor dem Haus der Kulturen der Welt (HKW)
      hkw.de/de/hkw/gebauede/butterfly/butterfly.php
      wenige gemütliche Wellen für einen schönen Test der Einstellungen des Reglers, dafür aber richtig starke Böen.
      Das durch schnelle Ruderwechsel simulierte Rollen wirkte gedämpfter im Fahrbild. Aber das sind rein subjektive Eindrücke die in jedem Falle nachvollziehbar belegt werden müssen.

      Da das Schiff nur das Nötigste eingebaut hatte und entsprechend weit und stolz aus den Fluten ragte, war es leider ein um so anfälligeres Segelboot. Mit enormen seitlichen Driftgeschwindigkeiten und im Falle der letzten Böe auch so stark seitlich gekrängt, dass es einen ordentlichen Schluck vom frischen Entenwasser nehmen durfte.
      Und dann dachte ich an all die teure Elektronik und habe mich entschlossen den Nachmittagskaffee ein wenig eher zu genießen.

      Was bleibt
      Es ist alles ganz geblieben und ich habe mir keine nassen Füße holen müssen.
      Der Gain des Gyros muss an die Rolleigenschwingung angepasst werden.
      Die Finnenform (plattes Blech wie die Ruder) sollte für ein günstigeres Strömungsverhalten zum Flügel verbessert werden, ist aber für Tests geeignet.
      Mehr Masse im Boot ist wichtig und dessen Verteilung im Rumpf. Das hat beides Einfluss auf die Rollbewegung und der Pott wird weniger seitenwindanfällig wenn er weniger herausragt.
      Mehr Spannung für die Motoren, langsamer geht immer. Ich hab zum Glück noch einige 3s LiPos
      Motorbootfahren ist doch nur was für die Schönwettercrews (aber der Segler hätte heute auch öfters flach gelegen...)

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    • Bitte nicht stürzen: Zweite Ausfahrt


      Was war anders?
      Weniger Wind, mehr Spannung (3s statt 2s LiPo, also so um die 11 V), sonnig und freundlich.
      Da ich am Freitag gegen 18:30 keinen Parkplatz bekommen hatte (keine Demo, kein Endspiel, kein WM-Sieger vor dem Brandenburger Tor, keine Loveparade und auch kein CSD...), bin ich am Samstag Mittag mit dem Rad los. Das Schiff steckt senkrecht in der Fahrradtasche und die Steuerung ist in einer Laptop-Umhängetasche sicher verstaut. Stürzen wäre so trotzdem eher unpraktisch.
      So habe ich einen Parkplatz in ca. 1,85 m Entfernung vom Beckenrand bekommen. Das finde ich gut, da muss ich nicht soviel schleppen.

      Der Fahrbericht fällt diesmal genau so kurz aus, wie meine Laune danach gut war:
      Der 2. Motor läuft nicht rund und steigt bei Volllast aus. Ende des Fahrberichts.

      Beim Durchdrehen des Motors per Hand gibt es mal stärkeren mal schwachen Widerstand um über die einzelnen Magnete zu drehen... da ich nur einen (offensichtlich den anderen) Motor gestestet hatte, ist mir das erst aufgefellen, als der 2. in der Badewanne schon ~ den doppelten Strom zog... und jetzt bei 11V Aussetzer bekam - wie Fehlzündungen...
      Hobbyking hat den Motor auch nicht mehr im Programm und bei Youtube kann man Reklamationsvideos bewundern, von Leuten die sofort Ersatz bekamen weil offensichtlich einige Murx sind....

      Zum Trost
      habe ich schnell noch ein Beweisfoto gemacht: dabei sein ist eben alles:
      IMG_4905.JPG

      Schönes Restwochende zusammen
    • Andere Motoren

      Zugern würde ich endlich mehr mit den Finnen optimieren/ausprobieren, aber ohne Antrieb läuft da nix. Der Bau wurde noch durch eine erfolgreiche gebrochener-kleiner-Finger-OP des Jüngsten verzögert. Jetzt ist alles erledigt, der Bursche schlummert (hoffentlich) friedlich und einige Fotos dokumentieren die Rotation auf der Stelle statt den Fortschritt des Anti-Rolling-Systems und dessen dann hoffentlich baldiger Erprobung....

      IMG_4915.JPG IMG_4917.JPG IMG_4918.JPG IMG_4919.JPG
      Um die nächsten Motoren besser an der Halterung und der Welle zu befestigen, muss die Welle an der anderen Seite herausragen.
      Dazu hab ich mit dem Aluwinkel einen Abzieher gebaut, 3 Bohrungen, davon die mittlere mit M4 Gewinde. Die entsprechende Schraube drückt dann die Welle aus dem Kugellager.
      Nach Entfernen der zwei 3 mm Madenschrauben läßt sich die Welle aus dem Rotor herausdrücken.

      IMG_4914.JPG . . . . . . IMG_4921.JPG . . . . . IMG_4922.JPG
      Der linke Motor ist fertig . . . . und nach Abflexen der Stelle für die neue Position der Madenschraube . . . gibt es jetzt 2 einsatzbereite Motoren:
      BC 3636-8 mit 1000 KV (einer Einheit, die lediglich eine Idee für die Kennlinie eines Motors liefert. Bei Leerlauf wären das 1000 /min pro Volt, also ~ 12000 Umdrehungen pro Minute im Leerlauf wenn der Akku voll ist und der Motor keine Last hat.
      Nein, ich will jetzt sicher keine Diskussion über den Un-Sinn von Brushlessmotoren beginnen, der einzige Vorteil der hier bleibt, ist das kleine Einbaumaß bei enormen Leistungsreserven.
      Da ich sehr kurze Wellen unter einem steilen Winkel zum Rumpf - ähnlich dem Vorbild- eingebaut habe, bleibt wenig Platz für große DC Motoren.
      Wenn diese Motoren nicht sinnvoll mit den vorhandenen Reglern laufen, werde ich auf DC-Regler + Motoren wechseln.

      Einen schönen friedlichen 1. Mai
      Georg
    • Hallo Georg,
      Super verbaute Technik :2:
      Verfolge schon länger Deinen Bau des FoMo's. Da ist nicht nur was von 3D-Drucken zu lesen.
      Hast aber ganz schön Mut bei Windstärke >6 dein Modell im Freien zu testen. Ich hab das mal mit meinem gemacht, nur der Rumpf, oben alles offen, und das was ging in eine Plastiktüte rein. War zum Glück alles hoch gehangen, und wegen der Wasserlinie 2 kleine mit Sand gefüllte Tütchen hineingelegt. Nur ist meine Gewässer hier im Süden von Berlin eine offizielle Wasserstrasse mit etwas größer moglichen Wellen. Das waren damals wohl etwa 5-7cm + die großen "langen" von den Booten. Wasser war dann auch drin zum Schluss :) .
      Aber was will man machen, wenn die Badewanne zu kurz ist.
      ( Den Regler hab ich mir dann allerdings in der Badewanne zerschossen, als mein Sohn aus Versehen per Handbrause, einen künstlichen Regen auslöste ).
      Nun gut, aber schade dass ich mir Dein Modell nicht anschauen konnte. War zufällig in der Nähe, und hätte gern mal die paar Minuten hinten stillschweigend zugesehen.

      Ich denke aber dass du es noch hinbekommst und zufrieden deine nächste Testfahrt meisterst. :resp:

      Ach ja .....und Balsaholz mit einem Laser schneiden :w1:
      coole Idee :h:
      mit freundlichen Grüßen
      Uwe :thumbsup:

      Jeder Tag ohne ein Lächeln - ist ein verlorener Tag -
      in Bau :
      mein Baubericht zum FLB
    • N' Abend Uwe,
      danke für Blumen...
      Einen 3D Drucker würde ich schon nutzen und ich hab ordentlich Respekt vor denen, die die Files erstellen.
      Meine Laserei ist aus der Sicht der Nicht-Lasernutzer möglicherweise genau so doof, da ich mir eine Menge Arbeit bei der Holzbearbeitung spare, einige Kästchen im Rechner male und hinterher 2D-Formen schneiden kann, die kein Messer schafft. Oder die nur mit stundenlangen Feilen, Schleifen, etc. erstellbar sind.
      Für mich ist es ein Werkzeug mit dem schnell halbwegs brauchbare Teile entstehen. Und wenn ich einen hätte und es wirtschaftlich sinnvoll wäre (wieviel €/cm³ Material) würde ich mit einem Metall-Laser 3D Drucker arbeiten. Bei Zähnen und Hüftgelenken aus Titanstahl geht das schon ganz ordentlich.

      Zum Balsa/Birke/Mahagoni-Lasern:
      alle Bauteile die oben bislang beschrieben und verarbeitet wurden sind nicht aus Balsa sonden aus 3-lagigem, 1,35 mm Birkensperrholz gelasert oder eben auch manchmal ganz simple gesägt.
      Einige Tests hab ich in einlagigem Mahagoni-Furnier gemacht, das funktioniert, ist aber sehr bruchanfällig und in der Strukturauflösung (Linienabstand) begrenzt.
      Sehr spannende Resultate hatte ich mit den Türen des FCS, die ich einmal aus Spaß in Balsa geschrieben hatte.
      Der Strahl schneidet natürlich erheblich dickeres Balsa als andere Hölzer, da die Menge des zu verdampfenden Materials wegen der geringeren Dichte weniger ist als z.B. bei Birke oder Mahagoni.
      Was aber erheblich ist, dass die Kanten des Balsas nicht verbrennen (oder ganz wenig) und so sehr saubere Schnitte in 2 mm Material entstehen.
      Daher werde ich diesen Weg nochmal aufgreifen und überlegen, welche Teile sich sinnvoll aus Balsa herstellen lassen können. Diese erhalten dann die Stabilität gegebenenfalls erst mit der Lackierung oder es sind keine tragenden Teile bzw. welche die verdeckt montiert sind.

      Aber erst gibt es einen neuen Antrieb...
      Gruß an Alle, Georg
    • Hallo Georg,

      Das mit den 3D-Drucker war ja auf keinen Fall abfällig gemeint. Problem ist nur, ich habe keinen, habe höchst wahrscheinlich auch keinen "Nutzen" davon, mir das reinzuziehen. Mein Respekt gehört denen die es dann filigran "übertreiben" sowieso, denn da steckt ne Menge Arbeit vor dem Druck drin, und passen soll es ja nachher auch !.

      Ich habe zum Beispiel, Ich sage immer gerne "Altersgerecht wegen dem Gewicht :) )" meine gesamten Aufbauten aus Balsaholz gemacht. Lässt sich gut schneiden und kleben, ist Leicht zu handhaben, schleifen kann ich mit dem Eisstiel + Sandpapier darauf. Nur mit dem Lackieren stellt sich Balsa als nicht so toll daher, man muss erst mit , ich nehme Spannlack, und schleife dann die hochgestellten Härchen nach dem trocknen weg, damit die Oberfläche glatt wird. Spachteln, schleifen und dann der Endlack. Das ist ein biss'l Mehrarbeit, aber das passt schon.
      Stabilität bekomme ich durch einbauen von T und L oder anderen Profilarten hin. Schließlich will man ja die abnehmbaren Teile auch anfassen ohne dass was kaputt geht.
      20180318_094327.jpg Hier mal ein Beispiel von meiner Kommandobrücke.
      mit freundlichen Grüßen
      Uwe :thumbsup:

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    • Hallo Uwe,
      das mit dem Balsa sieht gut aus - ich hab mir aus Spaß mal den Kartentisch ein 2. Mal und diesmal aus Balsa ausgelasert.
      Die Kanten sind schick, aber ich hab noch nichts zusammengebaut - da auch hier noch bei den nicht rechtwinkeligen Teilen geschliffen werden musste.

      Heute ging der Einbau der neuen Motoren vor - Wannentest und erneut Test am HKW:
      IMG_5016.JPG
      Da fehlt noch reichlich Masse., aber für einen ersten Test war es super.
      Auch wenn das Schiff vorne noch zu leicht ist, ist das typische Fahrbild schon erkennbar.

      Der Blick von der Seite
      IMG_E5026.JPG
      Hier ist sehr schön schon die Bugwelle erkennbar und auch, wie bei zügiger Fahrt das Wasser am Bug senkrecht aufsteigt.
      Die an den 3 roten Markierungen am Bug noch nötigen Wasserleitbleche werden also auch im Modell für das herrliche horizontal abgelenkte Spritzwasser sorgen.

      Stabilisatoren
      Bei der heutigen Fahrt war eines sehr schön sichtbar:
      wenn die Finnen des Boots bei zügiger Fahrt getrimmt werden, ist klar erkennbar, wie das Boot um ~20° zur Senkrechten Lage schiebt.
      Allerdings reisst auch heute wieder bei Übersteuerung die Strömung ab, die Finnen werden dann zur Bremse und die Krängung läßt nach.
      Da in 1:1 die Finnen meiner Ansicht nach ein wenig breiter sind, ist da sicher noch was zu holen.
      Zusätzlich möchte ich vom Blattblechprofil zu einem Stromlinienprofil wechseln.
      Der Einfluss der aktiven Stabilisierung war schwer unterscheidbar von der stabilen Lage des Bootes - auch bei dem Versuch durch starke Ruderausschläge das Boot zum Rollen zu bringen.
      Da für ein Rollen (und dessen Verhinderung) die Masse des Bootes als auch dessen Verteilung relativ zur Rollachse relevant sind, kann es sein, dass das System "rollendes Boot" im aktuellen Bauzustand garnicht reagiert.

      Eines konnten die Finnen hervorragend: Blätter und Zweige angeln...

      Grüße in die Runde
    • :resp:
      Fahrbild sieht gut aus.
      Deine Finnen werden bestimmt erst richtig arbeiten, wenn dein Boot tiefer im Wasser liegt. Das kippelt dann nicht so schnell, denk ich mal.

      P.S.
      Eines konnten die Finnen hervorragend: Blätter und Zweige angeln...
      na dann ist's ja jetzt sauber, kann ich ja meinen Kahn mal da fahren lassen :bd:
      mit freundlichen Grüßen
      Uwe :thumbsup:

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    • Hallo Uwe,

      die Funktion der Finnen sollte, wenn Sie keine Luft ziehen, nicht direkt von der Tiefe abhängen. Ich meine ein höhere Stabilität, also auch ein geringeres Rollen des Rumpfes, bei schneller Fahrt zu beobachten. Wenn das Boot in der Wanne badet ist es bei "Null"-Fahrt erheblich anfälliger bei kleinen Wellen in der Wanne, als wenn es bei voller Fahrt auf dem Teich die eigenen Wellen nach einer langen Kurve kreuzt.
      Es wirken andere Kräfte als ohne Fahrt im Boot - und das auch ohne Finnen.
      Jetzt dreh ich mal etwas an der Verstärkung der Regelung der Finnen ...
      und breiter machen werde ich sie auch.
      Baufortschritt folgt.

      Schönen Herrntag zusammen, zwei Bier sind schon ein Propeller...
    • Hallo Georg,

      ...so in etwa verstehe ich ja auch das Prinzip der Finnen, die sind nun mal von Strömung ( Fahrt ) abhängig. Ohne Wind funktioniert auch keine Tragfläche :) .
      Ich werde den heutigen und morgigen Tag nutzen um mit meinen Aufbauten etwas weiter zu kommen. Der letzte Eintrag im Baubericht ist nun auch schon eine Weile her. (Reling löten ). Dann kann ich wieder mal was posten.

      Meine 3 Motoren inkl. Kupplungen hab ich bisher noch nicht geordert, wenns dann soweit ist, wird gleich alles bestellt. hab hier grossen Wunschzettel liegen, aber bei dem schönen Wetter bisher, waren leider andere Prioritäten.

      wünsche Dir einen schönen Herrentag :pr:
      mit freundlichen Grüßen
      Uwe :thumbsup:

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    • Neue Finnen


      nachdem ich den Eindruck hatte, dass nix - oder eben zu wenig passiert, habe ich gebastelt.

      IMG_5037.JPG
      Hier ist die Mittlere von drei Lagen Birkensperrholz a 1,4 mm Dicke. Das alte Ruderblatt wird also in der neuen Finne stecken.

      IMG_5039.JPG IMG_5041.JPG IMG_5045.JPG
      zusammengeleimt... Blick von Oben..... ... und stromlinienförmig geschliffen

      IMG_5048.JPG
      und gespachtelt, grundiert und unscharf abgelichtet (nein, nicht fotografiert - das mache ich mit einem Fotoaparat und nicht mit einem Telefon...)

      und dann bin ich wieder zum Haus der Kulturen gefahren und ich muss eines gestehen:
      mein Parkplatz (wieder ohne Auto, die Stadt ist schon am Samstag wegen des Velothons am Sonntag dicht)
      ist keine 1,86 m vom Wasser entfernt...:
      IMG_5051.JPG
      Tja, jetzt ist das Wasser noch glatt....

      Ergebnisse des Finnentests:

      1) 7,2 V NiMh Akku und erhöhte Verstärkung am Regler des Gyros (ich mag den Genitiv . . .)
      Erster Eindruck beim zu Wasser lassen des Bootes ist ein nervöses Regeln des Servos auf kleinste Rollbewegungen des Rumpfes.
      Das Boot liegt sehr satt im Wasser, die Trimmung ist aber abhängig von Zuladung. Mehr Masse bring auch mehr Ruhe ins Boot.
      Vollgeladen mit den bereits leergefahrenen Akkus bis nahe an die nicht eingezeichnete Wasserlinie fährt sich das Schiff sehr ruhig auch durch seine eigene Welle - wenn es ohne Fahrt von Wellen geschaukelt wird ist ein deutlich stärkeres Rollen erkennbar.

      2) 11,x LiPo Akku bei gleicher hoher Verstärkung
      Viel zu schnelle Fahrt bis hin zum Gleiten...
      Aber das Beste ist die Reaktion der Finnen und der Regelgeschwindigkeit des Reglers: Beim Erreichen einer kritischen Grenzgeschwindigkeit führt die Reaktion der Finnen zu einem immer stärker werdenden Aufschaukeln des Bootes. Da ich kein Deck habe, kann ich nicht mit Vollgas @11,x Volt fahren ohne ein Kentern/Wasserfassen durch ein periodisches Aufschaukeln zu riskieren.
      Ein stillgelegter Servo für die Finnen, also die Finnen passiv im Wasser, ändern das sofort. Dann ist es halt ein Rennboot...

      Mit einem 3Ah NiMh Akkus habe ich 28-34 min Fahrzeit gehabt, wenn ich jedem Motor einen Eigenen spendiere sind also bei gemischter Fahrt 1h Fahrzeit trotz der recht kräftigen Brushless Outrunner Motoren drin.
      Dank der getrennten Regelung beider Maschinen kann ich z.Zt. auch ohne Bugstrahlruder auf dem Teller drehen, das braucht gegebenfalls mehr Strom.
      Je nach Regelungsbedarf zieht der Finnenservo alles zwischen 50 mA und knapp 1A an Strom beim Badewannentest.

      Fazit
      Bei einer sinnvollen Geschwindigkeit können die vergrößerten Finnen mit dem billig-Gyro einen erkennbaren Beitrag zur Stabilisierung des Bootes beitragen.
      Bei zu schneller Fahrt wird ein Aufschwingen des Regelsystems erreicht.
      Eine rollarme Fahrt des Bootes bei angemessenes Tempo kann also sinnvoll durch eine Lageregelung mit Finnen und Gyro unterstützt werden.
      Für eine quantitative Analyse nehme ich gerne ein wasserdichtes Handy mit Phyphox an Bord, meines würde nach Wasserkontakt den Geist aufgeben.

      Herzliche Grüße an alle
      Georg

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    • Hallo Georg,

      Da hast Du deinen Finnen aber einen ordentlichen Zuwachs verpasst. !
      Wenn Du nun eine bessere Reaktion erhältst, scheinst Du in etwa auf dem richtigen Weg zu sein. Dein Test hab ich mir durchgelesen und mal etwas nachgedacht.
      Deine Finnen sind diesmal symetrisch aufgebaut damit die Servos nicht so kämpfen müssen.
      Gehe/probiere mal einen anderen Weg.
      kürze den vorderen Teil der Finnen, so dass die Servos auch etwas drücken müssen. Das ist dann wenn erwünscht auch gleich "selbst-neutralisierend".
      Nun aber meine Änderung, damit bei schneller Fahrt, der Druck ist ja dann auch größer, dein Boot sanfter reagiert.
      Baue ins Gestänge eine Dämpfung ein. Ich danke da an 2 ineinander verschiebbare Stangen/Rohr mit zB eine Kugelschreiberminen-Feder als Dämpfungsglied. Je grösser der Druck bei schneller Fahrt, desto mehr Druck wird bei schnellen Bewegungen "langsamer" auf das Gestänge übertragen. Bei Langsamer Fahrt wird sich das nicht bemerkbar machen, da die Feder das ohne Problem weitergibt.

      Das sollte aber dann erst einmal vorsichtig getestet werden !! ( vielleicht auch schrittweise )

      Ich wünsch dir Viel erfolg
      mit freundlichen Grüßen
      Uwe :thumbsup:

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      in Bau :
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    • Servus Georg

      Wenn ich mir Deine vergrösserten Finnen anschaue, scheinst Du auf dem richtigen Weg zu sein. in den Bildern vom "Franeker Courant" ist deutlich zu erkennen, dass die Finnen relativ dick sind, und auch länger als die Ruder. Leider sind die Bilder auf der Seite nicht mehr zu sehen, aber ich hab` sie ja gottseidank auf meiner Festplatte :D
      JDR_9933.jpg
      Quelle: franekercourant.nl/2015/02/24/…p-bij-scheepswerf-talsma/
      Auch der Anlenkpunkt dürfte etwas vor der Mitte gelagert sein. Könnte mit Deiner Konstruktion passen.

      LG Gerhard
      AUF DER WERFT
      Schlepper Bison im Endausbau
      NORDIC 1:50
      Hafenschlepper Neuhaus-Hans Weiterbau 1:20
      Schaufelradschlepper Eppleton Hall Echtdampf Status Wartet
      IM HAFEN

      Schnellboot Tiger
      Panzerschnellboot Reichskriegsmarine
      Ausflugsboot Taifun
      Springer Tug
      AUSGELAGERT
      Verkehrsboot Reichskriegsmarine
      2-Master ELBE

      Was nicht raucht hat keinen Dampf
    • Servus Gerhard, Uwe und alle anderen Finneninteressente,

      danke für das Bild!
      Ja , die Finnen sind nicht mittig gelagert, wer gaaanz genau hinschaut sieht die Bohrung außermittig. Es sind also Balance-Finnen.


      Heute am Teich

      konnte ich nochmal spielen und habe die einfachste aller Lösungen gegen das Aufschaukeln gewählt: ein klein wenig den Gain des Reglers zurück genommen und alles war paletti.
      Selbst bei viel zu schneller Gleitfahrt liegt der Kahn wie auf das Wasser geklebt.

      Mit etwas Balast dazu auch.

      Allerdings zieht dann bald das erste Wasser von vorne über das nicht existente Deck in den Rumpf. Und der war der heute nicht das einzige was fast oder anderes eben ganz abgesoffen war.
      Mit ~ 2 cm Wasser im Boot im Mittel, vorn mehr, hinten bei Motoren und höher befestigten Reglern und Empfänger noch nichts...
      Ohne Balast bin ich dann noch 30 min unerlaubt schnell unterwegs gewesen.

      Weitere Verluste
      1) der rechte Propeller hat sich trotz Kontern von der Welle im Betrieb nach insgesamt ~3 Betreibsstunden abgeschraubt - und ich hab ihn leider nicht wieder gefunden...
      2) mein Telefon ist mir aus der Hemdtasche beim Bergen des Bootes leider nicht in das Boot sondern daneben gefallen... es scheint wieder zu funktionieren, nur der Lautsprecher am Ohr will (noch?) nicht... Mal über Nacht trocknen.

      Grüße in die Runde
      Georg

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    • Nachtrag zu vorhin


      das Wasser aus dem Lausprecher des Handys ist raus und es scheint wieder zu funktionieren:
      Dateien konnte ich von heute auch retten/runterladen, hier eines von Vollgas @ 7,2V um den möglichen (?) Sinn für die

      hinteren Finnen

      zu erklären:


      IMG_5078.JPG

      Bei Vollgas wird nicht nur fleissig Wasser nach hinten geschaufelt, sondern ein Anteil wandert seitlich aus, wie hier in der
      Draufsicht sichtbar. Genau an dieser Stelle (in Höhe des Ruderservos) fehlen noch die hintern Finnen.

      Ich stelle mal die steile These in den Raum, dass deren Existenz an dieser Position ein klein wenig mehr Vortrieb bedeuten kann?


      Grüße Georg
    • Heute am Teich
      konnte ich nochmal spielen und habe die einfachste aller Lösungen gegen
      das Aufschaukeln gewählt: ein klein wenig den Gain des Reglers zurück
      genommen und alles war paletti.
      Selbst bei viel zu schneller Gleitfahrt liegt der Kahn wie auf das Wasser geklebt.


      [img]https://www.rc-modellbau-schiffe.de/wbb2/wcf/images/smilies/smiley82.gif[/img] [img]https://www.rc-modellbau-schiffe.de/wbb2/wcf/images/smilies/smiley53.gif[/img]
      Das Klingt doch schon mal ganz gut
      Ohne Balast bin ich dann noch 30 min unerlaubt schnell unterwegs gewesen.
      Keine Blitzerfoto ? :2:


      ....weiter so !
      mit freundlichen Grüßen
      Uwe :thumbsup:

      Jeder Tag ohne ein Lächeln - ist ein verlorener Tag -
      in Bau :
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