Yacht Christina von Technotoy aus den 70ern

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    • Yacht Christina von Technotoy aus den 70ern

      Solange ich noch auf meinen Frachterbausatz warte, habe ich mich an ein RC Bootchen fuer meine Tochter geworfen. Vor ca. 1 Jahr war ich auf dem Wertstoffhof, und einen Kollegen dort getroffen. Er hatte einen Ferngesteuerten Schiffchen dabei, dem er entsorgen wollte - ich habe es gerettet. Es ist eigentlich in sehr gutem Zustand, ausser dem Karton, dieser ist echt kaputt. Dazu hat jemand die Batterien drin gelassen, sowie beim Boot als auch bei der Fernsteuerung. Diese sind dann ausgelaufen, verrostet und alles versaut. Die Technik ist aber nicht betroffen.
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      Das Boot stammt wohl aus den 70er Jahren, und war wohl ein teures Spielzeug. Es hatte eine 27 Mhz Anlage drin, die 2 Kanäle hatte. Dabei war die Rudersteuerung mit Solenoid-Antrieb. Die Fernsteuerung war auf einer Platine, die recht groß war, dicht mit Transistoren bestückt, und mit Wachs überzogen. Rumpf ist mit einer Pumpe ausgestattet, die mitlauft vom Motor. Es waren 4x C-Batterien und 4xAA Batterien noetig.

      Damit meine Tochter schon in diesem Sommer ihr eigenes RC Fahrzeug bekommt, habe ich mich daher entschieden, den kleinen Boot aufzubereiten, und auf den Stand der Technik zu bringen. Es bekommt eine Fernsteuerung mit 40 Mhz, mit einem passendem ESC mit BEC. Der AA-Batteriefach wird mit 4x 2400mAh Akkus bestückt, es sollte für den kleinen Motor und einen Servo voll reichen. Motor bleibt der ursprüngliche drin - der läuft ganz ordentlich. Auch der Schalter bleibt der gleiche - es passt einfach in den Deckausschnitt.
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      Statt dem Solenoidantriebes habe ich jetzt einen Miniservo eingebaut, der passte locker rein. Ein Servohebel wurde dann auf den alten Ruderposten draufgeschraubt, und noch mit Epoxy verklebt.
      Bleigewichte statt 4x C-Batterien werden dann auch so geladen - ich nutze alte Reifentrimmgewichte von Autowerkstatt - der Meister hat da eine 200 Liter Tonne, ich als Stammkunde darf ich so viel wie ich will von dem Zeug nehmen. Nur muss man die reinigen.
    • So, ich habe heute gleich die erste Fahrprobe gemacht, und das Boot auch mit Blei getrimmt. Da ich zu faul war, in den Keller zu laufen, und da die 3 Kanal Steuerung zu suchen, habe ich aufs schnelle die 5 Kanal genommen, die Jamara Compa X4+1 samt passendem Empfänger. Dann ab ins Bad. In der Wanne war das Boot ca. 5 Min unterwegs (noch ohne Aufbauten). Alles dicht, läuft ganz gut, lässt sich ok steuern. Schnell ist es nicht, ist aber auch nicht das Ziel, es soll für eine 5.5 Jährige langsam genug sein.
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      Nur habe ich festgestellt, dass fast alle meine Akkus tot sind, ich musste die "normalen" Batterien nehmen. Nur 8 Akkus sind ok, und die sind von 2 Typen mit verschiedener Kapazität, können also im Sender nicht gemischt werden... Muss wohl morgen bei Mediamarkt welche holen.
    • So, ich habe soeben die erste Ausbaustufe der Yacht fertiggemacht. Am Ende ist es doch eine 2.4 Anlage geworden, vor allem da es mir so dann die Batterieueberwachung moeglich ist. Jetzt muss es mal zum Teich gehen.

      Eine Frage - ist am Mollsee/Westpark jetzt schon immer jemand zu finden am Samstag Nachmittag oder Sonntag? Ich will ja jemandem dabei haben falls ich ein Problem bekomme, der mich dann zum Ufer schiebt :)
    • Hallo,

      Ich habe heute spontan mit meiner Familie den Ausflug zum Regatta-Parksee in Oberschleißheim gemacht. Da habe ich dann mein Boot mitgenommen, und die Fahrtests gemacht, dann fast 2 Stunden gefahren. Als Sender war ein FS-i6 mit FS-IA6 als Empfänger. Reichweite habe ich bis ca. 200 Meter getestet, geht. Fahrverhalten - nicht sehr schnell, eigentlich ideal für meine Tochter, oder auch zum Einfahren als Wiedereinsteiger an einem ruhigem Tag. Ganz wendig nach vorne, aber gar nicht lenkbar bei Rückwartsfahrt. In 2 Stunden haben wir je ein 2400 und 2600 mAh Akkupack leer gefahren, und einen weiteren angefangen. Das Boot war auch am Ende ganz trocken innen.

      Meine Tochter hat dabei oft die Lenkung übernommen, und nach etwas Eingewöhnung es ganz sicher gemacht. Sogar meine Frau hat es probiert ;) Nur der Sohn hat alles verschlafen, was aber bei 4 Monaten Alt ja ok ist ;)

      Nur ein Problem dabei gemerkt - im Stand zeigte Telemetrie, dass die Voltage des Akkupacks ca. 5.1-5.2 V betrug. Beim Fahren ist es sofort auf 4.2-4.3 gefallen. Liegt es evtl an dem zu altem Motor, der dann ein richtiger Stromfresser ist? Oder ist es bei NiMh Akkus normal? Sollte es am Motor liegen, muss man es natürlich austauschen.

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      Die kleine Frau Kapt'n!

      Video der Probefahrt
    • Das liest sich schonmal sehr gut....
      Genau so eins hatte ich mal für den Sohn meiner Bekannten "flott" gemacht.... mal abgesehen von
      den Motoren , die sehr laut waren (eigentlich der komplette Antriebsstrang), lief die kleine Jacht doch
      recht ordentlich.
      Weiter so.... :nick:
      Grüße aus BaWü :pr:

      Ich könnte auch schneller fahren....
      aber ich will ja gar net :bd:
    • So, mittlerweile habe ich an die Grenzen des Bootes mit Originalantrieb gestossen. Kleiner Spielzeugmotor und Spielzeugpropeller sind doch sehr, sehr lahm, und fressen dazu unmengen Strom (Bei 4 Zellen NiMh geht die Spannung gleich stark runter, je nach Akkutyp zum Teil an 4.1-4.2 V, was den Alarm bei der Anlage auslöst). Seit der Kameraeinbau ist es noch schlimmer geworden.

      Daher, ich habe vor, einen 2212 Brushless Outrunner mit 3S LiFePo4 einzubauen. Die Steuerung wird die billige China-Sache sein. Welle werde ich evtl beibehalten, ist 1.5mm stahl, oder auch austauschen. Welchen Prop kann man da am besten nehmen? Es passt 25-27mm von dem Durchmesser ein. Wäre so etwas passend? hobbyking.com/de_de/prop-nylon-1-4-x-27.html

      Alternativ habe ich gedacht, eine Krick/Romarin M4/175mm/223mm Welle, einen Kardan 3.2/4 und eine Romarin 35mm 2Bl. M4 Schraube mit 47mm Steigung zu nehmen. Muss dann weiter aus dem Rumpf rausstecken, damit es dann von dem Durchmesser passt. Schafft es der Motor?
    • So, ich habe gestern Abend mal aufs schnelle mich entschieden, das Boot mit einem billigem 1000KV A2212 Brushless Motor zu versehen, der Original war mir zu lahm. Also, Originalmotor raus, ganze Elektronik raus. Den Motor habe ich an dem mitgeliefertem Träger verschraubt, und den Träger an einem Plastikspant (von der Originalmotorhalterung) drin mit 5 Min Harz befestigt. Passte sehr gut rein. Damit der Outrunner nicht an eine Kante reibt (an den Kanten stützte sich der alte Motor), habe ich den mit einem in 3 Lagen gefaltetem Papierblatt umgewickelt. Nach dem trocknen wurde dann das Papier entfernt, so hat man dann einen gleichmaessigen 0.5mm Spalt um den Motor. Die Welle war dabei fast ideal ausgerichtet. Die alte Welle war 2.5 mm dick, die habe ich behalten. Zum verbinden nahm ich den etwas dickeren Schrumpfschlauch, und setzte es um die beiden Wellen, dazwischen sind ca. 5mm Lüft zur Flexibilität da. Da der Schlauch auf den Wellen rutschte, habe ich kurzerhand dann je ein Tropfen Epoxy in die beiden Schlauchenden gegeben, und dann auf die Wellen angezogen. Jetzt sitzt es bombenfest drauf. Sowie bei Vollgas, als auch beim Halten der Schraube und Vollgas rutscht es nicht. Ein Hobbywing 30A ESC (Schiffsausfuehrung, 2-Wege mit Wasserkuehlungoption) ist dann an den Motor gelötet worden, und sitzt im Bug. Vorerst kam ein FS-IA6 Empfänger rein, wird später gegen IA6B oder IA10B ausgetauscht, da ich Telemetrie für meine Akkus haben will. Als Telemetriemodul wird der original-Flysky reinkommen, den will ich gegen meinen Eigenbau checken ;) Ob da eine UBEC und eine Kamera kommen, muss ich noch entscheiden, eine LED-Beleuchtung wird sicherlich kommen. Einen Eigenbau-Schaltmodul bin ich dabei zu entwickeln ;)

      Als Akku kommt da eine LiFePo4 3S mit 2100 mAh rein. Die passt an der Kante stehend sehr gut zwischen den Spanten der alten Batteriebox, genau ueber den Wellentunnel. Wird nach hinten von der Servohalterung, und nach oben durch den original-Deckel von dem Batteriefach gehalten. Nur muss man den Schiff dann aufschrauben, um an die zu kommen, was aber kein Problem bei den 5 Schrauben ist. Sollte es sich zeigen, dass die senkrechte Batterieposition doch zu wackelig sein wird, werde ich dann die alte Bat-Box wegfraesen und den Akku waagerecht einbauen.
    • So, ich habe gestern in der Badewanne eine kurze Trimmfahrt gemacht. Ohne extra gewichte und ohne aufbauten liegt die Christina mit einem LiFePo4 3s 2200mAh hinten bis zur alten Wasserlinie, und vorne ist der "V" noch sichtbar. Es ist deutlich stabiler im Wasser als mit den Nimhs.

      Mit etwas glück kann ich diese dann am WE ausschwimmen lassen. Hoffentlich wird die schneller als davor, wäre toll wenn die vorne dann rauskommt. Glaube aber nicht, dass es mit der Spielzeugschraube gehen wird.

      Eine Frage - gibt es schrauben in 25-30mm Durchmesser, die eine 2.5mm Steck-Welle annehmen? Oder soll ich eher die Welle etwas abdrehen, und ein M2 Gewinde drauf schneiden?
    • So, soeben ist der Ersatzprop fuer die FT011 gekommen. Ich wollte aber mir sparen, die Welle zu ersetzen. Die ist eh noch nicht gekommen. Also - auf die Welle mit 5 min Epoxy kam ein Schrumpfschlauch, dieser ist dann wieder mit Epoxy mit einem Plastikrohr bezogen, und auf dem kam die Prop, wieder mit Epoxy. Ist abenteuerlich, ich weiß ;) Sitzt aber sehr straff, und macht keine Vibrationen.

      So sieht das Boot aus:


      P.S. Grad den Badewannentest gemacht. Schub hat es enorm, bei Maximalgas konnte ich es kaum mit der Hand halten.
      Dateien
    • Heute war es ein schöner Tag am Regattaparksee, also Boot mitgekommen. Es ist VIEL schneller geworden, ist eine echte Rennsemmel. Aber es gibt auch Probleme, evtl koennt Ihr mir helfen, die zu lösen

      1) Rumpf ist an der Kante undicht. Nach 5 Min fahren ist ca. 100 ml Wasser drin. Mit was kann man das Deck am besten abdichten?
      2) Schwerpunkt wohl zu hoch - evtl. kleineres Akku und tiefer reinlegen (jetzt ja an der Kante stehend über Welle)...
      3) Ab 1/2 Gas dann instabil in der Richtung, bei Vollgas legt es sich irgendwann plötzlich auf die Seite (konnte zum Glück noch rechtzeitig Gas wegnehmen, dann richtete es sich auf).


    • Ok, ich hab's befürchtet, dass es zu groß wird. Aktuell ist da ein ca. 30 mm 2-Blatt Teil mit großen Steigung drauf. Der ist aber mit Epoxy an der Welle befestigt...

      Evtl begrenze ich den Gas auf 60% oder so, dann soll es sicher fahren.

      Würde es sinn machen, eine "Flosse" unten vor der Schraube anzubringen?
      Bug etwas schwerer machen?
    • Auf die Seite legt sich das Schiff aufgrund des Drehmoments ! Der Motor gibt irgendwann so viel Druck auf die 2 Blatt - Schraube das das Drehmoment das Schiff zur Seite drückt. Kleine 3 Blatt D Typ Schraube nehmen. Und eine Yacht dieses Typs ist ja schliesslich kein Rennboot :pf:
      Fahrbereit :
      ASW - Zerstörer USS " Ingersoll " , Spruance - Klasse
      Krabbenkutter " Maus " - Krabbe Tön 12

      In der Werft:
      Lenkwaffenzerstörer USS " Bainbridge " , DDG 96
      AHTS " Walhalla "
      Aeronaut Queen, " Aurora Borealis "
      Graupner Collie - " Susannchen "

      Auf Lager :
      Trumpeter Schlachtschiff " Bismarck "
      Seenotrettungskreuzer " Hermann Helms "
      Deutscher Zerstörer Z 37 , Typ 1936 A MOB

      Ich habe eine Pinzette und eine Flachzange und werde nicht zögern diese einzusetzen !!
    • Hallo Petr,

      zwecks Dichtung:

      So wie ich es sehe, ist ja das gesamte Deck abnehmbar, da wäre dann wohl eine Dichtung rundum am besten. Ich würde da an eine Lösung wie in diesem Bericht

      Baubericht 58FM2o18

      Post 77, vorschlagen.

      Anstelle von Schrauben könntest Du Magnete nehmen.

      Wenn Du nicht weisst, wo das Wasser eintritt, dann kannst Du kleinen Stoff mal mit Tesa ankleben und schauen, wo es feucht wird.

      Das Schiff finde ich cool (80er Charme), aber ein wenig schnell bist Du schon unterwegs ;)

      Grüßle


      Martin
      in der Werft:
      Forenmodell Fast Crew Supplier 1:87
      griechisches Fischerboot (Orca-Variante) 1:36
      Frachtschiff Santa Teresa 1:140
      Graupner Lotse Umbau zu Polizeiboot 1:25
      Springer Tug (im Tim & Struppi Design, Haifisch-U-Boot-Trägerschiff von Kptn Haddock) 1:25

      einsatzbereit:
      Hansajolle von Aeronaut
      Motoryacht Mistral
      Seenotrettungskreuzer Theodor-Heuss