Trash Sumpfboot

    • Trash Sumpfboot

      Hallo Zusammen!
      In meiner Freizeit bastel ich hin und wieder an einem Sumpfi rum - Ist mehr WiP als ein festes Projekt. Hauptsächlich will ich dadurch n bissl was lernen und natürlich hin und wieder Spass am See haben. Ich hab selbst eigentlich Null Ahnung von Booten und von RC im Allgemeinen - Hab mir daher einfach auf gut Glück n bissl Material (Depron) gekauft und losgelegt.

      Ziel ist, dass das Ding mehr oder weniger als Vorlage/Skizze für n ordentliches Sumpfboot herhält: Es muss also nicht schön aussehen, sondern erstmal nur ordentlich schwimmen. Daher hab ich jetzt auch einfach ordentlich Heißkleber rangeklatscht - geht halt schnell und hält einigermaßen...

      Das ist erstmal dabei rausgekommen :/ - Ich weiß die Optik iss natürlich Mist - aber darum gehts mir jetzt auch nicht unbedingt.


      Im lokalen Springbrunnen getestet und es läuft soweit ganz gut - bzw. sagen wir mal so: Es geht nicht unter :bd:
      Folgende Daten:
      Länge : 37 cm
      Breite : 21 cm
      Prop. : 6x4.5" 3Blatt
      Motor : 2400 kv / 3S (würde theoretisch auch mit 4S laufen - ESC ist aber dann glaube am Ende)
      ESC: 30A Hobbywing (aus nem Auto)
      Akku : 3S/LiPo
      Fahrgewicht : Schätzungsweise um die 800-900 Gramm

      Am Anfang hat der Kahn hart nach Links gezogen - nach X mal rumprobieren, hab ich dann festgestellt, dass die Luftschraube zu weit rechts war. Also rechts einfach n bissl rechts angebaut und auch den Schwerpunkt nach rechts geschoben - (Lipo von der Mitte nach rechts... ) Jetzt fährts tatsächlich auch halbwegs geradeaus :fg: und kommt sogar ins Gleiten.


      Das größte Problem ist im Moment die Stabilität - sobald ich n bissl mehr Schub gebe, neigt sich die Fuhre ganz schön bedenklich nach hinten und kommt dadurch recht schnell ins Springen.

      Durch Rumprobieren hab ich dann halt testweise einfach mehr Gewicht nach vorne gesetzt (mein Schlüsselbund vorne reingeworfen) und dass hat die ganze Sache schon um einiges verbessert. Problem aber dann - wenns langsam ist, gehts vorne bedenklich nach unten und schaufelt Wasser... Auch die Stabilität bei Kurven könnte besser sein - Der Kahn schwankt ganz schön von rechts nach links.

      Ich schätze mal das größte Problem ist wohl die allgemeine Größe, die wahrscheinlich viel zu klein für den Antrieb ist. Leider bin ich da etwas eingeschränkt, da das Teil in meine Motorradbox reinpassen muss. Daher habe ich auch die Platte für den Motor + Querruder herausnehmbar gemacht. Meine Idee war jetzt einfach hinten und vorne mit abnehmbaren "Füßen/Kufen" zu verlängern, um da 1. mehr Gewicht und 2. mehr Stabilität reinzukriegen - Siehe:


      Die Frage ist halt ob das generell was bringt oder ob es alles nur schlimmer macht. Und die 2. Frage, wie lang und breit die Füße dann am besten wären. Meine Idee war jetzt hinten mehr zu verlängern als Vorne, um den Schwerpunkt n bissl weiter in die Mitte zu bekommen, sodass die Fuhre sich nicht so extrem neigt. Könnte mir auch vorstellen unten einfach n Ruder ranzuklatschen - würde wahrscheinlich den Geradeauslauf verbessen, aber das Ding weniger wendig machen oder?
      Die Andere Frage ist - die Kühlung vom ESC - Das Ding sitzt jetzt im Rumpf, was die Kühlung so ein bisschen schwierig macht. Wäre das sinnvoll, den ESC einfach oben aufs Deck zu setzen? (Wasserdicht ist der eigentlich)

      Ansonsten freue auch gerne über andere Kommentare - ihr könnt das Teil gerne "zerreissen" - Generell ist das halt mein erster Versuch, um erstmal überhaupt mit der Materie klarzukommen - und eher Vorlage für ein Finales Modell. Wie gesagt, oberste Voraussetzung ist, dass es am Ende neben ner Hängematte und Getränken noch in ne Motorradbox (ca. 50x40) passen muss. Dh. Sämtliche Verlängerungen müssten dann also irgendwie abnehmbar sein...
    • Hallo Tom

      Vorab, ich bin nicht der Experte für Gleitboote, da melden sich bestimmt bald die richtigen Genie's.

      Hast leider kein Bild von unten, aber da wären Leitleisten zur geraden Wasserführung bestimmt hilfreich.
      Auch deine Abrisskante am hinteren Ende sieht nicht so gut aus, da entsteht eher ein Sog als dass dein Boot ins Gleiten kommt. Vielleicht ist das auch ein Grund, warum das Ding bei Speed nach hinten kippt.
      ein flach gehaltener Gleiter ist bestimmt auch nicht so anfällig, also Motor weiter runter und kleinere Schraube ?
      Wenn du den Prop drücken lässt, anstatt zu ziehen, wird sich bestimmt auch einiges verbessern. Also Motor dann auch weiter hinten positionieren.
      Da gibt es viele Wege.

      ....gutes Gelingen
      mit freundlichen Grüßen
      Uwe :thumbsup:


      in Bau :
      - Feuerlöschboot FLB 40 in 1:40

      mein Baubericht zum FLB
    • Hi Uwe,
      Yo danke erstmal - mit der Kante hinten hatte ich auch schon überlegt. Ich hatte die n bissle abgeschrägt um notfalls auch Mal rückwärts zu fahren.
      Du meinst direkt gerade runter im 90 Grad Winkel wäre besser? Probieren kann ich's ja Mal...
      Leitleisten hatte ich drann aber im Moment wieder ab - so richtigen Effekt hatten die nicht. Muss vielleicht Mal dickere ranbauen.
      Mit Prop drücken hatte ich auch schon probiert - das Problem ist, dass ich dann die Schraube + Ruder nicht mehr als herausnehmenbare Einheit machen kann. Gut man könnte die einzeln rausnehmbar machen.
    • als Abrisskante reicht quer ein Streifen drunterkleben, welcher ca 2mm hinten herausschaut. musst dann nur stromlinienförmig nach vorne hin angleichen. Bist ja in der Testphase, aussehen egal, also auskitten & schleifen reicht da aus. ( wenns zu hässslich wird, fährst halt eben im Dunkeln ) :) :)
      Deine leisten unterhalb, können auch zusätzlich auch ein Luftpolster bei gleitfahrt erzeugen, je nach ausführung.
      mit freundlichen Grüßen
      Uwe :thumbsup:


      in Bau :
      - Feuerlöschboot FLB 40 in 1:40

      mein Baubericht zum FLB
    • Hallo Tom,

      warum schaust Du Dir nicht erst einige Bauberichte an oder die Setupliste,
      um zumindest irgendwo in einem realistischen Bereich zu landen?

      Deine Konstruktion ist eigentlich ein Beispiel dafür, wie man es nicht machen sollte.
      Proportionen, Rumpfgeometrie, Setup...als Vorbild nicht zu gebrauchen.

      Hast du Dir mal Bauberichte in Deiner Größenvorstellung angesehen ??

      Sorry für meine Kritik, aber ich kann hier nichts schön reden.

      Wenn Du weißt, was Du willst, helfe ich dennoch gerne weiter, wobei Depron nicht mein Gebiet ist.

      Gruß Bernhard
      Wer immer nur auf andere hört, wird nie Dinge tun können, die andere für unmöglich halten.
    • Hallo,

      ich bin immer ein Fan von Scratch-Modellen und da ich gerade selbst eines designe, setze ich mich hier mal mit dazu ;).

      Dein Entwurf zeigt optisch schon gute Ansetze, technisch in meinen Augen aber Käse. Ein paar Anregungen für das geplante Topp-Modell:

      - Eine schöne Kielrundung. Das erleichtert die Gleitfahrt. Im derzeitigen Zustand ist der Bremswiderstand größer als der Auftrieb.

      - Prop sitzt zu weit vorn. So kannst du jeden Sturz einstellen - es drückt die Nase ins Wasser. Der Schwerpunkt sollte in etwas zwischen dem 2ten und letzten Drittel ab Bugspitze gemessen liegen.

      - Wie der Kollege bereits schrieb: Dreh den Motor, aber nicht den Propeller. Ein Druckantrieb ist beim Sumpfi effizienter als ein Zugantrieb, zumal der Luftstrahl zum Lenken besser genutzt werden kann.

      - Das Lenkungskonzept ist schon nicht schlecht. Aber wähle aus den beiden Varianten, die du miteinander vermischt hast:
      Entweder ein Einzelruder oder ein Doppelruder. Dein 3-fach-Ruder erzeugt einen so großen Bremswiderstand, dass du auch einen Bauklotz dahinter setzen könntest - gleicher Effekt und lenkt auch nicht ;).

      - Die Ruder stromlinienförmig beschleifen. Eckige Ruder funktionieren, aber nicht gut. Sie beginnen irgendwann zu flattern und bremsen den Luftstrom enorm aus. Die Seitenflächen erzeugen viele Wirbel - und Wirbel möchtest du nicht, die verbraten viel Energie und machen das Boot langsam.

      - Schwerpunkt nach hinten verlagern. Wenn vorn noch der Akku sitzt, wird das Modell beim Beschleunigen im schlimmsten Fall nach vorn kentern.

      Unterboden verlängern. Langer Boden = besseres Fahrverhalten. Soll ja ein Sumpfboot sein und kein Springer-Tug ;).

      - Abrisskante am Spiegel erzeugen. Wenn du den Spiegel so gefast lassen möchtest, ist das kein Problem. Am Boden solltest du dann nur eine ca. 20-30mm hohe senkrechte Kante stehen lassen. Im jetzigen Zustand mit der am Boden beginnenden Schräge erzielt es den Effekt, als würde das Boot mit geworfenem Anker fahren...


      Du brauchst nicht alles umsetzen - ist frei dir überlassen.


      Spoiler usw. - egal ob oben oder unten - würde dir raten, dich erst einmal auf das Wesentlichste zu konzentrieren. Spoiler sind Feintuning- oder Konzept-Sachen. Da brauchst ansich schon ein wenig mehr Erfahrung für, denke ich.

      Viel Erfolg beim Bau ;)
      Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.

      Im Bau: Dodge Watercar in 1:5
    • @funinaction
      Ja - das Forum hab ich leider erst entdeckt, nachdem ich drauflosgebaut habe. Die Baupläne werd ich mir Mal ansehen.
      Aber ganz ehrlich - durchs drauflosbauen hab ich auch schon ne Menge gelernt, was ich mit nem Bauplan, der schon so wie er ist gut ist, nicht mitbekommen hätte.

      @Möhrchen
      Danke fürs Feedback und die Anregungen. Die Rumpfform ist in der Tat nicht gerade Doll - schiebt ganz schön Wasser vor sich her. Witzigerweise kommts ab mehr Speed trotzdem ins Gleiten - und wenns dann erstmal gleitet ging's eigentlich. Aber stimmt schon. Die Rumpfform ist so Mist, wenn ich das mit euren Modellen vergleiche...

      Möhrchen schrieb:

      Abrisskante am Spiegel erzeugen. Wenn du den Spiegel so gefast lassen möchtest, ist das kein Problem. Am Boden solltest du dann nur eine ca. 20-30mm hohe senkrechte Kante stehen lassen. Im jetzigen Zustand mit der am Boden beginnenden Schräge erzielt es den Effekt, als würde das Boot mit geworfenem Anker fahren...
      Haha - dann weiss ich, warum es sich im Moment so nach hinten neigt...

      Den Motor also umdrehen - ok. Muss dann wohl beim nächsten Versuch mal umsetzen.

      Ja das Ruder - hmm war auch so ein gescheiterter Versuch von mir. Danke für die Tipps

      Mit der Länge ist halt so eine Sache - das Teil muss halt irgendwie in die Motorradbox passen - also ca. 45-50cm max. Daher dachte ich mir die Grundform halt mit ansteckbaren/verschraubten Kufen zu verlängern. Meinste das würde was bringen?
    • Hi Tom,

      Nur mit reinem Testen kannst auch viel Geld investieren OHNE ans Ziel zu kommen.
      Telweise erhältst du auch falsche Ergebnisse, da die Ansätze bzw Rumpfform schon fals sind.

      Ich habe früher Flugmodellbau gemacht, und da haben wir einfach mal aus Spass auf einen Gurkenfassdeckel einen 10cm³ Benziner als Fesselflugmodell draufgeschraubt.
      ging auch - -aber sah Sch.... aus :bhi:
      mit freundlichen Grüßen
      Uwe :thumbsup:


      in Bau :
      - Feuerlöschboot FLB 40 in 1:40

      mein Baubericht zum FLB
    • Ja, früher... ;). Was haben wir da Unsinniges zu Sinnigem mutieren lassen :D

      @ Datom: Wenn sich das Boot so weit nach hinten neigt, als würde es gleich die Tragflächen ausbreiten und losfliegen wollen, dann ist der Motorsturz zu weit nach oben gerichtet. Senke den um 2-3° nach unten - für den Anfang reicht das - und dann kannst du nur ausprobieren. Der Prop sollte eigentlich eher die Nase nach unten drücken als nach oben ziehen. Parallel zum Rumpfboden bedeutet ebenfalls, dass die Nase eher nach oben gezogen wird - was mich bei deinem Modell aber doch arg wundert, denn 2 Faktoren treffen aufeinander, die genau das Gegenteil bewirken sollten: Antrieb recht weit vorn und Rumpf sehr kurz. Gut - wir lernen alle nie aus ;)

      Wenn du die Rumpflänge so belassen möchtest - 3 Vorschläge, die du auch gut kombinieren kannst:

      1.) Rumpf um ein paar Zentimeter schmälern - so 1-2cm pro Seite. Lässt das Boot von oben weniger klotzig wirken und bringt etwas mehr Performance, da weniger Kontakt zum Wasser. Aber nicht übertreiben - Kentergefahr.
      2.) Zieh den Rumpf "herunter". Die Bordwände kannst du in der Höhe locker um 30% verkürzen, das bricht dem Baum keinen Ast ab, senkt aber den Schwerpunkt enorm und es sieht auch noch schnittiger aus.
      3.) Lege die Bugrundung weiter nach vorn. Wenn ich von 6mm Depron ausgehe, das du da verbaut hast, sind da gute 30-50mm drin.

      Da sich das Depron beim Biegen der Bugrundung eventuell knicken würde, kannst du unter Deck Kiele einziehen, die von Achtern bis Bug laufen. Das hat auch einen kleinen Nebeneffekt: Wenn du alle "Fächer", also die Zwischenräume zwischen Spant und Kiel, sauber und luftdicht verklebst, dürfte dein Modell quasi unsinkbar sein, sollte es wirklich einmal kentern. Schwimmt dann wie ein Korken auf dem Wasser.
      Die Rundung muss auch nicht "extrem" sein - wenn die einen Radius von 50mm hat, ist schon alles in Butter.

      Gutes Gelingen


      LG - Möhrchen
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      Im Bau: Dodge Watercar in 1:5
    • Hi,
      Vielen Dank für die Tipps. Das hat mir einiges klar gemacht. Es ist mir tatsächlich schon passiert dass der hinten übergekippt ist - sozusagen ne Rolle rückwärts gemacht hat... Das witzige war - mit nem Vollgasschub hats sich's wieder richtig rum gedreht.

      Ja der Rumpf ist dann wohl definitiv zu kurz...

      Wenn ich Zeit hab setz ich mich mal an die Überarbeitung... :bd:
    • Es sind die 3 erwähnten Faktoren, die dieses "Kunststück" verursachen:
      - Hoher Schwerpunkt durch die hohe Rumpfwanne (und damit zu hohe Aufbauten)
      - Kurzer Rumpfboden
      - Motorsturz zu hoch

      Probier dich einfach aus.
      Als Tipp: Tüftle dir bestimmte Teile "einstellbar" aus. Dazu sollten auf jeden Fall Motorsturz und Seitenzug zählen. Beim Ruder vielleicht den maximalen Gierwinkel.

      Ich hab dir mal ein paar CAD-Skizzen da gelassen. Das ist das Sumpfboot an welchem ich seit ein paar Wochen arbeite. Das Teil misst später ca. 1210 x 580mm. Die Höhe steht noch nicht fest - irgendwas um die 480mm. Beim mittleren Längsspant (4) siehst du, wie der Rumpf gen Spiegel abfällt. Das wird später ein Propeller-Ausschnitt. Immerhin ist ein mächtiger 380mm-Prop für das Sumpfboot vorgesehen - und auf diese Weise kann man den CG (Schwerpunkt) auch etwas tiefer ziehen.
      Der Entwurf ist noch nicht fertig - muss z.B. die Einstechnuten noch drehen - hab noch nicht alles geschafft.

      Bis zur Marktreife wird das noch ein Weilchen dauern...


      LG - Möhrchen
      Dateien
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      Im Bau: Dodge Watercar in 1:5
    • Danke Dir - dann wird mir einiges klar!
      Also insgesamt so lang und so niedrig wie möglich. Ich denke, dass ich mir auch mal die Baupläne hier anschaue um noch n paar weitere Eindrücke zu bekommen und dann nochmal von vorn anfange. Vor Allem die Einstellmöglichkeiten fehlen ja bei mir komplett (Ok - Unterlegscheibe würde gehen...).

      Zum Testen werde ich jetzt mein Teil einfach mal spaßeshalber "quick and dirty" verlängern - sprich am Rumpf vorne unten einfach vorne so ne Art Trapez anbauen(kleben), nur um live zu sehen, wie sich der längere Rumpf auswirkt. Den Sturz kann ich ja erstmal provisorisch mit der dünnen Unterlegscheibe justieren.

      Ich sehe, das bei einigen Sumpfbooten der Rumpf unten leicht gewölbt bzw. so ne minimale Dreieicksform wie bei deinem Sumpfboot hat und andere sind wiederum sind plan. Andere haben dann wiederum 2 Schienen und in der Mitte ne Wölbung nach oben.
      Sehe ich das richtig, dass die Dreiecksform/Wölbumgsform für nen besseren Geradeauslauf im Wasser sorgt - auf Kosten der Möglichkeit das Ding auf der Wiese/an Land zu fahren? Das wäre mir nämlich jetzt auch nicht wirklich wichtig. Da, wo ich lebe, gibts sowieso keinen Schnee ;)


      Uweq schrieb:

      Hi Tom,

      Nur mit reinem Testen kannst auch viel Geld investieren OHNE ans Ziel zu kommen.
      Telweise erhältst du auch falsche Ergebnisse, da die Ansätze bzw Rumpfform schon fals sind.

      Ich habe früher Flugmodellbau gemacht, und da haben wir einfach mal aus Spass auf einen Gurkenfassdeckel einen 10cm³ Benziner als Fesselflugmodell draufgeschraubt.
      ging auch - -aber sah Sch.... aus :bhi:
      Das stimmt natürlich - wobei es bei mir eher die Zeit ist. Das Problem ist, dass es hier keinen gut sortierten Baumarkt oder Hobbyladen gibt. Musst immer zig Shops abklappern.

      Die Teile bekommst ansonsten du hier, wo ich lebe, im Vergleich zu DE relativ billig - Motor, Funke und ESC waren eigentlich die teuersten Komponenten. zB. 9g 1,2kg: Torque Servo: 1 EUR / 12g - 2kg: 3 EUR / Prop: 1-2 EUR / Depronplatte 5mm 2m x 2m: ca. 5 EUR, Motor (Sunnysky 2400KV) 15 EUR, ESC (QuicRun WP 16BL30): 17 EUR. 3s 2200Mah Lipo: 15 EUR - Hält sich also alles in Grenzen und bis aufs Depron und Kohlefaser kann man die Teile ja X-mal wiederverwursten. Das teuerste war eigentlich die Funke + RCs (um die 50 EUR mit 2 RCs (601 und 701) (DEVO-7). Aber die kauft man ja nur einmal... Ich glaube, dadurch, dass der ganze Hobbykram und die Batterietechnik zu 90% eh aus China kommt, hat man hier definitiv den Preisvorteil...

      Daher dacht ich mir - leg einfach mal los: Im schlimmsten Fall haste ca. 200 EUR verloren... - Ist natürlich am Ende in die Hose gegangen. Aber ich hatte auch schon recht viel Spaß beim bauen und Testen.

      Fürs neue Modell werde ich dann wohl noch zum Holz- und Eisenwarenladen müssen - zumindest für die Motor- und Ruderhalterung. Depron ist da irgendwie nicht das Wahre... Für den Rumpf bleib ich aber dabei - noch ordentliches Holz und passendes Werkzeug dafür zu suchen, ist mir dann definitv zu stressig.

      Das ist eher das wovor es mir am meisten graut. Das Rumgesuche nach nem ordentlichen Shop, Z.B verkauft der, der Holz verkauft, keine Schrauben. Und der, der Schrauben verkauft, keine Winkel - Und Schraubendreher, gibts dann in Laden Nummer 4 im anderen Stadtteil...

      Hätte nie gedacht, dass nen Baumarkt mal so vermissen würde.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Datom ()

    • Neu

      Dazu kann ich dir ein wenig was Schreiben:

      Ich hab z.B. meinem Airboat-Entwurf nur am Spiegel einen Knickspant spendiert. Das verbesser die Geradeaus- und Kurvenfahrt enorm. Zudem liegt das Airboat ruhiger auf dem Wasser. Gegenteilig sei aber wieder zu erwähnen, dass diese Maßnahme auch die Drift-Fähigkeit einschränkt.

      Viele verbauen an ihrem Sumpfi einen geraden Unterboden. Ist sehr einfach zu bewerkstelligen und man hat halt schnell ein Ergebnis. Man kann mit solch einem Teil dann natürlich auch super Driften. Bei Depron als Baustoff wäre es sogar sehr leicht, a der Kimmlinie noch eine Fase einzuarbeiten, um das Driftverhalten noch etwas zu verbessern. Wenn dann beim Driften doch mal eine Welle im Weg ist, wird die einfach überrollt. Ohne Fase ditscht die Bordwand voll gegen, bremst wieder und kann auch zum Kentern führen. Auch hier wieder - je nach Schwerpunktlage.


      Die Depronplatte hast du aber ganz schön teuer eingekauft, muss ich sagen. Wenn du wieder Bedarf hast - ich weiß den Shop leider nicht mehr, aber such mal nach 1250x800x6mm Depronplatten (oder 1200x800x6). In größeren Abnahmemengen ist auch Mengenrabatt drin - und das Zeug wird nicht schlecht, braucht man immer wieder mal ;). Hab mir damals einen ganzen Karton mit 10-12 Platten bestellt - schon einige Flugmodelle mit gebaut, aber hey - having Fun ;)

      Wenn ich das alles so durchrechne, was dich Antrieb und Elektrik gekostet haben - das ist wirklich lachhaft günstig. Bei der Größe, darf man noch nicht von Kosten sprechen. Aber - je größer und massiver du baust, desto massiver werden auch die Kosten...


      Den Rumpf kannst du ganz einfach verlängern:
      Entferne am Heck einfach die Fase und setze den Spiegel entweder senkrecht oder sogar positiv geneigt. Wenn das Ruder die Länge bestimmt - nutze die Länge aus, die das Ruder noch zusätzlich bietet, umso weniger musst du am Bug fummeln. Da würde es vielleicht schon reichen, wenn du 2-3 Depronplatten auf die vorhandene klebst und das dann einfach nur noch rund beschleifst. Ist zwar etwas schwerer, aber auch stabiler...


      Gutes Gelingen.
      Als Tipp: Gib mal bei Googel "Airboat Everglades" ein und klicke dann auf "Bilder"...

      Und nun lassen ich die Anderen auch mal wieder zu Wort kommen :D


      LG - Möhrchen
      Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.

      Im Bau: Dodge Watercar in 1:5
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      Auf jeden Fall - die Ideen und Pläne hier sind eine wahre Fundgrube!

      Ich hab jetzt übrigens einen Bauplan gefunden, der mir ganz gut zusagt - und den ich fürs erste nicht allzu schwer zu realisieren finde.
      Es handelt sich um dieses hier:

      bzw. Baubericht hier: Baubericht Schaumburger Airboat #3

      Da es von der Größe her einen ticken zu groß für meine Box ist, würde ich den Plan um 10% runterskalieren. Fand das Boot ich ne tolle Basis, da ich leider selbst keine Ahnung von CAD Programmen habe und mir daher die Winkelberechnungen etc. recht schwer fallen würden. Das mit dem Knickspant lass ich vielleicht erstmal, um erstmal ohne Experimente etwas schwimmfähiges auf die Beine äh den Rumpf zu bekommen.

      Um das Verhältnis Länge/Breite n bissl zu strecken, würde ich ich vielleicht nach deinem Vorschlag hinten noch nen positiven Spiegel bis zum Ruderende setzen. Das dürfte ich dann auch ohne CAD mit Lineal, Winkelmesser, Dremel und Schleifpapier halbwegs hinbekommen. ;)

      Ansonsten dachte ich mir das Deck im hinteren Drittel in der Mitte (da wo die Schraube sitzt) ein stück weit zu vertiefen, also so eine Art Mulde auszuschneiden um den Schwerpunkt noch n bissl tiefer zu bekommen. So in etwa wie bei Bernhards Sumpfboot im Abtriebs- Setup Thread:

      Quelle: goo.gl/7bsQmd (hab den Link zum Beitrag mal gekürzt)

      Bei den Rudern und Motoraufhängung müsste ich mir noch was überlegen, um die irgendwie relativ leicht abnehmbar zu machen, sonst wird mir das ganze n bissl zu sperrig. Vielleicht einfach n paar Winkel und Schrauben - sollte ja schon irgendwie funzen und das macht die ganze Sache auch halbwegs einstellbar.

      Um die Elektrik n bissl zu schützen würde ich diesmal auf ne tupperbox o.ä. setzen und die dann im Rumpf "einlassen". Den ESC lass ich vielleicht an Deck zwecks Kühlung - der ist eh wasserdicht und würde die Tupperdose wohl n bissl zu sehr aufheizen.
    • Neu

      Tupperdose? Hm - verwendest du dann noch immer Depron als Baumaterial?
      Wenn ja, ein Vorschlag:

      Sofern das Deck noch nicht aufgeklebt ist, misst du dir aus, wo der Ausschnitt für die Wartungsluk sitzen soll. Diese schneidest du dann mit einem scharfen Cuttermesser rechtwinklig aus. Dann nimmst du dir durchsichtiges Paketklebeband und schneidest 5mm breite Streifen, welche du dann auf der Schnittkante bis in die Ecken klebst. Danach tapest du die Luke mit ein wenig Zug von der Decksoberseite zur Decksunterseite überlappend ab. Wenn alles fertig ist, sollte sich eine leichte Wulst gebildet haben und alles gut abgedichtet sein.

      Den Depron-Ausschnitt dann ebenfalls mit Klasicht-Tape abkleben. Hier aber nicht zu fest ziehen, damit die Kanten erhalten bleiben. Das hat den Effekt, dass das Material dann weicher ist als die formschlüssig "verzurrten" Seiten des Ausschnitts.

      Dann nimmst du dir einen Depron-Rest, welcher zu jeder Seite mindestens 10mm größer ist als der Ausschnitt im Deck. Klebe ihn mit Uhu-Por direkt auf das Klebeband auf die Decks-Unterseite. Aber Achtung - wenn du den Kleber hast gut ablüften lassen, ist das besser als Sekundenkleber und du bekommst den nicht mehr ab - also VORHER die Position anreißen, damit beim Kleben nix schief geht.

      Ist alles miteinander verklebt, schneidest du aus diesem Rahmen erneut ein rechteckiges Stück aus - die Kanten sollten mindestens 4mm überstehen.

      Im Grunde wäre die spritzwassergeschützte Haube dann fertig. Durch das Klebeband wird alles gut abgedichtet - nicht tauchwasserdicht, aber wenn es ordentlich gemacht ist, kommt vom Deck kein Tropfen Wasser rein. Probierst am Besten daheim an einem Reststück vorher aus, wie du das am Besten machst.
      Und durch den darunter geleimten Rahmen kann die Haube nicht durchfallen.
      Bastel dir dann am Besten gleich noch einen Griff dran, damit du die Haube auch wieder abnehmen kannst...


      Gibt aber noch sicher gaaaanz viele weitere Vorschläge ;)

      Zur Maximierung der Stabilität und der Pflege des Bootes kannst du später alles mit Klarsicht-Tape oder Folie abkleben (KEINE BÜGELFOLIE). Wenn du diese mit Plastic-Primer von Dupli-Color (Baumarkt, z.B. OBI) einsprühst, kannst du direkt darauf lackieren. ABER: Der Lack greift Depron an - also entweder alles tapen und lackieren oder zumindest die nicht zu lackierenden Stellen zumindest mit Malerkrepp abkleben.


      LG - Möhrchen.
      Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.

      Im Bau: Dodge Watercar in 1:5