Ein paar Anfänger Fragen

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    • Ein paar Anfänger Fragen

      Hallo zusammen,

      ich habe nun meinen ersten Bootsrumpf zusammengebaut (etwa 60 cm lang). Eine Vorlage hatte ich nicht dazu, ich habe einfach in einem 3D Programm grob etwas zusammengebastelt und dann nachgebaut. Ich weiß dass dies keine gängige Methode ist, aber so mache ich das manchmal mit meinen Projekten. Es soll nur ein Funktionsboot werden und braucht nicht schön auszusehen. 2 Bilder unten ...

      Der Rumpf ist aus 5mm Sperrholz, und innen habe ich es schon mit verdünntem, wasserfesten Holzkleber gestrichen. Das hat eine feste Glasur ergeben, die, wie ich meine, auch etwas Wasser vertragen kann.

      Jetzt bin ich mir aber nicht ganz schlüssig wie ich es außen versiegeln sollt. Aktuell besteht der Rumpf aus blankem Sperrholz und Spachtelmasse (Molto Holz Fein-Spachtel Weiß). Es sieht zumindest so aus als wäre es dich, aber 100% kann ich nicht sagen ob hier oder da ein kleines Loch ist. Gehe aber eher davon aus dass nicht. Grundsätzlich ist die Konstruktion jetzt schon sehr steif, biegt sich also nirgends hin, auch wenn man sie probiert zu verwinden.

      Nun weiß ich nicht wie ich weiter verfahren soll, entweder laminieren, wobei ich gelesen habe dass es bei solchen Kanten nicht so einfach ist. Außerdem müsste ich dann mit einem Zug das komplette Boot bearbeiten. Da ich dazu noch keine Erfahrung besitze stelle ich mir das sehr schwer vor. Oder reicht es aus, einfach den Rumpf mit ein paar Schichten Epoxidharz zu streichen und dann zu schleifen. Fraglich dabei ist ob sich das mit der Spachtelmasse verträgt und hält.

      Schon mal vorab vielen Dank für eure Hilfe.

      Grüße, Marco
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      • b1.jpg

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    • Hi Marco,

      So ganz hab' ich noch nicht kapiert, was das werden soll - ich lasse mich da gern überraschen. :)

      Aber zu deinen Fragen.

      Aussen würde ich weder Epoxy noch Glasfaser draufmachen. Wenn die Konstruktion halbwegs solide ist, nur spachteln, dann füllern oder evtl. eine Holzgrundierung aus dem Baumarkt (2-3 Anstriche), und anschliessend ganz normalen Acryllack drauf (2-3 Anstriche), darf gern auch auf Wasserbasis sein, wahlweise matt oder glänzend, je nach persönlicher Vorliebe. Und ja, Laminieren wäre bei dieser Form extrem schwer zu machen - und eben auch wirklich nicht nötig, wenn die Holzkonstruktion darunter sauber ist.

      Innen finde ich den Ansatz mit dem wasserfesten Leim spannend. Habe ich so noch nicht gehört, aber ich denke, das müsste tauglich sein.
      Bei Modellbooten (zumindest bei meinen) ist Wasserfestigkeit im Inneren fast wichtiger als aussen: aussen wird das Boot nur relativ kurz und definiert nass, innen hingegen kann sich u. U. etwas Wasser in einer Ecke ansammeln und steht dann stundenlang, bis es weggetrocknet ist. Aber ich denke, der Leim kann das für ein paar Stunden ab; wird ja als Anstrich auch nicht mechanisch belastet.

      Viel Erfolg
      Rainer
      Ich hab' auch keine Ahnung, ich tu nur so.
    • Hallo zusammen,

      erst mal vielen Dank für eure schnellen Antworten!

      leoville:
      Vielen Dank dass du mir dieses Damoklesschwert genommen hast. Ich habe mich echt davor gefürchtet laminieren zu müssen :) Holzgrundierung und Acryllack klingt für mich um einiges einfacher.

      Möhrchen:
      Ja, es soll ein kleines Futterboot geben, hinten in der Mitte kommt noch eine kleine Wanne rein die in etwa eine Dose Mais aufnehmen kann. Angelhaken und Blei rein und irgendwo abgekippt. Die Vorrichtung muss ich mir noch genau überlegen, habe da aber schon ein paar Ansatzpunkte.
      Viel Spachtel habe ich nicht verwendet, nur die obere vordere und obere hintere Kante haben etwas Probleme gemacht. Da hat es mir einfach noch an Erfahrung gefehlt wie man so was zusammensetzt. Habe aber daraus gelernt :)
      Im Baumarkt gab es leider nur 5mm Sperrholz, die Platten waren auch krumm und schief, hatte wirklich meine Mühe damit, es gerade zu bekommen. Nächstes Mal suche ich mir da gleich was anständiges.
      Die Bohrung im Spiegel besteht wirklich schon, Adlerauge :) Die beiden Motoren sitzen rechts und links, da wo sie unten im Bild eingezeichnet habe. Der Winkel ins Wasser sollte dann so knapp 10° entsprechen. Ich habe irgendwo gelesen dass es für so ein Boot eher flacher als steiler ins Wasser gehen soll. Die Welle ragt dabei etwa 8 cm hinter dem Spiegel raus. Ein Ruder gibt es nicht, es wird durch die 2 Motoren gesteuert.

      Nun aber noch eine Frage zum Stevenrohr: Erst grundieren und lackieren und dann im Spiegel einkleben oder erst einkleben und dann grundieren und lackieren. Ich würde hierzu Epoxyharz nehmen. Ist das ok?


      Grüße, Marco
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      • b1_Motor.jpg

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    • MarcoG schrieb:

      Nun aber noch eine Frage zum Stevenrohr: Erst grundieren und lackieren und dann im Spiegel einkleben oder erst einkleben und dann grundieren und lackieren. Ich würde hierzu Epoxyharz nehmen. Ist das ok?
      Sauberer wird das, wenn du erst das Stevenrohr einklebst und dann lackierst. Aber umgekehrt ginge zur Not auch, muss man halt gut Farbe abmachen, damit der Kleber halten kann, und je nach ästhetischem Anspruch nochmals mit Farbe drüber.
      Und ja, Epoxy(-kleber) passt dafür super.
      Ich hab' auch keine Ahnung, ich tu nur so.
    • Hallo zusammen,

      ich habe nun eine Nacht darüber geschlafen und die Aussage von Möhrchen macht mir etwas Bauchschmerzen. Wenn jemand was sagt, der sich auskennt, sollte man da einfach darauf hören ...

      Aktuell ist der Winkel des Antriebs etwa 10° und nicht 15-20°. Ich habe euch mal 3 Bilder zur Verdeutlichung angehängt. In dem Bild das seitlich aufgenommen ist, sieht man den Winkel des Stevenrohr, und wie weit und tief es aus dem Rumpf ragt. Das dreieckige Holz imHintergrund gehört nicht zum Boot, zeig aber einen Winkel von etwa 17° an.


      In den anderen beiden Bildern sieht man die Rumpfform von hinten und schräg von der Unterseite, damit man sich es besser vorstellen kann.

      Generell soll noch eine größere Schraube verwendet werden, da ich hoffe durch eine geringe Drehzahl weniger Lärm zu erzeugen. Die Motoren machen maximal 13.000 U/min habe aber lt. Aussage des Verkäufers viel Kraft.

      Es wäre nett, wenn ihr da mal drüber schauen und mir sagen könnt, ob das überhaupt klappen kann oder gleich zum Scheitern verurteilt ist.

      Schon mal vorab vielen Dank für eure Hilfe.

      Grüße, Marco

      P.S.: Ein Boot bauen ist nicht so einfach wie man am Anfang denkt ...
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    • Hallo zusammen,

      das Stevenrohr habe ich nun in einem steilerem Winkel (ca. 17°) und nach unten gesetzt. War ein fießes gefrickel, da ich auch die Motorhalterungen neu aufbauen musste, und nicht viel Platz war. Das nächste Mal baue ich erst den Antrieb und dann das Boot außenrum O.o


      Unten ein Bild nach dem verkleben des Stevenrohr und der erstenGrundierung.


      Ich möchte mich nochmals für eure Hilfe bedanken. Ein letztes Bild nach Ferigstellung werde ich dann noch einstellen.

      Grüße, Marco
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    • Hallo zusammen,

      Auweh, was müssen da meine Augen erblicken. An den Kanten wo anscheinen Leim auf dem Holz ist, bilden sich selbst nach der 2. Grundierung, nach dem Trocknen Risse (Bild unten). Habe ich nun ein Problem oder wird das duch die Lackierung wieder und ist auch wasserdicht?
      Grüße, Marco
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      • risse.jpg

        (66,32 kB, 13 mal heruntergeladen, zuletzt: )
    • Hallo zusammen,

      es scheint an der zu schnellen Trocknung gelegen zu haben. Es war an dem Tag sehr heiß, und ich habe auf dem Balkon gestrichen und trocknen lassen. Jetzt habe ich das Boot nach den nächsten Anstrichen in den kühlen Keller gelegt. Da haben sich dann keine Risse gebildet.

      Meine erste Testfahrt habe ich nun erfolgreich hinter mir. Es schwimmt und ich denke es fährt so 10km/h. Ganz fertig ist es noch nicht wie ihr auf den Bldern sehen könnt, das wird aber die nächten Tage noch erledigt.

      Eines stört mich gerade jedoch noch. Aktuell steuere ich den linken Motor mit dem linken Stick, und den rechten Motor mit dem rechten Stick meiner Fernsteuerung. Ich würde nun aber gerne alles mit dem linken Stick steuern, also vorwärts, rückwärts mit Stick nach oben und unten, nach rechts und links drehen mit Stick nach links und rechts. Ein Ruder hat das Boot nicht, er wird ausschließlich über die Motoren gesteuert.

      Ich habe eine Spektrum DX6i und habe schon versucht mit verschiedensten Einstellungen zu einem Ergebnis zu kommen, hat aber leider alles nicht geklappt. Kennst sich da einer aus? Gibt es dafür vielleicht ein Modul dass das erledigt?

      Grüße, Marco
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    • Hallo zusammen,

      erst mal vielen Dank für eure Antworten.

      Bei der DX6i ist es möglich z.B. ein V-Leitwerk-Mischer einzustellen. Dabei kann ich zwar die Servokanäle nicht so legen wie ich will, das wäre aber nicht so schlimm. Was mich dabei stört, ist dass hier bei vollem Knüppelausschlag z.B. nach oben, nicht 100% Schub gegeben wird. Das merkt man, wenn man dann nach links oder rechts lenkt, dabei wird der eine Fahrtenregler (getestet mit Servos) noch schneller und der andere langsamer. Das ist sinnvoll bei Flugmodellen aber nicht bei einem Boot, so zumindest meine Meinung.

      Das vorgeschlagene Modul hat, so wie es aussieht, das selbe "Problem". Hier steht in der Anleitung "Sobald gelenkt wird, wird ein Regler langsamer, der andere schneller." Besser daran ist natürlich dass ich hier die Kanäle mischen kann wie ich will.

      Da ich Privat Mikrocontroller programmiere, habe ich mich nun dran gemacht mir meinen eigenen Mixer zu Basteln und zu programmieren. Das Signal zu den Servos habe ich schon mal im Griff, das Abgreifen des Empfängersignals nehme ich als nächstes in Angriff. Da kann ich dann Mixen wie es mir gefällt. Und wenn ich schon mal dran bin kann ich dann auch gleich noch eine Licht an/aus Funktion integrieren. Ich habe nächste Woche Urlaub, also genug Zeit zum tüfteln :)

      Grüße, Marco