K-141, U-Boot aus dem 3D-Drucker

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    • K-141, U-Boot aus dem 3D-Drucker

      Hallo zusammen. Nach dem ich nun einigermaßen mit dem 3D Drucker vertraut bin, juckte es mich natürlich in den Fingern endlich auch etwas was mit dem Thema RC-Schiffe zu tun hat zu drucken.

      Es sollte natürlich erst mal ein relativ kleines Projekt werden. Und alles selbst konstruieren traue ich mich noch nicht.
      Modellbauerisch bin ich ja von alter Schule, ich kann Schiffe noch aus Holz bauen, und Spanten mit der Laubsäge anfertigen. Daher ist CUSM (Computer unterstützter Schiffsmodellbau)für mich noch recht ungewöhnlich :)

      Was also bauen? Nach längerem stöbern in der Thingiverse Datenbank habe ich mich für ein U-Bootmodell entschieden.

      Ich baue die Kursk K141. Die U-Bootklasse ist als OscarII bzw. Projekt 949A bekannt.

      Die Länge wird etwa 45cm betragen. Das entspricht dann etwa dem Maßstab 1:340. Warum der Konstrukteur diese Maße gewählt hat weiß ich nicht. Selbstverständlich könnte man die Teile auch größer oder kleiner ausdrucken. Ich habe mich jedoch an die Originalgröße des Entwurfs gehalten, denn so kann ich die ganze Vorarbeit welche er in den Entwurf gesteckt hat besser nutzen.

      Die Daten welche man auf Thigiverse herunterladen kann beinhalten nicht nur Modelle der Rumpfhülle. Man findet dort auch eine Montageanleitung und Bauteile für ein Tauchsystem. Ich werde versuchen das alles so gut es geht umzusetzen. (Hier der Thigiverse Link zu der Kursk)

      Die Rumpfteile sind nun weitestgehend fertig. Die Druckzeit für das alles hat irgendwas jenseits der 20 Stunden betragen. Also nichts für ungeduldige so ein 3D Drucke.
      Kursk1.jpg

      Kursk2.jpg


      Leider war ich etwas voreilig und habe zum Teil die falschen Teile gedruckt. Es gibt in dem Download verschiedene Versionen. Ich habe die Teile welche mit "RC-Kit" bezeichnet waren gedruckt. Da ich aber ein tauchfähiges Boot bauen möchte brauche ich die Teile welche mit "Dive-Kit" bezeichnet sind.

      Die Teile der Mittelsektion:
      Kursk3.jpgDiese zwei Teile habe ich nun zu viel. Bei diesen Teilen ist vorgesehen in die eckigen Aussparungen im Oberdeck Nachbildungen der Raketennsilos einzubauen. Um Platz im Inneren zu gewinnen haben die Dive Kit Versionen diese Ecken nicht. Wenn also Jemand die zwei Teile haben möchte....

      Jetzt im Moment läuft der Drucker gerade mit den Ersatzteilen, bzw. mit dem Ersatzteil. Ich drucke die zwei Teile zusammenhängend als ein Stück. Die Druckzeit wird etwa 10 Stunden betragen. (Ich gebe öfters die Hinweise auf die Druckzeiten, da dies für mich Neuland ist und ich anfangs doch überrascht war wie lange das alles dauert. Ich denke das diese Infos auch für andere Interessant sind)

      Wie geht es weiter?
      Der Drucker wird noch einige Stunden damit zu tun haben die Teile für den Innenausbau, den Bootsständer usw. zu drucken. Wenn es dann mal wieder kühler wird, werde ich mich der Montage widmen. Da das Boot verhältnismäßig klein ist, werde ich damit leben müssen, das man an viele Bauteile nur heran kommt solange die Rumpfteile nicht verklebt sind. Das ist ein Problem. Dies könnte ich nur mit einer kompletten Umstellung der vorgesehen RC Technik umgehen. Das ist mir für ein "nur mal ausprobieren Projekt" aber zu Aufwändig. Ich werde also damit leben, das wenn nach einigen Betriebsstunden etwas nicht mehr funktioniert ich die Rumpfteile teilweise aufschneiden muß um z.B. an den Antriebsmotor zu kommen. Ich nehme das in Kauf - neue Rumpfteile sind ja zur Not relativ Problemlos neu angefertigt.

      Das Tauchsystem

      Vorgesehen ist ein Kolben-Tauchtank welcher aus zwei 30ml Einwegspritzen besteht. Auch dafür finden sich druckbare Bauteile in dem Downloadverzeichnis. Wie ich die Ansteuerung des Motors realisiere, und ob ich dann mit Endschaltern arbeiten muß, werde ich sehen.

      Antrieb
      vorgesehen ist ein Motor. Ein einfaches Getriebe kann auch passend ausgedruckt werden. Mal sehen ob das funktioniert. Wegen des passenden Motors muss ich mal schauen was ich noch an so kleinen Motoren im Fundus habe.

      Steuerung
      Tatsächlich ein gößeres Problem, Denn meine 40Mhz Empfänger sind alle ganz schön groß....

      .... wird fortgesetzt!
      Grüße,
      Ike
    • Hallo Ike
      berichte bitte weiter, bin sehr interressiert. Mit welchem Material hast du den Rumpf gedruckt?
      Nach etwas über drei Wochen ungeduldigen wartens wird mein erster 3D-Drucker warscheinlich morgen bei mir eintrudeln, bin schon sehr gespannt.
      Möchte diesen natürlich auch fürs Modellbauen einsetzen.
      Deine gedrukten Teile sehen sehr gut aus.

      Gruß
      Jürgen
    • @gerald
      ja, Dein Uboot aus 3D Daten habe ich auch mitverfolgt. Du hast da ja ein zügiges Bautempo vorgelegt. Da werde ich nicht mithalten können.

      @'Jürgen
      Klar berichte ich weiter. Im Moment gibt es aber noch nichts zu sehen, da der Drucker erst mal alle Teile anfertigen soll.
      Als Material habe ich PLA genommen. Auch wenn man das, wie mein Test gezeigt hat, nicht hinter der Scheibe bei Sonnenschein im Auto liegen lassen sollte. Bei über 50 Grad ist der Kunststoff bei Belastung nicht nicht mehr formstabil. PLA nutze ich trotzdem, da ich weiß das die Drucke damit funktionieren. Andere Materialien habe ich noch nicht so häufig gedruckt.
      Ich finde auch das die Teile ganz gut aussehen. Ich glaube aber das geht noch besser, aber dafür fehlt mir das tiefere Verständnis und die Erfahrung. Und weißes PLA zeigt auf Fotos die Ungenauigkeiten nicht so deutlich.
      Auf jeden Fall wünsche ich Dir viel Spaß mit dem neuen Drucker.
      Grüße,
      Ike
    • Ups, da hast Du mich erwischt....
      Ich habe den Bau vorerst aufgegeben. Die Teile für den Tauchtank und die Zahnräder für den Antrieb passten nicht so wie ich mir das vorstelle. Der Zugang zu den RC Komponenten ist auch schlecht gelöst, hier würde ich irgendwie eine steckbare Gummidichtung in einem runden Zylinder einbauen. (Wie eine große Spritze)
      Das Boot braucht um es als vollwertiges RC Modell zu betreiben doch deutlichen Umbauaufwand. Da ich aber zur Zeit als Priorität das Forenmodell in der Werft habe, bleibt für dieses U-Boot einfach keine Zeit.

      Der weiterbau ist zur Zeit ungewiss.....

      PLA klebe ich mit UHU Hart, oder UHU Kraft oder Sekundenkleber. Das ist eigentlich unproblematisch beim verkleben.
      Grüße,
      Ike