Schubvorrichtug zur Schiffsbergung

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    • Bergung mach ich mit meiner Weser. Breites gerades Heck und dann im Rückwärtsgang. Oder rückwärts langsam ranfahren und dann einen kraftvollen Schubs nach vorn, der Wasserstrahl schiebt das Modell dann langsam "vor" sich her. Da muss man auch nicht unbedingt auf den Millimeter genau den Schwerpunkt treffen.

      Grüße Martin
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      - Schlepper Homer
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      Darf ich mich mal da Anhängen? Frage zu einem Schubschiff. Irgendwo im Forum habe ich mal ein Bild so nebenbei gesehen, von so einem Schubschiff. Wenn ich mich richtig erinnere vom Prinzip einfach nur ein rechteckiger Rumpf mit einem breiten Gatter davor, um das liegengebliebene Schiff quer vor sich her zu schieben.

      Gibt es für so ein "Rettungsboot" eine Anleitung/ Plan o.ä. ? Oder Empfehlung für Größe / Gewicht / Antrieb usw...? Konkret denke ich da an zu rettende Boote bis zu 100cm Rumpflänge. Mir ist das bauen lieber als selber zu schwimmen. brrr.
      Zeichnen und Fräsen sind kein Problem. Nur Erfahrungswerte habe ich keine.

      Besten Dank schon mal.
      Ich habe Schmerzen bei jedem Fehltritt.
    • Neu

      Stell dir das mit dem Querschieben nicht so leicht vor.
      Mittlerweile habe ich damit reichlich Erfahrungen sammel müssen.
      Beim Querschieben rutscht das zu bergende Boot liebend gern weg, besonders wenn auch noch die Entfernung zum "Bergekapitän" recht groß ist. Geringer Wind und leicht ungünstiger Schiebewinkel bringen einen schnell zur Verzweiflung.
      Längs schieben ist wesentlich optimaler.
      Dazu brauchst du eine "U"- Form vor dem Bergeboot.
      Ich versuche jetzt einen anderen Weg. Ich habe mir eine gebrauchte ODIN von Robbe gekauft und restauriere sie gerade, steht ganz kurz vor der Vollendung. Eine Probefahrt hat sie schon absolviert.
      Die Odin hat eine Seilschußvorrichtung. Davon verspreche ich mir eine Menge. Ein Onboard- Videosystem, so wie es in guten Drohnen eingebaut ist, wäre noch eine weitere Optimierung bei großen Entfernungen bei der Bergung.
      Im kommenden Frühjahr werde ich über meine Erfahrungen berichten.
      Schöne Grüße von

      Klaus
    • Neu

      Moin Leute,
      Ich lese immer wieder mit einer gewissen Faszination, wie viel sich Leute davon versprechen, ein Seil zum Bergen abschießen zu können....... :hm:

      In der (schon länger zurück liegenden) Zeit, in der ich mit meinem Schlepper regelmäßig am See "standby" war, um Liegenbleiber bei Regatten und Rennen zu bergen, habe ich mit dieser Methode die denkbar schlechtesten Erfahrungen gesammelt. :no1:
      Der Grund ist einfach:
      Nach jedem Fehlversuch geht es zurück zum Ufer (mit dem Risiko, sich der Schleppleine in die Schrauben zu ziehen) und dann ist aufwickeln und nachspannen angesagt. Der Havarist hat inzwischen seine Position geändert, etc.. Selbst mit einer Vorrichtung, mit der ich das Seil wieder aufrollen und die Abschußvorichtung wieder spannen konnte, OHNE ans Ufer zu müssen, ist allein die Rate der Fehlschüsse schon beachtlich und nervig, denkt daran: wir reden von SCHIFFEN: Wellengang, Wind etc.[img]https://www.rc-modellbau-schiffe.de/wbb2/wcf/images/smilies/smiley86.gif[/img]
      Selbst wenn die Leine direkt über den Havaristen hinweg geht:
      Bei Seglern prallt das ganze am Segel ab und klatscht VOR dem Havaristen ins Wasser......
      Bei Rennbooten gibt es auf dem Deck praktisch nichts, woran sich die Leine verfängt. Damals war da zumeist wenigstens noch die Antenne aber damit brauchen wir in 2,4 Ghz-Zeiten nicht mehr zu rechnen.
      Bei allen anderen Modellen:
      Die Freude ist groß, wenn der Haken dann oben am Mast hängen bleibt und du die Wahl hast das andere Boot zum Kentern zu bringen, bzw. ihm den Mast abzureißen oder aber vorsichtig hinterher zu fahren und zu warten, bis der nächste kommt und beide Boote einsammelt.....
      Selbst mit einer Art Angel, die per RC gehoben oder gesenkt werden konnte, war das ganze schon bei wenigen Metern Entfernung ehr Glücksspiel, als Bergung......

      Schubvorichtungen, wie hier beschrieben ( Modell "POOLNUDEL" z.B.), bzw. fest montierte Schubeinrichtungen habe ich persönlich nicht getestet, halte sie aber für deutlich erfolgversprechender!

      Wenn man zum Bergen unbedingt was per RC "abschießen möchte:
      MEIN Favorit war klar die Schleppleine. Eine ca. 4-6 Meter lange Leine mit Schwimmkörpern alle 30 cm. ( Holzkugeln aus dem Bastelbedarf, Ü-Eier oder ähnliches). damit kann man sich die Leine praktisch nicht in die Schrauben ziehen. Am Ende ein etwas größerer Schwimmkörper und dann einfach einen Kreis um den "Liegenbleiber" und man hat ihn mit sehr großer Wahrscheinlichkeit an Schraube oder Ruder ( bei Seglern wickelt sich das Ganze dann um den Kiel), auf jedem Fall an einem haltbaren Teil UNTERHALB des Schwerpunktes.
      So eine Schleppleine kann man auch auf Deck verstauen und bei Bedarf per RC ausbringen.

      Soweit meine Meinung dazu....

      Gruß
      Chris :)
      Mein aktuelles Projekt:

      Umbau und Wiederinbetriebnahme meines Bergungsschleppers "Poseidon"


      ***Erst wenn man weiß, was man vorher nicht wußte, weiß man, was man alles nicht gewußt hat, als man noch glaubte, alles zu wissen***


      ***Alles zu Ordnen ist der Rettungsanker derer, die Angst haben, sich im Chaos nicht behaupten zu können!***
    • Neu

      Eine idiale Lösung wird es kaum geben, da je nach größe und Form des Bootes, Unglücksursache (technischer Defekt oder irgendwo hängengeblieben?)usw. die Bergungsmehode eine andere sein müsste.

      Ene nicht lösbare Leinenverbinung bringt außerdem Gefahren für den Abschlepper. Habe selbst mal gesehen, wie ein bereits mit schlagseite liegendes Boot mit einer Schleppleine abgeschleppt wurde. Kurz vor dem Ufer drehte sich das Boot auf einmal, bekam noch mehr Schlagseite und ging unter. Zum Glück für den Abschlepper war die Leine lang genug und der See nicht zu tief, so das er nicht mit in die Tiefe gerissen wurde.

      Technisch interessant, aber aufwenig, wäre auch ein Hebeschiff, mit dem man den Haveristen einfach anhebt. (Nicht Segelboot geeignet).
    • Neu

      HolgerF420 schrieb:

      Ene nicht lösbare Leinenverbinung bringt außerdem Gefahren für den Abschlepper.
      unbestritten!

      Eine (über RC) lösbare Verbindung ist unverzichtbar.
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    • Neu

      Lösbare Verbindung: RC-Segelflieger >> Schleppleine >> Schleppkupplung

      Gibt es von verschiedenen Herstellern in diversen Ausführungen.
      Einfaches Servo zur Ansteuerung, nichtmal ein Propkanal ist nötig.
      Kann sich auch nicht selbst öffnen, solange das Servo funktioniert.
      Gruß
      Hermann

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von BlackbirdXL1 ()

    • Neu

      Hallo Jürgen,
      das ist meiner Meinung nach die unkomplizierteste und empfehlenswerteste Lösung!!
      Alles andere sind schicke, teilweise technische Spielereien, die aber auch Spaß machen können. Besonders die Seilschußvorrichtung. Man muß dann zur Bergung nur genügend Zeit mitbringen.
      Bei meinen Trockenübungen hat sich bis jetzt ein 3- hakiger Angelhaken am besten bewährt.
      Schöne Grüße von

      Klaus
    • Neu

      CHZAADW schrieb:

      HolgerF420 schrieb:

      Ene nicht lösbare Leinenverbinung bringt außerdem Gefahren für den Abschlepper.
      unbestritten!
      Eine (über RC) lösbare Verbindung ist unverzichtbar.
      Es gibt noch eine einfachere Lösung für die lösbare Verbindung der Schleppleine. Die Leine wird auf einer Winde (RC gesteuert) aufgewickelt, aber nicht richtig befestigt, nur mit einem Stück Tesa oder Isolierband auf der Trommel und dann mind. zwei Lagen der Schleppleine fest darüber auf die Trommel gewickelt. Je nach Trommelgröße muss man das natürlich ausprobieren, wie groß die Friktion - Reibung des Seils ist, dass es nicht von selbst abrutscht. Im schlimmsten Fall wird dann die Trommel ferngesteuert restlos abgewickelt und die Schleppleine ist "futsch" evtl. auch der Havarist, falls er sowieso in Richtung Grund unterwegs ist, aber der Abschlepper nicht. Natürlich muss die Leine dann etwas länger sein, also ein paar Cent mehr für die Sicherheit des Abschleppers.
      Das Verfahren eignet sich für "Abschießen" der Leine genauso wie für Angel oder ähnliche Konstruktionen. Auch eine Leine mit Schwimmkörpern kann so (das letzte Stück) - statt am Rumpf - auf der Winde befestigt werden

      Wolfgang