3D Drucker für Kleinteile im Modellbau - Druck haftet nicht am Druckbett

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    • 3D Drucker für Kleinteile im Modellbau - Druck haftet nicht am Druckbett

      Hallo an alle!
      ich bin neu hier im Forum und wende mich gleich mal mit einer Baufrage an die Community.

      Seit einem halben Jahr habe ich einen 3D Drucker "Prusa I3". Das ist ein Druck der als Bausatz selbst zusammengebaut wird. Alles gut gelungen und der Drucker funktioniert auch gut. Allerdings nur solange der Druck nicht länger als maximal 10 Minuten dauert. Dann löst sich das Druckobjekt vom Druckbett. Ich habe schon viel im Internet recherchiert, aber nicht wirklich Antworten gefunden - von Haarspray über Klebestreifen usw. gehen die Tips.
      Gerade im Modellbau könnte man aber Kleinteile oder Befestigungen für die RC Ausrüstung usw. mit CAD entwerfen und dann ausdrucken. Obwohl ich lieber altmodisch mit Holz arbeite. Für meinen Schlepper habe ich Teile für die Winden und auch diverse Handräder für Absprerrventile der vielen Rohre gedruckt. Bei größeren Teilen hat der Druck aber versagt.

      Vielleicht habt ihr TIps für mich?!
      Als Filament verwende ich schwarzes ABS. Der Extruder wird mit ca. 220 Grad betrieben und das Druckbett auf 95 Grad beheizt.

      Viele Grüße
      Reinhard
    • Ich habe derzeit nur noch den kleinen Ender2.
      Vorher noch den A6.
      Beide hatten das gleiche Problem.
      Nix will richtig haften. Bis ich ne FR4-Platte spendiert habe.
      Seit her gibt's keine Probleme mit der haftung bei unterschiedlichem PLA.
      Das dürfte bei ABS genauso sein.
      z.B. ebay.de/itm/Sonderangebot-FR4-…10-mm-3D-UV-/352371690079
      Gruß Achim

      HoTT Mx20 - Mc20 - Mc28 / Georg Breusing (Werftaufenthalt), Cap San Diego, Southampton Tug (gepimpt),
      Feuerwehrschiff (2mot. 160cm Schaffer-Rumpf), Aeronaut Victoria, Micro Magic, St.Germain, Robbe Diana und Atlantis. Ein paar Flieger.

      mfsv-bs.de/
    • Hallo Reinhard,

      ich habe auch einen Prusa I3 Pro B. Was die Haftung angeht, habe ich auch sehr viel gelesen um vor dem Ersten Druck entsprechende Vorbereitungen zu treffen.
      Schlussendlich war nichts nötig, sowohl PLA als auch ABS haften bei mir am Glas so gut, dass ich die Teile im heißem Zustand gar nicht, im kalten nur schwer abbekomme.

      Was ich festgestellt habe ist, das Druckbett sollte sehr sauber sein und der Abstand zwischen Düse und Druckbett muss stimmen.
      Ich drucke mit einer 0,3mm Düse die ersten Layer mit 0,3mm Höhe. Dabei ist das Druckbett so eingestellt, dass der Abstand zur Düse 0,1mm beträgt.
      Außerdem Drucke ich mehrere Reihen um das eigentliche Objekt um die Haftfläche zu erhöhen.

      PLA drucke ich mit einer Extrudertemp. von 225°C für den ersten Layer, ab dem zweiten mit 210°C. Druckbetttemperatur ist 75°C.
      ABS drucke ich mit einer Extrudertemp. von 245°C für den ersten Layer, ab dem zweiten mit 235°C. Druckbetttemperatur ist 112°C (sollte 115°C, aber so hoch komme ich in der Praxis nicht).

      Gruß Niels
      In Bau: Scarab 38 KV • Sunseeker Manhattan 48 • Bayliner Arriva • Schubboot Huckingen • Vitruvius Exploreryacht
      In Planung: Princess 56 Fly • Sunseeker Sportfisher 37 • Van Dutch 30 • Sunseeker Camargue 55 • Draco Zircon 3400
      Fertig: Hansajolle • bretonischer Fischkutter
    • Hallo,
      einfach dein Druckbett mit Blue Tape abkleben,
      dann sollte alles halten.
      ebay.de/itm/Blue-Tape-48mm-x-5…ksid=p2060353.m2749.l2649
      Bei mir lösen sich damit selbst drucke mit über 16 Stunden druckdauer nicht.
      Vor dem Verkleben muss die Glasplatte aber fettfrei sein.

      Grüssle
      Joachim
      Im Bau: Forenmodell 2015 Baunummer 25 - Schubschiff "sture isbjørn" und Containerschiff CM/S Cap Trafalgar im Maßstab 1:50
    • Nimm eine FR4 Platte das klappt auf jeden Fall und kostet nicht viel.
      Auch bekommt man PEI Platten für den Drucker die aber etwas kosten, bei den Platten musst du die Grundtemperatur um 10 Grad anheben für PLA 70° und bei ABS 120°.
      Die Temperatur sollte nach der ersten Lage auf keinen Fall abgesenkt werden sonst fällt dein Druckteil ab.
      Finger weg von jeglicher Art von Matscherei wie Kleber usw. es lohnt nicht und man hat eine gewaltige Sauerei am Drucker.
      Auch spezielle Glasscheiben gehen (Ofenscheiben) auch diese sind Teuer und nicht alles hält.
      Ich spreche aus Erfahrung und habe schon einiges an Lehrgeld bezahlt.
      Ich habe einen RF 1000 mit spezieller Firmware die den Druckkopf automatisch nachregelt je nach Druckkraft die auf den Kopf wirkt, auch wird das Druckbett automatisch vermessen und eingeregelt.
      . Bei dem Drucker wird eine PEI beschichtete Aluminium Platte verwendet.
      Auch den von dir verwendeten Drucker habe ich in Betrieb mit einer FR4 Platte.
      Gruß Peter

      In Bau F123 Fregatte Bayern 1:100
      Schnellboot Klasse 143 in Bau
      GI Joe Airboat in der Entwicklung
      Erfindungen jeder Art
    • danke für die schnellen Rückmeldungen. Ist auch wohltuend zu lesen, dass die meisten anfangs ähnliche Druckprobleme hatten. Sobald ich aus dem Urlaub wieder daheim bin, werde ich mal CH mal nach einer FR4 Platte umsehen. Die hohen Druckbetttemperaturen sind glaub ich nen Problem, es dauert schon ewig bis 95Grad zu heizen.

      Beobachtet habe ich auch dass ein Bauteil ab einer Höhe von ca 8 mm (eine Röhre sollte es werden) zu schmelzen begann. Hätte ich da die Temperatur absenken sollen?
      Viele Grüße Reinhard
    • Nun ich drucke ABS mit 250° und senke nichts ab.
      Aber jeder Drucker ist da ja unterschiedlich.
      Das deiner so lange zum Aufheizen vom Bett braucht ist ja klar der hat keine ausreichende Heizleistung meiner braucht keine 5 Minuten dazu.
      Stelle einmal ein Bild von deinem Druck ein .
      Gruß Peter

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    • Zu 90% sind Probleme mit der Bauteilhaftung am Druckbett mit falscher Einstellung des Abstandes von Düse zum Druckbett!
      Was dann noch sein kann ist die Druckbettemperatur,von den meißten wird eine zu niedrige temperatur gewählt oder diese nach den
      ersten Schichten gesenkt,das kann auch zum ablösen des Bauteils führen.

      Diese ganzen sachen wie Haarspray oder Tapes ect... füllen nur die Kassen der Händler und werden bei einem richtig eingestellten Drucker nicht benötigt!


      Gruß Jörg
    • Hallo zusammen

      ich bin glückliche Besiter eines Anet A8.

      Ich Drucke PLA auf eine Glasplatte.
      Auf die Glasplatte spraye ich etwas Printafix.
      Ersten Layer habe ich 10°C höhere Drucktemperatur wie normal (210 /200)
      Bett ist beim ersten Layer auf 60° C geheizt.
      Normal senke ich beim 2. Layer die Temperatur des Bettes auf 40°C ab.
      Bei grossen flachen Bauteilen lasse ich die Betttemperatur auf den 60°C stehen
      Das Bauteil statte ich mit Klebebahnen aus (ca 3-5mm)

      Gruss und viel Vergnügen beim Drucken

      Hans-Ulrich
    • Hallo zusammen,

      ich habe hier eimal einen Artikel mit den 16 häufigsten Problemen beim
      3 D Drucken und die Lösungen dazu, das hat mir weitergeholfen.
      Vielleicht findet Ihr das auch hilfreich.

      just3dp.com/blog/post/probleme-beim-3d-druck/

      für nähere Infos kann man auf der Seite weiter Links aufrufen.

      viele Grüße
      Ralf
      viele Grüße :wink:
      Ralf
    • Moin Reinhard,

      ich habe auch ein Prusa i3 Derivat.

      ABS habe ich noch nicht probiert, hatte aber mit PLA das gleiche Problem.
      Ich bei mir lag es an der Temperatur des Druckbetts. Habe fahre nun eine Temperatur von 55°C, statt vorher 60-65°C.
      Bei mir löste sich der Druck auch stellenweise.
      Ich weiß jetzt nicht, was ABS als Betttemperatur benötigt, aber wenn sich nach 10 Minuten die Brocken lösen, richt das schwer nach falscher Temperatur.
      Schau mal HIER. Dort werden 90-120° empfohlen.
      Ich denke da wirst Du nochmal etwas experimentieren müssen.
      Und kontrolliere mal die Ausrichtung von deinem Druckbett. In der Grundstellung darf ein Blatt Papier so gerade eben, mit leichtem Widerstand zwischen Düse und Bett (ink. evlt- vorhandenem Tape) passen - und zwar an allen vier Ecken des Bettes.

      Gruß
      Thomas
    • Hallo zusammen,

      es wurde ja bereits viel geschrieben zu dem Thema, aber auch ich will meine Erfahrungen mitteilen. Evtl. hilft es dem Einen oder Anderen sogar weiter... ;)

      Ich benutze seit Jahren den Ultimaker 2 als 3D-Drucker und arbeite zu 90% mit PLA. Dort ist bei mir die Temp. vom Extruder auf 212°C und vom Druckbett auf 60°C eingestellt. Wichtig ist, dass der Lüfter in der ersten Schicht nicht mitlaufen sollte.

      Bei größeren Objekten verwende ich einen hauch Klebestift (Pritt) und streiche damit das Druckbett leicht ein. Das funktioniert immer tadellos.

      Allen voran ist eine korrekte Einstellung (Abstand Düse zum Druckbett) und die Temperaturen immer zu kontrollieren, damit die Druckergebnisse perfekt werden.

      Gruß,
      lapi
    • Nochmal danke für die Tipps! WIe gewünscht stelle ich nen Foto des Druckers rein, es ist ein Symbolfoto vom Hersteller. Hab grad festgestellt, dass ich meinen nie fotografiert habe ^^ .
      SIcher ist der Prusa ein kostengünstiger 3D Drucker, aber mal zum Ausprobieren sicher ok. Außerdem hab ich ihn von meinem Sohn zu Weihnachten geschenkt bekommen. DIe Gewindestangen für die vertikale Verstellung waren nur in einem Holzteil gelagert und haben sich bald ausgeleiert. Daher habe ich die beiden Stangen in Kugellager gelagert. Seither funktionierts ganz gut.
      Dateien
      • Bild3.jpg

        (122,41 kB, 14 mal heruntergeladen, zuletzt: )
    • In mehreren Threads wurde speziell auf die Einstellungen hingewiesen.
      Ich verwende als Software "Repetier Host V 1.6.0". Diese wurde in der Anleitung empfohlen und ich finde sie eigentlich sehr bedieungsfreundlich. Die Ojekte erstelle ich mit google sketchup. Zum Überprüfen der Layputs spiele ich die Vorlagen in "netfabb Basic" ein. Beides sind freeware Software und für den Anfang meiner Meinung ok.

      Im Anhang stelle ich mal zum Check die Einstellungen, die ich aktuell verwende rein, dazu auch Fotos von den Kleinteilen einer Winde meiner "Fairmount Expedition". Der Ausdruck derTeile für die Winde hat sehr gut funktioniert, bei einer Leiter bzw. den Kortdüsen ist mir aber immer das Druckobjekt verrutscht.

      Auf den Fotos seht ihr die Teile der Winde, die ich vom Plan abgemessen habe, mit Sketchup gezeichnet und mit dem Drucker ausgedruckt habe. Am zweiten Foto die zusammengebaute Winde und daneben die - bereits orange angemalte Winde, die ich aus Sperrholz mühsam ausgesägt habt. Die Stellräder bei den Leitungen sind auch aus dem Drucker.
      Viele Grüße
      Reinhard
      Dateien
    • ich sag mal abschließend danke für eure Tips, aber leider hab ich das Problem, dass die von Euch empfohlenen Produkte von Amazon, eBay und co nicht nach Österreich geliefert werden. Der Grund ist mir nicht wirklich klar. Speziell bei Elektronik wird bei den meisten Deutschen Firmen den Versand nach AUT ausgeschlossen. Meist auch an Packstation, wo man es sich an ne deutsche Adresse liefern lässt. Schade!

      Viele Grüße
      Reinhard
    • Ich habe noch einen Tip für Euch,achtet auf die Extursionsbreite beim Drucken das dieser Wert gut eingestellt ist...
      also das Verhältnis des Perimeters zwischen höhe und breite.

      Übrigens drucke ich auch mit dem Anet A8 und einer Glasplatte und ich hatte noch keine schwierigkeiten das das Bauteil nicht haftet.
      Für alle die mit ABS schwierigkeiten haben....es gibt da ein Hochtemperatur Filament welches sogar noch bessere eigenschaften hat wie ABS.
      -Temperaturbeständig bis 90 grad und Schlagfester wie ABS! Was ja auch sehr wichtig ist da wir ja meißtens bei Sonnenschein am Wasser stehen!

      Gruß Jörg
    • Hallo zusammen,

      ich drucke ausschließlich mit dem PLA HT ( Hochtemperatur fest bis 90° ) dieses jedoch sollte man auf Blue Tape drucken,
      das hält dann sehr sehr gut und das Werkstück läst sich nach dem abkühlen gut entfernen.

      Das HT verwende ich fast von beginn an nur und habe nur gute Erfahrungen damit gemacht, das Blue Tape
      kann man auch sehr lange verwenden, also nicht nach jedem Druck neu bekleben bei mir ist es schon sehr
      lange drauf und es sind auch schon einige drucke damit gemacht ohne es wechseln zu müssen.

      Das ist also kein rausgeschmissens Geld :no2: .
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