Baubericht Gorch Fock 2 als Stand- und Funktionsmodell M 1:95

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    • Baubericht Gorch Fock 2 als Stand- und Funktionsmodell M 1:95

      Hallo Leute,

      dies wird mein erster eigener Beitrag im Forum. Ich habe aber schon viele interessante Informationen aus Bauberichten verwenden können und möchte daher bei meinem neuen Modell auch versuchen einen Baubericht ins Netz zu stellen.

      Mein Vorstellung für mein aktuelles Bauprojekt war ein Modell in einer Größe zubauen, die auch im Wohnzimmer als familienakzeptabel empfunden wird. Daneben sollte das Modell auch gelegentlich Wasser schnuppern und somit RC-tauglich sein. Ich habe schon 2 historische Modellschiffe als Standmodelle gebaut und auch 2 RC-Yachten, besonders fasziniert haben mich nun die Clipper mit den Segelgebirgen. Die Kitty Shark habe ich im Original in London besichtigt, aber letztlich ist meine Wahl auf die Gorch Fock 2 gefallen, weil diese schon im Original mit einem Motor ausgerüstet ist und außerdem ein hohes Freibord hat und somit meiner Meinung nach RC-tauglicher ist.

      Zuerst wollte ich das Modell komplett nach Plan bauen, hatte mir schon diverse Pläne aus dem Netz gezogen und diese auf meinen bevorzugten Maßstab umgerechnet. Maximalgröße sollte ca. 1 Meter sein. Als ich mir aber dann die Baumaterialien (Sperrholz, diverse Holzleisten, Kleinteile, die zu aufwändig sind selbst zu bauen im kleinen Maßstab wie Steuerräder usw.) bestellen wollte, musste ich mit Verwunderung feststellen, dass der Gesamtpreis dieser Materialien nur unwesentlich unter einem Baukasten liegt. Daher beschloss ich das Modell nach einem Baukasten zu bauen.

      Ende August wurde der Modellbaukasten "Gorch Fock" von OcCre, ein spanischer Hersteller, geliefert. Die Lieferung aus Deutschland (ich bin aus Österreich) hat superschnell geklappt. Der Preis war auch moderat. Es hätte dasselbe Modell zwar bei einem Händler in Mallorca um ca. 100.- Euro billiger gegeben, aber wenn ein Produkt wesentlich billiger als üblich ist und sogar billiger als auf der Herstellerseite angeboten wird - nun ich hab mich eben nicht getraut dort zu bestellen.

      Es gibt die Gorch Fock zwar von verschiedenen Herstellern als Baukasten, aber der von OcCre erschien mir für mich am Günstigsten, speziell weil ich beabsichtige das Modell schwimmfähig zu machen und mit einer Fernsteuerung auszubauen.

      Paket aus DE wurde vollständig und superschnell geliefert. Der Baukasten macht einen guten Eindruck, Holzteile lasergeschnitten und dazu zwei Schachteln Kleinteile. Dazu die üblichen Leisten verschiedener Holzarten.
      Die Bauanleitung ist in Deutsch und spanisch (klar spanischer Hersteller) Dazu eine bebilderte Bauanleitung für den Rumpfbau. Ein derartige Fotoanleitung hatte ich noch bei keinem Baukasten, erscheint mir aber sehr informativ. Weiters ist noch ein 1:1 Plan für die Bemastung und Takelage enthalten.

      Modelldaten Gorch Fock von OcCre:
      Maßstab 1:95
      Länge: 950mm
      Breite: 259mm
      Höhe: 566mm

      Der Baukasten enthält ALLE Teile, auch den kompletten Segelsatz.

      Geplant ist, das Modell schwimmfähig auszubauen, einen kleinen Motor als Flautenschieber (das Original hat auch Motor), sowie steuerbare Segel und Ruder.

      Ich werde versuchen den Baubericht mit Fotos zu hinterlegen. Für Infos und Ratschläge zum RC-Ausbau wäre ich dankbar.

      Anbei das unboxing, wie es heute genannt wird.

      Viele Grüße
      Reinhard
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    • Die Kiellegung ist am 22.8.2018 erfolgt. Jetzt sind schon die Spanten aufgebaut.

      Der Bau geht mit den sehr gut geschnittenen Bauteilen sehr gut voran. Die Bauteile waren bisher präzise Laser-geschnitten und leicht abtrennbar. Es mussten nur 4 kleine Grate durchschnitten werden und man konnte das Teil aus dem Baubrett entnehmen. Die Passung der Ausschnitte ist sehr gut, es musste kaum nachbearbeitet werden.


      Den Bau nach Bauanleitung habe ich daher erstmal unterbrochen und mich an die ersten Umbauten zum RC-Modell herangemacht. Insbesonders der Antrieb und das Ruder sind nach dem vollendeten Rumpfbau kaum mehr einbaubar. Daher habe ich jetzt bereits mit dem Einbau der Schraubenwelle und des Motors begonnen.

      Als Motor verwende ich einen kleinen in der Bastelkiste vorhandenen Bürstenmotor, etwa in der Größe eines 400er’s. Die Verbindung Motor – Schraubenwelle wird eine einfache Gummikupplung. Schmierung der Motorwelle erfolgt durch das Wellenrohr ohne zusätzlichen Schmiernippel. Es handelt sich ja nur um einen Flautenschieber und nicht um ein Rennboot.

      Um die Festigkeit des im Baukasten vorhanden Kiels nicht ernsthaft einzuschränken, hab ich nur einen Kanal für die Welle gefräst.
      Der Motor wird zwischen Spant 12 und 13 eingebaut. Dazu habe ich einen Ausschnitt in den Kiel geschnitten.

      Die Welle wurde nun eingeklebt und der Kiel mit kleinen Holzteilen über der Welle verstärkt.

      Der nächste Schritt wird der Einbau des Ruders sein.
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    • Das Ausbessern eines kleines Baufehlers bei Spant 4 hat mich einige Mühe und Zeit gekostet.
      ACHTUNG
      Aufpassen! wie im Bild ersichtlich darf Spant 4 am Kiel in der Mitte
      nicht bündig anstehen, sondern eben um die Materialdicke der Spanten
      tiefer. Nur dann kann Bauteil 20 bündig mit dem Mittelteil des Spantes
      abschließen und damit dann Bauteil 42 (Vorderdeck) eben auf den Spanten 4
      und 5 sowie 20 bzw. 19 aufliegen. Leider sieht man das nur bei starker
      Vergrößerung.


      Jedenfalls war das Lösen der mit wasserfestem
      Kaltleim geklebten Spanten eine zeitraubende Herausforderung, aber ich
      habe es ohne Beschädigungen geschafft.


      Fazit: in Zukunft Brille aufsetzen und bei Unklarheiten genauer schauen. [img]http://modellboard.net/Smileys/Modellboard/5.gif[/img]

      (wer sich über die schnelle Abfolge des Bauberichts wundert! Ich bin erst seit kurzem bei Euch an Bord, hatte aber den Baufortschritt fotografisch dokumentiert. Im Urlaub war das WLAN des Campingplatzes grottenschlecht, daher hab ich zwar den Baubreicht geschrieben, lade ihn aber heute, nachdem ich wieder zu Hause bin, auf das Forum hoch.)
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      • Baufehler.jpg

        (45,38 kB, 24 mal heruntergeladen, zuletzt: )
    • Hallo Reinhard,

      da hast du dir ja was vorgenommen, in der Größe ein Segelschiff schwimmfähig und mit RC.
      Aber sag mal musst die Spanten innen nicht ausschneiden um die RC Bauteile unterbringen zu können. Kenne mich mit Segelschiffen zwar nicht aus (nur diversen Bauberichte gelesen) aber bei der Schlankheit des Rumpfes wirst du über einen Zusatzkiel nicht umherkommen.
      Ich würde die Gorch Fock ohne Segel und nur mit Motor bauen.
      Werde bei dir in der ersten Reihe sitzen, ist ja ein sehr schönes Schiff.

      Gruß Udo
    • hallo udo,
      Zusatzkiel mit Balastbombe ist geplant. Eventuell baue ich die Akkus als Ballast ein, das spart Platz und Gewicht. Ob ich die Spa nten komplett ausschneiden muss, weiß ich noch nicht. Da ich auch einige Modellflieger (Foamies) gebaut habe, liegen bei mir viele Micro RC Teile rum, da müsste für Empfänger und Regler zwischen den Spanten oder sogar in den Aufbauten Platz sein. Riesenproblem ist noch absolut wasserdichte Zugangsdeckel zu bauen! Bei den Yachten und dem Rennboot musste ich immer die Ränder abkleben. und das ist bei diesem modell nicht denkbar.
      viele grüße Reinhard
    • Hallo Axel,

      da ich eben beim Schreiben zu meinen Theorie-Überlegungen war, beantworte ich darin gleich Deine Frage:

      ein Update zur Theorie:

      ich hab mir nun mal mit den Formeln aus meinem schlauen Buch "Historische Segler ferngesteuert" von Martin Becker ein paar technische Werte rausgerechnet, die für den weiteren Ausbau wesentlich sind.


      Wie schon von Modellbaukollegen hier im Blog angesprochen, ist das Gewicht ein Kriterium:

      Verdrängung:Original: 2006 t (laut Wikipedia, auf anderen Seiten 1715 und ähnliches, also nehme ich mal den größten Wert an :/ )

      Berechnungsmethode 1:V(Modell) =V (Original) * Maßstab³-->dies ergibt ein theoretisches Modellgewicht vonca.2,34 kg

      Berechnungsmethode 2:V(Modell) = Länge (CWL) * Breite(max) * Tiefgang * Völligkeitsgrad

      bei einem angenommenen Völligkeitsgrad von 0,5ergibt dies aus den Planwerten des Baukasten ebenfallsca. 2,39 kg


      Lateralschwerpunkt:nachdem das Unterschiff nahezu ein Rechteck von 710 * 52 mm ist, wird der Lateralschwerpunkt ca. in der Mitte bei 350 mm liegen.


      Da - laut Buch - Rahsegler im Modell ohne Ballastbombe praktisch nicht segelbar sind, wird ein Zusatzkiel mit Ballastbombe gebaut, was aber das Gewicht erhöht. Ob ich dann im Endausbau bei den maßstabgerechten 2,4 kg ankomme, wird man sehen. Wenn ich unbedingt die CWL einhalten will, könnte ich ja an den Zusatzkiel einen abnehmbaren Auftriebskörper anbauen, damit das Schiff wieder auf die CWL aufschwimmt. (hat den Vorteil, dass das Modell in der Vitrine dann trotzdem wieder originalgetreu aussieht, weil man alles abnehmen kann)

      Den genauen Segelschwerpunkt und die weitere Schwerpunktlage kann ich mir noch später ausrechnen oder ich bau den Zusatzkiel horizontal verschiebbar, damit könnte ich dann mM das Schiff lee- oder luvgierig einstellen. Benötige ich wegen den gesetzten Segeln einen tieferen Schwerpunkt, denke ich mir, dass ich einfach das Kielschwert verlängere und kann damit das Gewicht der Ballastbombe gleich lassen.


      Ein Testmodell der Masten ist im Aufbau. Als erste Option werde ich drehbare Masten testen. Dies hat den Vorteil dass ich nur 1 belastbares Servo benötige. Winden zum "echten" Anbrassen wäre die zweite Option, aber dazu müsste ich erst geeignete Stellmotoren und Rollen finden.

      Einbußen bei der Optik ist klar - aber jedem muss klar sein, dass ein kleines (bis 1 m) fernsteuerbares Segelmodell eben kein museumsreifes Ausstellungsstück sein kann.


      Zugang zu den RC-Teilen: an eine Rumpfteilung wie ich bei verschiedenen historischen Schiffen in Bauberichten gesehen habe, trau ich mich aktuell nicht ran. einerseits tut es mir um das Modell leid, andererseits befürchte ich, dass es mir nicht gelingt das Modell bei einer Teilung knapp an der Wasserlinie wirklich dicht zu kriegen, also lieber kleine Öffnungen bzw. Ladebuchse, Schalter, Regler und Empfänger in den Kajüten an Deck einbauen. Unter Deck müsste dann nur der Motor, das Ruderservo und das Segelverstellservo und die Akkus sein (oder ich integriere die Akkus in die Ballstbombe und spar mir wieder Gewicht). Na mal sehen.
    • Hallo Reinhard,

      habe noch einen Tipp für die Masten für dich. Sie dich mal für die Masten bei den Anglern um, nehme für Masten schon seit geraumer Zeit Ersatzrutenspitzen, sind sehr stabil, leicht, innen hohl und aus (glaube ich) GFK gefertigt. Ein weiterer Vorteil, sie sind schon konisch gefertigt. Habe damit nur die besten Erfahrungen gemacht. Bekommst sie in verschieden Stärken.
      Habe eben noch einen Link gefunden angelsport.de/rutenspitze_0074162.html#longdesc

      Gruß Udo
    • Hallo Reinhard,

      Ich finde Dein Projekt echt klasse :nick:
      Werde Dir hier weiter als Stillermitleser weiter auf die Finger schauen was Du machst....
      Ich habe dieses Jahr auch eine Groch Fock geschenckt bekommen die mal in der ModelWerft vorgestelt worden ist...
      Müßte so in den 70 ger Jahren gewesen sein....
      DSCF9978.JPG

      DSCF9980.JPG

      Das Modell wurde als Versuchs Schiff gebaut, um fest zustellen wie man am besten einen Einfach funktionellen Rahseggler baut.
      Mit einfachen Mitteln....
      .stehe da mehr auf: Steingrau ; Mausgrau, Betongrau, Stahlgrau, Hellgrau; Dunkelgrau; Blaugrau; und auch "nicht ganz so grau"

      ...es gibt keine Modellpolizei......und jeder so wie er kann......das ist mein Motto...
      "ein Modell hat immer eine Betrachtungs Winkel (oder einen gewissen abstand) um es war zunehmen"
      Ein Zitat von einem guten Freund
      "fifty shades of grey naval ships"
    • hei Tom, das modell ist ja toll! Wie groß ist das Schiff da am Foto? Und die erwähnten einfachen Mittel würden mich sehr interessieren!

      Im Moment experimentiere ich mit der Segelverstellung. Ein Standardservo dürfte zu schwach sein, meine beiden alten Segelwinden zu groß. :(
      Hab mir aber im Baumarkt gestern einen Grillmotor mitgenommen. Da man ihn in 2 Richtungen schalten kann, versuche ich den Schalter mit einem RC Schalter zu überbrücken. Wenn das Ding nen 'Gummiadler' bewegen kann, ^^ dürfte die Kraft für 2 Rahmasten wohl reichen. Und das für 7.-€
    • Hi Reinhard,

      dat Schiffchen ist nicht groß....
      ca 1200 mm lang mit Fock ... das Maß ist geschätzt da ich es momentan nicht nachmessen kann....
      Das Schiffchen steht momentan hier im Ort im Buchladen ;)

      Hier noch ein paar Bilder
      IMG_20180428_192001.jpg

      IMG_20180428_192015.jpg

      IMG_20180428_192021.jpg

      Also, alle Masten sind aus Messing Rohre....die Rahen werden direkt über eine Lenkstange angesteuert....
      Die Segel sind aus Drachenstoff... der Rumpf ist GFK...und selbst gemacht....
      Der gute Mann von dem ich das Schiff bekommen habe war Schiffs Bau Ing. :nick:
      Kann Dir mehr sagen und Bilder zukommen lassen wenn ich die Kleene wieder zuhause habe....
      .stehe da mehr auf: Steingrau ; Mausgrau, Betongrau, Stahlgrau, Hellgrau; Dunkelgrau; Blaugrau; und auch "nicht ganz so grau"

      ...es gibt keine Modellpolizei......und jeder so wie er kann......das ist mein Motto...
      "ein Modell hat immer eine Betrachtungs Winkel (oder einen gewissen abstand) um es war zunehmen"
      Ein Zitat von einem guten Freund
      "fifty shades of grey naval ships"
    • ein Update zu den Baufortschritten:
      ich habe nun den Motor und die Ruderansteuerung eingebaut. War ein bisschen ne Fuzelarbeit, da die Spanten schon eingeklebt waren und ich die Bowdenzüge der Ruderanlenkung durch mehrere Planken bohren musste.

      Das Ruder habe ich ein bisschen gegenüber dem Original vergrößert, damit es die Aufnahme der Stahlstange verträgt. Das im Foto sichtbare Ruder wäre nun als „Original“ Ruder als Standmodell gedacht. Beim Fahrbetrieb muss dieses Ruder natürlich vergrößert werden.
      Dazu werde ich dann später ein Ansteckruder bauen.

      Verbunden mit einem Empfänger, Regler und einem Empfängerakku wäre die Gorch Fock nun schon als Motorschiff fahrbereit. Diese RC-Bauteile kann man problemlos unterhalb des Mitteldecks unterbringen.

      In der Zwischenzeit und im Urlaub habe ich auch schon die Beplankung des Vordecks sowie die Aufbauten des Decks fertiggestellt.

      Viele Grüße
      Reinhard
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        (82,9 kB, 14 mal heruntergeladen, zuletzt: )
    • hier eine Überlegung für die Segelverstellung.
      Angedacht ist den im Bild sichtbaren Grillmotor mit einem Hebel zu versehen, der über Anlenkstangen die drehbar gelagerten Masten dreht. Da der Motor sehr langsam dreht, müsste dies von der Optik auf die Ferne funktionieren. Auch die Drehkraft gegen den Winddruck müsste vorhanden sein.

      Die Frage ist nur wie dies mit der Takelage umzusetzen ist. So beim Nachdenken, müssten die Brassen ja auf beiden Seiten in Mittelstellung durchhängen, damit eine Drehnung in beide Richtung möglich ist. Nun hier sind noch Überlegungen zu tätigen.
      Damit ich endlich auch wieder was bauen kann, mache ich vorest mit dem Bau „nach Bauanleitung“ weiter.

      Viele Grüße
      Reinhard
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    • Hallo Udo,
      die Motorwelle ist in den Kielspant gefräst und dann mit Verkleidungen wieder abgedeckt. Aber eben auf der Steuerbordseite, diese letzten Fotos sind von der Backbordseite. Wie das realisiert ist, siehst du im Baubericht einige Tage früher - hier hab ich Fotos reingestellt.
      Ja Endabschalter wären auf jeden Fall vorgesehen. Ein paar Mikroschalter liegen noch in der Baukiste rum. :)
      Ich weiß nur noch nicht, ob ich die ganzen Masten drehbar machen soll oder nur die Brassen ansteuere (und die Rahsegel übereinander verbinde). Das Problem ist die Größe des Schiffes und damit muss ich aufs Gewicht aufpassen und kann nicht alles realisieren.
      Beim Schiff von Tom dürfte die Anlenkung der Segel mit einem "Extraverstellmast" gelöst sein, d.h. die Masten sind fix montiert aber knapp davor ist eine drehbare Stange an der die Rahen montiert sind. (so siehts für mich auf den Fotos jedenfalls aus). Ist dann aber wieder aufwändiger und schwerer, denke ich.

      Absolut toll sind die Funktionen hier gelöst: tip-funktionsmodellbau-online.…ndesmarine-GORCH-FOCK.htm
      Sind aber Profis und ob das Schiff dann vom Gewicht her überhaupt noch schwimmt, ist ne andere Frage.

      Viele Grüße
      Reinhard
    • Hallo Reinhard,

      bei meiner Gorch Fock 1:50 sind die Masten starr und ich benutze eine Segelwinde um die Rahen
      zu steuern.Die Segel des jeweiligen Mastes sind über die Rahen verbunden.
      Ich werde heute abend ein paar Fotos machen weil ich die Funktionsweise so nicht einfach erklären kann.
      aber nicht wundern , meine ist im Moment in der Werft und sieht mehr nach Baustelle aus.
      aber ein Foto sagt mehr als 100 Worte.

      viele Grüße
      Ralf
      viele Grüße :wink:
      Ralf
    • Hallo Reinhard,

      wie versprochen, hier noch meine alte Konstruktion mit einem Servo, der war zu schwach daher kommt jetzt eine Servo Segelwinde zum
      Einsatz. Montageort vor dem Besanmast


      20180917_172341.JPG

      Die Leinen kommen beidseitig hinter dem Besanmast unter Deck aus dem Rumpf und sind über eine Umlenkrolle mit zwei Rahen des
      Grossmastes verbunden.

      20180917_172401_001.JPG

      Der Fockmast ist über die selbe Ansteuerung mit dem Großmast verbunden, immer beidseitig.


      20180917_172435_001.JPG



      20180917_172525.JPG


      Funktionsweise:

      Drehung Segelwinde : beide Masten drehen die Rahen synchron, auf der eine Seite wird die Leine gespannt und auf der anderen
      nachgelassen, da kann sich auch nichts verheddern,
      zweiter Vorteil, die Unterlieks der Großsegel werden ebenfalls an diese "Steuerleine" befestigt mit kleinen Führungsösen am Rumpf.
      So schwenken diese immer mit der richtigen Spannung/Leinenabstand mit.Die restlichen Rahsegel sind am Mast miteinander verbunden.

      Das ist natürlich ein gefummel die richtigen Abstände einzustellen aber es funktioniert.
      Ich weiß , das entspricht keinem Takelplan, aber es soll ja steuerbar sein. Und durch die kompakte Steuerung habe ich
      wenig versteckte Technik die durch Ausfälle glänzt und ich komme immer heran.

      Fock und Klüverrsegel kann ich je nach Windstärke aus und einhängen, dazu benutze ich Vorfach Wirbel aus dem Angelladen.
      Den Besan kann ich über manuelle Verstellung ebenfalls ändern, obwohl ich mir gerade überlege dies auch mit eine Segelwinde
      zu realisieren .

      ich hoffe Dich jetzt verwirrt zu haben

      viele Grüße
      Ralf
      viele Grüße :wink:
      Ralf
    • Hallo Ralf,
      vielen Dank für die tollen Infos und die Bilder. Als zweite Option hatte ich ja immer das "Brassen" im Kopf. Die Erläuterungen von dir zeigen jetzt im Detail die Funktion und wurden von dir ja schon realisiert. Ich glaub, dass diese Option besser funktioniert als drehbare Masten und letztlich auch weniger kompliziert ist.

      Klar ein Standardservo hat nicht die Kraft. Außerdem brauchts ja einen großen Hebelweg um die Rahen entsprechend schräg zu stellen. Dein Modell dürfte ja wesentlich größer sein, M :50 gegenüber 1:95. Eine Segelwinde oder ein Segelverstellservo sind für mich leider zu groß - habe es schon ausgemessen ?( .
      Vielleicht kann ich den Grill Motor adaptieren?

      Nein, war nicht verwirrend, nach den Bildern denk ich, dass du von den verlängerten Servoarmen die Schoten linken und rechts aus der Seitenwand rausführst und dann die Leine hoch zu den Rahen führst und diese dann auf zwei Leinen aufgeteilst und damit die unterste und die zweite Rah anlenkst. Die oberen 3 Rahen dürften von unten nach oben miteinander verbunden sein. Die angelenkten Rahen des Großmastes werden dann mit den entsprechenden Rahen des Fockmastes verbunden.
      Habs eben nochmal gelesen - klar die Unterliek sind mit der aufgeteilten Anlenkleine verbunden. Damit kann sie nicht auswehen und wird mit verstellt. Super Idee!

      Für weitere Segelverstellungen werde ich leider keinen Platz und Gewichtsprobleme haben.

      Aber ich werde meine Planungen nach deinen Einbauten orientieren. Vielen Dank für die tollen Infos!! :d:
      Liebe Grüße Reinhard