Lackieren einer Aeronaut Classic

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    • Gerne doch ;)
      Also die Zeiten zwischen den Lackiergängen, den sog. Ablüftzeiten kann man so pauschal nicht sagen. Ist bei jedem Lack verschieden, steht aber entweder auf der Dose oder beim Hersteller im Download im sog. "technischem Merkblatt".
      Bei den meisten Fahrzeuglacken, die ich verwende liegt die Ablüftzeit bei 5-10 min, die Trockenzeit bis zur nächsten Lackschicht ist je nach Temperatur bei 6-12 Std.
    • hondatobi schrieb:


      hab eh grad eine Diva hier liegen, die heute begonnen wird. Wenn gewünscht, kann ich ja nen kleinen Bericht mitschreiben, vor allem was die fachlich richtige Lackierung angeht ;)
      Hallo,
      für mich definitiv Interessant und sicher auch für viele die in Zukunft solche Bauberichte lesen um was zu lernen.

      LG
      Mit dummen Leuten kann man nicht diskutieren.
      Sie ziehen dich auf ihr Niveau und schlagen
      dich dort mit ihrer Erfahrung.
      Zitat Mark Twain

      Im Bau Kaiser K-500
    • Mahu90 schrieb:

      Wann kann man getrost die nächste Schicht anbringen?
      Das kann man, besonders bei Holz, so ganz allgemein nicht beantworten. Die Trocknungszeit hängt von verschiedensten Faktoren ab, als da wären Untergrund, Holzart, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, verwendetes (Lack-)Material, aufgetragene Schichtdicke usw.

      Dünne Schichten haben nicht nur den Vorteil dass keine Lacknasen entstehen, sie trocknen auch schneller durch. Generell gilt, lieber zu trocken als zu feucht, bevor die nächste Schicht kommt. Werden (zu) feuchte Schichten wieder mit Lack überdeckt, entstehen beim Durchtrocknen gerne mal Haarrisse, besonders bei harten Lacken
    • Ich habe mich nun mit 2k-Lacken (1x weiss, 2 x Klarlack) der Firma Car-Rep eingedeckt, sind zwar ziemlich teuer aber hoffentlich lohnt sich die Investition. Leider hat die kalte Jahreszeit bereits Einzug gehalten und somit sind die Bedingungen für das Lackieren schlecht... mal schauen ob ich es irgendwo in der Wärme hinkriege sonst muss das halt bis zum Frühling warten :(
      Werde mir dieses Mal auf jeden Fall genügend Zeit lassen zwischen den Spritzgängen und dünne Schichten auftragen ^^
      Meine Projekte auf:
      modellteich.wixsite.com/ahoi
    • Zu den Thema Rissen im Lack bei einkomponentigen Materialien:
      Es ist relativ logisch was da genau passiert. 1K-Materialien trocknen im Gegensatz zu den 2K-Materialien nicht durch einen Härter, sondern grob und einfach ausgedrückt durch Aufnahme von Sauerstoff, bzw. Verdunsten der Löse- und Verdünnungsmittel.
      Wenn jetzt eine zu große Schicht aufgetragen wird, oder zwischen den Lackiergängen zu wenig abgelüftet, bzw. getrocknet wird, bildet sich an der Oberfläche eine Haut, da es ja da am schnellsten Trocknet. Das heißt, die untere Schicht bleibt weich. Sie kann dann meist gar nicht mehr richtig trocknen, da nach oben ja schon alles fest ist; somit kommt von der unteren Schicht nichts mehr, was entweichen muss, durch die bereits gebildete Haut. Das heißt, wir haben im Untergrund eine weiche Schicht, oben eine Härtere. So entstehen dann beim sog. Ausspannen Spannungsrisse.
      Das gleiche tritt auch ein, wenn unterschiedliche Lacksysteme übereinander lackiert werden; auch nach langer Zeit. Wenn also eine Oberfläche beispielsweise mit Kunstharz lackiert wird, dann mit 2K-Lack darüber haben wir wieder das gleiche Ergebnis. Unten der weiche Kunstharz, oben der harte 2K-Lack. Auch hier entstehen dann Spannungsrisse.

      Ich hoffe, so versteht jeder, wie diese mysteriösen Risse entstehen.

      Als Resümee also, an die Vorgaben des Herstellers halten, dünne Schichten lackieren und zwischen den Gängen soweit ablüften lassen, wie angegeben. Meist sollte das sein, bis sie staubtrocken sind (Außnahme ist jedoch Klarlack)

      :id: