Bugsier STELLA in 1:50

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    • Bugsier STELLA in 1:50

      Ein Herzliches Moin in die Gemeinde!

      Ich möchte Euch hier mal mein Bauprojekt für diesen Winter vorstellen, es ist die STELLA der Bugsier Reederei im Massstab 1:50. Bis Ende November bin ich noch auf Island; da meine Wohnung bis Jahresende untervermietet ist, und ich dann über Dezember und den Jahreswechsel bei meinen Eltern in Hannover bin, kann ich also keine grossen / filigranen Baustellen mitnehmen. Nach ein paar Monaten Abstinenz kann ich es kaum erwarten endlich wieder Modellbau zu machen, vielleicht kennt Ihr das ja... :juhu:
      So kommt es jetzt also zur Umsetzung dieses Projekts, dass schon seit Ostern auf eine Realisierung wartet...

      Den Polysterol-Rumpf hatte J. Brennecke von G-Schmidt damals als Einzelstück Bugsier 19/20/21 zum kleinen Kurs von EUR 45 oder 49 inseriert, da hab ich einfach zugeschlagen... Dann hat sich eines zum anderen gesellt; ein Vereinskollege hatte sein Modell auf die verbesserten Bauer VSP-Antriebe umgerüstet, sodass ich seine Graupner VSP guenstig übernehmen konnte, mit BL-Motoren und den von ihm ausgetüftelten Dichtungen.
      Neben den drei oben genannten Bugsier-Einheiten wurden noch zwei weitere Schlepper auf diesem Rumpf gebaut; die Wilhelmshaven der URAG, und eben die Stella fuer T&S Transport & Service, damals noch in Hapag-Lloyd Farben. Das war insofern wichtig, da ich einen guten Draht zur URAG habe und so an Pläne kam.

      Das Original wurde 1998 bei Hitzler fuer T&S Transport & Service gebaut, ist 30,60m lang, 11m breit und hat 50t Pfahlzug. Mit der Komplettuebernahme durch Bugsier 2004 ist auch die STELLA in den Genuss der Bugsier Farben gekommen. Alle fünf Einheiten basieren auf dem gleichen Rumpf, unterscheiden sich aber in vielen Details; die wichtigsten einmal im Überblick: B19/20 sind weitestgehend identisch; B21 hat ein weiteres Deck, dadurch etwas andere Daten. STELLA und WILHELMSHAVEN sind FF1 Schlepper, fuer die Feuerloeschanlage samt Rohren wurde das Peildeck auf einen zusaetzlichen Steg zwischen den Kaminen verlegt. Die Wilhelmshaven hat Größere Fenster als die STELLA. Die 'original' Bugsier-Einheiten haben alle fuer Ankerarbeiten eine Öffnung in der Heckschürze.

      Mit dem eigentlichen Aufbau wird es dann Anfang Dezember losgehen, es wird eher eine Art "Endmontage" werden; fuer Modellbau war dieses Jahr leider noch nicht so viel Zeit, allerdings habe ich mir das Technische Zeichnen angelernt und sehr viel Spass daran gefunden. Insofern nutze ich jetzt die Zeit bis Anfang November, sämtliche Teile im CAD / 3D-Design zu konstruieren.
      So habe ich noch nie ein Schiff gebaut; das eine oder andere Teil könnte man sicher auch auf herkömmliche Weise produzieren, dessen bin ich mir schon bewusst; aber es macht Spass, man lernt dadurch sehr schnell, und es liegt mir in sofern, als dass ich nicht die alleruhigste Hand habe, und so auch filigrane Dinge deutlich besser herstellen kann, also seid bitte gnädig zu mir...

      Ich werde später noch mal was zu den gedachten technischen Lösungen schreiben (Antriebe, Funktionen, Elektrik etc.), hier erst mal ein paar Bilder vom Original (Mit freundlicher Genehmigung von NOK-Schiffsbilder!!) sowie meinen Konstruktionen.

      Gruss Fabian
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    • Auf diesem Foto sieht man nochmal ganz gut wie ich das Teil herstelle; die entsprechenden Planansichten werden - korrekt skaliert - auf die entsprechenden Achsen gelegt.

      Nun ein paar Worte zur Planung... Original sind bei der STELLA "2x 28 GII" VSP verbaut. Sämtliche Spezifikationen dazu findet man sehr gut in der im Internet frei verfügbaren Broschüre, die wichtigste steck aber schon in der Bezeichnung, die 28 steht fuer einen Fluegelkreisdurchmesser von 2800mm; in 1:50 wären das 56mm.
      Von Graupner gab es einst den kleinen VSP, ich glaube er hatte 45mm Durchmesser, sowie den Größeren 65mm VSP der auch heute noch in weiterentwickelter Form von Bauer-Modelle angeboten wird.

      Da einen eigenen VSP bauen - sowie wie es bspw. @taucher RALPH bei seiner Suederoog gemacht hat - meine Möglichkeiten und vor Allem mein Koennen komplett übersteigt, werde ich mit den 65ern von Graupner arbeiten.
      Die 9mm Durchmesser mehr pro VSP sollten anständig unter dem Rumpf unterzubringen sein; im Rumpf dagegen wird es schon sehr eng werden, es muss ja auch noch Platz fuer die Ansteuerung sein. Wenn dann am Ende ein funktionierendes Modell dabei herauskommt, ist das denke ich ein gut gangbarer Kompromiss, der optisch nicht zu sehr ins Gewicht fallen sollte. Bei der Flügellänge sind die Graupner-Antriebe 7mm zu lang, was ja auch nicht die Welt ist... Hier gibt es möglicherweise mehrere Möglichkeiten; entweder, man arbeitet 7mm mehr in Bodenplatte und Finne ein, oder aber, sofern die Flügel austauschbar sind, man fertigt in 3D Kuerzere an, was auch nicht allzu schwierig sein sollte. Vielleicht kann mich ja Jemand aufklären der etwas Ahnung von VSP-Antrieben hat...?

      Die 3D-Teile werde ich überwiegend bei Shapeways fertigen lassen, zumindest die filigranen. Es ist der Plan, zum ersten Mal auf Fremdteile zu verzichten. Ausnahme sind passende Teile, die andere schon entsprechend hergestellt haben (Niedergaenge, Lampen) und die nur im Masstab angepasst werden müssen. Unten eine Skizze fuer die Niedergaenge. Die Fraesteile und Decks der Aufbauteile werde ich wie immer beim Modellbau-Wikinger anfertigen lassen, und dann Anfang Dezember in Berlin abholen, ich muss mich also ranhalten... An Funktionen sind sonst bisher nur Beleuchtung geplant, ich befürchte dass ich bei den VSP-Antrieben sehr lange und viel lernen muss. Schau'n wir mal, wie weit ich im Dezember komme! ;)

      Gruss Fabian
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von FabianCR ()

    • Moin Ralph,

      Jo könnte man so sagen... Wie war das noch, Irgendwann packt's Jeden?
      OK, denke Du hast Recht, ich bleib bei den Originalteilen und arbeite die 7mm mit ein. Ist ja nicht die Welt...

      Auf die Idee passende Blätter zu machen bin ich nur gekommen weil ich irgendwo gesehen habe dass Sie auswechselbar gestaltet sind, wie genau die Welle aussieht weiss ich nicht und ich kann aktuell auch nicht nachsehen. Von daher, keep it simple, ich bau die 7mm ein.

      Ganz interessant, ich habe gelesen dass damals bei den Originalen Antriebe, Finne und Schutzplatte erst auf den Norderwerft in Hamburg montiert wurden, damit man die Schlepper über die Elbe überführen konnte... Man stelle sich vor, die hätten den Sommer dieses Jahres mit der Dürre gehabt... "Das ja ärgerlich!" :bhi2:

      Gruss Fabian
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    • Moin Georg!

      Ich denke das war eine kluge Entscheidung, die Sachen schon mal "einzudecken" und sie fuer später zurückzulegen, gerade die Kleinen sind nicht gerade leicht zu bekommen.
      Bin auch immer mehr ein Fan dieser Technologie geworden und freu mich jetzt drauf, es mal im Modell auszuprobieren.

      Gruss Fabian
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    • @GHeist Das stimmt, aber das ist ne Nummer zu hoch fuer mich. Dennoch sehr beeindruckend zuzuschauen.

      Mal ne allgemeine Frage: Kann ich fuer die Ansteuerung der VSP Standardservos verwenden oder braucht es da welche mit besonders starker Zugkraft? Ich kann nicht beurteilen wie stark die Kräfte sind, die da wirken.

      Gruss Fabian
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    • FabianCR schrieb:

      Kann ich fuer die Ansteuerung der VSP Standardservos verwenden oder braucht es da welche mit besonders starker Zugkraft?
      Hallo Fabian,
      wichtiger als die Stellkraft (klar solltest Du da schon eher in die Mitte des Regals greifen so bei ca. 60 Ncm) ist ein möglichst geringes Spiel zwischen Servopoti und Stellarm.
      Also es sollten schon präzise Servos mit Metallgetriebe und kugelgelagertem Abtrieb sein.
      Die VSP erfordern ja "nur" 4 mm Stellweg (je Seite), also wenn Du da mit Kugelköpfen auf Aluarmen mit kleinem Hebelarm dran gehst, dann sollte ein gutes Mittelklasseservo ausreichen.
      Versuche bloß nicht, den Servoweg per Computeranlage zu weit zu drosseln, das geht auf Kosten der Stellgenauigkeit.

      So weit 5 Cent von mir dazu

      Gruß Gerrit
      Oft ist es in der Werkstatt einfach produktiver als hier am "Daddelkasten" :pf: :wink:
    • Hier mal ein Blick auf den Polystyrolrumpf von G-Schmidt. Wie man sehen kann sind hier noch einige Arbeiten nötig. Los geht es dann morgen mit dem Fräsen von Schablonen für die Klüsen und Speigatten, den Öffnungen für die VSP Antriebe, den Bohrungen zur Befestigung von Finne und Bodenplatte mit Gestänge. Dann werde ich die Schalen an Bug und Heck anständig verkleben, entgraten und die Naht verspachteln.

      Gruss Fabian
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    • Guten Abend!

      Es ist mal wieder Zeit für ein kleines Update... Seit ein paar Wochen haben wir einen neuen, extrem fröhlichen DHL Mann, der aktuell jeden Tag hier klingelt und Sachen vorbeibringt. Einmal hat er sich schon mit dem Hermes Mann an der Tür getroffen, was ein Spektakel - Ich liebe die Weihnachtszeit!

      Zum Einen sind meine generalüberholten VSP-Antriebe von Bauer-Modelle zurück; neben ein paar behobenen Schäden wurden die Lager getauscht, die Ansteuerung verbessert, und die Bürstentreiber auf Brushless umgerüstet. Die Antriebe sind jetzt denke ich bereit für das Modell.

      Vorletzte Nacht habe ich dann endlich den Aufbau fertig gezeichnet, der dann bereits heute beim Wikinger in Berlin gefräst wurde, und dann morgen bei mir eintreffen sollte. Ich bin mal gespannt ob es so zusammenpasst, wie es soll - es sind meine ersten, selbst gezeichneten Aufbauten und getade der Fahrstand, wo die Elemente unterschiedlich stark nach aussen geneigt, die Fenster aber von vorn gesehen bündig abschliessen, hat mir einiges Kopfzerbrechen bereitet.

      Bei den Servos bin ich ebenfalls von den VSP Experten bei Bauer gut beraten worden. Da die empfohlenen Servos jedoch auch auf absehbare Zeit dort nicht lieferbar sind, habe ich sie dann bei Krick in etwa zum gleichen Kurs gekauft.

      Die auf die VSP Antriebe abgestimmten BL Regler sollen dagegen bald wieder ins Programm kommen, werden ja aktuell auch noch nicht gebraucht.

      Bald geht‘s weiter,

      Liebe Grüsse

      Fabian
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    • Hallo Ralph,

      So schaut‘s aus! :2:
      Man weiss nie so genau wieviel Zeit am Ende während der Feiertage bleibt, aber ich bin jetzt erst mal ausgestattet.

      Heute hat es mich noch mal nach Hamburg getrieben, ich habe unter anderem die schon erwähnten Dichtungen für die VSPs bei meinem Vereinskollegen abgeholt, der seitdem keinerlei Probleme mehr hat. Die wollte ich Euch natürlich nicht vorenthalten. Er montiert sie beidseitig mit einem Film Loctite zwischen Ring und Antrieb. Klingt erst mal ganz vielversprechend.

      Gruss Fabian
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    • Guten Abend und einen schönen Gruss aus dem alljährlichen Sylvester Exil an der Nordsee!

      In den letzten Tagen ist die Schutzplatte samt Gestänge entstanden; auch hier ist zumindest angedacht, das ganze in einem Stück im 3D-Drucker zu fertigen und in dieser Form unter dem Schiffsrumpf zu montieren.
      Man denkt im ersten Moment "so 'ne olle Platte kann ja nicht so schwer sein" - stimmt im Prinzip auch, es kommt allerdings stark darauf an, wie genau man es mit dem Teil hat:

      Zunächst einmal folgt die Platte der Geometrie des Rumpfes, dieser hat einen leichten "V-Knick", den auch die Platte macht. Des Weiteren hat sie den Steigungswinkel an der Längsachse, sowie unterschiedlich abgeflachte Kanten. Das Gestänge folgt dann ebenfalls unterschiedlichen Winkeln zum Rumpf.

      Auch dieses Teil habe ich zunächst einmal nach Plan konstruiert, habe dann aber - wie schon eingangs angekündigt - ein paar Kompromisse fur die etwas groesseren Antriebe gemacht (9mm mehr Fluegelkreisruchmesser, 7mm mehr Flügellänge). Des Weiteren habe ich die Uebergaenge zwischen Gestänge/Platte sowie Gestänge/Rumpf etwas verstärkt.
      Vom Design her gefällt mir das Ergebnis ziemlich gut - Ich könnte mir denken dass die Konstruktion, durch die verschiedenen Winkel und die Gesamtspannung stabil genug ist. Andernfalls kommt das Kunststoffgestänge ab, und es wird ein Metallgestänge verschraubt.

      Werde das Ergebnis dann natürlich hier präsentieren!

      Gruss und einen guten Rutsch ins neue Jahr,

      Fabian
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