Würde mein RC Schiff auf dem Meer fahren können?

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    • Sorry, habe eure Antworten noch nicht gesehen. Ich muss erstmal die Titanic bauen und werde versuchen die Titanic so sicher zu machen wie ich kann. Natürlich werde ich die Titanic nicht gleich an der Elbe fahren. Ich werde am Freitag mit den Bau beginnen und wenn ihr wollt kann ich auch Bilder schicken. Danke für eure Antworten
    • Moin,
      wenn man nicht so verrückt ist, das Modell bei starkem Wind und Wellen, die sich mit Schaumkrone überschlagen, fahren zu lassen, ist das Fahren auf dem Meer auch nichts anderes als auf dem Modellboot-Teich bei Wind. Es kommt doch dabei auf die Größe der Wellen an. Es gibt Tage mit brauchbarem Wetter. Meine "Lucky XI" von Revell ist schon mehrfach auf der Ostsee gefahren... problemlos.
      Von einer der Ostsee-Fahrten meiner "Seeschwalbe", 1/2 m lang, und als Fischerboot natürlich oben offen, gibts hier ein Video: Ostseefahrt Seeschwalbe.
      Wichtig ist bei der Seefahrerei der Einsatz Salzwasserresistenter Werkstoffe ...
      Eine Fahrt auf der Elbe, wie von David angesprochen, wäre mir zu riskant. Wenn Steuerung oder Antrieb ausfallen hast du verloren...

      Grüße aus EF
      Jürgen, der auch beim nächsten Ostseeurlaub wieder die "Seeschwalbe" und die "Lucky" dabei hat...
      ... und es geht doch!
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      "Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand, jedermann ist überzeugt daß er genug davon habe." (Rene Descartes, 1596-1650)
    • David schrieb:

      1. Ich will mir ein Rc Schiff bauen ,das aus Plastik bestehen wird. Ich würde auch gerne mein Schiff auf dem Meer fahren lassen. Vom Wasserspiegel bis zum Holzdeck vom Bug wird es 7,56 cm hoch sein und vom Wasserspiegel bis zum Holzdeck, wo auch die Brücke ist, wird es 10 cm hoch sein. Das Schiff wird 15 cm breit und 1,40 m lang sein. Könnte mein Rc Schiff mit dieser Größe auf dem Meer fahren, oder ist es zu klein? Wenn es groß genug ist, könntet ihr mir sagen, wie ich das Bootsdeck abdichten kann, damit kein Wasser rein läuft, wenn mal eine größere Welle kommt?

      Ich erzähle Dir einfach aus meiner Praxis, vielleicht kannst Du darin Antworten auf Deine Fragen finden:

      Ich habe mir vor 15 Jahren ein Schiff gebaut mit dem Ziel in Brandungswellen auf dem Meer damit zu fahren. L 70 cm H 15 cm B 12 cm. Bis auf die Länge sind unsere Bootsgrößen recht ähnlich, Deines sogar etwas breiter.
      Als Elektronik nahm ich meine (einzige) 6-Kanal Simprop Fernsteuerung, den Empfänger hatte ich von unten an das Hauptdeck montiert, damit es nicht mit Wasser in Berührung kam. Die Rumpföffnung hatte ich mit einem festgeschraubten Schott abgedichtet, wobei abgedichtet etwas übertrieben ist: Es war nur vorne und hinten festgeschraubt dazwischen blieb ein variabler Spalt wo sehr wohl Wasser eindrang wenn es über das Deck schwappte. Darüber war dann noch der Aufbau. Beim Maßstab 1:50 war natürlich alles relativ leicht stabil zu bauen.

      Zwei Motoren, zwei wasserdichte Fahrtregler von Conrad, zwei Nimh Akkupacks, ein Ruderservo von oben hängend an der Rumpfwand befestigt, damit er nicht in Berührung mit dem im Boot herumschwappenden Wasser kam. War etwas lästig weil der dadurch verkehrt herum lief...
      Was soll ich sagen, es hat durch umsichtiges Fahren und beherztes Zugreifen wenn es in den Brandungswellen kenterte funktioniert, ich ging mit der Fernsteuerung immer direkt daneben her. Das war ein langer, flacher Sandstrand wo das gut ging. Bei hohen Wellen musste ich manchmal im Bauchhohen Wasser hüpfen, den Sender mit der ausgestreckten Hand hochgehalten, damit er nicht ins Salzwasser kam. maximale Wellenhöhe kurz vor der Brandungszone? Keine Ahnung, 1,5 Meter vielleicht? Ich machte wohl 4 halbstündige Fahrten, teilweise durch die Brandung mit nachherigem Abduschen mit Süßwasser. Innen und Aussen, Empfänger dabei ausgebaut.

      Nun war aber die Angst, die teure Elektronik könnte Salzwasser abbekommen mein ständiger Begleiter, einige Zeit danach gingen mir durch Korrosion unter der Schrumpfhülle auch noch die verwendeten Akkupacks ein. So sann ich für den nächsten Urlaub am Meer auf Abhilfe: Ich besorgte mir eine extrem günstige 3-Kanal AM Fernsteuerung und goss den Empfänger nach der Montage von kurzen Verlängerungskabeln in Epoxydharz ein. Die extra neu gekauften Akkupacks goss ich auch komplett ein, den Sender baute ich auf lichtgesteuerte Potis um und goss auch die Platine ein, so dass sie nun völlig (See)wasserfest war. Damit war ich wieder im Urlaub unterwegs, jetzt musste ich nur noch auf den Ruderservo aufpassen. Im nächsten Urlaub machte der Ein- Ausschalter Probleme und so baute ich den auf einen magnetischen mit einem Reed Kontakt um. Hat insgesamt Spass gemacht, das Boot habe ich noch, die Motoren sind halt extrem stark korrodiert und klemmen manchmal. Am Meer war ich seither nicht damit, weil es für lange Urlaube mit dem Auto zu sperrig ist.

      Wichtig war mir, dass ich großen Abstand zu Schwimmern hielt um sie nicht zu stören oder gar zu gefährden. Leider gibt es von den Fahrten keine Bilder, denn eine Kamera mit Wasserdichtem Gehäuse hatte ich nicht, meine Digitalkamera war damals noch richtig teuer und durfte deshalb nichtmal zum Sandstrand mit. Aus Sand- und Griffelgründen.

      Mit einem richtig wasserdichten Gehäuse für die Elektronik und den Servo (wie es bei RC Rennbooten üblich ist) könnte man wohl relativ sorgenfrei fahren. Keine Ahnung. Aber ich hoffe mal Du wirst es ausprobieren und uns davon berichten ;)

      viele Grüße, Maximilian


      PS: Wie Skip sagte: Erst wird das Revier festgelegt, dann entsprechend gebaut. ^^
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      Verschiebe nicht auf morgen, was auch bis übermorgen Zeit hat. (Mark Twain)
    • Das gefährlichste an deiner "Reiseroute" sind mit Abstand der Sog und der Wellenschlag der Berufsschifffahrt. Das ist selbst für Wassersportler nicht ungefährlich. Damit kämpfen selbst die Ruderer auf so einem kleinen Bach wie dem Main, wenn die Schifffahrt manchmal ordentlich vorbei donnert. Bei deinem gewählten Gewässer ist da alles einfach noch ne ganze Ecke größer, Schiffe größer, Welle größer, Strömung stärker, etc. etc. Das ist alles nicht zu unterschätzen. Deine Titanic muss aufjedenfall absolut dicht sein und sie muss so konstruiert sein das sie sich nach einem roll over selbst wieder aufrichtet.

      Als kleine Motivation, und kleiner würde ich bei deinem Vorhaben auf keinenfall bauen.





      .chris
    • Auf dem Meer fahren mit Modellen finde ich problematisch. Zum einen ist es das Salz im Wasser. Man müsste den Salzfilm hinterher komplett abspülen, inkl. Aufbauten. Wir mussten unseren Zerstörer alle paar Tage mit Süßwasser abwaschen weil das Salz so aggressiv ist. Und das war kein Modell. Wenn man rollover und waschen berücksichtigt gehts nur mit wenigen Details. Zum anderen wenn man fährt muss es ruhig sein. Brandung geht nicht, Strömungen auch nicht. Hafenbecken geht solange kein 1:1 Schiff Wellen erzeugt. Die sind nämlich nicht in 1:100 Oder 1:50 sondern 1:1. Also 10 cm Welle im Hafenbecken wären wie 10 m Welle im Original. Das ist schon heftig für Modelle. Also geht es nur über Größe und Gewicht. Dann bekommt man Transportprobleme.
      :mattes:
      Modelle: S-38 Schaffer
      Pegasus 3 Fahrbereit mit Sonderfunktionen
      Zerstörer Schleswig Holstein ( Standmodell) komplett Eigenbau nach Werftplan 1:100
      Zerstörer Schleswig Holstein ( Standmodell )Bausatz Udos Modellwerft mit korrigierter Brücke 1:100
      Im Bau EGV Frankfurt am Main 1:100
    • Yep. Wie schon in dem Video gesehen: Modell > 2m = Trailerboot.
      Wenn Du beim Thema Elbmündung bleibst:
      Da brauchst du einen Slip oder einen Kran.
      Wenn Slip: Kannst Du in schnell fließenden Gewässern slippen? (Ist anspruchsvoll)
      Dann brauchst Du ein Begleitboot, von dem aus du steuern kannst. Ab Brunsbüttel ist die Elbe 7,5km breit, die Ufer sind schwer zugängig, die Nordseite besteht zum größten Teil aus Watt.
      Dazu kommt eine erhebliche Strömungsgeschwindigkeit. Wenn du das Boot vom Land aus steuerst, ist es in wenigen Sekunden weg. Kein Titanicmodell kann gegen die Störung andampfen, ein Gleiter schon.
      Vollen Respekt, wenn Du das hinbekommst!
      Im Wasser: Hafendienstboot ARGUS, MS Helgoland, Verkehrsboot der Kriegsmarine, Reededampfer ALTE LIEBE, 15er Jollenkreuzer
      Auf der Helling: SS Bohuslän, Kanonenboot Suriya Monthon
    • Hallo, das wird schon klappen. Wo ein Wille, da ist auch eine Lösung.
      Schaue doch mal hier:

      Grüsse
      Joachim
      Im Bau: Forenmodell 2015 Baunummer 25 - Schubschiff "sture isbjørn" und Containerschiff CM/S Cap Trafalgar im Maßstab 1:50

      In Planung: Cap San Diego im Maßstab 1:50

      MSV Fennica im Maßstab 1:50
      Eisbrecher OTSO im Maßstab 1:50
      Forschungsplattform FINO 3 im Maßstab 1:50