Vorgehen bei mehrteiligem Rumpf

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    • Danke Heiko für den Tipp mit den zwei dünnen Lagen, das werde ich bei den nächsten Rümpfen (welche bereits in Planung sind) auf jeden Fall berücksichtigen.
      Für dieses Mal muß das jetzt so bleiben, auch wenn ich heute schon weiß dass ich mich irgendwann drüber ärgern werde.

      Nach den ersten Schleif- Spachtel- Schleif- Spachtel- Schleiforgien sieht das Ganze jetzt so aus:

      IMG_20190222_072410_resize.jpg

      Da ich gerade am shoppen bin... Was nehme ich am Besten für das stehende Gut? Stahlseile? 1mm oder dünner?
      Oder macht man das auch mit der oben erwähnten Drachenschnur? Bei Stahlseil höre ich eben schon wieder viiieeell Gewicht raus...
      Ich segele zwar selber h-Boot, bin aber noch keinen Cat gefahren, und habe leider auch keine Vorstellung welche Kräfte bei einem Modell mit Wingsails wirken.
      Habt ihr da Erfahrungen?

      Heute Nachmittag kommen die Carbon-Querrohre an und dann geht's weiter mit einpassen der Rohre in die Rümpfe. Dann wieder Spachteln, Schleifen, Spachteln....

      Habt ihr eine Budget-Empfehlung für Segelwinden und könnt ihr eine Bezugsquelle für Umlenkrollen und Seilzüge etc empfehlen?

      Wahrscheinlich sind das bereits tausend mal gestellte Fragen, aber irgendwie stelle ich mich bei der Forumssuche zu doof an und finde nix...

      Hier noch ein Ausblick auf die gewichtsoptimierten Wingsails:

      Screenshot-2019-02-22.jpg

      Und auf die erste Version des Designs:

      design.jpg
    • Dein Rumpf schaut schon echt gut aus :)

      Ich selber habe schon mit Stahlseilen herumprobiert. Hab dafür kunststoffummantelte Angelschnur genommen. Stabil und gut. Allerdings musst Du die Befestigungspunkte gut unterlegen, damit dort das Seril nicht heraus reisst. Eventuell den gesamten Bereich mit einer Hartholzleiste oder eckigem Carbonstab unterlegen.

      Aber da können eher die Segler was zu schreiben.
      MfG, Ernst
      (Moderator)

      Das Vorteilhafte an Standmodellen ist, dass sie selten absaufen...

      IG-Yachtmodellbau seit 1996

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    • micha b schrieb:

      Was nehme ich am Besten für das stehende Gut? Stahlseile? 1mm oder dünner?
      Oder macht man das auch mit der oben erwähnten Drachenschnur? drachenmarkt.de/epages/DRACHEN…Products/L03-040-Liros-We

      micha b schrieb:

      Habt ihr eine Budget-Empfehlung für Segelwinden?

      Liest einer von den Segelprofis mit und kann mir hierbei weiterhelfen?
    • Hallo Hermann: Fesselfluglitze ist bestellt, danke für den Tipp.

      Die kleine Hitecwinde hatte ich auch im Visier, allerdings fahre ich voraussichtlich nen Flügel mit 0,8m² , und
      ich weiß eben nicht, wie sich hier der Zug am Tampen im Vergleich zum normalen Segel verhält.
      Die Flügel sollen ja effektiver sein als normale Segel, heißt dass dann mehr oder weniger Zug?

      Ich teste die Hitec einfach mal und wenn sie zu schwach ist kommt sie in die Bucht oder findet Einsatz an der Fock.
    • So, natürlich geht es weiter, auch wenn ich nicht ständig poste...

      Ich habe mich entschlossen, das Foil-Segel ebenfalls aus GFK und Spanten zu machen.
      Warum? Weil ich mir das Nähen von guten Segeln weniger zutraue als zwei stehende Tragflächenprofile.
      Und weil das Laminieren so Spaß macht.
      Und weil ich was lernen möchte.

      Momentan laufen die Negativformen aus der Fräse, die Spanten sind ebenfalls bereits fertig.
      Das Laminat mache ich aus 1-2x 80g GFK, die Spanten werden nass in nass in die erste Hälfte eingeklebt.
      Das ganze Gebilde dann nach dem Trocknen in die nasse zweite Seite. Das sollte funktionieren.

      Aktueller Stand:

      IMG_20190320_085449_resize.jpg

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      IMG_20190320_085632_resize.jpg

      IMG_20190320_085539_resize.jpg

      Was das Gewicht des Segels anbelangt wird das glaube ich noch im akzeptablen Bereich landen. Durch die Verwendung von GFK spare ich mir viele Spanten, das Gesamtgewicht beider 2m hohen Flügel sollte bei ca 750g liegen (250g Spanten + 2x80g + Harz auf je 0,8 m² = 466g).
      Das geht bestimmt leichter, evtl lass ich partiell eine Schicht 80er GFK weg.

      Die Negativform mache ich aus MDF, XPS wäre auch ne Möglichkeit ist aber gerade nicht verfügbar.
      Die Trennung von MDF und Laminat erfolt durch Frischhaltefolie (nochmals danke Heiko für den Tip)
      Ich hab das mehrmals getestet, funktioniert astrein und löst sich einwandfrei wieder vom Laminat.
      Da ich noch keine Vakuumtechnik habe erfolgt das Anpressen des Laminats an die Form durch Sand...
      Also Frischhaltefolie - Laminat - Frischhaltefolie - Sand.
      Das ist die "Arme-Leut'-Vakuum-Technik" :bhi2: :juhu:
    • micha b schrieb:

      Die Flügel sollen ja effektiver sein als normale Segel, heißt dass dann mehr oder weniger Zug?
      In erster Näherung würde ich sagen, dass der Zug sich nicht messbar ändert, da Effizienz ungleich Kraft.
      Im zweiten Schritt würde ein ich vermuten, dass die effizientere Form zu mehr Vortrieb führt, vorm Wind also weniger Kraft.
      Beim Kat, der dadurch schneller wird, würde es aber auf der Kreuz mehr Fahrtwind bedeuten mit der Folge eines größeren scheinbaren Windes. Also mehr Kraft.
      Such Dir eine passende Antwort aus...
      Ansonsten: tolles Projekt - hab ich leider erst heute bemerkt.
      Hast Du / gibt es Erfahrungswerte, ob in 1:10 Foilen möglich ist? Und kippen die dann genauso spektakulär um / stechen in die Welle wie die Großen?

      Herzliche Grüße
      Georg
      Fast Crew Supplier
      VSP RAVE Tug
      Anti-Rolling

      Viele Laser
      Happy Hunter 1982,
      Neptun I 2016 (für den Nachwuchs)
      Neptun II 2017 (für die Badewanne)
    • Es gibt einige 1:10 Modelle in anderen Foren die sich inzwischen ausschließlich aufs foilern spezialisiert haben.
      Beeindruckend, was da geht, einer hat sich sogar nen Arduino programmiert der mit Hilfe von einigen Sensoren
      die "Flughöhe" fast in Echtzeit nachjustiert:
      rc-network.de/forum/showthread…015/page13?highlight=AC45
      Filmchen dazu:


      Aber die Jungs sind auch auf einem Level auf den ich niemals kommen werde, komplette 1m-Rümpfe aus Carbon
      mit 93g Gesamtgewicht usw.

      Aber natürlich bin ich auch bereits in Gedanken an der nächsten Version bei der alles besser werden wird. Vor allem
      den Rumpf möchte ich nächstes Mal deutlich leichter machen. Aber jetzt erstmal Erfahrung mit Version 1 sammeln
      und dann komplett optimieren.
      Jetzt erstmal die Segel laminieren, und dann die Segelwinden und Leitungen dicht bekommen.
      Und dann endlich Stapellauf...
    • Jetzt hab ich mich lange nicht gemeldet und kann leider auch nicht mit Bilder der Jungfernfahrt aufwarten.

      Kurz: Der Cat ist zu schwer und sehr hecklastig. Das Heck liegt im Stand bereits ca. zu 40% unter Wasser.
      wenn er beim Fahren auf nur einem Rumpf fährt ist dieser etwas über die Hälfte unter Wasser. Der Bug liegt hingegen gut auf dem Wasser.
      Zudem ist mit der Cat nach dem Umkippen bis ich hin geschwommen bin hinten bereits zur Hälfte mit Wasser
      vollgesogen gewesen. Zur vorderen Hälfte hatte ich ein Schott mit eingebaut, er wäre mir also nicht untergegangen,
      aber der Akku war im Wasser. Leider ist die von mir eingebaute rießige und seitlich heruntergezogene Serviceluke so nicht abzudichten.

      Für mich folgende Konsequenz: Alles nochmaaaal.
      Ich habe das Design des Rumpfes nochmals überarbeitet: Vorne etwas filigraner, hinten mit mehr Volumen.
      Diese mal werde dieses Mal den Rumpf aus einer Negativform herstellen, diese fräse ich direkt aus dem Vollen.

      Jetzt zur Frage dies sich wieder auf den Beginn des Threads bezieht:
      Wenn ich direkt eine Negativform fräse ist diese von der Oberfläche her nicht ausreichend glatt,
      zudem muß sie aufwändig gespachtelt und "nichtsaugend" gemacht werden. Das muß einfacher gehen.

      Ich habe vor, den negativ vorgefrästen Rumpf als Tiefziehform zu nutzen und sie so innen komplett mit mit einer dünnen Kunststoffschicht auszukleiden.
      Sozusagen eine Form in der Form.
      Diese sollte alle feinen Unebenheiten ausgleichen, eine schöne, glatte Oberfläche liefern die leicht mit Trennmittel zu beschichten
      sein wird und zudem das Aufsaugen des Harzes vollständig unterbinden.

      Warum hat das noch nie jemand so gemacht? Einfacher ein super Ergebnis zu bekommen geht es doch eigentlich nicht. Hab ich einen Denkfehler?
    • Hat keiner eine Meinung dazu?

      Ich probier das mit dem Tiefziehen auf jeden Fall, es wundert mich nur, dass das noch niemand gemacht hat...
      Und ich hatte gehofft, ein zwei Tipps dazu zu bekommen, wie bekommt man den Kunststoff gleichmäßig warm,
      wieviel Löcher braucht man um ein gleichmäßiges Vakuum hin zu bekommen usw.

      Bin für jeden Tip dankbar. :)
    • Hi Micha, schau mal bei Google und YouTube. Das Problem ist die Luft aus der Tiefe zu bekommen. Das nächste Problem wird vermutlich die Form des Rumpf selber sein. Stelle dir ein Abs Platte vor. Wie sehr diese verformt und gedehnt werden müsste um sich knitterfrei in die Spitze zu ziehen. Ich vermute, dass macht keine Platte mit. Vorstellbar wäre den Rumpf in 2 Schalen zu fertigen, dann verkleben und dünn auslaminieren. Wobei Abs mit Gewebe verklebt nicht sonderlich geeignet ist. Persönlich würde ich den Weg gehen, positiv erstellen, dann Negativform und innen dünn auslaminieren. Mit Epoxi. Ev. Den Rumpf noch aufschäumen um mehr Stabilität zu bekommen. Bin gespannt wie es bei dir weiter geht. Viel Erfolg
    • Hallo Mika,

      danke für deine Tipps und Ideen.

      Nach endlosem Hirnen und Rätseln ist mir gestern die finale Idee gekommen wie ich es machen werde:

      Ich habe bereits mehrere Autos foliert und daher reichlich Erfahrung im Umgang mit den Autofolien, vor allem in Radien und verwinkelten Ecken.
      Die Vorteile dieser Folien sind zum einen dass sie sehr dünn sind, zum anderen sind sie sehr dehnbar und durch den rückseitig aufgebrachten Thermokleber selbstklebend. Dieser lässt mehrfaches Repositionieren zu, und wird erst zum Schluss bei 80 - 90° aktiviert.
      Ich hab mal ein kleines Stück genommen und in der nur angeschliffenen Form am schwierigsten Eck getestet: SEHR zufriedenstellend:

      IMG_20190630_140639_resize.jpg

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      IMG_20190630_140646_resize.jpg

      Die Folien sind 127cm breit, passen also in einem Stück für den Rumpf.
      Ein Test bezüglich Haftung von Harz auf der (einmal) eingewachsten Folie ergab: Das Harz klebt nicht an der Folie sonder löst sich nach kurzem Wackeln wie von selbst.
      Ich glaube, das solltet ihr auch mal probieren... :id:
    • prima Idee Michael :)

      Jetzt brauchen wir nur noch 'nen Schnell-Lehrgang im sauber folieren. Mein erster Versuch ist schiefgegangen, weil ich die Folie partout nicht in die Ecken bekam. Bzw. diese sich wieder hochzogen :(
      Dateien
      MfG, Ernst
      (Moderator)

      Das Vorteilhafte an Standmodellen ist, dass sie selten absaufen...

      IG-Yachtmodellbau seit 1996

      Under Construction: Wider 32 in 1:10 - diverse Sunseeker-Yachten - :bd:

      MFC Ikarus Kempten - Modellfliegen auf 895,2m Starthöhe :)
    • Hi Ernst,

      das ist zumindest bei Schiffsrümpfen gar nicht so schwer, für dein Automodell würde ich dir
      Haftgrund empfehlen, dann hebt sich gar nichts mehr.

      Ich habe gestern gleich mal einen Testrumpf laminiert.
      Die Folie habe ich zuvor einmal eingewachst mit einem uralt Trennwachs das ich noch da hatte,
      dafür gibt's bestimmt besseres, scheint aber gar nicht nötig zu sein.

      Fazit: Die beiden Teile haben sich mit leichtem bis mittlerem Zug und ohne Probleme von der Folie gelöst, diese hat sich
      dabei allerdings teilweise gehoben, so dass man für einen weiteren Rumpf nochmals neu folieren sollte. Die Folie lies sich
      dann ohne weiteres am Stück abziehen.
      Das Folieren selbst hat pro Rumpfhälfte ca. 20 Minuten gedauert, der Aufwand ist also überschaubar.

      Nachdem mir das Thema Vakuum zu aufwändig ist habe ich wie weiter vorne angekündigt den Druck auf's
      Laminat mit SAND ausgeübt. Ich muß sagen: klappt besser als gedacht.
      Laminieren.
      Mülltüte drüber legen.
      Sand rein.
      Festklopfen.
      Warten.
      Freuen.
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