Lichterschaltung - Was ist möglich

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    • Lichterschaltung - Was ist möglich

      Hallo zusammen,


      ich möchte hier mal allgemein Anfragen, wie ich eine Lichtersteuerung realisieren könnte.

      Ich hatte letztens wieder mein Schubschiff Forenmodell in den Händen und verspürte eine gewisse Lust wieder weiterzubauen. Das Problem: Als nächstes müsste das Deck drauf, vorher würde es natürlich Sinn machen, die noch benötigte Elektronik unter Deck unterzubringen und zu verkabeln. Speziell geht es hier um die Lichtersteuerung. Meine Huckingen ist sowohl Schubschiff als auch Schlepper. Sie soll in erster Linie einen Arbeitsponton schieben, auf dem ein Seilbagger Steht + Bürocontainer und sonstigem Schischi.

      Es gibt also je nach Tätigkeit verschiedenste Beleuchtungszustände die ich gerne entsprechend schalten würde. Grundsätzlich wären das folgende:

      • Ankerlicht
      • Normale nautische Beleuchtung (Hecklicht weiß, Toplicht, Backbord + Steuerbord)
      • Schleppbetrieb (Hecklicht gelb (HL weiß aus), Toplicht, 2 zus. Toplichter, Backbord + Steuerbord)
      • Schubbetrieb (Hecklicht weiß + 2 zus. weiße Hecklichter, Toplicht am Boot aus, dafür am Leichter an, Backbord + Steuerbord)
      • Schutz vor Wellenschlag (Rot über weiß am Schubboot)
      • Arbeiten an der Wasserstraße (gelbes Blinklicht am Schubboot)
      • Ponton bei der Arbeit (Vorbeifahrtregelung am Leichter)
      • Decksbeleuchtung Schiff
      • Decksbeleuchtung Ponton
      • Arbeitsscheinwerfer Schiff
      • Arbeitsscheinwerfer Ponton

      Die Frage ist nun, wie kann man so etwas am elegantesten schalten. Senderseitig wären eine F-14 mit 12+2 Modul bzw. eine Turnigy TGY-i6, freigeschaltet für 10 Kanäle (also zus. drei 2-Positionenschalter bzw. einen 3-Positionenschalter sowie zwei Potis) vorhanden.

      Sicherlich kann man das ganze „elektromechanisch“ über das 12+2 Modul in Verbindung mit Umpolrelais lösen, aber in Zeiten von programmierbaren Mikrocontrollern und Arduinos gibt’s doch sicherlich auch elegantere und evtl. einfachere Lösungen?


      Gruß Niels
      In Bau: Scarab 38 KV • Sunseeker Manhattan 48 • Bayliner Arriva • Schubboot Huckingen • Vitruvius Exploreryacht
      In Planung: Princess 56 Fly • Sunseeker Sportfisher 37 • Van Dutch 30 • Sunseeker Camargue 55 • Draco Zircon 3400
      Fertig: Hansajolle • bretonischer Fischkutter
    • Hallo Niels, Grüße,

      wie du es selbst schon gesagt hast, in Zeiten von µC gibt es da schicke Lösungen. :id2:

      Ich hab selbst hierzu einen Thread eröffnet, vielleicht hilft dir das weiter. Ich unterstütz dich da sehr gerne mit Rat und Tat. :fr2:

      Grüße
      Leichtmatrose an Neckar, Kocher & Jagst

      In Planung:
      A1414 Glücksburg (Typ 701 C)

      Im Trockendock:
      U.S.S. Iowa (BB-61) 1:200 [Semi-Scale] "the big stick"

      In der Werft:
      U.S.S. New York (LPD-21) 1:200 [Semi-Scale] "never forget"
      robbe "Schütze"
    • Hallo Niels

      Also, entweder man arbeitet sich in die Programmierung von Arduino oder anderer elektr. Bausteine ein, oder man nimmt was fertiges und passt das ein wenig an,
      Fertiges gibts unterm Link. Hab selbst so ein Modul und bin sehr zufrieden damit. Wohlgemerkt an einem reinem Schlepper. Du willst ja schieben auch, und ob das damit möglich ist kann ich dir nicht sagen.

      LG Christian
      Durch alle elektronischen Bauteile strömt Rauch, tritt er aus ist das Bauteil defekt!

      Gruß Christian
    • Hallo Christian,

      die mnop Module kenne ich, da bin ich schon einige Male drüber gestolpert. Leider lassen sich die nicht für meine Zwecke anpassen, die sind schon recht spezifisch in den Schaltzuständen.
      Ich fürchte, da bleibt mir nicht viel Anderes übrig als in den sauren Apfel zu beißen und mich mal mit dem Arduino zu befassen.

      Macht es Sinn, sich am Anfang ein Arduino Starter Kit zu besorgen und erstmal drauf los zu experimentieren? Meine Vorkenntnisse liegen momentan bei Null.

      Gruß Niels
    • Hallo Niels,

      kommt darauf an, ob dich das Thema darüber hinaus auch weiter beschäftigen wird oder nicht. In den Starter-Kits ist oft sehr viel drin, was man nicht für eine Lichtsteuerung braucht. Ich habe mir aber selbst eines gekauft und eines geschenkt bekommen, weil ich mich mit dem Thema weiter beschäftige.

      Wenn du "nur" eine Lichtsteuerung machen möchtest, reicht dir ein Arduino (UNO, Nano, evtl. sogar Micro), ein paar Kabel, Stecker und LEDs und das passende Werkzeug.

      Ich habe mir nun eine Optimierung für meine Lichtsteuerung einfallen lassen. Ich werde einen Kanal meiner MC-24 "opfern" und diesen in mehrere Schalter aufteilen. Im Prinzip baue ich einen Linear-Poti mit Schaltern und Widerständen. :lol:
      Vorteil hiervon: Ich kann mit einem Kanal weiterhin Vollausschlag Minus und Plus steuern (also 1,0 ms und 2,0 ms), aber auch gezielt Werte dazwischen abrufen. Dem Arduino sage ich dann, er soll das Signal des Kanals auswerten und auf Basis der erhaltenen Impulslängen dann diverse Funktionen auslösen. So funktioniert heute schon meine Lichtsteuerung, aber mit mehreren Kanälen und mit Impulslängen von 1,0 ms und 2,0 ms.

      Gruß Mike
      Leichtmatrose an Neckar, Kocher & Jagst

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      robbe "Schütze"
    • Mc Mike schrieb:


      Vorteil hiervon: Ich kann mit einem Kanal weiterhin Vollausschlag Minus und Plus steuern (also 1,0 ms und 2,0 ms), aber auch gezielt Werte dazwischen abrufen. Dem Arduino sage ich dann, er soll das Signal des Kanals auswerten und auf Basis der erhaltenen Impulslängen dann diverse Funktionen auslösen. So funktioniert heute schon meine Lichtsteuerung, aber mit mehreren Kanälen und mit Impulslängen von 1,0 ms und 2,0 ms.

      Gruß Mike
      Stecke da ja nicht so in der Materie....aber ist das nicht recht unkonfortabel, wenn ich drauf
      achten muss, was ich wie lange schalten muss um dann entsprechende Funktion, aus einer
      Vielzahl von Funktionen herauszufinden.... :kratz: . Da brauch ich dann auch keine Hitecanlage
      mit was weis der Teufel wieviel Kanälen, das mach ich auch mit meiner billigen Smart Flexx
      Anlage....
      Gruß Jens
    • Hallo Niels,

      Ich stehe auch vor der gleichen Aufgabe, nur noch einige LED's mehr. Ich will so vorgehen:

      Erst mal eine Tabelle zeichnen: Oben Waagerecht für jede LED (oder Gruppe wie bb + stb Positionslichter, sind ja immer zusammen an) eine Spaltenbezeichnung wie TOP, Top2, Anker, Blink gelb, Arb.Licht , rot-weiß-rot usw.

      Darunter links als Zeilenüberschrift deine Zustände wie oben angegeben:
      • Schleppbetrieb
      • Schubbetrieb
      • Schutz vor Wellenschlag
      usw.usw.

      Wenn du jetzt ein Kreuz bei den entsprechenden LED's machst, die an sein müssen, siehst du, wieviel einzelne Kanäle du als Ausgang des Arduino brauchst.

      Mit dem 12+2 Modul der F14 sagst du z B. auf Schalterstellung 1 = Schleppbetrieb und dem Arduino im Programm dabei: wenn Kanal 1 (Arduino Eingang 1) ein dann schalte die Ausgänge Hecklicht gelb, Toplicht, 2 zus. Toplichter, Backbord + Steuerbord ein und Hecklicht weiß aus.

      Ich muss mir das auch immer wieder so bildlich vor Augen führen, um mich langsam in die Arduino Steuerung einzuarbeiten. Die Arduino Profis hier können das alles sicher noch sehr verfeinern. Mit dem 12+2 Modul hast du auch genug "Fahrzustände" für den Schleppverband bzw. die Schub und Arbeitseinheit.

      JB007 schrieb:

      .......
      Stecke da ja nicht so in der Materie....aber ist das nicht recht unkonfortabel, wenn ich draufachten muss, was ich wie lange schalten muss um dann entsprechende Funktion, aus einer
      Vielzahl von Funktionen herauszufinden.... :kratz: . ...........
      Da stimme ich voll zu und denke,"sieht einfach blöd aus, wenn das Poti zu weit gedreht wurde und beim Schleppen plötzlich nur das Ankerlicht an ist" :pf:

      Wolfgang
    • @JB007 und @knipser25 ich glaube da habe ich mich missverständlich ausgedrückt.

      Ich muss mir nicht merken, wie oft oder lang oder weit.

      Jede Funktion hat ihren Schalter. Ein Schalter simuliert zwei Stellungen des Poti. Z.B. will ich mit 8 Schaltern und drei Stellungen arbeiten. Jeder Schalter hat zwei Widerstände und der letzte Schalter hat dann einen Widerstand kleiner 10k Ohm (ich plan mit 8,2k Ohm und 820 Ohm = 9,02k Ohm) und einen mit genau 10k Ohm. Damit habe ich dann 16 Werte zwischen 0 und 10k Ohm. Das entspricht den Poti Werten eines Dreh-Poti. Klar soweit? :2:

      Jetzt überträgt meine Funke ein Signal mit 1,0 ms solange ich nichts mache (Nullstellung). Betätige ich einen Schalter, z.B. Schalter 1 nach oben, dann habe ich einen Widerstandswert x und das Signal ändert sich auf z.B. 1,1 ms. Diesen Impuls kann mein Arduino vom Empfänger auswerten und damit eine Funktion schalten. So der Plan. :id2:

      Grüße
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      robbe "Schütze"
    • knipser25 schrieb:

      Erst mal eine Tabelle zeichnen [... ]

      Ich muss mir das auch immer wieder so bildlich vor Augen führen, ...
      Das geht mir genauso. Wenn ich das ganze bildlich vor Augen habe, dann wird vieles klarer. Ich werde mir das mal so aufzeichnen. Und dann werde ich mich mal langsam in das Thema Arduino und Programmierung einlesen.
      Mal sehen, ob ich mir so ein Starter Kit gönne (um allgemein mal ein gefühl zu bekommen wie was geht) oder nur einige Teile um mit dem Lichtern zu experimentieren.

      Gruß Niels
    • Moin,
      Meine F14 habe ich vor Jahren mal auf diese Weise mit einem Digitalen Poti und einem Arduino aufgepeppt. Teilt dann auch 16 Schalter auf einem Propkanal auf. Ich bin mit der Lösung für mich zufrieden. Nur ist das auch ein tiefer eingriff in die Funke. Ausserdem ist ein Nautig Modul ja vorhanden. Warum also doppelt.

      Mit dem Arduinos hast du ja noch mehr Möglichkeiten, so kannst du zum Beispiel das Ankerlicht einschalten wenn dein Anker fällt. Vielleicht ein zwie Sekunden Später. Alle Beleuchtungen die beim Ankern nicht an sein dürfen kannst du gleichzeitig ausschalten und sperren.

      Mit einem Taster oder Induktionsschalter könntest du erkennen ob dein Modell im Schubbetrieb ist und entsprechend die Beleuchtung steuern.

      Das macht das Modell smart.

      Es geht viel. Aber es ist auch ein weiter Weg.

      Wenn du Anregungen oder Hilfe brauchst, schreib mich an.

      Gruß Sven.
      Gefion (Freier Nachbau einer Kapitänsbarkasse der Tirpitz)
      Mjölnir ein Segelboot (Miramare)
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    • Moin Sven,

      kannst du mir einmal Bilder zur Verfügung stellen von deinem Aufbau mit digitalem Poti und dem Arduino? :bild:

      Würde mich brennend interessieren. Wenn du hast vielleicht auch ein Schaltplan (Fritzing?).

      Wäre toll. :d:

      Grüße
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    • Hallo,
      Ich habe einen Link für dich. Dort habe ich alles ein wenig zusammen gefasst.

      modellbauplage.jimdo.com/arduino/

      Einmal bis zum 6 Projekt runterscrollen.
      :bd:

      Gruß Sven.

      Ps. Wenn ich es nochmal bauen sollte würde ich zum einlesen zwei Portexpander nutzen.
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    • Hallo zusammen,

      vielen Dank für die ganzen Rückmeldungen, da scheint ja richtig was möglich zu sein mit diesen neuen elektronischen Spielzeugen...
      Ich werde mich mal in Ruhe in die Materie einlesen, zeitdruck herrscht momentan zum Glück nicht.

      Wenn es dann um die konktrete Umsetzung geht, würde ich mich an dieser Stelle nochmmal an euch wenden.

      Gruß Niels