Restauration einer Happy Hunter und ein paar Fragen

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    • Restauration einer Happy Hunter und ein paar Fragen

      Hallo Forum-Gemeinde!

      Ich lese hier schon seit einiger Zeit mit und habe auch schon so manches lernen können. Aber nun brauche ich Euren Rat. Ich habe mir letztes Jahr eine gebrauchte Happy Hunter gekauft. Auf den Bildern sah sie ganz ordentlich aus. Als sie dann bei mir war war ich etwas ernüchtert. Und als ich sie aufgemacht habe war ich entsetzt. Alle Kabel waren entweder abgeschnitten oder nur rausgerissen. Die, ich vermute noch funktionierende, Elektrik wurde entfernt.

      Also habe ich schnell drei Fahrregler provisorisch eingebaut und die Motoren getestet. Es sind die alten Getriebemotoren verbaut. Von der Lautstärke geht das eigentlich, das Bugstrahlruder kreischt für mich deutlich mehr. Da ich aber eine Welle mitsamt dem Stevenrohr austauschen muss, stellt sich mir die Frage, ob ich gleich alles tauschen soll. Das QSR würde ich gerne belassen da das vermutlich ein deutlich größerer Aufwand bedeutet.

      Hier komme ich auch immer in Konflikt mit meinem Sohn. Er will am liebsten so schnell wie möglich Fahren. (Mit 13 auch kein Wunder) Er ist letzten Sommer Stundenlang im Pool gefahren. Als Ballast hatten wir 0,5 Liter PET-Flaschen in den Rumpf gelegt, da wir keine Blei-Akkus sondern nur Lipo´s haben. Er denkt immer das ist gleich fertig gemacht. Sonderfunktionen und die Lackierung interressieren ihn noch nicht wirklich. Wenn er dann aber auf dem See fährt kommt seine Wunschliste (Radar, Kran, Feuerlöschmonitor, Licht...) So sind die Kinder aber eben. Dieses Mal möchte ich mich durchsetzten und werde das Ganze etwas planen und durchdacht vorgehen.

      Deshalb meine Frage an Euch: Soll ich die verbauten Motoren weiter verwenden oder doch besser austauschen? Und wenn austauschen dann mit was?

      Krick Max Power 700, kommt mir etwas schwach vor,
      Krick Max Power 900 oder gleich den
      Unite 150 W

      Ich hoffe ich bekomme von Euch ein paar Ratschläge.
      Ich werde auf jeden Fall vom weiterbau berichten, dann gibt es auch Bilder. Allerdings muss ich noch meine Suset-Yacht, die ich mit meinem Sohn zusammen umgebaut habe fertig stellen. Da vergehen noch ein oder 2 Wochenenden. Dann kommt die Happy Hunter dran. Leider habe ich nur am Sa und So Zeit zu bauen. Entsprechend lange wird sich das alles ziehen.

      Vielen Dank schon mal für Eure Hilfe

      Grüße Markus
    • Hi Markus,

      bei meiner Happy Hunter damals waren 2 Decaperm verbaut. Die haben gut was gezogen.
      Da ich seit kurzem auch wieder an einem Offshore Versorger baue, hatte ich nach jahrelanger Abwesenheit vom Modellbau auch zunächst das Motorenproblem.
      Da auch mein Arbeitskollege jetzt wieder angefangen hat, gingen wir beide auf Motorensuche.

      Ich habe mir welche bei Pollin-Elektronik gekauft. 2 kräftige Burschen von Johnson, Langsamläufer, sehr günstig und vor allem werden die durch den Direktantrieb ruhig laufen.
      Die Decaperm waren damals untersetzt, so wie Krick das bei der Happy Hunter nun auch gedcht hat. Die machen relativ viel Krach, das kann man sich sparen.

      Die Unite wären meiner Meinung nach für dieses Modell zu überdemsnioniert.

      Kollege hat sich 2 ähnliche in ebay geschossen.

      Geh einfach mal auf die Suche, evtl. findest du auch 2 Scheibenwischermotoren. Sowas wird auch oft verbaut.

      Gruß Markus
      In der Vergangenheit gebaut:
      Happy Hunter (Robbe, Fertigrumpf und Beschlagsatz nach Bauplan)
      Flyvefisken (Billing Boats)
      Diabolo (Robbe)
      Forschungskutter (Eigenbau)

      In der Werft:
      Offshore Vessel Marke Eigenbau
    • Hallo Markus,
      du bist ja fast um die Ecke! Ich habe mir im Frühjahr auch eine angefangene Happy Hunter zugelegt (siehe Beitrag Weiterbau einer Happy Hunter hier im Forum). Zum Glück waren, bis auf das Bugstrahlruder, Ankerwindeund das Lenkservo, noch keine Komponenten verbaut und angeschlossen. Dafür wurde ein Großteil der Einbauten mit Heißkleb gemacht, das konnte ich alles wieder rauspopeln und durch Stabilit ersetzen. Ich habe bei meiner 2 12V Bühler Langsamläufer drin, die laufen sehr ruhig und Kraft ist genug vorhanden! Ich würde Dir raten, für den Antrieb einen Bleiakku zu verwenden, der Rumpf verdrängt einiges, bis die Wasserlinie stimmt.
      Des Weiteren würde ich Dir eh raten, die Elektronik neu zu machen, dann weißt du, was wie wo gemacht wurde.
      Mach mal ein paar aussagekräftige Fotos, dann läßt sich der Aufwand besser einschätzen und man kann besser Tips geben, wie was gemacht werden kann. Ist auf jeden Fall ein schönes Modell! Vielleicht wär es nicht schlecht, deinem Sohnemann einfach was kleines, fahrbares hinzustellen, denn so eine Restauration braucht halt Zeit!!
      Fahrfertig: Aeronaut Classic, Kalle, Graupner Pegasus III, Graupner Vegesack und Theodor Heuss
      Im Bau: Adolph Bermpohl, Aeronaut Queen, Robbe Happy Hunter
      Restaurierung: Graupner Tedje
    • Hallo Markus

      Die Unite liegen preislich wie die Max Power 900 von Krick. Nur denke ich sind die Qualitativ deutlich besser und das jöhe Gewicht schadet ja nicht. Da brauche ich umso weniger Blei.
      Gibt es sonst noch Alternativen?
      Das mit dem Scheibenwischer-Motor wäre auch noch ne Möglichkeit. Allerdings habe ich da absolut keine Ahnung wo die Leistungsmäßig liegen.


      Viele Grüße Markus
    • Kaipi:
      Deinen Bericht habe ich natürlich auch gelesen. Ich hätte aber auch gerne ein paar Bilder vom fertigen Zustand gesehen.
      Ich mache am WE Bilder. Allerdings b Abe ich inzwischen schon angefangen das Heck aufzusägen.
      Die Bühler Motoren wären eine Alternative. Allerdings gibt es die großen meines Wissens nicht mehr zu kaufen.
      Grüße Markus
    • Motoren muss man wirklich suchen, aber ich kann dir nur sagen, versenke da nicht so viel Geld.
      Vor allem haben die meisten keine gescheiten Leistungswerte dran stehen. Ich hab diese hier: pollin.de/p/hochleistungs-glei…or-johnson-1090077-310570

      Die Schnecke entfernst du einfach... im Netz findet man den Motor aber noch häufiger, zum teil mit erheblichen Preisunterschieden.

      Großer, laufruhiger Gleichstrommotor mit hohem Drehmoment und breitem Betriebsspannungsbereich. Für universellen Einsatz.

      Technische Daten:

      • Betriebsspannung: 1,5...12 V-, max. 19 V-
      • Stromaufnahme: Leerlauf 0,73 A, max. 10,43 A
      • Leistung: max. 56,64 W
      • Drehmoment: max. 262,5 m-Nm
      • Leerlaufdrehzahl: 4120 U/min (12 V-)
      • Lagerung: Sinterbronze-Gleitlager
      • Wellen-Ø: 6,35 mm
      • Gesamt-Motormaße ohne Welle (ØxL): 52x116 mm
      • Gesamtmaße Welle (ØxL): 6,5x15 mm
      • Gewicht: 627 g
      Da bekommste auch bisschen Gewicht ins Boot ;)
      Vor allem die Drehzahl ist ausreichend, kannst Props mit ordentlich Steigung draufhauen, und dein Bleiakku wirds dir auch danken, lange Fahrzeiten, je nach Akku.
      In der Vergangenheit gebaut:
      Happy Hunter (Robbe, Fertigrumpf und Beschlagsatz nach Bauplan)
      Flyvefisken (Billing Boats)
      Diabolo (Robbe)
      Forschungskutter (Eigenbau)

      In der Werft:
      Offshore Vessel Marke Eigenbau
    • Also ich hab die Bühler erst vor ein paar Wochen gekauft, haben pro Stück um die €10.- gekostet. Die Johnson sind natürlich auch eine Alternative. Die Fotos in meinem Bericht sind aktuell, weiter bin ich mit meiner Happy Hunter noch nicht. Da jetzt (hoffentlich :juhu: ) der Sommer kommt, bin ich jedoch eher an meinem großen Spielzeug dran, so dass die Happy Hunter momentan eher langsam "weiterwächst"!
      Fahrfertig: Aeronaut Classic, Kalle, Graupner Pegasus III, Graupner Vegesack und Theodor Heuss
      Im Bau: Adolph Bermpohl, Aeronaut Queen, Robbe Happy Hunter
      Restaurierung: Graupner Tedje
    • Gucksch du hier:
      hobby-lobby-modellbau.com/onli…B-S--12-Volt----2165.html
      Das schöne an den Bühler-Motoren ist, dass sie schon entstört sind!

      Und hier noch zwei Bilder vom aktuellen Bauzustand:
      CIMG0482.JPGCIMG0483.JPG

      Bei dem Akku handelt es sich um einen 12V 10 Ah-Akku
      Beleuchtung am Aufbau ist in Funktion, beide Radar drehen.
      Fahrfertig: Aeronaut Classic, Kalle, Graupner Pegasus III, Graupner Vegesack und Theodor Heuss
      Im Bau: Adolph Bermpohl, Aeronaut Queen, Robbe Happy Hunter
      Restaurierung: Graupner Tedje
    • Hi Kaipi,
      die hatte ich damals auch gesehen, aber weil dabei stand ..."bis 5kg..." und sonst keine Angaben, hatte ich es lieber gelassen.
      Aber für den Preis völlig ok, und wenns in der HH nicht passt, die bekommst du auch woanders unter.
      In der Vergangenheit gebaut:
      Happy Hunter (Robbe, Fertigrumpf und Beschlagsatz nach Bauplan)
      Flyvefisken (Billing Boats)
      Diabolo (Robbe)
      Forschungskutter (Eigenbau)

      In der Werft:
      Offshore Vessel Marke Eigenbau
    • Das hat mich auch gestört. Und die HH hat ja auch 60er Prop in der Kortdüse. Ist das nicht zu viel für die Motoren? Ansonsten hätte ich die schon bestellt!
      Ich hätte halt gerne die Schlepper-Typische Welle am Heck. Die wird meines Wissens aber nur durch einen Leistungsüberschuß oberhalb der Rumpfgeschwindigkeit erreicht. Schaffen die Bühler das? Oder der Johnson? Ich kenne mich schon etwas aus, aber da muß ich einfach passen.
      Vielen Dank für die Antworten

      Markus
    • Konnte die Motore noch nicht richtig testen, da ich zu wenig Gewicht im Rumpf hatte und die Props oben aus dem Wasser geschaut haben. Und ich hab das mal so gerechnet, jeder Motor bis ca. 5 kg, zwei sind drin, sollte also gehen!
      Fahrfertig: Aeronaut Classic, Kalle, Graupner Pegasus III, Graupner Vegesack und Theodor Heuss
      Im Bau: Adolph Bermpohl, Aeronaut Queen, Robbe Happy Hunter
      Restaurierung: Graupner Tedje
    • Moin Markus,

      Es gibt glaube ich auch schon Beiträge im Forum, die das ganze etwas wissenschaftlicher hinterleuchten.
      Kannst du vielleicht auch nochmal suchen was die Experten dazu sagen.
      Das reicht von Formeln mit allen möglichen Daten die dort mit einfliessen, bishin zu der einfachen Regel, für Verdränger pro Kg Gewicht 2-3 Watt.
      Daran habe ich mich grob orientiert.
      Aber du hast schon recht, die 60er Props sind sicher nicht zu unterschätzen.
      Also lieber etwas mehr einplanen an Watt.
      Letzen Endes sind das eben die Vorteile von einem Langsamläufer. Da kannst du etwas mehr Watt nehmen, und die Stromaufnahme ist vergleichsweise niedrig.
      In der Vergangenheit gebaut:
      Happy Hunter (Robbe, Fertigrumpf und Beschlagsatz nach Bauplan)
      Flyvefisken (Billing Boats)
      Diabolo (Robbe)
      Forschungskutter (Eigenbau)

      In der Werft:
      Offshore Vessel Marke Eigenbau
    • Moin,

      bei Pollin hatte ich mal Johnson gefunden, die hatten bei 12V unter 7000 U/min
      und ordentlich Drehmoment. Immer mal reinschauen dort, denn bei einem
      Blechbecher der Größe unter 5,-€ /St kann mann nicht meckern. Das Angebot
      dort wechselt öfters.
      Desgleichen gab es bei ebay mal einen Posten große Bühler mit einem
      vorgesetzten Getriebegehäuse, das kann man einfach absägen und hat nen
      super langsamlaufenden Motor für Dickschiffe für 10,-€ , der auch noch den
      richtigen Drehzahlbereich für Props zw 50 und 80 mm hat. Wird bestimmt
      irgendwann noch mal angeboten.

      Zum Berechnen:
      das wichtigste, wo tatsächlich jeder rechnen sollte, ist die erforderliche
      Drehzahl des Props, das ist so in etwa Pflicht, der Rest ist Kür. Dazu wurde auch
      in zahlreichen threads geschrieben, wenn Du trotzdem noch nicht zurecht
      kommst: frag.
      mit besten Grüßen aus einer kleinen ostfriesischen Werft

      Projekte: 15er Schärenkreuzer, Riva Aquarama special 1:5, und vieles mehr
      Fahrbereit: WSP "Bremen 9", Arbeitsboot "Klaus Eugen" aus Paula 3, Tonnenleger "Ditzum", Barkasse "St.Pauli" 1:15, Mooring Tug V, . . . .
      Fernes Ziel: Frachter "MS Odin" in 1:50