Welche Schraube ist die richtige?

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    • Welche Schraube ist die richtige?

      Hallo,

      Wie schon aus der Überschrift zu entnehmen geht es um die schraube eines Bootes.
      Habe in der suche nichts gefunden da dachte ich mir, mach ich doch mal einen allgemeinen post auf.

      Also wieviele Blätter sollte einen schraube haben und welcher durchmesser ist gut.

      Jetzt ist mir klar das es verschiedene Rumpf Formen gibt und auch unterschiedliche langen, breiten und Antriebs Arten, so gibt es keine allgemeine Antwort.

      Um möglichst vielen gerecht zu werden währe die Idee das ihr schreibt für welche größe, breite, Antriebs Art welche schraube zu amofehlen ist
      Oder.
      Mach welchen Kriterien man die für sich richtige findet.

      Der Unterschied zwischen Karbon, Kunststoff und Aluminium ist denke mal nur die Haltbarkeit oder?

      Ich danke schonmal im Namen aller für die informativen Auskünfte .
    • Hallo Henry,

      ich habe mir kürzlich hier welche bestellt. Dort steht auch immer kurz dabei für was sie geeignet sind, welcher Schiffstyp und ggf. Epoche.
      Vielleicht hilft es Dir weiter dich dort einfach mal durchzuklicken. shop.modellbau-kaufhaus.de/schiffsmodellbau/schiffsschrauben

      Ansonsten gib gerne mehr Infos für was du sie benötigst.
      Bin da jetzt nicht der Experte, aber da findet sich sicher noch jemand :)
      Ich nehme immer welche aus Messing, da diese sich auch nicht verformen und dazu noch edel aussehen.
      Für kleinere Boote lohnt sich Messing weniger. Es gibt auch hochwertige Kunststoffschrauben.

      Gruss
      Markus
      In der Vergangenheit gebaut:
      Happy Hunter (Robbe, Fertigrumpf und Beschlagsatz nach Bauplan)
      Flyvefisken (Billing Boats)
      Diabolo (Robbe)
      Forschungskutter (Eigenbau)

      In der Werft:
      Offshore Vessel Marke Eigenbau
    • Hallo Henry,

      da du das Thema im Unterforum Renn- und Powerboote eröffnest, denke ich es geht dir in erster Linie um die Auswahl an Rennschrauben.
      Wie du selber festgestellt hast, kann man keine allgemeingültige Aussage treffen, aber ich denke man könnte es ein wenig eingrenzen.

      Grundsätzlich schließe ich mich der Aussage von Jürgen an. Wenn wir über halbgetauchte Antriebe sprechen, dann bieten sich für erste Versuche die Graupner K-Props an (2 Blatt Kunststoff, Steigung 1.4). Am besten einen Vorrat an verschiedenen Durchmessern anschaffen und dann testen.
      Hat man das richtige Setup gefunden, dann könnte man sich überlegen, ob man auf Metall wechselt. Ich meine mal gehört zu haben, dass Metallprops einen etwas höheren Wirkungsgrad haben, weil die Verformung der Blätter geringer ist. Obs, stimmt... :dno:

      Die Anzahl der Blätter hatte glaube ich was mit dem Schub zu tun... :kratz:

      Gruß Niels
    • Nicht ganz einfach zu beantworten und schon mal gar nicht in der Kürze.

      Vorweg: wir bauen Modelle, das sind nachbildungen der Originale, nur verkleinert,
      da kann man dann schon mal hinschauen, was die Ingenieure in der Werften da
      so verbaut haben bezüglich Größe der Propeller, Steigung, Anzahl der Flunken
      und Form der Flunken und das passend zu Größe und Form der Schiffe und deren
      jeweiligen Motorisierung.
      Die Wellendrehzahl des Modells für den Antrieb muß allerdings angepasst
      werden - das ist ein dann aber anderes Thema.

      Zum Material:
      Plastik, Faserverstärkter Kunststoff, Messing, Bronze, Aluminium, Titan, o.ä.
      ist dann eher von folgenden Faktoren abhängig:

      Größe des Propeller am Modell:
      (meine Faustregel) bis 50 mm Durchmesser bei Dickschiffen ist in Plastik kein
      Problem,
      über 50 mm sollte auf jeden Fall Faserverstärktes Material sein, oder besser
      aus Metall, weil die Kräfte dann doch den weichen Kunststoff überfordern
      würden.

      Anwendung:
      Speedboot mit Props über 40 mm und im sehr hohen Drehzahlbereich auf jeden
      Fall aus Metall und poliert und gewuchtet, kleiner als 40 mm und dann deutlich
      preiswerter die Faserverstärkten, die dann aber auch nicht so viel Schub umsetzen
      können.

      Scale or not scale:
      bei freien Nachbauten orientiert man sich natürlich erstmal wieder am ähnlichen
      Original.
      Soll es Full-Scale werden, muß man ersteinmal einen Hersteller finden, der etwas
      entsprechendes anbietet, hier ist z.B. der Bereich graue Flotte aus WW2 ganz gut
      abgedeckt durch Fa Lassek o.ä., schade das Prop-Shop nicht mehr produziert,
      die hatten auch modernere Propellerformen (Sichelförmig) und diverse andere
      Formen in fast allen Größen lieferbar (auch in Größen, die dann so eher meine
      Kragenweite sind: große Boote deutlich über 20 kg und Props über 80 mm)

      Anzahl der Prop-Flunken und Form (gilt nicht für alles, es gibt ein breites Feld
      der Ausnahmen):
      je breiter die Flunke, desto mehr Schub wird umgesetzt, wird nicht bei Props
      mit hoher Geschwindigkeit verwendet und nicht bei hohen Drehzahlen (die
      Ausnahme hierzu sind Hydros!)

      Hydros erkennt man an der Form der Flunke und der Abrisskante und werden
      nur halbgetaucht gefahren, also nur für gleitende Rennboote, nicht für Dickschiffe.

      Sichelform wird bei den moderneren Frachtschiffen und bei u-Booten verwendet,
      im Modell schwer umzusetzen und eigentlich nur sinnvoll bei Messing oder Bronze.

      Kortdüse, diese Propeller haben an der Außenkontur eine kreisrunde Form passend
      für die Kortdüse, diese verstärkt noch mal den Schub, nicht die Geschwindigkeit,
      also für Schlepper geeignet und andere Schiffe (Fischerei, Ankerzieh-)die pullen
      sollen.

      Hier eine Datenbank aufzubauen, welches Modell mit welchem Prop unter welcher
      Motorisierung ausgestattet wie gut läuft, wird kaum funktionieren, weil man die
      Daten kaum auswerten könnte, da der Vergleich jeweilig dazu fehlt und die meisten
      Skipper kaum die Daten wie erreichte Geschwindigkeit (Windneutral gemessen),
      Energieaufnahme (Spannung, Strom) und Drehzahl an der Welle kennen (können).
      mit besten Grüßen aus einer kleinen ostfriesischen Werft

      ich zeichne noch mit Bleistift auf Papier, kann kein CAD, fräse nicht CNC,
      sondern habe Handwerkzeug wie Laubsäge und Feile in Gebrauch ....
    • Niru schrieb:

      Grundsätzlich schließe ich mich der Aussage von Jürgen an. Wenn wir über halbgetauchte Antriebe sprechen, dann bieten sich für erste Versuche die Graupner K-Props an (2 Blatt Kunststoff, Steigung 1.4). Am besten einen Vorrat an verschiedenen Durchmessern anschaffen und dann testen.
      Schwieriger wird es bei seltenen Scale-Booten wie z. B. meinem Flipper-Boot. Der Rumpf soll in Gleitfahrt kommen, aber es hat im Original keine halbgetauchten Props. Eine Wasserfontäne soll es auch nicht hinter sich herziehen. Bisher habe ich getauchte 36er K-Props bei den Bauer Z-Antrieben verwendet. Das hat gut funktioniert. Für die neuen Antriebe teste ich mit diversen 2- und 3-Blatt Props von 33 - 36 mm und Steigungen von 0,5 - 1,4. Mein erster Versuch war erfolglos, denn bei Vollgas haben sich die Props selbst das Wasser weggedrückt. Es blubberte nur noch hinter dem Rumpf. Mal sehen, ob was passendes bei den neuen Props dabei ist.
      Gruß
      Jürgen
    • Tach auch
      bei den von mir gebauten Modellen war/ist die Größe ,Blattform und die Anzahl der Blätter im Plan gezeicht da bleibt dann nicht was ich da ändern sollte,die Motoren richten sich dann nach der Proppellergröße.
      gruß Bernd
      Ich bin ein Nietenzähler weil ich es kann und das alles ohne CNC und 3D Drucker
      im Hafen
      Sovremenny
      Udaloy 2 Klasse Admiral Chabanenko
    • Moin,

      ja, so wie Martin mache ich das auch bei Modellen, wo nicht genug Infos
      vorliegen oder einfach mal probieren der kürzere weg zum Ziel ist.

      Beispiele:
      Paula III
      übernommen wg Hobbyaufgabe (Erstversuch, dann doch lieber
      Hubschrauber), suber gebaut, nur die Motorisierung war nicht so pralle.
      Der Blechbecher ähnlich 600er wurde bei 1 Stück 6V 4ah Pb nicht mal
      warm, zog den Kahn aber nicht wirklich passend zum Design vorwärts,
      es war langweilig das Boot zu fahren und die Gewichtsverteilung passte
      nicht (hecklastig), also die Zweite mitgelieferte Batterie zusätzlich eingebaut :id:
      und in Reihe geschaltet: Ha! läuft, liegt gut fährt flott, aber das Aggregat
      wird kochend heiss. Hier stimmte also gar nichts, mehrere Konzepte versucht,
      dann die Schraube kleiner und weniger Steigung und siehe da, der Motor
      konnte sichtbar freier drehen und kam ohne heiss zu werden in die Puschen,
      dann habe ich einen ähnlichen Prop in MS bestellt. :thumbup:

      Bremen 9 Wasserschutzpolizei von Graupner
      sauber gebaut, aber die Motoren wurden heiss, wenn man mal Manöverfahrt
      machte. 2 Motore ähnlich 500er, Prop 42,5/1,2 12 Volt Pb ; Testversuche mit 9,6 Volt
      und Props 45/0,53 und 40/0,53 waren nicht zufriedenstellend, dann 37,5/1,2 an
      12 Volt und siehe da, mit Handy als Speedomat im Rumpf gemessen war die
      kleine schneller unterwegs und die Motoren wurden nicht mehr heiss, sondern
      nur handwarm, hörbar drehen diese auch besser und kamen also in ihren
      Arbeitsbereich, vorher wurden sie anscheinend durch die zu großen Props mit
      zuviel Steigung im mittleren Drehzahlbereich abgewürgt - weniger ist manchmal
      mehr. :lol:
      mit besten Grüßen aus einer kleinen ostfriesischen Werft

      ich zeichne noch mit Bleistift auf Papier, kann kein CAD, fräse nicht CNC,
      sondern habe Handwerkzeug wie Laubsäge und Feile in Gebrauch ....
    • Wow, super Antworten.
      Habe mir Absicht nicht geschrieben was ich für ein Boot habe aber schon richtig erkannt, geht um racing.

      Wollte hier, da ich nichts gefunden hatte, einen generellen Post eröffnen, hat ja auch super geklappt, glaube fals wieder wer was sucht wegen des richtigen Propellers dann ist er hier richtig.

      Danke für die umfangreichen Informationen.
    • Das ist ein weites und kompliziertes Feld.
      Generell muss man erst mal unterscheiden zwischen Antrieben für Rennboote und Antrieben vollgetaucht für Verdränger bist Halbgleiter. Gleiter vollgetaucht sind noch mal etwas anders.
      Verdränger kann man ziemlich gut berechnen, da die Verhältnisse stabil sind. Auch gibt es da einige Faustformeln hinsichtlich Antriebsleitung in Bezug auf Gewicht, Drehzahl und Schraubengröße. Allgemein ist zu den Speedmotoren zu sagen also 500er / 600er usw zu sagen, Schraube nicht größer als Motordurchmesser, bezogen auf Schrauben bis etwa Steigung 1

      Bei Rennbooten sieht das schon anders aus. Da kann man sich nur an Erfahrungswerten orientieren und den Rest muss man dann selbst testen
      Als Ausgangsbasis sind eigentlich immer die K-Props von Graupner passend, für halbgetauchte Antriebe, in Grenzen auch für vollgetauchte Antrieb der Eco`s
      Bei einer Drehzahl von etwa 25.000 U passen da bei Minis bis etwa 45cm 31er, bei Standard Monos bis etwa 60cm 37,5er und bei größeren Monos bis etwa 75cm 42,5er K-Props.
      Die gleichen Durchmesser auch bei Hydros in diesen Größenklassen bei etwa 30.000U
      Die Blattzahl hat dabei rein rechnerisch keinen Einfluß auf die Geschwindigkeit. Der resultiert da nur aus Wirkungsgrad und Schub.
      Jetz zum Aber. Bootsform, Design, Schraubendesign, Steigungsverhältnisse Drehzahl usw sind Faktoren die man zum Optimum austesten muss.
      Eine Octura X -Serie ist mit einer Y oder M-Serie oder mit Propshop usw. nicht so ohne weiteres Austauschbar bzw vergleichbar, zumal sich bei Metallprops eine ganze Reihe von Tuningmöglichkeiten zur Anpassung und Optimierung ergeben.
      Da zu versuchen eine Datenbank auf zu bauen macht keinen Sinn
      der Eine optimiert sein Boot für Ovalrennen, der Nächste den gleichen Rumpf zum Spaßfahren, der Dritte den gleichen Rumpf für Speedrekorde.

      Der gleiche Rumpf, drei völlig verschiedene Konzepte und was bei dem einen funktioniert, muss es bei dem anderen noch lange nicht, weil da kleinste Details in der Hardwareeinstellung einen extremen Unterschied ausmachen können, vor allem wenn es Richtung Grenzbereich geht

      Gruß Heiko

      Gruß Heiko
    • Odin schrieb:

      ok, Speed also.

      welches Boot? bzw Rumpf?
      Katamaran ca 90 cm lang

      Larger schrieb:

      Hallo Boris, er wollte es mehr allgemein haben. Aber das macht aus beschriebenen Gründen wenig Sinn

      Heiko
      Stimmt wolte das nicht direkt für mein Anliegen sondern eher für die Allgemeinheit, fals wer Fragen hat können die hier beantwortet werden, glaube das ist auch schon sehr gut gelungen, tolle und sehr informative posts hier